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Die nationalsozialistisch orientierten Front-Organisationen in der Schweiz 1930-1957

12. Schweizer Frontisten im Dritten Reich

von Michael Palomino (1998 / 2005 / 2010)


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aus: Walter Wolf: Faschismus in der Schweiz. Die Geschichte der Frontenbewegung in der deutschen Schweiz 1930-1945. Flamberg-Verlag Zürich 1969.


Schweizer Frontisten im Dritten Reich

Gründungen ab November 1933 in München, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Singen, Mailand (in: NZZ, 4.3.1934). Ab sofort findet im Bundesrat eine Ausbürgerungsdiskussion statt. Die nazistischen Schweizer im Ausland halten Reden gegen die Schweiz, produzieren dabei peinliche Affären, nehmen an Propagandakursen teil, nehmen an Hitler-Parteitagen teil, nehmen an 1.Mai-Feiern teil, z.B. in der Ortsgruppe Siblingen.

Die vier Täter des Anschlags auf einen Volksrechts-Redakteur wandern nach Nazi-Deutschland aus, um einer "sinnlosen Strafe" wegen eines Kommunisten zu entgehen, und erhalten Aufnahme in München. Zwei der Täter werden in die SA aufgenommen.

Es entstehen Querverbindungen der Basler Sektion der Nationalen Front
-- zum Deutschen Turn- und Sportverein
-- zur NS-Frauenschaft
-- zur Deutschen Arbeiterfront (S.275-281).

Geldquellen
z.B. verwendet für die "Zionistenprozesse" vom Oktober 1934 und Mai 1935 von der nationalsozialistischen Organisation "Weltdienst" in Erfurt. Die Nationale Front richtet Bittbriefe an den "Weltdienst" mit der Begründung, die Nationale Front würde in erster Linie für Deutschland kämpfen. Es erfolgen verdeckte Überweisungen über den Leonhardtschen "Volksbund" (S.282-289).

Eisenegger (Gauleiter der Nationalen Front in Lausanne) richtet einen Bittbrief an den "Weltdienst" mit Bitte um Aufheben der Sperre seiner RM-Guthaben. Als der Brief publik wird, wendet sich fast alle welsche Anhängerschaft von ihm ab. Der "Front National" wird eingestellt und wird von der "Union Nationale" übernommen (S.284-288).

Im November 1937 bei der schweizer Freimaurerinitiative gegen das Freimaurertum fliessen wieder Unterstützungsgelder des "Weltdienst" aus Erfurt an die schweizer Front, mit Propagandamaterial (S.290).

Im Januar 1941 macht Tobler eine Bettelreise zu Dr. Hügel und zum Propagandaministerium Berlin. Das Geld wird von Grenzgängern über die Grenze geschmuggelt (S.291).

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