Diese Schweiz ist für viele NICHT MEHR BEZAHLBAR. Michael
Palomino 8.10.2024
Die Welt bezahlbar machen:
8m2: Jeder Mensch hat das minimale Recht
auf einen Gratis-Container mit Strom- und Wasseranschluss.
Michael Palomino 8.10.2024 8m2 mit Internet (8.10.2025)
Gegen Armut: Naturmedizin: Jedes Kind hat
das Recht, die Naturmedizin zu lernen, so dass man nicht
wegen jedem Weweh zum Arzt muss. M.P. 8.10.2024
Gegen Armut: 1 Gratis-Velo: Jeder Mensch hat
das minimale Recht auf ein Gratis-Velo. Michael Palomino
8.10.2024
Gegen Armut: Gratis-ÖV: Jeder Mensch hat
das minimale Recht auf Gratis-ÖV. Michael Palomino
8.10.2024
Gegen Armut: Kita gratis: Talentierte Leute
ab 50 können den Kita-Kurs machen und Kitas anbieten, die
nicht so viel kosten. M.P. 1.10.2026
WIE
sie rechnen: "Das Existenzminimum [...]:
Grundbedürfnisse 1200 Franken pro Monat für eine
alleinstehende Person, 1350 Franken für eine
alleinstehende Person mit Kindern und 1700 Franken für
ein Paar mit einem oder mehreren Kindern. Für Kinder
beträgt es je nach Alter 400 oder 600 Franken."
Indikatoren
für Armut in der Schweiz: Im Ausland
billiger einkaufen - Skilager streichen -
Restaurant streichen
Es gibt
z.B. die 3 folgenden Indikatoren für Armut
in der Schweiz:
-- wenn
Familien im Ausland einkaufen gehen, weil
sie die hohen CH-Preise nicht bezahlen
können
-- wenn
Familien die Skilager für die Kinder nicht
mehr zahlen können / wollen
-- wenn
kaum noch Leute ins Restaurant gehen und
laufend Restaurants schliessen.
DORT ist
die REALITÄT:
-- Ca. 20% der CH-Bevölkerung gehen ins
Ausland einkaufen.
-- Ca. 50% der schweizer Bevölkerung mit
Kindern können / wollen sich KEIN Skilager
mehr leisten, und
-- Ca. 50% der Bevölkerung können
sich KEINEN Restaurantbesuch mehr leisten.
Fast alles
geht zu. Und die neuen Arbeitslosen erhalten
dann wieder Ergänzungsleistungen (!).
Und den schweizer
Arbeitgebern, die Millionäre und
Milliardäre - denen ist das EGAL. Sie
führen weiterhin die ABTREIBUNGEN von
guten Leuten ab 50 ins Sozialsystem durch,
um immer neue junge Deutsche ins Land zu
holen.
Michael Palomino - 30.10.2025
Armut Schweiz am 24.4.2026: Die
Armut in der Schweiz wächst immer mehr - immer mehr
Bäckereien mit hohen Preisen müssen schliessen!
Der Kanton Bern ist SO ARM am 2.11.2025:
und verweigert den Papierlosen eine Notschlafstelle: Schwierige
Lage für Sans-Papiers: Kein Platz mehr in
Notschlafstellen - «Der Kanton Bern verschärft eine
bereits prekäre Lage»
https://newstral.com/de/article/de/1272572208/schwierige-lage-f%C3%BCr-sans-papiers-kein-platz-mehr-in-notschlafstellen-der-kanton-bern-verschärft-eine-bereits-prekäre-lage-
Thomas Angeli -
Beobachter - Wer keinen Ausweis hat,
bekommt keinen Platz in einer Notschlafstelle des
Kantons Bern. Obdachlosigkeitsforscher Jörg Dittmann
äussert im Interview deutliche Kritik.
Jörg Dittmann, in Bern muss man sich neuerdings ausweisen,
wenn man in einer Notschlafstelle übernachten will.
Erleben wir da gerade eine neue Härte im Umgang mit
Sans-Papiers?
Jörg Dittmann: Ja, dieser Entscheid trifft Menschen hart,
die ohne Aufenthaltserlaubnis sind und auch kein Obdach
haben. Diese Menschen sind auf die Hilfe von Stadt und
Kanton angewiesen. Von daher ist es für sie eine markante
Verschärfung ihrer bereits jetzt prekären Lebenssituation.
Gemäss Schätzungen besitzt mehr als die Hälfte der
Obdachlosen in Bern keine Papiere. Wie wichtig sind denn
Notschlafstellen bei der Betreuung dieser Menschen?
Ohne Notschlafstellen müssen Obdachlose draussen
übernachten. Und das stellt die Betroffenen vor erhebliche
Herausforderungen, gerade im Winter bei Nässe und Kälte.
Notschlafstellen sind für sie das letzte Auffangnetz.
Nun beruft man sich in Bern bei diversen Notschlafstellen
auf den Nothilfeartikel in der Bundesverfassung. Es
heisst, man sei entgegen den Weisungen des Kantons
verpflichtet, Menschen in Not aufzunehmen. Denken Sie,
dass sie damit durchkommen?
Das ist eine schwierige und juristisch zu klärende Frage.
Wir reden hier über Menschen, die nicht legal im Land
sind. Auf der einen Seite können wir mehr vom
Menschenrecht ausgehen und argumentieren, dass jeder
Mensch Anrecht auf ein Obdach hat. Auf der anderen Seite
kann man argumentieren, dass diese Menschen gar nicht im
Land sein dürften. Am Ende wird diese Frage auf dem Rücken
von Menschen ausgefochten werden, die aufgrund ihrer
Situation jetzt noch härtere Lebensbedingungen haben.
Der Kanton Bern argumentiert, man müsse die
Notschlafstellen für diejenigen zugänglich halten, die
sich legal im Land aufhalten. Gibt es denn aus Ihrer Sicht
Alternativen zu dieser Haltung?
Es braucht Überlegungen dazu, wie auch Menschen, die sich
illegal hier aufhalten, einen sicheren und
menschenwürdigen Unterschlupf finden. Da sind alle in der
Pflicht. Der Entscheid des Kantons zementiert die
Illegalität dieser Menschen. Der Staat verliert zudem eine
Möglichkeit, die Betroffenen über ihre Situation und ihre
realistischen Perspektiven zu beraten. Es ist eine
schwierige Problematik, aber man muss sich ihr stellen.
Dazu braucht es Lösungen, die nicht einseitig auf
Verdrängung ausgerichtet sind. Mit der Entscheidung,
Sans-Papiers aus Notschlafstellen auszuschliessen, löst
man das Problem nicht.
Armut Schweiz am 12.11.2025: Geldbussen
muss man absitzen - Gefängnisse sind voll: Tausende müssen wegen Bussen und Schwarzfahren ins
Gefängnis - Schweizer
Gefängnisse sind voll https://www.blick.ch/politik/schweizer-gefaengnisse-sind-voll-tausende-muessen-wegen-bussen-und-schwarzfahren-ins-gefaengnis-id21413401.html
Lucien FluriCo-Ressortleiter
Politik - Wer kein Geld hat, um seine
Bussen zu zahlen, muss ins Gefängnis. Auf diesem Weg
steckt die Schweiz jährlich Tausende, meist mittellose
Personen in den Knast, etwa wegen Schwarzfahren. Das
Problem: In den Gefängnissen hat es fast keinen Platz
mehr.
Die Schweizer Gefängnisse sind voll. Pläne für neue
Haftplätze werden an verschiedenen Orten gewälzt. Luzern
stellte gar Container auf, damit mehr Personen hinter
Gitter gebracht werden können.
Doch ein Grossteil der Häftlinge müsste gar nicht im
Gefängnis sitzen. Die Schweiz füllt sich ihre
Haftanstalten selbst. Tausende werden pro Jahr
eingewiesen, weil sie eine Busse oder eine Strafe nicht
bezahlen können. Das zeigt die neuste Statistik des
Bundes, die soeben erschienen ist.
9030 Personen mussten im letzten Jahr ins Gefängnis. Davon
landeten 4985 Personen im Knast, weil sie eine Geldstrafe
oder Busse nicht bezahlen konnten, die ihnen aufgebrummt
worden war. Damit gehen unterdessen schon deutlich über
die Hälfte der Gefängniseintritte auf nicht bezahlte
Strafen und Bussen zurück.
Rund acht Tage bleiben Personen wegen diesen sogenannten
Ersatzfreiheitsstrafen in der Regel im Gefängnis. Die
Knast-Kurzaufenthalte sorgen für viele Umtriebe bei den
Behörden – und Kosten für den Steuerzahler: 200 Franken
sind es pro Person und Tag.
Bundesrat will System überdenken
Ein wesentlicher Faktor: Das Schwarzfahren sorgt in
Hunderten von Fällen für den Aufenthalt hinter Gittern. Es
sind oft Sozialhilfebezüger oder Drogenabhängige, die kein
Geld haben und schon mit dem Öffnen von Behördenbriefen
überfordert sind.
Heute ist den Transportunternehmen überlassen, ob sie die
Schwarzfahrer neben dem Strafzuschlag auf Billett noch bei
der Staatsanwaltschaft anzeigen oder nicht. Tun sie es,
beginnt bei Personen ohne Geld oft ein administratives
Rösslispiel – ohne Aussicht auf Erfolg: Die Staatsanwälte
verfügen Strafen, die die Personen nicht zahlen können.
Die Betreibung bleibt erfolglos. Es gibt eine
Ersatzfreiheitsstrafe.
Die Waadtländer SP-Nationalrätin Jessica Jaccoud (42) hat
einen Vorstoss lanciert, um die Zahl der
Ersatzfreiheitsstrafen zu senken. Jaccoud hält fest: Schon
wegen sehr kleinen Beträgen komme es zu Inhaftierungen.
Dies führe zu hohen Kosten, viel Bürokratie, aber nicht
«zu einem merkbaren Gewinn für die öffentliche
Sicherheit». Auch sei keine abschreckende Wirkung
feststellbar. «Ersatzfreiheitsstrafen treffen mehrheitlich
Personen in prekären Verhältnissen, die nicht in der Lage
sind zu zahlen, und nicht etwa widerspenstige Straftäter»,
so Jaccoud.
Schwarzfahren kein Fall mehr für Staatsanwälte?
Das Parlament hat den Vorstoss noch nicht beraten, der
Bundesrat zeigt sich offen, beispielsweise das
Schwarzfahren zu entkriminalisieren. «Der Verzicht auf
strafrechtliche Sanktionierung hätte Entlastungen bei der
Polizei und den Staatsanwaltschaften zur Folge. Auch
Gerichte könnten entlastet werden, und schliesslich müsste
sich der Staat auch nicht mehr mit dem Busseninkasso und
dem Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen befassen.» Die
Strafe für Schwarzfahrer dann: Zuschläge, die die
Transportunternehmen selbst erheben.
Bereits Erfolge vorweisen kann der Kanton Zürich. Denn
statt ins Gefängnis zu gehen, können Personen, die Bussen
nicht zahlen können, auch gemeinnützige Arbeit leisten.
Das Problem dabei: Sie müssen die Arbeit rechtzeitig
selbst beantragen. Viele scheitern allein schon daran.
Der Kanton hat eine eigene Beratungsstelle und informiert
Personen, die ihre Bussen nicht bezahlt haben, in leicht
verständlicher Sprache auf die Möglichkeit gemeinnütziger
Arbeit hin. So stieg die Zahl der Personen, die
gemeinnützige Arbeit leisteten, in einem Jahr um 26
Prozent.
Die Ersatzfreiheitsstrafe hat aber auch eine gewisse
Wirkung: Zahlen aus Zürich zeigen, dass rund 60 Prozent
der Personen im letzten Moment dann doch noch die Busse
begleichen, damit sie nicht ins Gefängnis müssen.
