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SBB Meldungen 01


präsentiert von Michael Palomino


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4.6.2019: Kr. Schweiz macht Bahnhöfe rauchfrei:
Gestank und Abfall vermeiden: Die Bahnhöfe werden zur rauchfreien Zone


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Wil SG 4.6.2019 : SBB wirft Zuggäste raus, um Verspätung aufzuholen

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SBB 13.7.2019: Lokführer opfern Freitage für den Fahrplan, weil es die SBB zu wenig Lokführer hat:
Frust bei der SBB: Lokführer fahren an freien Tagen, weil Personal fehlt


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Baden 8.8.2019: SBB-Lokführer merkt nicht, dass sein Zugbegleiter in der Tür eingeklemmt ist - und alte SBB-Wagen sind nicht auf dem neuesten Stand (!):
Schweizer Zugbegleiter bleibt in Zug-Tür stecken und verunglückt tödlich
https://de.sputniknews.com/panorama/20190808325585923-schweizer-zugbegleiter-tod-unglueck/

<In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist wohl der größte Alptraum eines jeden ÖV-Nutzers wahr geworden: Ein Zugbegleiter wurde von der Tür eines Zuges eingeklemmt und mitgeschleift. Der 54-Jährige erlag daraufhin seinen Verletzungen. Doch wie konnte so etwas passieren und wie gefährlich ist diese Situation wirklich?

Sonntagnacht um 00:08 Uhr in Baden, Aargau, hat es einen 54-jährigen Schweizer Zugbegleiter erwischt: Die Zug-Türen haben ihn eingeklemmt und der Zug fuhr los, ihn mitschleifend. Aufgrund der schweren Verletzungen ist der Chef für Kundenbegleitung verstorben. Dies berichtet die Schweizer Zeitung „20 Minuten“ in einem Artikel am Donnerstag. Wie genau sich der Unfallhergang abspielte, werde noch untersucht.

Ursache des Unfalls

In einem Interview mit „20 Minuten“ erklärt Philippe Thürler von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), wie es dazu gekommen ist. Laut Thürler hat sich aus der Kontrolle am Sonntagmorgen ergeben, dass das Einklemmschutzsystem versagt hatte.

„Die Schließkraft wurde nicht deaktiviert, als die Türflügel auf den Zugbegleiter trafen.“

Der betroffene Fahrzeugtyp sei die Lokomotive Re 460, die Wagen seien jedoch älter, so Thürler. Da sie aus den Jahren 1985 bis 1990 stammen, verfügen sie noch über kein System, das die Abfahrt bei nicht geschlossenen Türen verhindert. Bei neueren Wagen sei eine solche Transaktionssperre vorhanden. Auch der Lokführer konnte den Kollegen nicht sehen, da der Zug mit zehn Wagen 250 Meter lang gewesen sei.

Einzelfall?

Für Passagiere sei ein Unfall solcher Art jedoch wesentlich unwahrscheinlicher, meinte Thürler. „Der Zugchef schließt die Türen und beobachtet, ob alle Türen zugehen. Danach schließt er seine Tür, die während der Schließung offen bleibt.“

Doch in der Schweiz kam es auch schon zu Unfällen ähnlicher Art. Der Presse nach ereignete sich das letztverzeichnete Unglück im April 2012 in Martigny, im Wallis. Der "Aargauer Zeitung" zufolge wurde ein Mann zwei Meter mitgerissen, bevor der Zug anhielt und er befreit werden konnte. Auch 2012 hätte ein Postbeamter beim Rausholen eines Paketes seinen Arm eingeklemmt und wurde ganze drei Kilometer mit dem Zug mitgeschleift. Er trug schwere Beinverletzungen davon, überlebte aber.

Die Situation in Deutschland

Wenn man weitersucht, findet man unzählige weitere Fälle, in denen Ähnliches passierte: von abgetrennten Fingern, über Amputationen von Beinen bis hin zum Tod. Auch in Deutschland häufen sich Artikel über derartige Unfälle. Allein im Jahr 2019 findet man einige schockierende Meldungen über das Schicksal von Passagieren, die zwischen den Gummidichtungen der Fahrzeugtüren eingeklemmt waren.

Im April 2019 berichtet die "Berliner Zeitung" von einem Mann, der 50 Meter von einer losfahrenden S-Bahn an der Station Südkreuz (Berlin) mitgeschleift wurde. Um das Schließen der Tür zu verhindern, hielt der Passagier sein Bein zwischen die Türen und blieb anschließend darin stecken. Zum Stopp kam die S-Bahn nach der Bedienung der Notbremse. Glücklicherweise haben sich der 38-jährige Mann und seine 29 Jahre alte Begleiterin nur leicht verletzt. Sie erlitt einen Sturz beim Versuch, ihren Begleiter festzuhalten.

Ein weitaus gravierenderer Vorfall ereignete sich in Essen, als ein 13-jähriger Junge seinen Arm in den Fahrzeugtüren eingeklemmt hatte. Die U-Bahn hätte den Jungen ganze 250 Meter mitgetragen, bis er an eine Tunnelwand knallte, berichtet die Zeitung „Der Westen“. Die Notbremse sei zwar betätigt worden, doch laut dem Sprecher der Ruhrbahn, Nils Hoffmann, geschah dies zu spät. Der Lokführer hätte die Bahn nur in den ersten acht Sekunden nach Fahrantritt anhalten können, danach sei er verpflichtet gewesen, weiterzufahren. Der Junge sei lebensgefährlich verletzt worden, konnte aber nach mehreren Eingriffen gerettet werden.

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SBB-Zugbegleiter tödlich verunfallt: «Der Lokführer konnte ihn nicht sehen»

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Kr. Schweiz 13.8.2019: Hohe Kriminalität bei den SBB: Defekte Zugwagen fahren weiter, Tote werden mutwillig in Kauf genommen (!!!):
Interne Weisung: SBB lassen defekte Züge weiterfahren
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/SBB-lassen-defekte-Zuege-weiterfahren-21849453

<Sicherheitsmängel bei Zügen sind für die Bundesbahnen kein Grund, die Wagen von der Schiene zu nehmen. Das zeigen neue Dokumente.

Eine Woche ist vergangen, seit ein Zugbegleiter in Baden tödlich verunglückt ist. Eine Türe war defekt. Die Betroffenheit unter den Bähnlern ist gross. Und sie erheben Vorwürfe, dass die Türen der betroffenen Einheitswagen IV immer wieder Probleme machen. Die Gewerkschaft fordert, dass die Züge von den Schienen genommen werden. Davon wollen die SBB nichts wissen.

Im Gegenteil: Erst kürzlich haben die Bundesbahnen eine neue interne Weisung herausgegeben, die dem Redaktion Tamedia vorliegt. Darin heisst es, dass auch Fahrzeuge mit Schäden «an sicherheitsrelevanten Komponenten aus der Instandhaltung dem Betrieb übergeben werden». Die SBB lassen also wissentlich defekte Züge fahren.

Einklemmschutz versagt in Video

Das bedeutet im konkreten Fall vom Unfallzug in Baden: Hätte man im Vorfeld einen Defekt festgestellt, wäre die Türe verriegelt und ein Zettel mit einem Hinweis draufgeklebt worden. Im Einsatz wäre die Komposition aber trotzdem gestanden.

Bei den SBB heisst es, dies sei gängige Praxis, und diese habe man nun auch noch schriftlich festgehalten. Zudem: Das Vorgehen sei nur erlaubt, wenn der Mangel mittels anderweitiger Vorkehrungen nicht sicherheitsrelevant wird. Bedeutet etwa, dass der an sich defekte Zug langsamer fährt oder eine kaputte Scheibe mit einer Folie gesichert worden ist.

Derweil verbreitet sich in Bähnlerkreisen ein Video, das den SBB-Chefs nicht gefallen wird. Es zeigt, wie der Einklemmschutz beim Einheitswagen IV versagt. Ein Mitarbeiter testet die Türe am eigenen Leib. Er kann seinen eingeklemmten Arm erst befreien, als er die Türe manuell wieder öffnet.

(chk)>

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Watson online,
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14.8.2019: SBB entdeckt 5 weitere defekte Türen - wie ist das möglich, dass in der reichen Schweiz nicht alle Zugtüren sicher sind???
86 Passagiere eingeklemmt – die wichtigsten Antworten zum Türen-Problem der SBB
https://www.watson.ch/schweiz/%C3%96v/528653665-die-sbb-hat-ein-tuer-problem-86-passagiere-wurden-bereits-eingeklemmt

<Adrian Müller

Nach dem tragischen Tod des eingeklemmten SBB-Zugbegleiters haben die SBB fünf weitere defekte Türen entdeckt. Kommt es nun zum Grounding des betroffenen Zugtyps? Das musst du wissen.

Ein Zugbegleiter stirbt, weil er von einer defekten Türe eingeklemmt und kilometerweit mitgeschleift wird. Der tragische Unfall in Baden AG vom 4. August hat die SBB aufgerüttelt.

Eine Taskforce sucht fieberhaft nach der Unglücksursache und weiteren defekten Türen. Derzeit unterziehen Spezialisten sämtliche 496 Fahrzeuge des Typs «Einheitswagen EW4» einer Sonderkontrolle. Rund 50 Fahrzeuge sind bereits durchgecheckt worden. Resultat: Bei fünf weiteren Türen wurden «sicherheitsrelevante Fehler» festgestellt, wie die SBB am Mittwochmorgen an einer Medienorientierung mitteilten. In einem bestimmten Betriebsmodus reagiert der Einklemmschutz weniger sensibel als vorgesehen.

«Wenn die Türe verriegelt, hat man keine Chance, etwas herauszubekommen», erklärte ein SBB-Verantwortlicher vor Ort.

Wie viele Passagiere wurden von Türen eingeklemmt?

  • Seit 2014 zählte die SBB bei allen Zugtypen total 86 Fälle, bei denen Passagiere von Türen eingeklemmt wurden. «Zwei Personen wurden dabei schwer verletzt», sagte Patrick Hadorn, Leiter Sicherheit & Qualität SBB, zu watson. Mehrere Passagiere seien leicht oder mittelschwer verletzt worden. «Es gab Fälle, wo Kunden ins Spital eingeliefert werden mussten.» Man schaue die Ereignisse jetzt nochmals genau an und suche nach möglichen Zusammenhängen zum aktuellen Fall.
  • Seit 2016 sind mindestens zehn SBB-Mitarbeiter von Türen eingeklemmt worden, davon sechs Zugbegleiter. «Sie erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen», führt Hadorn aus. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher sein. Laut der SBB berichteten nach dem Unglück einzelne Mitarbeitende von ähnlichen Vorfällen, bei denen sie von Türen eingeklemmt wurden. Eine noch laufende Analyse zeigt zudem, dass Mitarbeitende jedes Jahr eine einstellige Anzahl von Berufsunfällen melden, die mit dem Ein- oder Aussteigen und dem Einklemmen zusammenhängen.
  • Denn SBB-Mitarbeiter kritisieren, dass sie oft keine Rückmeldung auf entsprechende Meldungen ihrerseits erhalten. «Wir nehmen das Anliegen ernst und überprüfen den Meldeprozess», so Hadorn.

