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Die nationalsozialistisch orientierten Front-Organisationen in der Schweiz 1930-1957

9. Frontistenoffiziere in der schweizer Armee ab 1933

Bund der Schweizer in Grossdeutschland (BSG)

von Michael Palomino (1998 / 2005 / 2010)


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aus: Walter Wolf: Faschismus in der Schweiz. Die Geschichte der Frontenbewegung in der deutschen Schweiz 1930-1945. Flamberg-Verlag Zürich 1969.


Nazi-Offiziere der Nationalen Front in der schweizer Armee

Kommunisten werden nach 1933 bald aus der schweizer Armee ausgeschlossen, auf wiederholtes Betreiben der Jungliberalen hin (S.293). Bundesrat Minger will die Armee aber noch nicht von Frontisten säubern. Im Gegenteil: Der Bundesrat setzt sogar Beförderungen von nazistischen Offizieren in der schweizer Armee durch. "Eigenschaften":

Die nazistischen Offiziere der schweizer Armee
-- führen Ehrbeleidigungsprozesse
-- reisen an Nürnberger Parteitage
--  tragen Hitler-Embleme
-- singen Hitler-Lieder.

Der Bundesrat schläft! (in: U des Geschw.-ger. Bern Mittelland, 11.7.1939) (S.294-295).

Erst ab der Machtübernahme des norwegischen Majors Quisling in Norwegen (S.295,297) reagiert auch die Presse mit dem Spruch: "Keine 'Quislinge' mehr in der Armee!" (Appell von Prof. Carl Meyer; in: Luzerner Tagblatt, 19.4.1940).

Unter offiziellem Druck bringt eine Untersuchung im Mai 1940 124 frontistisch-faschistische und nationalsozialistische Offiziere in der schweizer Armee zum Vorschein:
-- 3 Offiziere kommen vor Gericht
-- 4 Offiziere werden zur Disposition gestellt
-- alle anderen Offiziere [117 Nazi-Offiziere] werden vom General angeschrieben mit dem Ausspruch des Vertrauens (S.297).

[Insgesamt bleibt der General damit sehr nazifreundlich, und der Bundesrat schläft weiter].


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