ZAHLEN Schweiz am 22.1.2026: Die Armut nimmt
weiter ZU statt ab -- Strukturen werden NICHT korrigiert -
die Zahlen der Caritas-Läden: Caritas-Läden so stark gefordert wie noch nie
https://www.nau.ch/news/schweiz/caritas-laden-so-stark-gefordert-wie-noch-nie-67086262
Keystone-SDA -- Luzern -- Die Läden von Caritas haben
2025 so viele Waren verkauft wie noch nie. Das zeigt laut
dem Hilfswerk, dass sich die Lage für Armutsbetroffene
verschärft hat.
Die Caritas-Märkte haben im vergangenen
Jahr so viele Waren verkauft wie noch nie.
Es handelt sich um den vierten
Verkaufsrekord in Folge.
2025 registrierten die 22 Standorte den
Angaben zufolge über 1,1 Millionen Verkäufe.
Die
Caritas-Märkte haben im vergangenen Jahr so viele Waren
verkauft wie noch nie. Das Hilfswerk spricht von einem
traurigen Verkaufsrekord.
Dieser
sei ein Zeichen dafür, dass sich die Lebensbedingungen
vonArmutbetroffener
Menschen weiter verschärften. Es handle sich um den
vierten Verkaufsrekord in Folge, teilte Caritas am
Donnerstag in einem Communiqué mit.
«In
vielen Märkten zählen wir nebst der Stammkundschaft
immer mehrneue Kundinnen und Kunden.» So liess
sich Thomas Künzler zitieren, der Geschäftsleiter der
Caritas-Märkte. Dies zeige, wie gross gegenwärtig die
finanzielleBelastung vieler Haushaltesei.
1,1 Millionen Verkäufe im Jahr
2025
2025
registrierten die 22 Standorte den Angaben zufolge über
1,1 Millionen Verkäufe. Dies entspricht einer Zunahme
von mehr als 10'000 Verkäufengegenüber dem Vorjahr.
Zu
den meistverkauften Produkten gehörten im vergangenen
Jahr laut Mitteilung Grundnahrungsmittel wie Teigwaren,
Milch oder Öl.
Besonders
sei die Nachfrage nach saisonalen Früchten und Gemüse
gewesen. Gegenüber dem Vorjahr sei sie um vier Prozent
gestiegen.
Nach
eigener Aussage senkt Caritas gezielt die Preise, um das
Budget der Kundinnen und Kunden zu entlasten. Aus diesem
Grund sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht auf
17,6 MillionenFrankengesunken.
In den Caritas-Läden können Menschen, die zu wenig Geld zum
Leben haben, Lebensmittel um bis zu 70 Prozent günstiger
einkaufen. Dazu brauchen sie laut Mitteilung einen
speziellen Ausweis.
Ausgestellt wird dieser von Sozialämtern und kirchlichen
oder privaten Institutionen oder von den regionalen
Caritas-Organisationen. Unter anderem bekommen den Ausweis
Menschen, die Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen
beziehen.
Armut in der Schweiz am 14.2.2026: Die
Krankenkassenprämie macht ARM - Beispiel katholisches
Alkoholiker-Tessin: Das Tessin wird zum Armenhaus der Schweiz -- Zahlen sind besorgniserregend
https://www.blick.ch/politik/zahlen-sind-besorgniserregend-das-tessin-wird-zum-armenhaus-der-schweiz-id21693931.html
Anna Clara Kohler -- Redaktorin
Politik -- Fast jede vierte Person im
Tessin lebt am Rand der Armut. Ein Problem: Die Löhne im
Tessin sind wegen des niedrigen Lohnniveaus in Italien
häufig auch tiefer.
Tessin verzeichnet steigende Armut
Krankenkassenprämien im Tessin belasten
stark
23,3 Prozent der Tessiner Bevölkerung
gelten als armutsgefährdet
Das Tessin kämpft gegen eine Armutswelle. Die Lage im
Südkanton sticht national heraus: Ende Jahr 2025 ist die
Zahl der Sozialhilfeempfänger erneut gestiegen, ebenso
wurden mehr entsprechende Anträge eingereicht. Das zeigt
eine Analyse der Westschweizer Zeitung «Le Courrier» mit
Verweis auf offizielle Zahlen.
Das Hilfswerk Caritas Schweiz läutete im Januar die
Alarmglocken: Sparzwänge und sozialpolitische Grabenkämpfe
würden heute auf Kosten der Armen dominieren. Die Anzahl der
Personen in prekären finanziellen Verhältnissen steige seit
Jahren.
Lohndumping und Prämien-Schock
Zahlen des Bundesamts für Statistik bestätigen, dass das
Tessin besonders betroffen ist. Während 2023 schweizweit
14,6 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet galten, war
es im Tessin mit 23,3 Prozent fast jede vierte Person. Zum
Vergleich: In der Deutschschweiz liegt die Armutsquote bei
7,5 Prozent.
Die Gründe sind vielfältig. Ein Hauptproblem: Durch das
verhältnismässig niedrige Lohnniveau im benachbarten Italien
sind die Löhne im Tessin häufig auch tiefer. Gleichzeitig
sind die Fixkosten allgemein gestiegen.
Bruder Martino Dotta von der Stiftung Francesco, welche
unter anderem Sozialberatung und warme Mahlzeiten im
Tessin anbietet, zeigt sich gegenüber «Le Courrier»
alarmiert: «In den ersten Wochen dieses Jahres haben wir
einen deutlichen Anstieg der Nachfrage verzeichnet.» Seine
Stiftung müsse ihre Dienste ausbauen und die
Öffnungszeiten verlängern.
Hart trifft es jene, die ohnehin schon am Limit leben. Laut
Alessia Di Dio von der Tessiner «Vereinigung
alleinerziehender und Patchwork-Familien» befindet sich fast
jede dritte Alleinerziehende im Tessin in «absoluter Armut».
Meist seien es Mütter, die nach einer Trennung das
Sorgerecht haben und deshalb am stärksten betroffen sind.
Oft hätten die Frauen Schwierigkeiten, Miete und Rechnungen
zu bezahlen.
ZAHLEN Armut Schweiz am 16.2.2026: Armut in der Schweiz: 6,5 Prozent der Kinder können wegen
Armut nicht in die Ferien
https://www.20min.ch/story/armut-in-der-schweiz-65-prozent-der-kinder-koennen-wegen-armut-nicht-in-die-ferien-103507156
Armut in der Schweiz: 6,5 Prozent der Kinder können wegen
Armut nicht in die Ferien
Jan Janssen -- Die
Armutsgefährdungsquote nimmt hierzulande in den letzten
Jahren zu. Im europäischen Vergleich steht die Schweiz
aber immer noch gut da.
In der Schweiz sind 8,4 Prozent der Bevölkerung von
Einkommensarmut betroffen.
4,9 Prozent der Kinder in der Schweiz erleben wegen
Armut Benachteiligungen.
Die Armutsgrenze für eine Einzelperson liegt bei
2388 Franken pro Monat.
8,4
Prozent der Schweizer Bevölkerung waren 2024 von
Einkommensarmut betroffen – das sind rund 743'000
Personen. Besonders betroffen waren Personen, die
allein oder in Einelternhaushalten lebten, Personen ohne
nachobligatorische Ausbildung, ausländische Personen ost-
oder aussereuropäischer Herkunft sowie Personen in Haushalten
ohne Arbeitsmarktteilnahme. Dies geht aus einer
neuen Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.
Bei den Erwerbstätigen lag die Armutsquote bei 4,3 Prozent.
Das heisst: Rund 175'000 Personen erzielten somit trotz
Erwerbsarbeit kein Einkommen über der Armutsgrenze. Während
sich die Armutsquote in den letzten Jahren nicht signifikant
verändert hat, hat die Armutsgefährdungsquote leicht
zugenommen.
Kein Geburtstag und keine
Ferien
Die
Einkommensarmut wirkt sich deutlich auf das Wohlergehen
und den Erfolg der Kinder aus. Gemäss der europäischen
Definition gelten Kinder als depriviert, wenn sie in
mindestens drei von 17 wichtigen Lebensbereichen aus
finanziellen Gründen benachteiligt sind. In der Schweiz
waren 2024 4,9 Prozent der Kinder unter 16 Jahren davon
betroffen. Die Kinder mussten dabei auf Diverses
verzichten (siehe Grafik).
Materielle Entbehrung bei Kindern: Anteile von Kindern,
die sich ausgewählte Aktivitäten nicht leisten konnten (in
Prozent):
-- Keine Ferienwoche (mind. 1 Woche): 6,5%
-- Keine regelmässige kostenpflichtige Freizeitaktivität:
3,2%
-- Kein Fest zum Geburts- oder Namenstag: 2,8%
Weniger als zwei Prozent der Kinder unter 16 Jahren mussten
aus finanziellen Gründen auf passende Kleider und Schuhe,
ausgewogene Mahlzeiten, altersgerechte Bücher und
Spielsachen sowie die Möglichkeit, Freunde einzuladen,
verzichten.
Im europäischen Vergleich steht die Schweiz verhältnismässig
gut da. Die Quoten variierten in Europa im Jahr 2024
zwischen 2,7 Prozent (Kroatien) und 33,6 Prozent
(Griechenland). Der europäische Durchschnitt lag bei 13,6
Prozent. Die Quote der Schweiz gehörte somit zu den tiefsten
und lag auch deutlich unter jenen der Nachbarländer
Österreich (9,0 Prozent), Deutschland (11,3 Prozent),
Italien (11,7 Prozent) und Frankreich (13,5 Prozent).
Schweiz mit Armut am 24.2.2026: u.a. weil
sich Sozialämter nicht an Richtlinien halten! Studie: Sozialhilfe: Je nach Wohnort droht lebenslanger
Schuldenberg
https://www.20min.ch/story/studie-sozialhilfe-je-nach-wohnort-droht-lebenslanger-schuldenberg-103512111
Benedikt Hollenstein -- Eine
Studie zeigt massive Unterschiede bei der Rückforderung
von Sozialgeldern. Wer dabei den Ämtern vertraut, verliert
potenziell.
Wer in der Schweiz Sozialhilfe bezieht,
muss diese meist zurückzahlen.
Manche Gemeinden fordern zu viel Geld
zurück und kürzen die Hilfe teils unter das Existenzminimum.
Wer den Behörden vertraut, zahlt oft mehr
als nötig.
In der Schweiz gilt bezogene Sozialhilfe grundsätzlich als
Schuld. Wer später wieder zu Geld kommt, etwa durch Arbeit
oder eine Erbschaft, muss die erhaltenen Leistungen häufig
zurückzahlen. Bei der Höhe der Rückforderungen, der Dauer
der Zahlungen und der Durchsetzung gibt es je nach Region
aber massive Unterschiede. Dies zeigt eine Studie von
Christophe Roulin und Benedikt Hassler von der
Fachhochschule Nordwestschweiz.
Die Forschenden konfrontierten für die Untersuchung
Fachpersonen aus 36 Sozialdiensten in acht Kantonen mit zwei
fiktiven Fallbeispielen, wobei die Resultate massive
Unterschiede zutage förderten. Ein weiteres Beispiel des
«Tages-Anzeigers» zeigt ebenfalls, wie offensiv gewisse
Ämter rechnen – zulasten von Personen, die finanziell meist
schon in einer schwierigen Lage sind.
Nach der Erbschaft kommt die Rechnung
Dabei wurde eine Frau nach mehreren Rückenoperationen
arbeitsunfähig und war auf Sozialhilfe angewiesen. Nach dem
Tod ihrer Mutter erhielt sie eine Erbschaft, mit der sie
vorübergehend ihren Lebensunterhalt und den ihres Kindes
selbst bestreiten und Schulden tilgen konnte. Kurz darauf
der Schock: Die Gemeinde fordert von ihr 70'000 Franken an
bezogener Sozialhilfe zurück.
Da das Geld aus der Erbschaft zu diesem Zeitpunkt bereits
aufgebraucht war, wollte das Sozialamt ihre laufende
Sozialhilfe um 15 Prozent kürzen und die Schulden damit
tilgen – obwohl die Frau somit so wenig Geld erhalten hätte,
dass ihr Einkommen unter dem Existenzminimum von etwa 1350
Franken gelegen hätte.