Videobericht aus der SBB-Wartungshalle:

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Video: srf/SDA SRF

Pro Tag verkehren auf dem SBB-Netz über 10'000 Züge und transportieren dabei 1,25 Millionen Passagiere.

Wird der EW4 aus dem Verkehr gezogen?

Die Taskforce der SBB überprüft derzeit täglich, ob die EW4 weiter durch die Schweiz fahren dürfen. «Nach dem jetzigen Wissensstand besteht keine erhöhte Gefahr, weder für Reisende noch für das Personal», so Hadorn. Darum sei es derzeit nicht nötig, die EW ausser Betrieb zu nehmen.

Nichtsdestotrotz arbeitet die SBB hinter den Kulissen an Szenarien, in welchen der Zugbetrieb ohne EW4 durchgeführt werden müsste.

Ein Grounding des EW4 hätte massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Derzeit zählt die EW4-Flotte 496 Wagen und bildet damit ein Rückgrat des Fernverkehrs. Nach aktueller SBB-Planung stehen die EW4 bis in die 2030er Jahre im Einsatz. Die Fahrzeuge wurden zwischen 1981 und 1992 gebaut und sind nach 20 Jahren einem so genannten «Refit» unterzogen worden.

Wie laufen die Kontrollen genau ab?

In der Serviceanlage Herdern in Zürich-West demonstrierten SBB-Mitarbeiter, wie die Türen der EW4 kontrolliert werden.
  • Alle 7 – 10 Tage überprüfen die SBB manuell bei jeder einzelnen Türe, ob der Einklemmschutz funktioniert. Dies, indem ein Mitarbeiter in der Wartungshalle den Fuss zwischen die Türe hält und checkt, ob der Schliessvorgang gestoppt wird.
  • Alle 60 Tage unterziehen SBB-Techniker die Türen einer vertieften Kontrolle und überprüfen die verschiedenen Systeme, die bei der Türschliessung involviert sind.
  • Alle 240 Tage werden grössere Unterhaltsarbeiten durchgeführt und etwa der Antrieb der Türen geschmiert.

Zusätzlich zu den normalen Kontrollen unterzieht die SBB alle EW4 einer Sonderkontrolle. Dort wird insbesondere der Klemmschutzgummi unter die Lupe genommen, wo Defekte auftraten.

Bis Anfang Oktober werden alle Türen der Einheitswagen überprüft.

Wie fühlen sich die SBB-Zugbegleiter?

Nach dem tödlichen Unfall in Baden sind die Zugbegleiter stark verunsichert, wie die SBB-Verantwortlichen einräumten.

«Der Todesfall hat mich tief betroffen gemacht», sagt Stefan Spörri, Chef-Zugbegleiter der SBB. Er vertraue jedoch weiterhin in die bewährte Schliesstechnik der Türen. «Ich habe jetzt nicht plötzlich Schiss, wenn ich in den Zug steige.» In seiner langen SBB-Karriere habe er bei der Türschliessung noch nie einen heiklen Moment erlebt.

«Der EW4 ist sogar mein Lieblingszug. Denn bei diesen Kompositionen gibt es am wenigsten Störungen.»

Anders sieht es die Eisenbahnergewerkschaft SEV: «Wenn das Risiko besteht, dass sich der Unfall wiederholen könnte, müssen alle Züge dieses Typs aus dem Verkehr gezogen werden», sagte SEV-Vizepräsident Manuel Avallone nach dem Unfall.>

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Am Genfersee 18.8.2019: Frau samt Fahrrad in SBB-Zugtür eingeklemmt - Frau wird gerettet - das Fahrrad nicht (!):
Saint-Prex VD: Frau wird samt Velo in Tür eingeklemmt, Zug fährt los
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Unfall-Velo-30299949

<Zwei Monate vor dem tödlichen Unfall eines SBB-Zugchefs wurde eine Frau beim Einsteigen in einen Regionalzug eingeklemmt. Eine fehlende Schraube soll schuld gewesen sein.

Anfang August verlor SBB-Kundenbegleiter Bruno R.* sein Leben: Bei der Abfahrt in Baden wurde sein Arm von einer defekten Zugtür eingeklemmt, der 54-Jährige wurde mitgeschleift und tödlich verletzt.

Wie die «SonntagsZeitung» nun schreibt, kam es bereits vor zwei Monaten zu einer gefährlichen Einklemmsituation auf dem Perron in Saint-Prex am Genfersee. Dabei wurde eine Frau samt ihrem Velo, als sie gerade in den Regionalzug einsteigen wollte, eingeklemmt und leicht verletzt.

Eine zweite Person eilte ihr zu Hilfe und konnte sie noch
rechtzeitig aus der Türe befreien. Das Velo blieb hingegen stecken und fuhr mit dem Zug davon. Erst als der Zug im Bahnhof in Etoy VD ankam, öffneten sich die Türen und das Velo fiel heraus. Die Frau meldete den Unfall kurz danach der Polizei.

War eine fehlende Schraube schuld?

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust hat nun letzte Woche einen fünfseitigen Untersuchungsbericht veröffentlicht. Darin sagt der Leiter der Untersuchung, Philippe Thürler, dass die Türen über einen Einklemmschutz wie auch über eine Lichtschranke verfügt hätten.

Zudem hätten die Sicherheitssysteme bei allen 23 Türen der Komposition einwandfrei funktioniert. Jedoch fehlte an einer der Türen eine kleine Schraube. Laut dem Bericht könnte das die Ursache gewesen sein.

(mon)>

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19.8.2019: SBB lässt DB für sich arbeiten:
Einheitswagen IV: SBB lagert Sanierung an Deutsche Bahn aus
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/SBB-lagert-Wartung-an-Deutsche-Bahn-aus-27606645

<von Stefan Ehrbar - Ab 2020 lässt die SBB knapp 100 ihrer Personenzugwagen in Deutschland erneuern. Politiker fordern nun strengere Regeln.

Die Einheitswagen IV sind das Rückgrat des Fernverkehrs der SBB. Zum Teil sollen sie noch bis in die 2030er-Jahre im Einsatz stehen. 496 Stück stehen zurzeit im Einsatz. Seit 2017 wird knapp die Hälfte davon komplett überholt. 93 Wagen modernisiert die SBB aber nicht selbst. Den Auftrag dafür vergibt sie ins Ausland.

Er geht an die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH, eine Tochter der Deutschen Bahn. Diese wird in ihren Werken in Wittenberge und Neumünster ab 2020 an 93 EW-IV-Wagen Arbeiten durchführen. Dabei geht es gemäss der Ausschreibung um die Beseitigung von Korrosionsschäden, die Erneuerung der Schutzbeschichtung, den Ersatz von Bodenbelägen und die Sanierung des Innenraums. Die Wagen erhalten neue Teppiche, teilweise werden auch Ablagetische und Sitzpolster ausgetauscht.

«Muss Ausnahme bleiben»

Die SBB begründet die Vergabe der Arbeiten ins Ausland damit, dass in der Schweiz nicht genügend Kapazität vorhanden sei. In der Politik sorgt die Vergabe für rote Köpfe. CVP-Nationalrat Martin Candinas sagt: «Staatsnahe Betriebe haben eine besondere Verpflichtung, in der Schweiz Leistungen einzukaufen und die Industrie zu unterstützen.»

Dass die SBB Leistungen ins Ausland vergebe, sehe er sehr kritisch. «Das muss eine Ausnahme bleiben. Es darf keine Strategie dahinterstehen, und es darf auch nicht aus Preisgründen geschehen.» Vergebe die SBB aus Sicherheitsgründen einen einzelnen Auftrag ins Ausland, könne das aber akzeptiert werden.

Verkennt die SBB das Risiko?

SP-Nationalrat Philipp Hadorn sagt, Vergaben ins Ausland seien eine Folge der bürgerlichen Mehrheit im Parlament. «Sie verweigert sich gesetzlichen Grundlagen, um ökologische und soziale Kriterien im Rahmen der Ausschreibungen fair zu berücksichtigen.» Gleichzeitig verkenne die SBB, dass inländische Anbieter oder eine Sanierung durch die SBB selbst bei Themen wie Qualität, Verfügbarkeit und Risiko besser abschneiden würden.

Es brauche nun neue Regeln, so Hadorn. Diese müssten allerdings berücksichtigen, dass keine internationalen Regelungen verletzt würden. «Der Bund hat als Eigner die Pflicht, nicht nur betriebswirtschaftliche Interessen, sondern auch Interessen der Volkswirtschaft, Beschäftigung sowie soziale, ökologische und Service-public-Interessen zu berücksichtigen.»

Ausschreibung ist Pflicht

SVP-Nationalrat Thomas Hurter sagt, so lange es sich um sicherheitsrelevante Arbeiten handle, sehe er kein Problem bei einer Vergabe ins Ausland – auch wenn es besser wäre, diese würden in der Schweiz durchgeführt. «Wir schreiben solche Ausschreibungen immer sehr korrekt gemäss den WTO-Richtlinien aus», sagt er. «Es macht Sinn, diese Arbeiten so in Lose aufzuteilen, dass sie in die Schweiz vergeben werden können. Andere Länder machen das auch.»

Den grössten Teil der Sanierungsarbeiten an den EW IV führt die SBB selbst durch, 15 Wagen werden von der Firma Josef Meyer Rail AG in Rheinfelden saniert. Die externe Vergabe sei notwendig, weil bei der SBB die eigenen Werke und Anlagen aufgrund der vielen gleichzeitig laufenden Modernisierungen und Revisionen bereits stark ausgelastet seien, sagt Sprecherin Ottavia Masserini.

Keine Verbindung zu defekten Türen

Zwischen 2014 und 2024 investiere die SBB rund 1,5 Milliarden Franken in die Modernisierung ihrer Flotte. Diese Arbeiten würden zu 97 Prozent durch die SBB oder Firmen in der Schweiz durchgeführt. Über das finanzielle Volumen des EW-IV-Auftrags an die DB schweigt sich die SBB aus. Die Sanierung der 203 Wagen kostet insgesamt 90 Millionen Franken, der Auftrag dürfte sich deshalb in der Grössenordnung von etwa 40 Millionen Franken bewegen.

Die Sanierungsarbeiten stehen laut der SBB in keinem Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen, als ein Einklemmschutz versagte und den Zugbegleiter Bruno R. am 14. August tödlich verletzte.

Nach der Modernisierung in Deutschland führe die SBB in ihrem Werk in Olten eine plangemässe Revision der Drehgestelle und Klimaanlagen durch, so Masserini. Dabei würden auch die Türen nochmals überprüft.>

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SBB-Unfall mit 1 toten Zugbegleiter in Baden: DREIFACHES technisches Versagen - das ist Mord, oder?

SBB UNTAUGLICH 21.8.2019: Mord an Zugbegleiter in Baden wegen nicht funktionierendem Einklemmschutz: Kabel hat gefehlt - und Sensor ist falsch eingestellt - und Kontrolllampe beim Lokführer versagt EBENFALLS!!!
Tödlicher Unfall in Baden: Wegen dieser Fehler musste Bruno R. sterben
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Einklemmschutz-versagte-wegen-loser-Verbindung-19008977

Fototexte:
1) Nach dem tödlichen Zugunfall in Baden AG hat die Sust den Einklemmschutz am betroffenen Zug überprüft.
2) Dabei stellte sie eine lose Verbindung beim Einklemmschutz fest.
3) Die Sust kritisiert eine Parallelschaltung von zwei Türendschaltern.