Gemeinde berechnete 20'000 Franken zu viel
Sie wendete sich an die Unabhängige Fachstelle für
Sozialhilferecht – kurze Zeit später stellte sich heraus,
dass die Gemeinde nicht nur 20'000 Franken zu viel
zurückgefordert hatte, sondern laut einem Gericht die
Rückforderung auch nicht von den laufenden
Sozialhilfeleistungen abziehen darf.
So frappant sind die Unterschiede
Die FHNW-Forschenden schufen derweil ein Szenario, in dem
ein 50-Jähriger zwei Jahre lang Sozialhilfe bezog und nun
wieder für einen Nettolohn von 6200 Franken arbeitet. Je
nach untersuchter Gemeinde hätte er in einigen Fällen keinen
Franken zurückzahlen müssen, an anderen Orten hätten die
zuständigen Behörden die ganze Summe von total 55'000
Franken in monatlichen Raten zurückgefordert.
Auch bei den berechneten Monatsraten für die Rückzahlung
gibt es massive Unterschiede: Zwischen 71 und mehr als 712
Franken bewegen sich diese. Laut der Schweizerischen
Konferenz für Sozialhilfe (Skos) sollten sich Rückzahlungen
eigentlich maximal über einen Zeitraum von vier Jahren
erstrecken. Die Realität sieht anders aus: Je nach Gemeinde
werden Rückerstattungen für 10, 15 oder 20 Jahre
eingefordert – vereinzelt sogar noch länger, wie der
«Tages-Anzeiger» berichtet.
Nur wenige halten sich an Richtlinien
Die massiven Unterschiede entstehen laut Hassler und Roulin
bei der Berechnung: In vielen Gemeinden werde die
Zumutbarkeit der monatlichen Rate anhand eines Budgets
kalkuliert, die Pauschale für die Kosten des
Lebensunterhalts varriieren jedoch erheblich. Andere
Gemeinden lassen sich von ehemaligen Sozialhilfebezügern
Vorschläge für monatliche Raten unterbreiten, ohne die
Zumutbarkeit selbst zu prüfen. Im schlimmsten Fall sind die
monatlichen Raten so hoch, dass die betroffenen Person unter
dem Existenzminimum leben.
Während einige Gemeinden die Rückzahlung eines Grossteils
der bezogenen Sozialhilfegelder erlassen, lassen andere den
Betroffenen nur das Existenzminimum – oder versuchen im oben
genannten Fall sogar, Geld zurückzufordern, wenn die Person
dadurch unter das Existenzminimum rutscht.
Die Skos-Richtlinien empfehlen Zurückhaltung bei der
Rückforderung von Sozialhilfe aus Einkommen, um die soziale
Reintegration nicht zu gefährden. Einige Kantone,
beispielsweise St. Gallen und Thurgau, weichen in den
kantonalen Gesetzen aber von dieser Richtlinie ab
Zudem fordern Sozialämter laut dem «Tages-Anzeiger» auch
Geld für Leistungen zurück, die laut Skos gar nicht
rückerstattungspflichtig wären. Das sind etwa
Integrationszulagen oder Kosten für Arbeitsintegration.
Trick mit «freiwilligen Rückerstattungen»
Während die Sozialämter in der Ostschweiz gemäss kantonalem
Recht grossen Spielraum bei der Rückforderung von
Sozialgeldern haben, sind die gesetzlichen Voraussetzungen
beispielsweise in Zürich und Schwyz eigentlich hoch – in
diesen Kantonen setzen einige Gemeinden aber auf sogenannte
«freiwillige Rückerstattungen».
Dabei wird den Betroffenen laut der Zeitung bei langen
Gesprächen oft suggeriert, dass sie keine andere Möglichkeit
hätten, als Dokumente zu unterzeichnen und sich damit für
eine freiwillige Rückzahlung zu verpflichten. Das hat laut
dem «Tages-Anzeiger» schwerwiegende Folgen: Wer redegewandt
ist, seine Rechte kennt und schlichtweg besser verhandelt,
zahle wenig bis gar nichts. Wer hingegen eingeschüchtert
ist, den Behörden vertraut und je nachdem die Sprache nicht
gut beherrscht, wird stärker zur Kasse gebeten.
Daniel Graf -- Schweizer
Familien kämpfen mit den Krankenkassenprämien und der
Teuerung. Derzeit sind sie zwar noch zufrieden – in die
Zukunft blicken sie aber pessimistisch.
Schweizer Familien leiden am stärksten
unter Geldsorgen.
Krankenkassenprämien und steigende Preise
belasten sie besonders.
Trotz aktueller Zufriedenheit blicken
Familien pessimistisch in die Zukunft.
Viele Haushalte, besonders mit kleinen
Kindern, haben knappe Finanzen.
Was bewegt die Familien in der Schweiz? Wie zufrieden sind
sie, wo belasten sie Sorgen und wie blicken sie in die
Zukunft? Das untersucht das jährlich erscheinende
Familienbarometer (siehe unten). Die wichtigsten
Erkenntnisse:
Geld bleibt das Top-Thema
Fast die Hälfte der Familien nennt die Krankenkassenprämien
als das Top-Thema, das sie beschäftigt, gefolgt von den
steigenden Preisen. Auch die Gesundheit, die Wohnkosten, das
Schulwesen und die Bildungspolitik sowie der Umgang mit
Medien und Social Media gehören zu den wichtigen Themen für
Schweizer Familien. Der Klimaschutz und Umweltthemen
interessieren dagegen immer weniger.
Jugendgewalt beschäftigt Romands und Tessiner
Fast jede vierte Familie im Tessin und mehr als jede fünfte
Familie in der Romandie beschäftigt das Thema Jugendgewalt
stark. In der Deutschschweiz sind es nur sieben Prozent.
Dort sind dafür die Themen Schulwesen und Bildungspolitik
sowie der Umgang mit Social Media drängender.
Jugendgewalt ist vor allem für Familien aus der Romandie und
dem Tessin ein Problem.
Jugendgewalt ist vor allem für Familien aus der Romandie und
dem Tessin ein Problem.20min/Nicolas Y Aebi
Familien sind zufrieden – gehen aber von Verschlechterung
aus
Fast 80 Prozent der Befragten sind mit ihrem Familienleben
eher oder sehr zufrieden. Gleichzeitig erwarten über drei
Viertel der Familien, dass sich die allgemeine Situation für
Familien in der Schweiz über die kommenden drei Jahre eher
oder stark verschlechtern wird.
Familien verzichten am ehesten auf Ferien
Auf die Frage, worauf Familien am ehesten verzichten, wenn
das Geld nicht reicht, antworten die meisten mit Ferien.
Auch Restaurantbesuche, Freizeitaktivitäten wie Kino oder
Ausflüge und regelmässige Hobbys leiden oft unter fehlendem
Geld.
Müssen Familien Geld sparen, geht das häufig zulasten von
Ferien.
Müssen Familien Geld sparen, geht das häufig zulasten von
Ferien.Sabina Bobst
Digitale Medien haben gute wie schlechte Seiten
Knapp ein Drittel der Familien verbringt bewusst gemeinsam
Zeit mit digitalen Medien wie Filmen, Musik oder Spielen.
Gleichzeitig sagen 31 Prozent, dass die gemeinsame Zeit als
Familie durch den Medienkonsum abnimmt. Bei einem Viertel
der Familien führt der digitale Medienkonsum zu mehr Streit
und Diskussionen.
Lisa Arnold -- Daniel Krähenbühl -- Die Zahl der
Krankenkassen-Betreibungen sank 2025 in Zürich um gut 25
Prozent. Gleichzeitig schossen die Steuerschulden stark in
die Höhe. Eine Überraschung gibt es im Kreis 4.
Die Stadt Zürich verzeichnet 2025 weniger
Betreibungen als im Vorjahr.
Die Gesamtsumme der Betreibungen ist aber
höher als im Jahr davor.
Der Kreis 4 hat den stärksten Rückgang an
Betreibungen pro Einwohner im Vergleich zu 2015.
Der Kreis 1 hat eine Betreibungsquote von
über 100 Prozent.
Steuern, Krankenkassen, Strom- oder Lieferantenrechnungen:
Im Jahr 2025 sind bei den zwölf städtischen
Betreibungsämtern 110'374 Betreibungen eingegangen. Das sind
insgesamt 9940 Betreibungen weniger als im Jahr 2024.
Gleichzeitig stieg die Gesamtsumme des Forderungsbetrags auf
3,6 Milliarden Franken.
20 Minuten hat die wichtigsten Punkte des Jahresberichts der
Stadtammann- und Betreibungsämter der Stadt Zürich
aufgeschlüsselt.
Weniger Betreibungen wegen Krankenkassenschulden
Bei den Betreibungen wegen Krankenkassenschulden zeichnet
sich ein Trend ab: Im Jahr 2024 gab es 22'019 solche Fälle,
letztes Jahr noch deren 16'385. Der Rückgang um 25,6 Prozent
ist auf eine im Juli 2024 eingeführte Gesetzesanpassung
zurückzuführen, schreiben die Betreibungsämter.
Im Jahr 2025 sind bei den zwölf städtischen
Betreibungsämtern in Zürich rund 110'000 Betreibungen
eingegangen.
1 / 6
Am häufigsten sind Steuerforderungen oder
Krankenkassenprämien offen geblieben (Symbolbild).
1 / 6
Im Jahr 2025 fehlen Steuergelder in Höhe von 250 Millionen
Franken.
Im Jahr 2025 sind bei den zwölf städtischen
Betreibungsämtern in Zürich rund 110'000 Betreibungen
eingegangen.20min/Matthias Spicher
Neu dürfen Krankenkassen bei ihnen versicherte Personen nur
noch zweimal jährlich betreiben. Zwar bleibt die geschuldete
Summe gleich, doch der Schuldner spart die
durchschnittlichen Kosten von 200 Franken pro Betreibung
ein. Zudem kann der Schuldner verlangen, dass die
Krankenkassenprämien vom Lohn abgezogen und vom
Betreibungsamt direkt an die Krankenkassen überwiesen
werden.
Deutlich höhere Steuerschulden
Anders sieht es bei den Steuern aus: Im Jahr 2025 fehlen den
Zürcher Ämtern mit 250 Millionen Franken mehr als doppelt so
viele Steuergelder wie im Vorjahr. 2024 waren es noch 119
Millionen Franken. Die Zahl der Steuerschuldner blieb mit
21'533 relativ stabil.
Männer werden häufiger betrieben
Zwar wurden letztes Jahr 10.4 Prozent weniger Männer
betrieben als noch 2024. Die Summe der Forderungen stieg
hingegen von knapp 400 Millionen auf über eine Milliarde
Franken. Von Frauen wurden 120 Millionen Franken
eingefordert – rund 32 Millionen Franken mehr als im
Vorjahr.
Kreis 4 mit grösstem Rückgang an Betreibungen
Gemäss dem Jahresbericht hat sich der Kreis 4 in Bezug auf
die Anzahl Betreibungen pro Person am stärksten verbessert:
Im Jahr 2015 hatte der Kreis 4 eine Betreibungsquote von 55
Prozent. Das bedeutet: Rechnerisch gesehen wurde mehr als
jede zweite Person betrieben. Zehn Jahre später beträgt die
Quote 41 Prozent.
Stark zugenommen haben hingegen die Betreibungen in den
Kreisen 8 und 12, wo sie sich fast verdoppelt haben.
Steuern, Krankenkassen, Strom- oder Lieferantenrechnungen:
Im Jahr 2025 sind bei den zwölf städtischen
Betreibungsämtern 110'374 Betreibungen eingegangen. Das sind
insgesamt 9940 Betreibungen weniger als im Jahr 2024.
Gleichzeitig stieg die Gesamtsumme des Forderungsbetrags auf
3,6 Milliarden Franken.
Werbung
20 Minuten hat die wichtigsten Punkte des Jahresberichts der
Stadtammann- und Betreibungsämter der Stadt Zürich
aufgeschlüsselt.