Der Artikel:

<Anfang August kam ein Zugchef ums Leben, als er in Baden in der Zugtür eingeklemmt wurde. Nun liegt der Zwischenbericht der Untersuchung vor.

Der Vorfall erschütterte die ganze Schweiz: Am Sonntag, 4. August, wurde Zugchef Bruno R.* in Baden in der Tür eingeklemmt und vom Zug mitgeschleift. Der 54-Jährige starb beim Unfall. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat nun einen ersten Zwischenbericht vorgelegt. Darin führt sie auf, dass mehrere Fehler zum Unfall führten.

Beim Einklemmschutz wurden zwei Fehlfunktionen festgestellt. So war eine Verbindung beim Druckwellenschalter lose, weshalb die Schliesskraft der Tür nicht abgebaut wurde, als sie auf ein Hindernis traf. Folglich «war der Einklemmschutz nicht wirksam».

[Sensor falsch eingestellt - und]: Kontrolllampe erlischt, obwohl Tür nicht zu ist

Auch der Sensor, der die Einklemmschutzfunktion deaktivieren soll, sobald die Tür fast ganz geschlossen ist, trug zum Unfall bei: Er befindet sich nicht immer an der gleichen Position. Somit kann es passieren, dass der Einklemmschutz nicht erst kurz vor der endgültigen Schliessung deaktiviert wird, sondern bereits früher.

Auch die Kontrolllampen im Führerstand werden im Bericht kritisiert. Diese zeigen dem Lokführer an, ob alle Türen geschlossen sind. Ist dies der Fall, schalten sich die Lampen aus. Das passiert jedoch auch dann, wenn die Tür nicht komplett am Wagen anliegt. Weil es zwei Endschalter gibt, die nicht miteinander verdrahtet sind, kann es passieren, dass die Kontrolllampe erlischt, obwohl die Tür nicht komplett geschlossen ist.

[SBB ist UNTAUGLICH]: Systeme müssen angepasst werden

«Der Lokführer muss den Informationen der Kontrolllampe jedoch vertrauen können», schreibt die Sust. Ihr Fazit: «Das aktuell eingebaute System erfüllt diese Anforderung nicht.»

Die Sust sieht den Schaltpunkt des Sensors, der das Einklemmschutzsystem kurz vor der kompletten Schliessung deaktiviert, als nicht zuverlässig an. Die Einklemmschutzfunktion könne vor der 98-prozentigen Schliessung der Tür nicht garantiert werden. Die Sust empfiehlt deshalb dem Bundesamt für Verkehr (BAV), die SBB aufzufordern, das heutige System durch ein zuverlässiges zu ersetzen.

Auch die Kontrolllampen im Führerstand sieht die Sust als Defizit. «In die Türen eingeklemmte Personen oder Gegenstände müssen mit hoher Sicherheit festgestellt werden. Das heutige System erfüllt diese Anforderung nicht. Die Tür kann dem Lokführer als geschlossen gemeldet werden, obwohl diese nicht ganz verschlossen ist. Dies führt zu Unsicherheit beim Lokpersonal und kann zu Unfällen führen.» Die Sust empfiehlt deshalb, dass Türendschaltersystem anzupassen, damit die Kontrolllampe dem Lokführer den korrekten Zustand anzeigt.

Zwei Drittel der Wagen wurden bisher kontrolliert

Kurz nach der Veröffentlichung des Sust-Berichts verschickte auch die SBB eine Mediemitteilung. Sie arbeite bereits an konkreten Massnahmen zu den Sust-Sicherheitsempfehlungen, heisst es darin. Die Erkenntnisse und Empfehlungen würden in die eigenen Untersuchungen zum Türschliesssystem einfliessen.

Kurz nach dem Unfall hat die SBB Sofortmassnahmen eingeleitet. Dazu zählt etwa eine zusätzliche Kontrolle aller Türen des Wagentyps EW IV. Bisher seien rund zwei Drittel der Wagen kontrolliert worden. Türen, bei denen Mängel festgestellt wurden, würden sofort repariert oder gesperrt, um sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt reparieren zu können.

SBB will Wagen derzeit nicht aus dem Verkehr ziehen

Auch der Abfertigungsprozess wurde überprüft. Der heutige Ablauf sei für Kunden und Personal sicher, betont die SBB. Eine interne Expertengruppe prüfe jedoch, ob es Anpassungen gebe, die die Sicherheit weiter erhöhen.

Die EW-IV-Wagen ausser Betrieb zu nehmen, ist aus Sicht der SBB derzeit nicht nötig. Sollte sich während der Untersuchungen an der Einschätzung jedoch etwas ändern, werde die SBB geeignete Massnahmen ergreifen, «unabhängig von den Auswirkungen auf den Betrieb».

*Name der Redaktion bekannt

(vro)>

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SBB am 21.8.2019: Baby wickeln ist im Zug erlaubt, es gibt extra Wickeltische:
Windeln im Zug gewechselt: Kind von Wickel-Mami ist schwer krank
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Kind-von-Wickel-Mami-ist-schwer-krank-15903968

<Nach einem langen Tag im Spital wickelte Yvonne W. ihr zwei Monate altes Kind im Zugabteil. Die Aktion wurde tausendfach kommentiert. Einige Kommentare trafen die Mutter sehr.

In einem Viererabteil des Intercity von Bern nach Zürich wickelte eine Frau letzte Woche ihr Baby. Andere Pendler hätten wegen des Gestanks das Weite gesucht, sagte ein Leser-Reporter. Auch in den Kommentaren auf 20 Minuten gab die Aktion zu reden.

Dass das Thema interessiert, zeigen auch die Reaktionen auf einen offenen Brief von Bloggerin Tanja Suppiger. Darin schrieb sie etwa, wie stolz sie auf die Entscheidung der Mutter sei. Der Brief wurde auf Facebook innerhalb von drei Tagen über 5400-mal gelikt und über 800-mal kommentiert.

Ganztägige Untersuchung im Kinderspital

Yvonne W.* aus dem Kanton Zürich ist die betroffene Mutter. Zu 20 Minuten sagt sie: «Ich hätte nie gedacht, dass die Aktion solche Wellen wirft.» Sie führt aus, wie es zu der Situation im Zug gekommen ist: «Mein zwei Monate altes Kind ist mit einer seltenen Krankheit geboren und wir hatten eine ganztägige Untersuchung im Kinderspital Bern. Nach diesem Tag waren wir einfach total erschöpft.»

Als sie dann die rund dreistündige Heimfahrt antreten konnte, habe sie zuerst im Gang stehen bleiben müssen, weil der Zug so voll gewesen sei. «Ich würde nie freiwillig mit einem Baby zu Stosszeiten den Zug nehmen. Aber an diesem Tag ging es nicht anders.»

Wickeln dauerte etwas länger

Eine Frau habe ihr dann den Sitzplatz angeboten: «Ich merkte ziemlich schnell, dass die Windel voll war. Trotzdem habe ich gewartet, bis der Zug in Zürich leerer wurde, damit ich die anderen Passagiere mit dem Wickeln nicht störe.» Bis dahin habe sie ihr Baby mit ihrer Jacke umwickelt, damit sich die anderen nicht am Geruch störten. «Weil aber die Babykleidung auch dreckig geworden ist, hat das Wickeln etwas länger als sonst gedauert.»

Sie habe nicht gewusst, dass sie fotografiert worden sei: «Um ehrlich zu sein: Ich bin froh, hat die Person mich fotografiert und nicht angesprochen. Es war ein wirklich nervenaufreibender Tag. Ich hätte keine Nerven dafür gehabt.» Aus dem Augenwinkel habe sie jedoch wahrgenommen, dass vorbeilaufende Passagiere sie beobachtet hätten.

«Ich habe mir lange überlegt, was ich machen soll»

Auch jetzt noch sei sie aber der Meinung, dass sie genug Rücksicht auf die anderen genommen habe. «Ich wusste, dass ich mein Kind dort wickeln darf, habe aber nicht gewusst, dass es im Zug Wickeltische gibt», sagt W. «Ausserdem hatte ich eine Unterlage und habe dann auch alles so entsorgt, dass es nicht stinkt.» Sie beteuert, niemandem den Platz weggenommen zu haben: «Es waren ja viele dabei, auszusteigen oder einzusteigen. Es musste wirklich niemand wegen uns stehen.»

Per Zufall hat sie durch eine Verwandte dann erfahren, dass ihre Aktion solche Wellen geschlagen hat: «Der Bericht hat mich nicht gestört. Einige Kommentare haben mich aber verletzt. So hiess es etwa, dass ich mich in aller Öffentlichkeit nun für meine Aktion entschuldigen solle, obwohl ich ja nichts falsch gemacht habe. Die Kommentare haben mich zum Grübeln gebracht und an mir selbst zweifeln lassen.»

Der Zuspruch von anderen Frauen, aber auch der offene Brief hätten ihre Stimmung jedoch wieder gehoben. «Ich fand es sehr schön, dass jemand meine Situation und Gefühle so in Worte gefasst hat. Denn ich habe mir im Zug wirklich lange überlegt, was ich machen soll.»

*Name der Redaktion bekannt

(qll)>

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23.8.2019: NWO-Rothschild-Bundesrat meint, die SBB habe eine "hohe Fehlerquote":
Nach Tod von Bruno R.: «Fehlerquote ist hoch», Bund rügt die SBB


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SBB am 23.8.2019: Ein einziger Eisenbahnwagen hat über 500 Mängel:
Nach Tod von Bruno R.: SBB findet über 500 Mängel bei Unfallwagen


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SBB am 25.8.2019: Jeden Tag im Schnitt fährt ein Lokführer mit einem Zug durch Rot - Schäden werden nicht genannt (!):
Verletzte und Schäden: Lokführer fahren immer häufiger über Rot
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Lokfuehrer-fahren-immer-haeufiger-ueber-Rot-28341776

<Noch nie wurden im Bahnverkehr so viele Signale missachtet wie letztes Jahr. Das kann Leben kosten.

363 Mal sind Lokführer im letzten Jahr über Rot gefahren oder haben andere Signale missachtet. Ein Rekord, wie aus Daten des Bundesamts für Verkehr hervorgeht, in welche die «SonntagsZeitung» Einsicht hatte.

Als 2010 erstmals jede «Fehlhandlung gegen Signale im Bahnverkehr» erfasst wurde, zählte der Bund erst 224 solcher Fälle. Seither haben sie deutlich zugenommen. 108 Personen wurden bisher deswegen verletzt, 15 davon schwer. Beim Zugunglück in Granges-Marnand 2013 musste gar eine Person ihr Leben lassen.

Kosten von 56 Mio Franken

Die Sachschäden dabei sind enorm: Mehr als 56 Millionen Franken kosteten überfahrene Rotlichter seit 2010. Wie die Daten zeigen, ist häufig die Unachtsamkeit der Lokführer die Ursache.

Hubert Giger, Präsident des Lokführerverbands, sagt: «Der Arbeitsdruck der Lokführer ist gestiegen: Es gibt mehr Signale, die Geschwindigkeiten sind höher, die Beschleunigungen grösser.»

Laut den SBB verursachen nebst erfahrenen vor allem junge Lokführer Signalfälle. Die Bahnfirma bietet unter anderem Auffrischungskurse an und stellt Experten für Begleitfahrten. Im laufenden Jahr kam es laut den SBB bislang zu weniger Zwischenfällen als im Vorjahr.

(chk)>

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SBB am 28.8.2019: Die reiche Schweinz (Schweiz) hat zu wenig Zugwagen - wegen Türkontrollen:
Stehplätze: Türkontrollen – SBB muss kürzere Züge einsetzen
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/SBB-muss-wegen-Tuerkontrollen-kuerzere-Zuege-einsetzen-12787583

<Nach dem tödlichen Unfall eines Zugchefs führt die SBB Sonderkontrollen beim Unfallmodell durch. Das bekommen Pendler zu spüren.

Eine Frau findet seit eineinhalb Wochen keinen Sitzplatz mehr, wenn sie von Luzern nach Freiburg pendelt. «Jetzt muss man schon in der ersten Klasse stehen», sagt sie zu «Blick». Sie überlege sich, auf das Auto umzusteigen. Auch andere Pendler seien wütend.

Auch SP-Nationalrätin Jacqueline Badran beklagt sich auf Twitter über das Platzangebot:

In einem zweiten Tweet schreibt sie, sie jammere selten und auf hohem Niveau. «Nur heute hatte es eindeutig weniger Wagen als sonst und die Situation war echt krass.»

Kontrollen bald abgeschlossen

Die verkürzten Züge sind mitunter eine Folge der Sonderkontrollen bei den Wagen des Typs EW-IV. Deren Türen werden derzeit in der Werkstatt kontrolliert, seit Zugchef Bruno R. in Baden vom Zug mitgeschleift und getötet wurde.

«Wir können bestätigen, dass einzelne Züge mit weniger EW-IV-Wagen verkehren als geplant, auch auf der Strecke Luzern–Bern–Genf», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli zur Zeitung. «Deswegen verkehren diese Züge verkürzt, die Folge waren vermehrt Stehplätze.» Hinzu kämen betriebliche Störungen. Die SBB bitten die betroffenen Passagiere um Entschuldigung.

Laut Schärli fehlen schweizweit acht bis zehn Wagen. Wegen eines Personenunfalls hätten zeitweise 22 Wagen gefehlt. Die Situation verbessere sich aber laufend, sagt Schärli: Die Sonderkontrollen sollen schon am Mittwochabend abgeschlossen sein. Wegen der verspäteten Inbetriebnahme der FV-Dosto sei «die Situation beim Rollmaterial bekanntermassen angespannt».

Auch ohne diese Einschränkungen komme es bei den über 8000 Personenzügen, welche die SBB täglich führe, praktisch täglich zu kurzfristigen Änderungen im Fahrzeugeinsatz. «Nicht immer kann in diesen Fällen ein Zug mit gleich vielen Sitzplätzen eingesetzt werden. Die SBB entschuldigt sich dafür.»

(daw)>

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29.8.2019: SBB findet 1% Türen mit schweren Mängeln beim Einklemmeschutz - wieso braucht es einen Toten, damit endlich effizient kontrolliert wird?
Untersuchung abgeschlossen: SBB findet 572 Mängel bei Türen-Kontrollen

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/25428681

<Die SBB hat die Untersuchung von 1832 Türen abgeschlossen. Dabei wurden bei 69 Türen sicherheitsrelevante Mängel entdeckt.

Nach dem tragischen Unfall eines Chefs Kundenbegleitung Anfang August hat die SBB die Sonderkontrollen an den Türen des betroffenen Wagen-Typs nun abgeschlossen. Insgesamt wurden 1832 Türen von 458 Wagen untersucht. Das Resultat: An 69 Türen wurden sicherheitsrelevante Mängel an der Funktionsweise des Einklemmschutzes festgestellt.

Diese wurden umgehend repariert oder gesperrt, wie die SBB in einer Mitteilung schreibt. Die übrigen der 493 Wagen der EW-IV-Flotte sind in Revision und sollen vor Inbetriebnahme kontrolliert werden. Die Sonderkontrolle sei damit abgeschlossen, und es verkehre kein Wagen, der nicht geprüft wurde. Die Sicherheit der EW-IV-Wagen ist laut der SBB nun also gewährleistet.

Grosser Teil ist nicht sicherheitsrelevant

Nach dem Unfall hatte die SBB eine Taskforce eingesetzt und Sofortmassnahmen beschlossen. Dazu gehörte diese Sonderkontrolle der Türen aller Einheitswagen IV. Zusätzlich zur normalen Kontrolle, die alle sieben bis zehn Tage erfolgt, wurden zwischen dem 12. und 28. August alle Türen detailliert geprüft. Dabei handelte es sich um eine umfassende Zustandskontrolle.

Der grosse Teil der Beanstandungen wirkt sich nicht auf die Funktion der Türen aus und ist nicht sicherheitsrelevant. Beispielsweise mussten Einstellungen an den Türen nachjustiert werden.

Keine Türen ohne Einklemmschutz werden eingesetzt

69 Mal wurde beim Einklemmschutz ein Mangel in der Funktionsweise erkannt, wovon 7 nicht funktioniert haben. Sämtliche sicherheitsrelevanten Mängel wurden umgehend behoben, oder die Türen wurden gesperrt. Somit ist sichergestellt, dass keine Türen mit einem Mangel am Einklemmschutz eingesetzt werden.

An der Sicherheitseinschätzung der SBB hat sich nach Abschluss der Sonderkontrolle nichts geändert. Die EW-IV-Wagen können weiter sicher betrieben werden. Sollte sich die heutige Einschätzung aufgrund neuer Erkenntnisse verändern, wird die SBB geeignete Massnahmen ergreifen, unabhängig von den Auswirkungen auf den Betrieb.

Taskforce bleibt an der Arbeit

Nach Abschluss der Sonderkontrollen will die SBB nun die weiteren Verbesserungsmassnahmen laufend umsetzen. Die Taskforce bleibe daher an der Arbeit und koordiniere die Umsetzung der Korrekturmassnahmen.

90 Steuerwagen des Typs IC-Bt4 und 232 EuroCity-Wagen verfügen über modernere, aber ähnliche Türsysteme. Deshalb wird die SBB bei diesen Wagentypen bis Ende Oktober 2019 ebenfalls Sonderkontrollen durchführen. Die restliche Flotte verfügt über modernere Türsysteme mit zusätzlichen Sicherheitselementen.

(rab)>

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4.9.2019: SBB-Chef Meyer geht:
Swisspass, Gotthard, Unfälle: Das waren die Hochs und Tiefs von SBB-Chef Meyer


4.9.2019: SBB-Chef Meyer hat vieles bei den SBB VERSCHLIMMERT: Viel zu viele Züge, kaum Personal, gestrichene Freitage, Zugausfälle, überlastetes Schienennetz:
Stimmen zu Meyers Rücktritt: «Der Druck ist hoch, das Personal unzufrieden»


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Visp 13.9.2019: Wieso stand die Fahrleitung unter Strom?
Bericht zeigt Sicherheitsmängel:
SBB-Mitarbeiter erlitt schwere Verbrennungen
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/SBB-Mitarbeiter-erleidet-schwere-Verbrennungen-30940492

Fototexte:
1) Schwerer Starkstromunfall in Visp VS: Die Untersuchungen der Sust ergaben, dass beim Arbeitsort zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten wurden.

2)
So wurden zum Beispiel die Fahrleitungen nicht auf allen Seiten der Arbeitsstelle geerdet.

3)
Die SBB veranlasste als Konsequenz des Unfalls verschiedene Massnahmen. Unter anderem wurde das Fahrleitungsteam durch den Kurzfilm «Sicherer Umgang mit Starkstrom bei der Bahn» sensiblisiert.

4)
Erst kürzlich war der tödliche Arbeitsunfall in Baden AG Gegenstand einer Sust-Untersuchung.

Der Artikel:

<Ein 27-jähriger Fahrleitungsmonteur ist 2015 in Visp VS verunfallt. Die Untersuchung bringt nun Sicherheitsmängel seitens der SBB hervor.

Als ein SBB-Monteur Isolatoren bei einer Fahrleitung austauschen wollte, gab es einen lauten Knall. Entgegen seiner Erwartung stand die Fahrleitung unter Strom. Der Mann erlitt schwere Verbrennungen in Gesicht, an Hand und Unterarm, wie es im «Bericht» der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) zu entnehmen ist.

Im Spital sagten ihm die Ärzte, dass er Glück gehabt habe, dass er im Bereich seines T-Shirts keine Verbrennungen erlitten hatte. Die Kunstfasern seines T-Shirts wären geschmolzen und hätten sich mit der Haut verklebt, was die Behandlung deutlich erschwert hätte.

Der junge Mann hatte bei der Nachtarbeit am 25. Juli 2015 in Visp VS seinen 21-jährigen Kollegen dabei. Dieser wurde durch den entstandenen Störlichtbogen so stark geblendet, dass seine Sehkraft vorübergehend beeinträchtigt war.

Mehrere Sicherheitsdefizite

Im nun erschienenen Bericht listet die Sust gleich mehrere Sicherheitsmängel auf, die zum Unfall geführt haben. Unter anderem wurden die Fahrleitungen nicht allseitig der Arbeitsstelle geerdet, in der Vorbereitungsphase fand keine Begehung vor Ort statt und die Mitarbeitenden seien nicht instruiert worden. Das Sicherheitsdispositiv beinhaltete ausserdem weder Hinweise noch Massnahmen bezüglich eines unter Spannung stehenden Fahrleitungsteils in der Arbeitsstelle.

«Der vorliegende Fall zeigt auf, dass die Arbeitsvorbereitung inklusive Dokumentation, Übergabe, Instruktion und Kontrolle ein sicheres Arbeiten auf der Arbeitsstelle nicht ermöglichte», resümiert die Sust.

Die SBB veranlasste als Konsequenz des Unfalls verschiedene Massnahmen. Unter anderem wurde das Fahrleitungsteam durch den Kurzfilm «Sicherer Umgang mit Starkstrom bei der Bahn» sensiblisiert. Der Fall wurde auch als Beispiel in den nächsten Sicherheitstag integriert.

(kat)>

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6.10.2019: Zu viele Passagiere für den Gotthardtunnel - Verspätungen von bis zu 4 Stunden für die Passagiere - und die App zeigte noch freie Sitzplätze an (!):
Überfüllte Züge: App zeigt freie Sitzplätze, SBB lässt Kunden stehen

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/16710670

<Die SBB liess wieder Leute wegen vollen Zügen stehen. Pendler ärgern sich, denn laut Angaben der Bahn gab es noch freie Sitzplätze.

Die Reise in den Süden und zurück wurde für viele SBB-Passagiere am Wochenende zur Geduldsprobe. Bereits am Samstagmorgen waren Züge in den Süden so voll, dass Passagiere aussteigen mussten, damit diese weiterfahren konnten. Aus Sicherheitsgründen dürfen Züge nur bis zu einer bestimmten Belegung durch den Gotthard-Basistunnel fahren (20 Minuten berichtete).