Weniger Betreibungen wegen Krankenkassenschulden
Bei den Betreibungen wegen Krankenkassenschulden zeichnet
sich ein Trend ab: Im Jahr 2024 gab es 22'019 solche Fälle,
letztes Jahr noch deren 16'385. Der Rückgang um 25,6 Prozent
ist auf eine im Juli 2024 eingeführte Gesetzesanpassung
zurückzuführen, schreiben die Betreibungsämter.
Neu dürfen Krankenkassen bei ihnen versicherte Personen nur
noch zweimal jährlich betreiben. Zwar bleibt die geschuldete
Summe gleich, doch der Schuldner spart die
durchschnittlichen Kosten von 200 Franken pro Betreibung
ein. Zudem kann der Schuldner verlangen, dass die
Krankenkassenprämien vom Lohn abgezogen und vom
Betreibungsamt direkt an die Krankenkassen überwiesen
werden.
Deutlich höhere Steuerschulden
Anders sieht es bei den Steuern aus: Im Jahr 2025 fehlen den
Zürcher Ämtern mit 250 Millionen Franken mehr als doppelt so
viele Steuergelder wie im Vorjahr. 2024 waren es noch 119
Millionen Franken. Die Zahl der Steuerschuldner blieb mit
21'533 relativ stabil.
Männer werden häufiger betrieben
Zwar wurden letztes Jahr 10.4 Prozent weniger Männer
betrieben als noch 2024. Die Summe der Forderungen stieg
hingegen von knapp 400 Millionen auf über eine Milliarde
Franken. Von Frauen wurden 120 Millionen Franken
eingefordert – rund 32 Millionen Franken mehr als im
Vorjahr.
Rechtsvorschlag wurde 10'787 Mal, also nur in etwa 10
Prozent der Fälle, erhoben.
Kreis 4 mit grösstem Rückgang an Betreibungen
Gemäss dem Jahresbericht hat sich der Kreis 4 in Bezug auf
die Anzahl Betreibungen pro Person am stärksten verbessert:
Im Jahr 2015 hatte der Kreis 4 eine Betreibungsquote von 55
Prozent. Das bedeutet: Rechnerisch gesehen wurde mehr als
jede zweite Person betrieben. Zehn Jahre später beträgt die
Quote 41 Prozent.
Stark zugenommen haben hingegen die Betreibungen in den
Kreisen 8 und 12, wo sie sich fast verdoppelt haben.
Was auffällt: Im Kreis 1 liegt die Quote über 100 Prozent.
Der Grund dafür liegt nicht in der schlechten Zahlungsmoral
der 5747 Altstadt-Bewohner, sondern an den Unternehmen, die
dort ihren Sitz haben. Da Forderungen nach einer gewissen
Zeit verjähren, leiten etwa Banken oder Versicherungen als
Absicherung eine Betreibung ein, damit die Forderung
rechtlich nicht erlöscht.
Zunahme an Betreibungsauszügen
Der Bericht zeigt weitere Entwicklungen rund um die
Betreibungs-Thematik. Im Jahr 2025 wurden 144'224
Registerauszüge aus dem Betreibungsregister ausgestellt. Das
sind 33 Prozent Auszüge mehr als 2015. Der Auszug dient als
Beweis für Zuverlässigkeit und Zahlungsfähigkeit und wird
etwa bei Wohnungs- oder Jobbewerbungen gebraucht.
Polizeiliche Zwangsräumung
Nur in Ausnahmefällen musste die Polizei etwa mit
Zwangsräumungen bei unbezahlter Miete einschreiten. Das
geschah im Jahr 2025 insgesamt 145 Mal. Das sind 16 Vorfälle
weniger als im Jahr davor.
Das Sozialamt hilft den betroffenen Privatpersonen in
solchen Fällen auf Wunsch bei der Wohnungssuche. Sind Kinder
mit betroffen, organisiert das Sozialamt von sich aus eine
Unterkunft. Bei solchen Räumungen werden die
Stadtammannämter meist von der Stadtpolizei Zürich und je
nach Fall auch vom Stadtärztlichen Dienst unterstützt.
Armut in der Schweiz am 23.4.2026: Beispiel
aus Solothurn: Tania C. hat hohe Schulden: «Ich muss irgendwie 15’000 Fr
aufbringen – keine Ahnung, wie!»
https://www.blick.ch/schweiz/mittelland/solothurn/tania-c-hat-hohe-schulden-ich-habe-angst-meinen-briefkasten-zu-oeffnen-id21888703.html
Qendresa Llugiqi -- 15'000 Franken Schulden: Tania C.
kämpft seit Jahren gegen die Forderungsflut. Diese wirkt
sich physisch und psychisch auf die 36-Jährige aus. Nicht
einmal die Schuldenberatung konnte ihr helfen. Doch die
Solothurnerin gibt nicht auf.
Tania C.* (36) kämpft seit Jahren. Rechnungen, Mahnungen und
Kreditkarten-Schulden – ihr Netto-Gehalt von 3560 Franken
reicht hinten und vorne nicht. Monat für Monat fragt sich
die Produktionsmitarbeiterin aus der Elektro-Branche, wie
sie diese Flut an Forderungen bloss stemmen soll. Oft reicht
es nicht einmal fürs Nötigste, wie etwa Essen – dann muss
ihre Familie einspringen.
Die Solothurnerin gibt gegenüber Blick zu: «Ich habe sogar
Angst, meinen Briefkasten zu öffnen. Sobald ich davor stehe,
habe ich Herzrasen und Panik.» Dabei hofft sie stets: «Dass
nichts drin ist. Denn ist doch etwas gekommen, ist es meist
nichts Gutes.»
Inzwischen hat sich ein Schuldenberg angehäuft, den sie
abzubauen versucht. Tania C. sagt: «Ich muss irgendwie
15'000 Franken aufbringen – ich habe keine Ahnung, wie!»
Sie rechnet ihre monatlichen Fixkosten vor: Die
Wohnungsmiete ist bei 1156 Franken, die Krankenkasse bei 480
Franken. Dann zahlt sie ihre Schulden ab: für einen
einzelnen Kredit 500 Franken und für zwei Kreditkarten
insgesamt 700 Franken an Rückzahlung monatlich. Hinzu kommen
Telefon, Internet und Strom mit monatlich 150 Franken.
Weiter beglich sie bis vor kurzem Steuerschulden aus dem
Jahr 2023 für jeweils 600 Franken pro Monat. Theoretisch war
sie damit jeden Monat im Minus und musste von ihrer Familie
finanziell unterstützt werden.
Doch kaum sind diese Steuerschulden abbezahlt, flatterte
jetzt die aktuelle Steuerrechnung in Höhe von 6000 Franken
ins Haus. Hier muss sie noch eine Abzahlungsvereinbarung
treffen. Denn auf der hohen Kante hat sie das Geld nicht.
Der finanzielle Kollaps
Die Solothurnerin hat schon seit 13 Jahren in etwa das
gleiche Gehalt. Sie erhielt nur einmal eine kleine
Lohnerhöhung. «Über all diese Jahre musste ich streng
haushalten, nur so reichte es», sagt sie.
Doch dann kam das Jahr 2023. Tania C. kämpfte mit
Depressionen und Panikattacken. Emotional war sie an einem
Tiefpunkt. «Um diesen negativen Gefühlen entgegenzuwirken,
begann ich, einfach zu leben – ohne ständig aufs Geld zu
schauen», erinnert sie sich. «Ich bestellte mir Essen,
kaufte mir Kleider und Schminke online.»
Schnell uferte es aus. Insgeheim wusste Tania C.: «Ich lebe
krass über meine Verhältnisse.» Die Folgen waren rasch
spürbar: «Rechnungen, Steuern und Versicherungen blieben auf
der Strecke.»
Ein Kredit als Falle
C. versuchte, sich aus dieser Misere zu befreien. Ihre
vermeintliche Lösung: ein Kredit in Höhe von 15'000 Franken.
«Damit wollte ich alles auf null setzen und neu beginnen.»
Doch dann der Nackenschlag: Der ganze Druck wirkte sich auf
ihr Gemüt aus. Tania C.s Depressionen verstärkten sich.
«Dadurch spielte ich mit dem Gedanken, mir das Leben zu
nehmen», gibt Tania C. zu. Deswegen begab sie sich 2023 für
drei Monate in eine Klinik – ebenfalls mit finanziellen
Folgen. «Meine Kosten stiegen, etwa durch den Selbstbehalt.
Auch musste ich nach dem Aufenthalt nachträglich die
Essens-Ausgaben in Höhe von 3000 Franken bezahlen.»
Suche nach Hilfe und Lösungen
Tania C. versuchte seither den finanziellen Balance-Akt.
Doch der Spagat war unmöglich. Das merkte die Solothurnerin
vergangenen Herbst. Dort sollte sie noch Steuern aus dem
Jahr 2023 in Höhe von rund 5800 Franken nachzahlen – doch
sie hatte das Geld nicht, und Ratenzahlungen waren nur auf
wenige Monate möglich.
C. suchte sich Hilfe. «Ich ging voller Hoffnung zur
Schuldenberatung – für mich war es ein Reinfall. Dort hiess
es: Sie können mir nicht helfen, ich hätte kaum finanziellen
Spielraum. Ihr Tipp: Ich soll mich einfach betreiben
lassen.»
Doch das wollte C. nicht. Also suchte sie weiter nach
Lösungen: «Zuerst wollte ich einen Nebenjob suchen, aber
mein Arbeitgeber war nicht einverstanden. Also probiere ich
es jetzt seit Oktober mit Social-Media-Marketing.»
Tania C. redet Klartext
Eine wichtige Lektion aus der Marketing-Ausbildung:
«Präsentiere dich authentisch.» Was Tania C. sich sehr zu
Herzen nimmt – und jetzt online über ihre Schulden auspackt.
«Ich hatte eh das Bedürfnis, mich einmal über meine
Situation auszukotzen.» Seither gibt die 36-Jährige auf
Instagram und Tiktok Einblicke in ihr Leben – und verkauft
gleichzeitig etwa Parfüms und Reinigungsmittel.
Über die Reaktionen ist selbst sie überrascht: «Es gibt so
viele Leute, die Ähnliches erlebt haben und dieses
Panik-Gefühl vor dem Briefkasten oder Post kennen. Was man
vielleicht nicht unbedingt erwartet, weil es ja immer
heisst, wie reich die Schweiz sei und wie gut es uns hier
finanziell geht», sagt C. Gemäss offiziellen Zahlen sind in
der Schweiz mehr als 410'000 Menschen verschuldet.
Der Austausch auf Tiktok habe ihr enorm geholfen: «Was mir
extrem Mut gemacht und Hoffnung geschenkt hat, ist, dass
einige User berichtet haben, wie sie es selbst aus der
Schuldenfalle geschafft haben, mehrere gaben mir Tipps. Es
ist also möglich – auch für mich!»
Inzwischen geht es Tania C. gesundheitlich besser. Ihr Ziel:
den Job wechseln, unter Umständen auch die Branche. «Ich
möchte meine Finanzen aufbessern – und vielleicht auch durch
Social Media etwas dazuverdienen.»
* Name bekannt
Katastrophe Schweiz am 23.4.2026: Fast 50%
der Bevölkerung der Schweiz sind arm - und der schweizer
Regierung und den Billionär-Konzernbossen ist das EGAL!!! Miete, Krankenkasse, Schicksal: 3 Millionen Schweizer
leben von der Hand in den Mund
https://www.blick.ch/wirtschaft/leben-von-der-hand-in-den-mund-tanja-c-ist-kein-einzelfall-drei-millionen-schweizer-haben-kaum-erspartes-id21890704.html
Martin Schmidt -- Fast drei Millionen Steuerpflichtige
in der Schweiz haben kein oder kaum Vermögen. Steigende
Mieten, Krankenkassenprämien und Schicksalsschläge treiben
immer mehr Haushalte in finanzielle Engpässe. Die Zahl der
Betreibungen erreicht Rekordwerte.