Am Samstagabend waren die Züge in der Gegenrichtung wieder überfüllt, so dass Passagiere in Bellinzona stehen gelassen mussten. Züge, die um 19.02 und 20.02 Uhr abfahren sollten, waren bereits komplett voll, so dass Passagiere auf den Zug um 20.32 Uhr ausweichen mussten. Weil dieser ebenfalls überbelegt war, fuhr er über die alte Bergstrecke – und kam mit einer Stunde Verspätung in Zürich an. Insgesamt kamen so bis zu zweieinhalb Stunden Verspätung für Betroffene zusammen.

Belegungsanzeige ist ungenau

Allerdings: Laut Angaben in der SBB-App waren diese Züge nicht voll, sondern sollten noch über freie Sitzplätze verfügen. Das zeigt ein Screenshot, den eine betroffene Kundin auf Twitter geteilt hat. «S0viel zur Auslastungsanzeige...», schreibt sie dazu.

SBB-Sprecher Daniele Pallecchi sagt, bei den Belegungsanzeigen handle es sich um Prognosen. Die würden zwar gewisse dynamische Entwicklungen berücksichtigen, um eine Echtzeit-Angabe handle es sich aber nicht. Die Situation am Wochenende sei speziell gewesen: Vielerorts sei Beginn der Herbstferien gewesen, gleichzeitig sei das Wetter im Norden schlecht und im Süden gut gewesen.

Nicht ohne Reservation

«An solchen Wochenenden sollen Kunden unbedingt eine Reservation vornehmen», sagt Pallecchi. Das sei direkt aus der App heraus machbar. Schweizer Kunden seien sich zwar gewöhnt, immer und überall ohne Anmeldung einen Zug benützen zu können. An solchen Extrem-Tagen ändere sich das auf den Verbindungen in den Süden aber gerade. Das sei auch Ausdruck der stark gestiegenen Nachfrage auf dieser Strecke.

Die SBB sei vorbereitet gewesen: «Jedes verfügbare Rad ist gerollt», so Pallecchi. Auch Reservezüge aus Zürich und dem Tessin seien gefahren. Der Einsatz von Doppelstock-Zügen ins Tessin sei aber noch nicht möglich. «Zwischen 7 und 9 Uhr morgens und etwa 17 und 20 Uhr abends für die Heimreise empfehlen wir eine Reservation.» Wer stressfrei reisen wolle, sollte zudem tendenziell Züge nach und von Italien meiden.

Insgesamt handle es sich nicht einmal um ein Promille der Verbindungen, für die eine Reservation nötig sei. Stressig sei die Situation indes nicht nur für die betroffenen Passagiere. «Unsere Mitarbeiter tun alles Mögliche», sagt Pallecchi. «Es tut ihnen weh, denn die Leute nicht zufrieden sind.»

(ehs)>

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8.10.2019: SBB mit Gleisschaden zwischen Olten und Bern:
Pendlerchaos: Arbeiten an beschädigtem Gleis dauern an
https://www.20min.ch/schweiz/bern/story/19318321

<Ein Gleisschaden sorgt für Zugausfälle auf der Strecke zwischen Bern und Olten. Pendler müssen mit Verspätungen rechnen.

Pendler brauchen am Dienstag viel Geduld. Der Bahnverkehr zwischen Bern und Olten ist beeinträchtigt. Sie müssen mit Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen rechnen.

Laut der Störungsplattform der SBB ist ein Gleisschaden für die Störung verantwortlich. Die Einschränkung soll bis voraussichtlich 14 Uhr andauern. Auf Anfrage der SBB heisst es: Ein Team gehe derzeit vor Ort, um den Schaden zu begutachten.

Bereits letzten Freitagabend war es auf der Bahn-2000-Strecke wegen eines nächtlichen Ölverlustes bei geplanten Unterhaltsarbeiten zu Unterbrüchen gekommen. Das ausgetretene Öl verschmutzte den Schotter im Bahntrassee, weshalb dieser entfernt werden musste. Am Samstag wurde der Zugverkehr auf der Strecke wieder aufgenommen.

(fss/sda)>

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14.10.2019: Überdehnung der Grenzen: Die SBB fahren auf dem Zahnfleisch - mit Busersatz wegen Lokführermangel - z.B. zwischen Olten und Liestal:
ÖV: Busse wegen Lokführer-Mangel bei der SBB

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/24826252

<Auf einer Nebenlinie zwischen Solothurn und dem Baselbiet ist am Wochenende kein Zug gerollt.

Die SBB hat wegen Lokführermangels auf einer Nebenlinie zwischen Solothurn und dem Baselbiet am Wochenende einen Tag lang den Zugverkehr eingestellt und anstelle Busse fahren lassen. Betroffen war die «Läufelfingerli»-Linie Olten-Läufelfingen-Sissach am Samstag.

Die SBB informierte die Kunden am späten Freitagabend per Bahnverkehrsinformation über den Busbetrieb und nannten als Grund eine «kurzfristige Änderung im Personaleinsatz». Eine SBB-Sprecherin erklärte gegenüber «CH Media»-Zeitungen vom Montag, dass der Grund der aktuell angespannte Personalbestand bei den Lokführern sei.

Lokführer fehlten den Angaben zufolge nicht zuletzt wegen des erwarteten hohen Passagieraufkommens am Wochenende im Freizeitverkehr und entsprechenden Massnahmen. Statt die lokale Verbindung zwischen dem Bahnknoten Olten und dem Baselbiet sicherzustellen, wurde Personal auf die Regio- und Fernverkehrslinien verschoben. Die SBB-Sprecherin bedauerte die Unannehmlichkeiten und bat die Passagiere um Entschuldigung.

Schweizweites Problem

Vergangene Woche wurde bekannt, dass auch Reisende der Matterhorn-Gotthard-Bahn im Wallis wegen Personalmangels zwischen Brig und Fiesch zu Randzeiten auf das Postauto umsteigen müssen.

Der Mangel beim Lokpersonal ist ein schweizweites Phänomen. So fehlen im SBB-Personen- und -Gütervekehr pro Tag rund 30 Lokführer. Die SBB richtet eine Sonderzulage von 80 Franken für Lokführer aus, die an ihren freien Tagen einspringen. Die BLS zahlt ihren Lokführern bis April 2020 eine Prämie von 100 Franken, wenn sie eine zusätzliche Schicht übernehmen. Die Bahnen wollen zudem mit neuen Kampagnen auch ältere Quereinsteiger für den Lokführerberuf gewinnen.

(roy/sda)>

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Von Brugg nach Baden 1.11.2019: Einheitswagen IV: SBB-Zug fährt mit offener Tür bei vollem Tempo
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/31328414

<von Stefan Ehrbar
-

Ein Interregio zwischen Brugg und Baden war kilometerweit mit offener Tür unterwegs. Diese sei «funktionstüchtig», so die SBB.

«Ich hatte Angst, dass jemand rausspringt und stirbt», sagt D. B. zu seiner Zugfahrt am Freitagmorgen. Die Tür seines Wagen blieb nach der Abfahrt in Brugg auch auf offener Strecke und bei vollem Tempo geöffnet. Erst kurz vor Baden und damit nach etwa acht Kilometern habe die Zugbgegleiterin die Tür schliessen können. Ereignet hat sich der Vorfall im Interregio, der Brugg um 7.30 Uhr in Richtung Zürich verlassen sollte, aber um einige Minuten verspätet war.

Wie auf den Aufnahmen zu erkennen ist, war ein Wagen des Typs Einheitwagen IV betroffen. Dieser Wagentyp steht seit einem tödlichen Unfall Anfang August in der Kritik. Damals hatte die Türschliessung nicht richtig funktioniert. Der Zugbegleiter Bruno R. wurde in Baden eingeklemmt und über mehrere hundert Meter mitgeschleift. Er verstarb.

Sind die Wagen sicher?

Danach versprach die SBB Besserung. Alle knapp 500 Wagen des Typs wurden einer Sonderkontrolle unterzogen. Nach einem Rüffel des Bundesamts für Verkehr wurde zusätzlich der Abfertigungsprozess umgestellt.

Seit dann sollten Züge erst abfahren, wenn der Lokführer das Signal erhält, dass alle Türen geschlossen sind. Die Wagen könnten sicher betrieben werden, teilte die SBB damals mit: Die ergriffenen Sofortmassnahmen «gewährleisten nach heutigem Kenntnisstand die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitenden».

«Wagen ist funktionstüchtig»

Die SBB bestätigt, dass ein EW-IV-Wagen betroffen war. Die Tür sei funktionstüchtig, sagt Sprecher Raffael Hirt. Eine technische Störung sei nicht vorgelegen. «Die SBB geht davon aus, dass die Tür nach der Schliessung mit der Notentriegelung wieder geöffnet wurde.» Die Bahn unterziehe die betroffene Tür so rasch wie möglich einer tiefergehenden Kontrolle in einer Serviceanlage. Das Personal habe die offene Tür bemerkt und geschlossen.

Wer die Notentriegelung betätige, nachdem die Türkontrolle durchs Zugpersonal stattgefunden hat, setze sich und die Reisenden erheblicher Gefahr aus. «Die Türblockierung darf nur im Notfall aufgehoben werden», so Hirt. Das sei mehrsprachig vermerkt. «Ein Notfall lag unseres Wissens nicht vor.»

Funktionierte Sicherung nicht?

Ein weiterer Passagier, der auf der betroffenen Plattform stand, sagt, die Zugbegleiterin habe die Situation erkannt und sehr gut reagiert. Eine Manipulation oder Betätigung der Notentriegelung habe er nicht beobachtet. Leser B. sagt, er sei dort eingestiegen, weil die anderen Türen schon geschlossen gewesen seien. Der Zug sei mit offener Tür aus Brugg abgefahren, ohne dass jemand nach seinem Einsteigen die Notentriegelung betätigt habe. «Es kann nicht sein, dass der Zug dann so lange weiterfährt.» Mit dieser Schilderung konfrontiert, sagt SBB-Sprecher Hirt, es sei möglich, dass die Notentriegelung kurz vor der Abfahrt betätigt worden sei.

Eigentlich müsste der Lokführer dann ein Signal erhalten, das ihm die offene Türe signalisiert und ihm ermöglicht, den Zug anzuhalten. Bei diesem System handelt es sich um eine sogenannte Grünschlaufe. Ob dieses Signal beim Lokführer angekommen ist und warum der Zug nicht stoppte, kann die SBB bisher nicht beantworten.

«Vorfall ist verheerend»

Für Jörg Hurni von der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist der Vorfall «verheerend». «Die Sicherheit ist so weder für das Personal noch die Passagiere gewährleistet.» Nach dem tödlichen Unfall habe der SEV gefordert, die EW IV aus dem Verkehr zu ziehen. Nun sieht sich Hurni bestätigt: «Offensichtlich hat hier die Grünschlaufe wieder nicht funktioniert und dem Lokführer wurde nicht angezeigt, dass die Tür geöffnet war.»