«Ich habe Angst, meinen Briefkasten zu öffnen», erzählt
Tanja C.*(36) gegenüber Blick. Die Solothurnerin steckt in
der Schuldenfalle. Mit einem Nettoeinkommen von 3560 Franken
muss sie einen Kleinkredit von 15'000 Franken zurückzahlen.
Das geht mit den Fixkosten kaum auf. Zudem tauchen
regelmässig weitere Rechnungen im Briefkasten auf. Zuletzt
die Steuern in Höhe von 6000 Franken.
C.* ist lange kein Einzelfall: Die Zahl der Haushalte mit
Zahlungsrückständen ist in den letzten Jahren deutlich
gewachsen. Ein finanzieller Absturz steht vielen näher, als
ihnen lieb oder gar bewusst ist. Fast drei Millionen
Steuerpflichtige im Land versteuern keinerlei oder nur ein
Mini-Vermögen. Das ist mehr als jeder Zweite.
«Wenn das Budget knapp ist und etwas Unvorhergesehenes
geschieht, sind die finanziellen Probleme rasch Realität»,
sagt Philipp Frei (41), Geschäftsführer des Dachverbands
Budgetberatung Schweiz. Das weit verbreitete Bild: «Sprechen
wir über verschuldete Menschen, ist für viele klar, dass die
Situation selbstverschuldet ist. Meist ist die Ursache
jedoch ein nicht planbares Ereignis.»
Die Zahlen bestätigen: Zum Teil liegt es an einer schlechten
Budgetplanung oder einer Überforderung mit administrativen
Arbeiten wie dem Zahlen von Rechnungen. Am häufigsten ist es
jedoch ein Schicksalsschlag, der einen Haushalt in die
Schuldenfalle treibt. Das zeigt eine Auswertung von
Schuldenberatung Schweiz. Hierzu zählen eine langwierige
Krankheit, ein Unfall, eine Scheidung oder ein Jobverlust.
«Plötzlich hat man 20 bis 30 Prozent weniger zur Verfügung,
und das können viele Haushalte finanziell nicht verkraften»,
so Frei. Besonders betroffen: Alleinerziehende.
Die Hälfte der Menschen kann nicht sparen
Die finanzielle Lage von Personen spitzt sich oft auch
schleichend zu: Hier ist es eine Kombination aus tiefem
Einkommen und steigenden Fixkosten. Für Haushalte mit einem
Einkommen unter 6000 Franken ist die Belastung durch
steigende Mieten und Krankenkassenprämien in den letzten
Jahren deutlich gestiegen. Jüngst kam eine Umfrage des
Meinungsforschungsinstituts Sotomo zu einem alarmierenden
Ergebnis: Demnach gehen bei zwei von fünf Haushalten mehr
als 30 Prozent des Einkommens für die Wohnung drauf.
Die hohe finanzielle Belastung erschwert es, Rücklagen zu
bilden: In einer Umfrage der Versicherung Baloise und des
Marktforschungsinstituts Yougov Schweiz vom vergangenen
Herbst gaben die Hälfte der Befragten an, nichts auf die
Seite legen zu können. Sparen? Unmöglich. «Die frei
verfügbaren Einkommen sind in vielen Haushalten massiv
gesunken», sagt Frei.
Eine grosse Rechnung, und es wird eng. Da überrascht es
kaum, dass immer mehr Haushalte in Zahlungsrückstand
geraten. 2022 waren davon noch 12,1 Prozent betroffen, zwei
Jahre später bereits 15,4 Prozent, so der aktuellste Wert
des Bundesamts für Statistik vom Februar. Eine Folge: Die
Zahl der Betreibungen von Privatpersonen hat in den letzten
Jahren massiv zugenommen und vielerorts Rekordwerte
erreicht.
Immer mehr Käufe mit Ratenzahlungen
Fehlt das Geld für Rechnungen, müssen die Haushalte
Prioritäten setzen: Wer die Miete nicht zahlt, droht auf der
Strasse zu landen. Das erklärt, weshalb die häufigsten
Zahlungsrückstände Steuern, Krankenkassenprämien und
Kreditkartenrechnungen betreffen. Doch auch die Rückstände
bei den Mietzinsen nehmen zu, wie eine Auswertung von
Surprise zeigt. Die NGO setzt sich für sozial benachteiligte
und von Armut betroffene Menschen in der Schweiz ein.
Demnach hat die Zahl der Zwangsräumungen in der Stadt
Lausanne und im Kanton Neuenburg innert weniger Jahre um 50
Prozent zugenommen.
Für Haushalte mit knappem Budget sind auch die wachsenden
Angebote, auf Pump leben zu können, gefährlich. Zum einen
mittels Konsumkrediten. In der jüngsten Vergangenheit
verzeichneten aber insbesondere Angebote aus der Kategorie
«Jetzt kaufen, später bezahlen» jährliche Wachstumsraten im
zweistelligen Prozentbereich. «Dass wir irrationale
Kaufentscheide treffen und uns damit gar verschulden, hat
mitunter auch mit Marketing zu tun», schreibt etwa die UBS
in einem Ratgeberbeitrag zum Thema Schuldenfalle.
Auch Frei sieht darin ein grosses Problem. «Gerade junge
Menschen werden auf Social Media mit Werbung überhäuft.»
Auch hier oft mit der Möglichkeit, in Raten zu zahlen. Die
Intention dahinter: Kaufen, kaufen, kaufen – auch wenn das
nötige Geld fehlt. Was viele nicht auf dem Schirm haben:
Geraten sie bei einem Kauf auf Raten oder einem Kredit in
Verzug, steigen die Zinsen rapide an.
*Name bekannt
Armut Schweiz am 20.5.2026: Zuerst fliegt
die Bio-Ernährung raus - nun die neuen Autos: Kein Geld! Schweizer sparen bei ihren Autos - Fahrzeuge älter und billiger
https://www.blick.ch/auto/fahrzeuge-werden-aelter-und-billiger-kein-geld-schweizer-sparen-bei-ihren-autos-id21963517.html
Gabriel Knupfer -- Redaktor News -- Erstmals
seit Jahren sank der durchschnittliche Fahrzeugwert in der
Schweiz. Doch die Unterschiede zwischen den Kantonen sind
gross, wie eine Auswertung der Axa zeigt.
Wert der versicherten Autos sank in der Schweiz 2025
erstmals seit Jahren
Zug hat mit 65'000 Franken die teuersten Autos, Jura im
Schnitt nur 41'000 Franken
Fahrzeuge im Schnitt 9,7 Jahre alt, 2019 waren es noch 8,3
Jahre gewesen
Jahrelang wurden die Autos auf den Schweizer Strassen immer
teurer. Doch im letzten Jahr gab es eine Trendwende.
Erstmals seit langem sank der durchschnittliche Wert der
Fahrzeuge. Laut einem Vergleich von Axa waren Autos 2025 bei
uns im Schnitt 48'000 Franken wert, rund 2000 Franken
weniger als im Jahr zuvor.
«Die Menschen kaufen offenbar seltener neue Autos und
greifen vermehrt auf günstigere Occasionsfahrzeuge zurück»,
sagt Jérôme Pahud, Leiter Mobilitätsversicherungen bei Axa.
«Sparmassnahmen sowie die generelle Unsicherheit aufgrund
geopolitischer Spannungen scheinen sich im Automarkt
bemerkbar zu machen.»
Zuger Autos 20'000 Franken teurer als Berner
Dabei zeigen sich grosse Unterschiede zwischen den Kantonen.
Die teuersten Autos kurvten einmal mehr über die Strassen
des Kantons Zug. In der Hochburg der Reichen lag der
durchschnittliche Fahrzeugwert bei mehr als 65'000 Franken!
Das sind über 20'000 Franken mehr als in den Kantonen Jura,
Neuenburg, Freiburg, Bern und Glarus. Dort waren Autos im
Schnitt nur zwischen 41'000 und 45'000 Franken wert.
Schwyz und Appenzell Innerrhoden folgen auf den Plätzen 2
und 3. «Dass die Zuger und Schwyzer eine Vorliebe für teure
und moderne Autos haben, dürfte am vergleichsweise hohen
Vermögensniveau liegen», sagt Pahud. Dazu habe es besonders
viele Firmenwagen in diesen Kantonen. Im Fall von Appenzell
Innerrhoden treiben hingegen die vielen Mietfahrzeuge den
Preis nach oben.
Fahrzeuge im Schnitt schon fast 10 Jahre alt
Beim durchschnittlichen Alter der Fahrzeuge ist die
Bandbreite weniger gross. Berner Autos sind im Schnitt mit
10,6 Jahren am ältesten. Die neusten Fahrzeuge kurven
hingegen durchs Tessin (8,4 Jahre). Auch die teuren
Schlitten der Zuger gehören mit 8,7 Jahren im Schnitt zu den
jüngsten.
«Sie können die Menschen nicht zwingen, Stromer zu
kaufen»
Interessanter ist hier die Gesamtentwicklung: Zwar wurden
die Autos im Vergleich zum Vorjahr leicht jünger. Verglichen
mit 2019 zeigt sich jedoch, dass das Fahrzeugalter in der
Schweiz zunimmt: 2019 betrug es 8,3 Jahre, 2025 waren es 9,7
Jahre.
Laut der Händlervereinigung Auto-Schweiz gibt es dafür
mehrere Gründe. Die Politik müsse aufhören, die
Automobilwirtschaft zu drangsalieren, sagte
Auto-Schweiz-Präsident Peter Grünenfelder (58) in einem
Interview zu Blick. «Wir müssen wegkommen von der
Sanktionspolitik, der überdurchschnittlichen Steuer- und
Abgabenlast für Automobilisten, aber auch der
verkehrsfeindlichen Politik gewisser Städte.»
Hohe
Armut in der Schweiz am 18.6.2026: Verschuldung wegen
pervers hohen Krankenkasseprämien und wegen Steuern: Verschuldung
https://skos.ch/themen/verschuldung
Sehr oft sind Verschuldung und Überschuldung mit
strukturellen Faktoren wie zu tiefem Lohn und unsicherer
Anstellung verbunden. Ein tiefes und unsicheres Einkommen
kombiniert mit einem kritischen Lebensereignis, wie
Arbeitslosigkeit, Krankheit, Scheidung usw. ist das
grösste Verschuldungsrisiko. Am verbreitesten sind Steuer-
und Krankenkassenprämienschulden. Viele überschuldete
Haushalte warten zu lange, bis sie eine Schuldenberatung
in Anspruch nehmen, was noch mehr Forderungen durch
zusätzliche Kosten, Gebühren und Zinsen nach sich zieht.
Es lohnt sich für Verschuldete möglichst früh
Unterstützung einer Fachstelle in Anspruch zu nehmen. Eine
Sanierung ermöglicht überschuldeten Haushalten die
ökonomische Wiedereingliederung - mit positiven Effekten
auch für die Kantone und Kommunen, sowohl in ihrer
Funktion als Gläubiger wie auch bezüglich der
Sozialkosten.
Es braucht daher Anpassungen der Politik. Bei der Änderung
des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs
(SchKG) (Sanierungsverfahren für natürliche Personen)
empfiehlt die SKOS, rechtmässig bezogene
Sozialhilfeleistungen ebenfalls in die Restschuldbefreiung
einzubeziehen.
Armut in der Schweiz: soll etwas gelindert werden:
Beschluss für das Schuldenrecht ScheKG in
der Schweiz am 18.06.2026: Hochverschuldete
Privatpersonen sollen einen Schuldenerlass erhalten:
"Bundesgesetz über Schuldbetreibung und
Konkurs (Sanierungsverfahren für natürliche Personen)" News Verschuldung: Schuldenerlass beschlossen
https://skos.ch/themen/verschuldung/news/artikel/schuldenerlass-kommt-wann
Die Eidg. Räte haben sich auf Sanierungsverfahren für hoch
verschuldete Privatpersonen geeinigt. Hoffnungslos
verschuldete Privatpersonen erhalten in der Schweiz die
Chance, sich von ihrem Schuldenberg zu befreien.