Diese technischen Mängel an den Grünschlaufen seien schon bei den Sonderuntersuchungen nach dem Unfall zutage getreten, so der Gewerkschaftssekretär. «Es braucht dringend mehr Personal im Unterhalt, damit die EW IV sicher betrieben werden können.» Es sei auch mehr Personal auf den Zügen nötig. Nur so könne dieses sicherstellen, dass nach der Abfahrt alle Türen geschlossen seien, sagt Hurni. «Was hier passiert ist, ist katastrophal.»

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3.11.2019: Zu dichter Fahrplan bei den SBB - es fährt nicht mehr jeder Zug, weil kein Personal vorhanden:
Zugausfälle wegen Personalmangels: SBB sucht an Bahnhöfen nach neuen Lokführern


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3.11.2019: SBB-Fahrplan für mehr Pünktlichkeit wird vom Bundesamt für Verkehr "kontrolliert":
Bundesamt für Verkehr: SBB darf bei Pünktlichkeit nicht allein entscheiden

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/14458085

<Die SBB hat kürzlich Massnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit präsentiert. Doch auch der Bund hat ein Wörtchen mitzureden.

Der kürzlich vorgestellte SBB-Massnahmenplan für mehr Pünktlichkeit hat seine Tücken. Planungsgrundlagen wie etwa Umsteigezeiten, Fahrzeitreserven oder Haltestellen, dürfen die SBB nicht einseitig anpassen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) muss darüber befinden.

Am vergangenen Montag präsentierten die SBB-Verantwortlichen mögliche Massnahmen, um die Pünktlichkeit der Züge zu verbessern. Das BAV nahm gegenüber der «SonntagsZeitung» dazu Stellung und stellte die Angaben auf Anfrage auch der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zur Verfügung.

Auch das BAV spricht mit

Das BAV hält fest, dass alle betrieblichen Massnahmen seitens der SBB unterstützt würden, die zu einer höheren Pünktlichkeit führten. Andere Massnahmen, die direkten Einfluss auf die Kapazität hätten, sollten höchstens punktuell, und nur, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft seien, ergriffen werden.

Solche Massnahmen seien mit dem BAV abzusprechen, da das Bundesamt dafür verantwortlich sei, die vom Parlament beschlossenen Ausbauprojekte in Zeit, Kosten und Qualität umgesetzt würden, heisst es in den Angaben. Namentlich genannt werden hier Fahrzeitreserven, Haltestellen-Politik, Stabilität statt Angebotsausbau.

Kapazitätsgewinne anders nutzen

Die SBB hatte unter anderem vorgeschlagen, dass künftig Kapazitätsgewinne aus Ausbauten oder Innovationen für mehr zeitliche Reserven und nicht zu 100 Prozent für zusätzliche oder schnellere Züge genutzt werden sollten.

Das BAV verweist darauf, dass bereits heute in den Ausbauschritten Massnahmen enthalten sind, die der betrieblichen Stabilität dienen. Auch in den beschlossenen Ausbauschritten AS25 und AS35 habe es Projekte für mehr Stabilität. Bisher seien die SBB nicht auf das BAV zugekommen, um auf Zusatzangebote aus den AS25 oder AS35 zugunsten der Stabilität zu verzichten.

In einer Medienmitteilung teilten die SBB am Sonntag mit, dass sie selber einiges dafür tun könne, um das Bahnsystem zu entlasten und die Pünktlichkeit auf dem heutigen Niveau zu halten oder gar zu verbessern. Das Bahnunternehmen brauche aber auch gemeinsame Lösungen mit Bund und Kantonen. Die SBB hätte diese Beteiligten über ihre Überlegungen informiert. In nun folgenden Gesprächen werde man die Lösungsoptionen vertiefen.

(vro/sda)>

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10.11.2019: SBB haben ein Interregio-Problem:
Bei voller Fahrt: SBB-Interregio fährt erneut mit offener Tür


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13.11.2019: Easy Ride: In der SBB-App gibts nun das automatische Billett

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16.11.2019: SBB will mehr Geld investieren - in Lehrstellen für Lokführer!
10'000 Franken : SBB lockt mit höherem Ausbildungslohn

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/16254093

<Der SBB mangelt es an Lokführer-Personal. Das soll sich Mithilfe finanzieller Anreize nun ändern.

ie SBB haben verschiedene Massnahmen ergriffen, um den Personalmangel bei den Lokführerinnen und Lokführern zu reduzieren. Unter anderem wurde der Ausbildungslohn um rund 10'000 Franken angehoben.

Damit beträgt der Ausbildungslohn neu mindestens 52'500 Franken, wie SBB-Mediensprecher Reto Schärli gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Artikel der NZZ vom Samstag bestätigte. Nach der 14- bis 16-monatigen Ausbildung erhalten Lokführerinnen und Lokführer einen Monatslohn von rund 6000 Franken, inklusive Zulagen und Spesenpauschalen.

40-Jährige angesprochen

Mit dieser Massnahme wollten die SBB es vor allem Quereinsteigern ermöglichen, sich eine Umorientierung leisten zu können, so Schärli. Ansprechen wollen die SBB explizit über 40-Jährige. Dafür hat das Unternehmen kürzlich extra eine Kampagne gestartet.

Deren erste Evaluation fällt positiv aus. «In den ersten drei Wochen nach Start der Kampagne haben sich rund 1600 Interessentinnen und Interessenten für eine Infoveranstaltung angemeldet», sagte Schärli.

30 Lokführer fehlen pro Tag

Der Mangel beim Lokpersonal ist ein schweizweites Phänomen. So fehlen im SBB-Personen- und -Gütervekehr pro Tag rund 30 Lokführer. Die SBB richten eine Sonderzulage von 80 Franken für Lokführer aus, die an ihren freien Tagen einspringen. Die BLS zahlt ihren Lokführern bis April 2020 eine Prämie von 100 Franken, wenn sie eine zusätzliche Schicht übernehmen.

Der Mangel ist teils auf saisonale Fluktuationen wie die Kompensation von im Sommer geleisteten Zusatzdienste und Krankheitsausfälle zurückzuführen. Er beinhaltet aber auch strukturelle Probleme.

Zu wenig Personal ausgebildet

Bis 2024 müssen die SBB rund 1000 Lokführer ersetzen. Denn bis dahin gehen zahlreiche Mitarbeiter aus geburtenstarken Jahrgängen in Pension. Ende Oktober räumten die SBB ein, in der Vergangenheit zu wenig Personal ausgebildet zu haben. Zudem sei die Bedarfs-, Einsatz- und Ausbildungsplanung des Lokführerpersonals vernachlässigt worden.

Aktuell gibt es zehn bis zwölf Klassen mit bis zu 18 Lokführeranwärtern, früher waren es drei bis vier Klassen. «Dies zeigt jedoch erst in rund einem Jahr Wirkung, bis genügend neue Leute ausgebildet sind», so Schärli.

(sda)>

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Sihlbrugg 18.11.2019: Fahrleitungsstörung provoziert Evakuierung eines ganzen Zuges: Stromabnehmer verwickeln sich in die Fahrleitung (?!):
SBB-Störung: 600 Reisende wegen Defekt evakuiert

https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/15970725

<Auf der Höhe Sihlbrugg ist am Sonntagabend ein Zug stehen geblieben. Grund dafür ist eine Fahrleitungsstörung.

Ein Eurocity-Zug mit 600 Passagieren, der von Mailand nach Zürich unterwegs war, blieb am Sonntagabend um 19 Uhr bei Sihlbrugg ZH stehen. Der Streckenabschnitt zwischen Baar ZG und Horgen Oberdorf ZH wurde daraufhin lahmgelegt, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Demnach hatten sich die Stromabnehmer der beiden Zugeinheiten in die Fahrleitung verwickelt. Die Ursache dafür war zunächst unklar.

Ohne Reparatur auf dem Dach konnte der Zug nicht mehr bewegt werden. Die Reisenden mussten eine längere Zeit im Zug ausharren, bis Bahnspezialisten die defekte Fahrleitung sicherten und der Zug evakuiert werden konnte.

Über drei Stunden Verspätung

Die Reisenden verliessen den Zug in Sihlbrugg auf dem ehemaligen Perron des nicht mehr betriebenen Bahnhofs. Sie stiegen danach auf einen Ersatzzug um. Dieser brachte sie via Zug und Knonauer Amt nach Zürich. Die Passagiere erreichten Zürich laut Angaben der SBB mit rund dreieinhalb Stunden Verspätung. Das Bahnunternehmen bat bei den betroffenen Reisenden um Entschuldigung für die lange Wartezeit und die ausserordentlichen Umstände.

Die Reparatur der Fahrleitung soll die ganze Nacht andauern. Im Laufe der Nacht wird der Eurocity-Zug nach Rotkreuz ZG und zu einem späteren Zeitpunkt zum Fahrzeughalter Trenitalia überführt. Der Bahnbetrieb auf der betroffenen Strecke soll am frühen Montagmorgen wiederaufgenommen werden.

(sda)>


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24.11.2019: SBB: Mitarbeiter geben Chefs schlechte Noten
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/15656209

<Das Vertrauen der SBB-Angestellten in die Konzernleitung ist nach 2018 auch dieses Jahr gesunken.

Bei den SBB sind die ersten Resultate der diesjährigen Mitarbeiterbefragung bekanntgeworden. Dabei fällt auf: Das Vertrauen in die Konzernleitung hat gegenüber dem Vorjahr nochmals gelitten, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Das mangelnde Vertrauen der eigenen Mitarbeitenden sei «bedenklich und unbefriedigend», hielten die SBB bei der Veröffentlichung der Resultate 2018 fest.

Doch im laufenden Jahr ist die Bewertung nochmals leicht gesunken, auf noch 46 von 100 Punkten. «Das ist sicher nicht schön. Aber auch verständlich, wenn man sieht, was wir besonders auch in diesem Jahr für Herausforderungen hatten», sagt SBB-Chef Andreas Meyer. Wesentlich höher sind die Werte bei der Personalmotivation, der Verbundenheit mit dem Unternehmen oder der Arbeitszufriedenheit

(roy)>

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24.11.2019: Bald unterwegs: SBB feiern die neusten Superzüge

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Zwingen BL: Gleisarbeiter (29) von Intercity tödlich erfasst

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3.12.2019: Die neuen Gotthard-Züge von Stadler Rail haben weniger 71 Sitzplätze - totale Fehlplanung - aber ab Ende 2020 mit dem neuen Ceneri-Tunnel kommt auch Doppelstock ins Tessin:
Ab 15. Dezember: In diesen Zügen ins Tessin gibt es bald weniger Plätze
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/In-diesen-Zuegen-ins-Tessin-gibt-es-bald-weniger-Plaetze-27480690

<Die neuen Gotthard-Züge haben weniger Sitzplätze. Muss die SBB nun wieder Passagiere aus den Zügen bitten? Die Bahn schliesst das nicht aus.

Weil der Ansturm auf die Züge ins Tessin und aus dem Tessin gross war, musste die SBB Anfang der Herbstferien Dutzende Passagiere bitten, aus den Zügen auszusteigen. Teils kamen Passagiere mit mehreren Stunden Verspätung an, weil auch nachfolgende Züge überfüllt waren. In einem Fall mussten sogar Passagiere mit Reservation aussteigen (20 Minuten berichtete).

Die SBB gab Fehler zu und versprach Besserung. Doch ausgerechnet auf beliebten Verbindungen morgens ins Tessin und abends zurück in die Deutschschweiz reduziert die Bahn auf den Fahrplanwechsel am 15. Dezember hin das Sitzplatzangebot.

142 Plätze weniger

Betroffen sind auf der Hinfahrt der Intercity, der Zürich um 8.10 Uhr Richtung Lugano verlässt. In der Gegenrichtung geht es um die Züge um 15.34 Uhr und 17.34 Uhr ab Lugano in Richtung Basel und sonntags um 19.04 Uhr ab Lugano in Richtung Zürich. Bisher waren auf diesen Verbindungen Intercity-Neigezüge unterwegs gewesen. Nun kommen dort die neuen Gotthard-Züge von Stadler, die Giruno-Züge, zum Einsatz.

Diese haben 71 Sitzplätze weniger. Auf den betroffenen Verbindungen fallen damit an kritischen Tagen, an denen jeweils zwei Züge zusammengekoppelt verkehren, je 142 Sitzplätze weg. So gibt es allein am Sonntagnachmittag und -abend aus dem Tessin in Richtung Deutschschweiz über 400 Sitzplätze weniger.

«Das ist so gewollt»

SBB-Sprecher Reto Schärli sagt, es stimme, dass die bisher eingesetzten ICN-Züge mehr Sitzplätze hätten. «Das ist auch so gewollt, weil den beiden Zügen ein grundlegend anderes Einsatzkonzept zu Grunde liegt.» So sei der ICN für den nationalen Fernverkehr konzipiert worden. «Da steht die Sitzplatzkapazität im Vordergrund», sagt Schärli.

Der Giruno hingegen sei ein Hochgeschwindigkeitszug, der für lange Reisezeiten ausgelegt sei. «Entsprechend werden in der ersten und zweiten Klasse weniger Sitzplätze eingebaut.» Tatsächlich wurden die Giruno-Züge für den Einsatz auf den internationalen Zügen in Richtung Italien beschafft. Doch wann sie als Eurocity-Züge nach Mailand und darüber hinaus fahren, ist noch nicht klar. Ab dem Fahrplanwechsel sind sie erst innerhalb der Schweiz unterwegs.

SBB empfiehlt Reservation

Normalerweise reichten die Kapazitäten der Züge, wenn zwei von ihnen zusammengekoppelt fahren würden, so Schärli. An kritischen Tagen könne das anders aussehen: «Es kann an Spitzentagen vorkommen, dass der Platz knapp wird und wir Kunden verärgern. Die SBB bedauert das», sagt Schärli.

Es sei das Ziel der SBB, auf Intercity-Verbindungen auch zu Hauptverkehrszeiten genügend Sitzplätze anbieten zu können. Darum setze sie wenn immer möglich Doppelstockzüge ein. Noch ist das auf den Verbindungen ins Tessin nicht möglich. Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels Ende 2020 ändere sich das. «Dann kann die SBB an Spitzentagen Doppelstockzüge auf der Nord-Süd-Achse führen und so noch mehr Sitzplätze zur Verfügung stellen», sagt Schärli

«Führt zu unerfreulichen Situationen»

Die SBB empfehle ihren Kunden, innerhalb der Schweiz die Intercity-Züge zu nutzen und nicht die Eurocity-Züge. Auf den Verbindungen zwischen dem Tessin und der Deutschschweiz kommen diese oft schon fast voll aus Italien über die Grenze. «Bei der Reise in einem Eurocity-Zug empfehlen wir, im Voraus einen Platz zu reservieren», so Schärli. Wer seine Reise flexibel gestalten könne, sollte zudem in der Nebenverkehrszeit reisen. Dann profitiere man von weniger ausgelasteten Zügen und dank Sparbilletten von günstigeren Preisen.

Bei Pro Bahn kommt der Sitzplatzabbau nicht gut an. Präsidentin Karin Blättler sagt: «Wir sind überzeugt, dass das noch vermehrt zu unerfreulichen Situationen führen wird.» Um die erwarteten überlasteten Züge zu entschärfen, erwarte sie von der SBB, dass diese Entlastungszüge bereitstelle und den Verkauf von Sparbilletten auf betroffenen Verbindungen einschränke oder komplett einstelle. Zudem rät Blättler Passagieren, sich nicht nur auf die Auslastungs-Anzeige in der App zu verlassen.

(ehs)>

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4.12.2019: Infos unvollständig: SBB kämpft mit Störung im Online-Fahrplan

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15.12.2019: Die SBB hat jedes Mass überschritten - und nun kommt die Quittung:
Umleitungen, Verspätungen, Ausfälle: SBB hat 2020 so viele Baustellen wie noch nie


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16.12.2019: Mossad-Google boykottiert SBB - wegen "Fehler bei Datenübernahme":
Fehler bei Datenübernahme: Google zeigt keine SBB-Verbindungen mehr an


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21.12.2019: Wenn das Auto zwischen die Barrieren gerät: Gas geben!
Im Notfall: SBB will, dass Fahrer Barrieren durchbrechen

https://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/13324075

<Ein Lieferwagen blieb zwischen Bahnschranken stecken. In einem solchen Fall ist es der SBB lieber, wenn der Fahrer die Barrieren beschädigt.

Am Donnerstag kam ein Lieferwagenfahrer in Littau LU noch glimpflich davon. Er blieb zwischen den Sicherheitsschranken des Bahnüberganges stecken. Der BLS-Schnellzug habe das Auto nur um «wenige Zentimeter» verfehlt, wie ein Leser-Reporter berichtete. Laut ihm bleibt an dieser Stelle in Littau sicher «einmal im Monat» jemand mit seinem Auto stecken.

Dass ein Auto zwischen den Schranken stecken bleibt, komme vor, wie die SBB auf Anfrage bestätigt. «Solche Vorfälle ereignen sich nicht nur in Littau LU, sondern schweizweit», schreibt SBB-Mediensprecher Oli Dischoe.

Glück im Unglück oder zweimal Pech

• Erst am 2. Oktober dieses Jahres verfehlte ein Zug in Uster ZH haarscharf eine Fahrerin, die mit ihrem Auto auf dem Bahnübergang stecken blieb. «Sie war panisch und hat verwirrt in der Gegend umhergeschaut», sagte ein Leser-Reporter zu 20 Minuten. Glücklicherweise habe die Frau ihr Auto seitlich auf die anderen Gleise gestellt, als der Zug sich näherte. So verfehlte dieser das Auto gänzlich.

• Weniger Glück hatte eine andere Frau im Januar 2019. Ebenfalls in Uster ZH blieb sie zwischen den Bahnschranken stecken. Ein Mann wollte ihr zur Hilfe eilen und stellte ihr Auto seitlich auf die Gleise. Der Zug kam jedoch auf ebendiesem Gleis angefahren und rammte das Auto heftig. Laut der Kantonspolizei Zürich wurde niemand verletzt.

• Zu einem spektakulären Unfall kam es im Januar 2019 in Davos GR, als ein steckengebliebenes Auto seitlich von einem Zug gerammt und über mehrere Meter hinweg mitgeschleppt wurde. Es bliebt schliesslich auf dem Bahnübergang stehen. Niemand wurde verletzt.

SBB rät zum Barrieren-Durchbruch

Wie Dischoe erklärt, könne ein solcher Unfall nur jenen passieren, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. «Wer sich korrekt verhält und bei blinkenden Signalen oder sich schliessenden Barrieren vor dem Bahnübergang anhält, kommt nicht in eine solche lebensgefährliche Situation», schreibt er.

Falls man aber trotzdem einmal in solcher Lage sein sollte, rät er dringend dazu «mit dem Auto die Barrieren zu durchbrechen», denn so entstehe ein viel geringerer Schaden, als wenn es zu einer Kollision kommen würde.

(jab)>

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9.1.2020: Personenschutz bei den SBB mit falschen Namen:
Nach Zwischenfällen: SBB-Mitarbeiter können fiktive Namen tragen


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9.1.2020: Bombardier hat zu wenig Testfahrten gemacht? - Neuer Doppelstockzug mit schwankenden Zügen -  Wasser- und Stromprobleme bei Speisewagen - Zugausfälle etc.:
SBB: Neuer Bombardier-Zug bereitet erneut Probleme

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/17371083

Die neuen Bombardier-Züge kämpfen erneut mit technischen Problemen: Vier Speisewagen blieben geschlossen.

Fototexte:
1) Der neue Doppelstockzug der SBB steht wegen Störungen und Pannen in der Kritik.
2) Seit Weihnachten/Neujahr bleiben vier von elf Bombardier-Speisewagen geschlossen.
3)
In einem Teil der Waggon-Restaurants gibt es Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung oder der Stromzufuhr.
4)
Wie lange es dauert, bis diese Störungen behoben sind, kann die SBB nicht abschätzen.
5)
Der neue Fernverkehrs-Doppelstockzug ist immer wieder in den Schlagzeilen.
6)
In den ersten Betriebsmonaten sorgten die Züge immer wieder für Störungen und Zugsausfälle.
7)
Neben der jahrelangen Verzögerung der Züge machen sie auch von sich reden, weil die Züge stark schwanken.

Der Artikel:

<Der neue Doppelstockzug der SBB steht wegen Störungen und Pannen in der Kritik. Über die Festtage sind neue Probleme aufgetaucht. Seit Weihnachten und Neujahr bleiben vier von elf Bombardier-Speisewagen geschlossen. Dies meldet das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». In einem Teil der Waggon-Restaurants gibt es Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung oder der Stromzufuhr.

Immer wieder Probleme

Wie lange es dauert, bis diese Störungen behoben sind, kann die SBB nicht abschätzen. «Ob die Störungen wieder auftreten, können wir nicht sagen, da wir nicht in die Zukunft blicken können. Zusammen mit Bombardier setzen wir alles daran, die Verfügbarkeit der FV-Dosto-Flotte weiter zu erhöhen», sagte ein Sprecher gegenüber SRF.

Der neue Fernverkehrs-Doppelstockzug ist immer wieder in den Schlagzeilen. Neben der jahrelangen Verzögerung der Züge macht er auch von sich reden, weil der Zug stark schwankt.

(leg)>

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Na so was 13.1.2020: SBB-Züge "Giruno" von Zürich nach Mailand sind laut - deutsche, französische oder italienische Züge sind viel leiser:
Giruno: Neuer SBB-Paradezug im Fahrgastraum zu lärmig

https://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/16868781

<Die neuen Fernverkehrszüge der SBB, die via Gotthard-Basistunnel ins Tessin fahren, sind zu laut. Nun sind Verbesserungen geplant.

Neuer Ärger für die SBB: Die neuen Giruno-Triebzüge, die vom Norden der Schweiz durch den Gotthard-Basistunnel ins Tessin fahren, sollen mit einem hohen Fahrgeräuschpegel auffallen.

Das laute Fahrgeräusch sei bei Normalbetrieb im Innenraum der Züge zu hören und es sei um einiges lauter als etwa in den Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland, Frankreich oder Italien.

Stadler Rail hat Geräuschepegel verbessert

«Der Grund dafür könnte der Umstand sein, dass sich die Niederflureinstiege in der Wagenmitte befinden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zügen ist der Fahrgastraum also nicht immer von den Wagentüren durch eine weitere Innentür getrennt», schreibt die «Aargauer Zeitung».