Das Parlament hat das Bundesgesetz über
Schuldbetreibung und Konkurs (Sanierungsverfahren für
natürliche Personen) in der Sommersession
verabschiedet. Wer Schulden angehäuft hat und den Berg aus
eigener Kraft nicht abbauen kann, erhält einmal im
Leben die Möglichkeit eines Schuldenschnitts.
Dies gilt für Menschen, deren Schulden so hoch sind, dass
kein Nachlassvertrag realistisch ist.
Umstritten war bis zum Schluss während wie vielen Jahren ein
Schuldner oder eine Schuldnerin im
Sanierungskonkursverfahren alle verfügbaren Mittel an die
Gläubiger und Gläubigerinnen abgeben muss. Beschlossen wurde
schliesslich eine drei Jahre lang dauernde sogenannte
Abschöpfungszeit.
Die Räte fügten aber als Zusatz bei, dass Gerichte diese
Zeit auf vier Jahre verlängern können. Dies für den Fall,
dass ein Schuldner seit mehr als einem Jahr dauernd
zahlungsunfähig ist und für die Entwicklung seiner
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit keine aussichtsreiche
Prognose gestellt werden kann.
Armut
in der Schweiz am 23.6.2026: isst billig, fühlt sich
eher krank, weiss weniger über Naturmedizin und geht
somit mehr zum Arzt - und lässt sich eher zu
Operationen überschnure: Einkommensschwache verursachen massiv höhere
Gesundheitskosten -- Neuer Report alarmiert – krasse
Unterschiede zwischen Lohnklassen
https://www.blick.ch/wirtschaft/neuer-report-alarmiert-krasse-unterschiede-zwischen-lohnklassen-einkommensschwache-verursachen-massiv-hoehere-gesundheitskosten-id22053500.html
Nathalie Benn
-- Redaktorin Wirtschaft -- Wer
wenig verdient, landet häufiger im Spitalbett und
verursacht höhere Gesundheitskosten. Zu diesem Schluss
kommt eine neue Helsana-Studie. Der Versicherungsriese
stellt aus den Befunden konkrete Forderungen an das
Gesundheitssystem – etwa eine höhere Mindestfranchise.
Studie zeigt: Einkommen entscheidet
über Arztbesuche, chronische Krankheiten und verursachte
Gesundheitskosten
Depressionen treten bei
Einkommensschwachen dreimal häufiger auf
Bei tiefen Einkommen belaufen sich
jährliche Gesundheitskosten auf 4764 Franken, 31 Prozent
mehr als bei Gutverdienern
Diese neue Helsana-Studie hat politische Sprengkraft:
Menschen in der Schweiz mit einem niedrigen Einkommen
leiden öfter an chronischen Krankheiten, gehen häufiger
zum Arzt – und verursachen deutlich höhere
Gesundheitskosten. Das geht aus dem Report des Schweizer
Versicherungsriesen in Zusammenarbeit mit der Uni Basel
hervor.
Wie stark das Einkommen das Risiko einer chronischen
Krankheit voraussagt, überrascht. Besonders krass ist
der Unterschied bei Depressionen: Der Anteil betroffener
Personen in der tiefsten Einkommenskategorie (bis 2000
Franken Haushaltseinkommen pro Monat) ist rund dreimal
so hoch wie in der höchsten (über 8000 Franken
Haushaltseinkommen pro Monat). Bei
Schilddrüsenerkrankungen beträgt der Unterschied 37
Prozent, bei einem hohen Cholesterinspiegel gar 74
Prozent.
31 Prozent höhere jährliche Gesundheitskosten
Personen, die weniger verdienen, beanspruchen das
Gesundheitssystem demnach deutlich stärker. Sie gehen
laut dem Report häufiger zum Arzt und halten sich länger
in Spitälern auf. Das kostet: Konkret liegen die
verursachten Gesundheitskosten laut Studie bei Personen
mit einem Haushaltseinkommen von bis zu 2000 Franken bei
rund 4764 Franken pro Jahr. Bei Personen mit mehr als
8000 Franken Einkommen betragen sie mit rund 3279
Franken 31 Prozent weniger.
Ausserdem zeigt der Report, dass Menschen mit einem
niedrigen Lohn signifikant häufiger an chronischen
Schmerzen leiden. Auch hier war der Anteil Betroffener
in der tiefsten Einkommenskategorie 2023 mehr als
dreimal so hoch wie in der höchsten. Gegen die
Beschwerden bekommen einkommensschwache Personen auch
deutlich häufiger starke Schmerzmittel (Opioide)
verschrieben – ebenfalls rund dreimal häufiger als
Gutverdiener.
Vor diesem Hintergrund machen die häufigeren Arzt- und
Spitalbesuche auch Sinn, würde man meinen. Aber: Selbst
wenn der Gesundheitszustand statistisch herausgerechnet
wird, gehen einkommensschwächere Personen öfter zum
Arzt. Wie gesund – oder krank – sie sind, erklärt die
höhere Inanspruchnahme also nur bedingt. Aber was
erklärt diesen Befund dann?
Helsana will höhere Mindestfranchise
Die Studie liefert dafür keine eindeutige Ursache. Über
die Gründe könne man nur spekulieren, sagt einer der
Studienautoren gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Menschen
mit niedrigem Einkommen hätten wohl eher Berufe, die
krank machen, oder sie leiden unter Geldstress.
Ein Faktor, der die regelmässigeren Besuche beim Doktor
auch erklären könnte, sind präventive
Vorsorgeleistungen. Man denke dabei an Krebs-Screenings,
Frauenarztbesuche oder Darmspiegelungen. Personen mit
einem tiefen Einkommen nehmen diese tendenziell seltener
in Anspruch. Dies ist auch in Kantonen der Fall, in
denen gewisse Vorsorgeuntersuchungen kostenfrei
angeboten werden.
Helsana fordert deshalb, dass die Gesundheitskompetenz
der Bevölkerung gestärkt wird – insbesondere bei
einkommensschwächeren Gruppen. Ausserdem weibelt der
Versicherer im Report für eine höhere Mindestfranchise.
Seit rund 20 Jahren liegt diese unverändert bei 300
Franken. Der Bundesrat plant, sie um 100 Franken
anzuheben. Dagegen stellt sich der Konsumentenschutz.
Dieser bezeichnet eine Erhöhung als inakzeptabel – und
wehrt sich gegen «das Manöver der Gesundheitslobby» mit
einer Petition.
Armut in der Schweiz am 16.8.2026:
Verschuldete Familien werden systematisch vertrieben: 200’000 Franken Schulden: Familie steht bald auf der
Strasse
https://www.msn.com/de-ch/finanzen/allgemein/200-000-franken-schulden-familie-steht-bald-auf-der-strasse/ar-AA2a3WE9
Artikel von Céline Trachsel,Josephine Schertenleib
Eine fünfköpfige Familie aus dem Aargau muss im November aus
ihrer Wohnung. Doch wegen Betreibungen scheitert sie trotz
gutem Einkommen bei der Wohnungssuche.
N. R.* und A. T.* sind verzweifelt: Die Eltern – beide
verschuldet – dreier Kinder müssen ihre aktuelle Wohnung
wegen Eigenbedarfs per November verlassen. Doch trotz über
100 Bewerbungen blieb ihre Suche nach einer neuen Wohnung im
Kanton Aargau und in angrenzenden Regionen bisher erfolglos.
«Wir haben den Suchradius inzwischen aber sehr stark
erweitert und sind längst nicht mehr nur auf unsere
Wunschorte fixiert. Wir haben inzwischen über 100 Wohnungen
angefragt beziehungsweise uns darauf beworben.
Dabei haben wir wirklich alles ausprobiert: Wir haben
normale Bewerbungsunterlagen eingereicht, sehr ausführliche
Dossiers erstellt, unsere Betreibungen offen erklärt,
Lohnabrechnungen und Arbeitsverhältnisse nachgewiesen,
persönliche Schreiben erstellt und versucht, unsere heutige
Zahlungsfähigkeit nachvollziehbar darzustellen.»
Trotzdem: Absage über Absage. Oder gar keine Antwort. Das
Problem: Das Paar hat im Betreibungsregister über 200’000
Franken Schulden – ein Teil des Lohnes des Mannes wird
derzeit gepfändet. «Wir möchten unsere Schulden dabei
überhaupt nicht verschweigen oder kleinreden.»
«Wir fahren mittlerweile ständig zu Besichtigungen»
Die Frau schildert: «Sein ausbezahlter Lohn nach der
Pfändung beträgt aktuell ungefähr 4400 Franken, ich steuere
5250 Franken bei, zusammen kommen wir auf 9650 Franken
Einkommen – während wir gleichzeitig unsere Schulden
abbauen. Aber selbst mit einer Solidarmieterin erhalten wir
meist keine Antwort oder nur Standard-Absagen.»
Ihr grösster Wunsch wäre eine möglichst günstige
Familienwohnung, damit sich die finanzielle Situation
stabilisieren könne. «Wir haben wirklich Wohnungen aus fast
allen Kategorien versucht: sehr einfache und ältere
Wohnungen, sehr tiefe Mieten, aber auch Wohnungen innerhalb
unseres Budgets bis 2200 Franken. Wir fahren mittlerweile
ständig zu Besichtigungen. Zwischen Arbeit, Kindern,
Haushalt, Telefonaten, Bewerbungen und Besichtigungen bleibt
teilweise kaum noch normale Familienzeit übrig.»
Hilfswerk bot Notwohnung an
Die Mutter hat Angst, am 1. November ohne Wohnung
dazustehen. Das Hilfswerk HEKS habe als letzte, befristete
Übergangs- und Notlösung eine Familiennotwohnung für 140
Franken pro Tag angeboten. Dabei handelt es sich allerdings
nicht um eine reguläre Mietwohnung, sondern um eine
möblierte und betreute Notunterkunft für Familien in akuten
Notsituationen. Die Tagespauschale von 140 Franken umfasst
neben der Unterkunft auch die Möblierung,
Verbrauchsmaterialien und die Begleitung durch Fachpersonen.
Doch für die betroffene Familie sei dies keine geeignete
Lösung gewesen.
Fabian Gloor, Leiter der Rechtshotline des Mieterinnen- und
Mieterverbandes Deutschschweiz, kann bestätigen, dass
Betreibungen ein Nachteil bei der Wohnungssuche sind. «Auch
wenn das Dokument nicht über alle Zweifel erhaben ist, weist
man heute seine Zahlungsfähigkeit mit dem
Betreibungsregisterauszug nach.»
«Ist meist ein Ausschlusskriterium von vornherein»
Gloor rät den Betroffenen, dass man als Bewerber für eine
Wohnung gegenüber dem Vermieter die Betreibungen aktiv
ansprechen und darüber aufklären soll, wie es zu den
Schulden kam. «Man kann aber noch viel mehr tun: sein zur
Verfügung stehendes Budget nachweisen, einen Solidarmieter
oder einen Bürgen angeben, den Arbeitgeber als Referenz
nennen oder eine Bestätigung vom ehemaligen Vermieter
mitgeben, dass man die Miete immer bezahlt hat.»
Gloor könne sich aber vorstellen, dass Vermieter oft mit
KI-Tools arbeiten, die jegliche Bewerber mit Betreibungen
aussortieren. «Das ist aber nur eine Vermutung.» Der Mangel
an bezahlbaren Wohnungen in urbanen Gebieten verstärke die
Problematik. «Bei vielen Bewerbern sind Schulden oft ein
Ausschlusskriterium von vornherein.»
Ratschlag: Ländliche Gebiete und private Vermieter
Gloor rät weiter: «In ländlichen Gegenden ist das Angebot
von bezahlbaren Wohnungen grösser. Eine weitere Möglichkeit
sind private Vermieter: Mit ihnen kann direkt der Kontakt
hergestellt werden, sodass eine Beziehung entstehen kann.
Bewerber können ihr Dossier persönlich übergeben und dabei
die Betreibungen erklären. Da ist mehr Verständnis zu
erwarten als von grösseren, unpersönlicheren Verwaltungen.»
Wenn alle Stricke reissen, rät Gloor, sich ans Sozialamt der
Wohngemeinde zu wenden. «Dieses hat eine Fürsorgepflicht.»
Auch andere soziale Institutionen oder Kirchen könnten
möglicherweise helfen.
* Initialen geändert
Geistige Armut in der Schweiz am
1.9.2026: Die Neid-Kultur ohne Glücklichsein:
Schweizer TennisspielerInnen werden laufend mit
Hassnachrichten überschüttet: Schweizer Tennis-Cracks packen über Hassnachrichten
aus: «Ich f**** deine Tochter»
Video-Link:
https://www.blick.ch/sport/tennis/tennis-profis-packen-aus-hassnachrichten-nach-jedem-spiel/c1cw9j3
Es ist egal, ob sie gewinnen oder verlieren: Alle
Schweizer Tennisprofis sind regelmässig mit
Hassnachrichten und -kommentaren online konfrontiert.
Gegenüber Blick erzählen sie vom Hass im Alltag und üben
Kritik an der ATP und WTA.
Armut in der Schweiz am 6.9.2026: weil
gewisse medizinische Leistungen viel zu teuer sind: z.B.
künstliche Befruchtung: Künstliche Befruchtung: «Noch Jahre nach Geburt unserer
Tochter zahlen wir Kredit zurück»
https://www.20min.ch/story/kuenstliche-befruchtung-ivf-ist-ein-luxus-und-nicht-jeder-kann-sich-das-leisten-103628345
Eva Lombardo -- Für ihren Kinderwunsch nehmen
unfruchtbare Frauen Zehntausende Franken in die Hand und
verschulden sich teils über Jahre. Drei Betroffene
erzählen, was sie für eine In-vitro-Fertilisation (IVF)
finanziell auf sich nehmen.
Es
gibt diejenigen, für die zwei violette Striche auf einem
Schwangerschaftstest ein paar Franken in der Apotheke
gekostet haben. Und dann die anderen, jene, deren
Kinderwunsch über ein Labor, tägliche Injektionen und
kultivierte, manchmal eingefrorene Embryonen führt. In der
Schweiz kann ein
einziger Versuch einer In-vitro-Fertilisation (IVF)
so die 10’000 Franken erreichen oder sogar überschreiten.
Und ein Versuch garantiert noch kein Kind.
Für
Nicole* dauerte der Weg fast zehn Jahre. Drei erste
Inseminationen wurden 2013 rückerstattet, eine vierte
bezahlte sie aus eigener Tasche, dann folgten fünf IVF in
der Schweiz zwischen 2018 und 2019. «Ich habe fast jeden
Monat einen neuen Versuch gemacht», erinnert sie sich.
Jedes Mal die Hormoninjektionen, die Kontrollen, die
Punktion unter Narkose, dann das Warten: ob sich ein
Embryo entwickelt hat, ob er transferiert werden kann, ob
er sich einnistet.
Töchter, die «verschuldet»
zur Welt kommen
Nach
der vierten IVF und einer Fehlgeburt ist Nicole 37 Jahre
alt. Sie unternimmt einen letzten Versuch. «Ich war
bereits bei über 40’000 Franken.» Die fünfte Punktion
scheitert ebenfalls. Es bleibt dann noch eine Möglichkeit:
die Eizellspende, die in
der Schweiz verboten ist. Sie reist daraufhin nach
Valencia in Spanien, wo eine Spenderin gefunden wird. Am
11. November 2019 wird ihr ein Embryo transferiert. Ihre
erste Tochter kommt acht Monate später zur Welt. Die
zweite folgt 2022.
«In dem Moment
hatten diese 63’000 Franken keinen Wert. Der
Wunsch, Mama zu sein, überwog alles.»
Nicole
Am
Ende des Weges beläuft sich die Rechnung auf 63’000
Franken, Reisekosten nicht eingerechnet. «In dem Moment
hatte diese Summe keinen Wert. Der
Wunsch, Mama zu sein, überwog alles», erzählt sie am
Telefon. Ihre Eltern haben den Grossteil der Behandlungen
finanziert. Ein Glück, dessen Tragweite ihr heute bewusst
ist: «Ohne sie hätte ich einen Kredit aufgenommen, auch
wenn ich ihn mein ganzes Leben lang hätte zurückzahlen
müssen.» Mit ihrem Partner lacht sie darüber heute lieber.
«Wir sagen, dass unsere Töchter verschuldet sind.»
30’000 Franken, um Eltern
zu werden
Auch
Julie weiss, was es bedeutet, für die Hoffnung auf ein
Kind einen Kredit aufzunehmen. Sie ist 36 Jahre alt, als
sie und ihr Partner mit den Abklärungen beginnen. Die
Untersuchungen zeigen eine Eierstockinsuffizienz bei ihr
und eine chromosomale Anomalie bei ihm. Um eine
lebensfähige Schwangerschaft zu ermöglichen, muss die IVF
mit einer genetischen Analyse der Embryonen kombiniert
werden.
«Noch heute,
mehrere Jahre nach der Geburt unserer Tochter,
zahlen wir diesen Kredit zurück»
Julie
Der
erste Versuch ergibt zwei Embryonen. Keiner kann
transferiert werden. Der zweite bringt acht hervor, von
denen fünf als gesund eingestuft werden. Ein erster
Transfer scheitert, dann ein zweiter. Das Paar macht
daraufhin eine Pause. Nicht aus Aufgabe, sondern weil das
Geld knapp wird. «Die angehäuften Kosten waren zu hoch
geworden, und wir hatten bereits Schulden beim
IVF-Zentrum», erzählt Julie.
Einige
Monate vergehen, bevor sie es erneut versuchen können. Der
dritte Transfer klappt. Ihre Tochter kommt 2023 zur Welt.
Zwischen den zwei IVF, den genetischen Analysen, den
Medikamenten und den Transfers schätzt Julie die
Gesamtkosten auf rund 30’000 Franken. Um diese Summe
aufzubringen, hat das Paar einen Bankkredit aufgenommen.
«Noch heute, mehrere Jahre nach der Geburt unserer
Tochter, zahlen wir ihn zurück.»
«Wir sind im Zeitdruck,
weil wir älter werden»
Giulia
(38) konnte sich ihren Kinderwunsch noch nicht erfüllen.
Die Schulden, die sie aufgenommen hat, um es zu versuchen,
sind dagegen sehr real. Um eine IVF zu finanzieren, haben
sie und ihr Mann 10’000 Franken über fünf Jahre geliehen,
zu einem monatlichen Betrag von 241 Franken. Der Versuch
ist gescheitert. Seitdem spart das Paar, verzichtet «auf
eine Menge Dinge» und plant das weitere Vorgehen in ihrer
IVF-Behandlung, möglicherweise in Spanien. «Alles braucht
Zeit, und gleichzeitig sind wir im Zeitdruck, weil wir
älter werden.»
«Man muss es
offen sagen: IVF ist ein Luxus. Und nicht jeder
kann sich das leisten»
Giulia, une
Romande de 38 ans
Giulia
schätzt, seit Beginn ihres Weges rund 8400 Franken
ausgegeben zu haben. Weiterzumachen hängt inzwischen nicht
mehr nur von ihrem Kinderwunsch ab, sondern auch von ihren
finanziellen Mitteln. «Man muss es offen sagen: IVF ist
ein Luxus. Und nicht jeder kann sich das leisten.»
*Name
geändert
ARMUT in der Schweiz am 12.9.2026: Beispiel
StudentInnen: Diese hohen Preise in der Schweiz kann
einfach NIEMAND mehr bezahlen: Essen billig, Hygiene das
Minimum, Arzbesuche das Minimum, Ausgang geht nicht mehr
etc.: Wegen hohen Kosten: Studierende sparen beim Essen und der
Hygiene
https://www.nau.ch/news/schweiz/wegen-hohen-kosten-studierende-sparen-beim-essen-und-der-hygiene-67175096
Fototexte:
-- Mehr als ein Drittel der Befragten
spart bei Essen oder Hygiene. (Symbolbild)
-- Manche verzichten aus Kostengründen sogar auf
Arztbesuche. (Symbolbild)
-- Schon vor Semesterbeginn gingen rund 400 Gesuche um
Unterstützung bei der Universität Lausanne ein.
Der Artikel:
Simon Ulrich -- Lausanne -- Lebensmittel, Wohnen und ÖV
belasten viele Studierende stark. Fast zwei Drittel
könnten eine unerwartete Rechnung von 1000 Franken nicht
bezahlen.
Viele Studierende der Universität
Lausanne stehen finanziell unter Druck.
Über ein Drittel spart aus Geldmangel bei
Lebensmitteln oder Hygieneartikeln.
Mehr als ein Viertel verzichtete schon
auf medizinische Behandlungen.
Viele Studierende der Universität Lausanne geraten
finanziell unter Druck.
Eine einer Umfrage des Dachverbands der
Studierendenorganisationen unter mehr als 2500 Studierenden
ergab: Mehr als ein Drittel verzichtet aus Geldmangel auf
Lebensmittel oder Hygieneartikel.
Mehr als ein Viertel liess zudem schon medizinische
Behandlungen aus Kostengründen ausfallen.
Studierende sparen bei Essen und Hygiene
Auch im Alltag müssen viele sparen. Fast zwei Drittel der
Befragten reduzieren Freizeitaktivitäten.
Knapp die Hälfte würde eine unerwartete Rechnung von 500
Franken in Schwierigkeiten bringen. Bei 1000 Franken könnten
fast zwei Drittel die Rechnung nicht bezahlen.
Charlotte überlegt sich Ausgehen zweimal
Zwei Studierende bestätigen gegenüber RTS die Belastung.
Charlotte, Studentin der Sozial- und Politikwissenschaften,
nennt vor allem Lebensmittel, Wohnen, Internet und
öffentlichen Verkehr als Kostentreiber.
«Man überlegt es sich zweimal, bevor man ausgeht», sagt
Charlotte.
Filipe, ebenfalls Student der Sozial- und
Politikwissenschaften, sagt, er lasse manchmal das
Mittagessen ausfallen, um Geld zu sparen.
Universität baut Beratung aus
Die Sozialberatungsstelle der Universität Lausanne spürt die
Entwicklung bereits. Noch vor Semesterbeginn gingen rund 400
Gesuche um finanzielle Unterstützung ein.
Die Universität hat deshalb ihr Angebot mit zusätzlichen
Beratungsleistungen ausgebaut. Geplant sind auch Workshops
zu Budgetplanung und Finanzfragen.
Armut in der Schweiz am 15.9.2026: Nun
trifft es auch "hohe AusländerInnen", die einfach so
entlassen werden: Das Expat-Paradies Schweiz bröckelt: Harte Zeiten am
Jobmarkt
https://www.bilanz.ch/unternehmen/die-schweiz-verliert-ihren-reiz-auf-dem-arbeitsmarkt-fuer-expats/fmzr6vp
Karin Kofler -- Hohe Löhne, Sicherheit, Lebensqualität –
lange galt unser Land als Job-Eldorado für gut
qualifizierte Ausländer. Doch nun trifft der raue
Arbeitsmarkt auch sie.
Carmen P. (Name geändert) hat schon viele Jahre
Arbeitserfahrung in der Schweiz. Die Spanierin kam erstmals
Ende der 90er-Jahre nach Zürich und arbeitete für 100’000
Franken Jahreslohn im Audit. Später schnellte ihr Verdienst
mit einem Stellenwechsel in die Medizinaltechnikbranche auf
fast 250’000 Franken hoch – ein Spitzensalär für die
Karrierefrau, die in ihrem Heimatland nie auf einen solchen
Lohn gekommen wäre.
Nach einem Jobverlust aus wirtschaftlichen Gründen ging es
für sie jedoch abwärts. Carmen P. arbeitet heute in der
Beschaffung. Freiberuflich. Eine Anstellung zu finden, sei
schwierig, sagt sie. Unter anderem wegen ihrer mangelnden
Deutschkenntnisse.