Verbesserungen bei Neuentwicklungen immer möglich

Die SBB ist sich der Problematik bewusst. Bei ersten Tests im Jahr 2018 seien zum Teil ungenügende Werte bei hohen Geschwindigkeiten im Gotthardbasistunnel festgestellt worden. Darum habe die SBB beim Hersteller Stadler Rail Forderungen gestellt. Diese wurden überprüft und das Unternehmen mit Sitz in Bussnang (TG) habe den Geräuschepegel bereits nach unten verbessert. Das Geräuschniveau bei Reisegeschwindigkeit sei nun auf Niveau der anderen SBB-Zügen.

Rund drei Wochen, nachdem der Regelbetrieb aufgenommen wurde, zeige sich die SBB zufrieden mit den neuen Zügen, hielten aber fest, dass es bei einer kompletten Neuentwicklung immer etwas zu verbessern gebe.

(dag)>

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14.1.2020: Neuer Doppelstock bleibt ohne Sitzplatzreservation:
Bombardier: Der Pannenzug verursacht wieder mehr Störungen

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/29988316

<von Stefan Ehrbar
-

Die neuen Doppelstockzüge sind wieder häufiger in Störungen verwickelt. Nun können keine Sitzplätze mehr reserviert werden.

Passagiere auf dem neuen SBB-Doppelstockzug brauchen wieder mehr Geduld. Im Dezember stieg die Zahl der Zwischenfälle mit dem neuen Flaggschiff des SBB-Fernverkehr wieder. Kam es im Oktober im Durchschnitt alle 7100 Kilometer zu einem Zwischenfall und im November alle 6600 Kilometer, betrug dieser Wert im Dezember laut Angaben der SBB nur noch 5219 Kilometer. Für einen uneingeschränkten Einsatz verlangt die SBB einen Wert von mindestens 8000 Kilometern ohne Störung.

Die vermehrten Ausfälle haben laut SBB-Sprecher Raffael Hirt zwei Ursachen. «Erstens hatten wir mehr Kupplungsstörungen. Weil seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember mehr FV-Dosto im Einsatz sind, kuppelt die SBB die Fahrzeuge öfter als vorher.» Zudem seien bei einem Sicherheitssystem vermehrt Störungen aufgetreten. «Die Sicherheit der Reisenden war in jedem Fall gewährleistet», so Hirt.

«Rechnen mit positiver Entwicklung»

Die SBB arbeite eng mit Bombardier zusammen, um die Zuverlässigkeit weiter zu steigern. Die im letzten Jahr erzielten Fortschritte seien «erfreulich», so Hirt. Zurzeit setze die SBB die FV-Dosto auf täglich knapp 100 Verbindungen der Linien IC3, IR13 und IR37 ein. Die Züge legten täglich total über 16'000 Kilometer zurück.

Bombardier gibt sich optimistisch. Sprecher Andreas Bonifazi sagt: «Wir rechnen weiterhin mit einer positiven Entwicklung.» Die Januar-Werte dokumentierten das. Die «leicht gesunkenen Werte» im Dezember seien vor allem auf Probleme mit einem Sicherheitssystem, dem sogenannten ZUB, in drei Zügen zurückzuführen. Während SBB-Sprecher Hirt sagt, die genaue Ursache des Softwareproblems sei noch Teil laufender Analysen, spricht Bonifazi davon, dass die Probleme «analysiert und behoben» seien.

Reservationen nicht möglich

Noch nicht behoben sind allerdings Probleme mit den Reservationen. Das hat Folgen für die Passagiere. Auf den Verbindungen, auf denen die FV-Dosto fahren, können keine Sitzplätze mehr reserviert werden. Das elektronische System funktioniere noch nicht wie gewünscht, bestätigt SBB-Sprecher Hirt. «Darum kann die SBB auf den genannten Linien momentan keine Einzelplatzreservation anbieten. Wir bedauern das.»

Zur betrieblichen Zuverlässigkeit der Züge bestehe aber kein Zusammenhang. Sobald das System funktioniere, biete es einen «entscheidenden Vorteil» gegenüber dem heutigen System mit den kleinen Zetteln in den Halterungen oberhalb der Sitze. Diese könnten nämlich jeweils nicht kurzfristig in Ersatzzügen angebracht werden, so Hirt. Nicht betroffen seien Reservationen von Gruppen.

Insgesamt erhält die SBB von Bombardier 62 FV-Dosto-Züge für 1,9 Milliarden Franken. Noch ist nicht einmal die Hälfte abgeliefert. Am 1. Januar waren 27 Züge für die SBB unterwegs. Laut Hersteller Bombardier sollen bis im Juni 2021 alle Züge abgeliefert sein. Sobald die SBB genügend funktionierende Züge zur Verfügung hat, will sie diese auch auf ihrer Paradestrecke, dem IC1 zwischen St. Gallen, Zürich und Genf einsetzen. Noch ist unklar, wann es so weit ist: «Einen Termin können wir momentan nicht nennen», sagt SBB-Sprecher Raffael Hirt.>

Kommentar: Weniger ist mehr. Seit dem 15-Minuten-Takt überspannt die SBB den Bogen. Dann kommen Fehlinvestitionen wie der neue Doppelstock, und bald dann der Bankrott.

Michael Palomino, 14.1.2020

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Zureich zum Denken 24.1.2020: Lokführer vergisst, Türen zu öffnen - wieso haben die Passagiere nicht die Fenster eingeschlagen?
Endstation Abstellgleis: SBB-Passagiere stehen vor blockierten Zugtüren
https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/SBB-laesst-Passagiere-nicht-aussteigen-16108901

<Passagiere der S23 erlebten am Freitagmorgen eine Irrfahrt, die auf dem Abstellgleis in Zürich endete. Am Hauptbahnhof blieben die Türen verschlossen.

Um 08.09 Uhr am Freitagmorgen ist die S23 von Winterthur her kommend im Zürcher HB eingefahren. «Wir wollten den Zug verlassen, doch die Türen blieben verschlossen», sagt ein Pendler zum «Tagesanzeiger». Daraufhin wechselten die Passagiere den Wagen, wo das Aussteigen aber ebenfalls nicht möglich war.

Schliesslich setzte sich der Zug mitsamt Passagieren wieder in Bewegung. Er fuhr über die Hardbrücke, wo er kurz anhielt, und wieder gabs kein Entkommen durch die blockierten Türen. Immer wieder hätten die Passagiere versucht, die Transportpolizei zu kontaktieren, und auch über Twitter wurden Hilferufe abgesetzt.

Mit 40 Minuten Verspätung am HB

Die Irrfahrt endete schliesslich auf dem Abstellgleis in Altstetten. Nach einem kurzen Wortwechsel zwischen den aufgebrachten Passagieren und dem Lokführer kehrte die S-Bahn schlussendlich wieder zum HB zurück – mit knapp 40 Minuten Verspätung. Die blockierten Türen funktionierten danach wieder.

Die SBB entschuldigt sich bei den betroffenen Passagieren für die Unannehmlichkeiten. Über allfällige Entschädigungen werde der Kundendienst entscheiden.

(kat)>

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29.1.2020:
SBB hilft Studentin: SBB stoppt Zug, damit Frau an Prüfung kann


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5.2.2020: Der 15-Minutentakt ist eben zu viel des Guten - SBB hat zu wenig Kontrolleure:
Im Fernverkehr: Zu wenig Leute – SBB reduziert Kontrollen


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25.3.2020: Nach Unfällen: SBB geht Türproblem mit weicheren Gummis an

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20.8.2020: SBB mit fehlenden Lockführern und 120 bis 150 Zugaufsällen täglich:
Täglich fallen 120 Züge aus, weil den SBB Lokführer fehlen
https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/taeglich-fallen-120-zuege-aus-weil-der-sbb-lokfuehrer-fehlen-427794.html

<tjb

Bei den SBB fallen jeden Tag gut 120 Züge aus. Und das liegt nicht in erster Linie an der Coronapandemie, sondern an fehlenden Lokführern. Man habe bei der Ausbildungsplanung Fehler gemacht, bestätigt das Unternehmen.

Die Coronapandemie hat bei den SBB zu einem Einbruch der Passagierzahlen geführt. Weil weniger Pendler unterwegs waren, strich man kurzerhand Verbindungen – und die Ausfälle dauern bis heute an. Allerdings könnte das eher an einem Mangel an Lokführern liegen als an der Pandemie, wie ein Bericht des «K-Tipp» zeigt.

Gut 120 Zugsverbindungen fallen derzeit jeden Tag aus, und zwar vor allem morgens und abends, wenn am meisten Passagiere im öffentlichen Verkehr unterwegs sind. Am stärksten betroffen ist die Region Genf, doch auch in der Waadt und im Raum Zürich fallen etliche Züge aus. Betroffen sind in den meisten Fällen S-Bahn-Verbindungen. So verkehren die Züge zwischen Genf und Coppet VD derzeit nur im Halbstunden- statt wie im Fahrplan vorgesehen im Viertelstundentakt.

«Warnungen wurden nicht ernst genommen»

Aber auch im Fernverkehr kommt es zu Ausfällen: Zwischen Zürich und Luzern verkehren zur Stosszeit zwei Züge weniger, und auch im Wallis kann es zwischen Genf und Brig zu einzelnen Zugstreichungen kommen, wie der «K-Tipp» SBB-Sprecher Daniele Pallecchi zitiert. Diese Ausfälle könnten demnach auch erst kurzfristig bekannt gegeben werden.

Der Artikel zitiert SBB-interne Quellen, wonach die Pandemie nur eine Ausrede sei. Und lässt dazu auch Hubert Giger, Präsident des Verbands Schweizer Lokomotivführer, zu Wort kommen: «Seit 2015 haben wir das SBB-Management auf den Lokführermangel und auf drohende Zugsauställe aufmerksam gemacht. Aber unsere Warnungen wurden jahrelang zu wenig ernst genommen.»

Ähnlich tönt es von Hanruedi Schürch, Zentralpräsident der Verkehrspersonal-Gewerkschaft SEV. Den SBB fehlten jeden Tag zwischen 120 und 150 Lokomotivführer, um alle im Fahrplan stehende Verbindungen auch tatsächlich zu führen. Und der Personalmangel dürfte noch anhalten, da derzeit viele Lokführer pensioniert werden und die Coronapandemie die Ausbildung neuer Kräfte verzögert, wie die SBB schon Anfang August mitteilten.

SBB machten Fehler in der Planung

Der Grund für den Mangel liege bei seinem Arbeitgeber, sagt SBB-Sprecher Raffael Hirt in einem Bericht von «10vor10» auf SRF: «Der Grund sind Fehler in der Planung der Ausbildung von Lokführerinnen und Lokführern.» Man brauche jedes Jahr mehrere Hundert Neuzugänge.

Die SBB haben das Problem schon länger erkannt, sagt SBB-Sprecher Pallecchi zu «K-Tipp». Mit einer deutlichen Entspannung sei aber erst ab Mitte 2021 zu rechnen – bis dahin müssen die Pendler also noch mit weiteren Zugausfällen rechnen.>

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