Die Schweiz, eine attraktive Joboase für Zuwanderer aus
Europa? Nicht mehr, findet Carmen P. «Die Schweiz war für
Expats einst ein hochinteressanter Markt. Doch der Wind hat
gedreht, es wird für uns Ausländerinnen und Ausländer
zunehmend härter, einen Job zu finden.»
Die Zahlen geben ihr zu einem Teil recht. Schaut man sich
die Erwerbslosenquote in der Schweiz laut der International
Labour Organization (ILO) an – sie umfasst alle
Arbeitsuchenden, nicht nur die gemeldeten –, dann war die
Erwerbslosenquote von Personen aus dem EU/Efta-Raum im
zweiten Quartal 2026 mit 6,6 Prozent deutlich höher als
diejenige der Schweizer und Schweizerinnen (3,4 Prozent). Im
Langfristvergleich über das zweite Quartal liegt der Wert so
hoch wie seit 2016 nicht mehr.
Armut und asoziale Bussen in der Schweiz am
17.9.2026: Ein Tag Haft kostet 200 Franken - 81% der
Bussgelder, wo die Haftstrafe abgesessen wurde, liegen
unter 300 Franken: Knast weil Busse nicht bezahlt – «Armut ist kein
Verbrechen»
https://www.nau.ch/news/schweiz/knast-weil-busse-nicht-bezahlt-armut-ist-kein-verbrechen-67176537
Fototext: Der Zürcher SP-Gemeinderat
Severin Meier. - zVg
Ginger Hebel -- Zürich -- Wer eine Busse nicht bezahlt, kann
in einem Zürcher Gefängnis landen. Kritiker fordern deshalb
Alternativen zur Ersatzfreiheitsstrafe.
Wer eine Busse nicht bezahlt, landet unter Umständen im
Knast.
Bei Menschen in finanzieller Not sorgt die Praxis für
Kritik.
Nun fordern Zürcher Politiker Aufklärung und Alternativen
zur Ersatzfreiheitsstrafe.
Wer eine Busse nicht bezahlt, könnte im Gefängnis landen.
Wer beispielsweise ohne gültigen Fahrausweis unterwegs ist,
erhält einen Zuschlag. Wird dieser nicht bezahlt und kommt
es später zu einem strafrechtlichen Verfahren, kann daraus
eine Busse entstehen – und unter bestimmten Voraussetzungen
am Ende sogar eine Ersatzfreiheitsstrafe.
Bei Menschen in finanzieller Not sorgt diese Praxis für
Kritik. Im Kanton Zürich zeigt sich das Problem deutlich:
2023 verfügte das Stadtrichteramt rund 8000 Abtretungen zum
Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen. 81 Prozent davon
betrafen Bussen von weniger als 300 Franken.
Ein Tag Haft kostet den Staat rund 200 Franken
– Kosten für Verhaftung und Zuführung nicht eingerechnet.
Für den Zürcher SP-Gemeinderat Severin Meier stimmt dieses
Verhältnis überhaupt nicht.
Mit Mitgliedern anderer Parteien fordert er in einem
Vorstoss, bei armutsbetroffenen Schwarzfahrern stärker auf
Alternativen zur Strafverfolgung zu setzen. Denkbar seien
Sozial- und Schuldenberatung, Ratenzahlungen oder
gemeinnützige Arbeit.
Eine Haft wegen einer nicht bezahlten Busse könne einen
Teufelskreis auslösen: Betroffene könnten ihre Arbeit oder
Wohnung verlieren.
Meier ist nicht grundsätzlich gegen Ersatzfreiheitsstrafen.
«Sinnvoll ist sie, wenn jemand einfach nicht zahlt, obwohl
er könnte. Es ist aber nicht richtig, dass Leute, die kein
Geld haben, deswegen im Gefängnis landen. Armut ist kein
Verbrechen.»
Ersatzfreiheitsstrafen werden im Kanton Zürich im
Vollzugszentrum Bachtel (bei Männern) oder im Gefängnis
Dielsdorf (bei Frauen) sowie im Gefängnis Zürich West (Teil
des PJZ) vollzogen.
Alternativen aufzeigen
Auch bei der Schuldenberatung Kanton Zürich steigt die
Nachfrage. «Wir spüren seit einiger Zeit eine stetige
Zunahme von Beratungen», sagt Max Klemenz,
Co-Geschäftsleiter und Schuldenberater. Inzwischen gebe es
für persönliche Beratungen eine Warteliste.
Gerade bei kleinen Bussen sieht Klemenz ein Problem. «Solche
Haftstrafen können den Arbeitsplatz oder die soziale
Integration gefährden.»
Eine Alternative zur Haft gibt es im Kanton Zürich bereits:
Bussen können mit gemeinnütziger Arbeit abgearbeitet werden.
Vier Stunden Arbeit entsprechen einem Tag
Ersatzfreiheitsstrafe. Aber: Die Möglichkeit muss zwingend
rechtzeitig beantragt werden.
Severin Meier will deshalb früher ansetzen. Menschen in
finanziellen Schwierigkeiten sollen besser über ihre
Möglichkeiten informiert werden. Bei sozialen Härtefällen
könnte zunächst eine Beratung oder Ratenzahlung geprüft
werden.
Diese Meinung teilt auch GLP-Gemeinderätin Rahel Hofstetter.
Betroffene wüssten oft nicht, welche Alternativen ihnen
offen stünden. «Amtliche Schreiben helfen hier wenig, wenn
sie kompliziert und schwer verständlich sind.»
Bei Kleinstbussen, die jemand tatsächlich nicht bezahlen
könne, hält Hofstetter einen Gefängnisaufenthalt für
unverhältnismässig. «Ein liberaler Staat setzt seine Mittel
dort ein, wo sie wirken», sagt sie.
Vor einer Haft müssten möglichst alle Alternativen
ausgeschöpft werden. Der Bundesrat unterstützte eine Motion
der SP-Nationalrätin Jessica Jaccoud, die bei Bussen bis
5000 Franken andere Lösungen als Ersatzfreiheitsstrafen
ermöglichen wollte.
Justizminister Beat Jans verwies auf die überlasteten
Gefängnisse: Mehr als 43 Prozent der Neueintritte erfolgten
wegen Ersatzfreiheitsstrafen. Der Nationalrat lehnte die
Motion am 2. März dieses Jahres ab. Die heutige Regelung für
unbezahlte Bussen bleibt damit bestehen.
Deverin Meier will deshalb früher ansetzen. Menschen in
finanziellen Schwierigkeiten sollen besser über ihre
Möglichkeiten informiert werden. Bei sozialen Härtefällen
könnte zunächst eine Beratung oder Ratenzahlung geprüft
werden.
Diese Meinung teilt auch GLP-Gemeinderätin Rahel Hofstetter.
Betroffene wüssten oft nicht, welche Alternativen ihnen
offen stünden. «Amtliche Schreiben helfen hier wenig, wenn
sie kompliziert und schwer verständlich sind.»
Bei Kleinstbussen, die jemand tatsächlich nicht bezahlen
könne, hält Hofstetter einen Gefängnisaufenthalt für
unverhältnismässig. «Ein liberaler Staat setzt seine Mittel
dort ein, wo sie wirken», sagt sie.
Vor einer Haft müssten möglichst alle Alternativen
ausgeschöpft werden. Der Bundesrat unterstützte eine Motion
der SP-Nationalrätin Jessica Jaccoud, die bei Bussen bis
5000 Franken andere Lösungen als Ersatzfreiheitsstrafen
ermöglichen wollte.
Justizminister Beat Jans verwies auf die überlasteten
Gefängnisse: Mehr als 43 Prozent der Neueintritte erfolgten
wegen Ersatzfreiheitsstrafen. Der Nationalrat lehnte die
Motion am 2. März dieses Jahres ab. Die heutige Regelung für
unbezahlte Bussen bleibt damit bestehen.
ARMUT in der Schweiz am 22.9.2026:
Krankenkassenprämien sind viel zu hoch - und die ewigen
Kassenwechsel bringen schlussendlich gar nicht viel: Umfrage schlägt Alarm: Krankenkassen-Prämien bringen die
meisten Haushalte unter Druck:
Krankenkassenprämien zwingen 7 von 10 Haushalten zum
Sparen
https://www.blick.ch/wirtschaft/neue-umfrage-schlaegt-alarm-krankenkassenpraemien-zwingen-7-von-10-haushalten-zum-sparen-id22272747.html
Nathalie Benn -- Redaktorin Wirtschaft
-- Die nächste Prämienrunde steht vor der
Tür – und bringt wohl keine guten Nachrichten. Bereits
heute ächzen viele unter den hohen Kassenprämien, wie eine
neue Umfrage zeigt. Gespart wird dabei nicht nur bei
Ausgang und Ferien, sondern sogar bei Vorsorge und
Gesundheit.
85 Prozent der Befragten empfinden ihre Krankenkassenprämien
als Belastung für das Haushaltsbudget, zeigt neue Umfrage
von Marketagent Schweiz
7 von 10 schränken sich wegen der hohen Prämien im Alltag
ein
38 Prozent würden bei einem spürbaren Prämienanstieg die
Kasse wechseln
Die Schweiz bibbert: In den nächsten Tagen tritt
SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (62) wieder vor die
Medien und gibt die durchschnittlichen Krankenkassenprämien
für das kommende Jahr bekannt. Bereits dieses Jahr stiegen
die Prämien im Schnitt um 4,4 Prozent. Nun droht der nächste
happige Aufschlag: Das Vergleichsportal bonus.ch rechnet mit
einem Plus von 4,5 bis 5 Prozent.
Das geht nicht spurlos an Schweizer Haushalten vorbei, wie
eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts
Marketagent Schweiz zeigt. Die Hauptaussagen: 85 Prozent
empfinden ihre Prämien bereits heute als Belastung für das
verfügbare Haushaltsbudget. Für die Hälfte davon ist es gar
eine schwere Belastung.
Entsprechend verunsichert und unzufrieden ist man in der
Bevölkerung: 82 Prozent bereitet die Entwicklung der Prämien
laut der Umfrage Sorgen. Und fast zwei Drittel halten ihre
aktuelle Prämie für nicht angemessen. An der Erhebung nahmen
1000 Personen zwischen 14 und 75 Jahren teil.
Hohe Prämien zwingen zum Verzicht
Der steigende Kostendruck ist längst im Alltag angekommen:
So geben 69 Prozent der Befragten an, sich wegen ihrer
Krankenkassenprämien in anderen Lebensbereichen
einzuschränken. Ein Viertel spricht sogar von deutlichen
Einschränkungen.
Am häufigsten wird beim Vergnügen gespart: Von denjenigen,
die sich einschränken, spart mehr als die Hälfte bei
Restaurantbesuchen und Ausgang. Oder kürzt ihr Budget für
Ferien und Reisen. Doch die finanziellen Einschränkungen
gehen über die Freizeit hinaus. Ein gutes Viertel spart bei
der privaten Vorsorge oder bei selbst beeinflussbaren
Gesundheitsausgaben – etwa bei Therapien.
Vertrauen ja – Fairness und Transparenz nein
Ganz abgeschrieben haben Herr und Frau Schweizer ihr
Krankenversicherungssystem trotzdem nicht: Je 66 Prozent
bezeichnen es als vertrauenswürdig und beständig. Genauso
viele finden es allerdings kompliziert. Bei zwei Punkten
bröckelt die Zustimmung: Nicht einmal jeder Zweite hält das
System für transparent (49 Prozent) oder fair (48 Prozent).
Eine weitere Prämienerhöhung könnte deshalb «Bewegung in den
Markt bringen», schreibt Marketagent. So würden 38 Prozent
bei einem erneuten spürbaren Aufschlag einen Kassenwechsel
in Betracht ziehen. Und der kann sich lohnen, wie der
jüngste Wechselreport des Versicherungsriesen Axa zeigt:
54'000 Versicherte, die im vergangenen Herbst den
Axa-Wechselservice nutzten, sparen 2026 zusammen rund 23
Millionen Franken. Im Schnitt bleiben ihnen dadurch 430
Franken mehr pro Person und Jahr im Portemonnaie.
Armut in der Schweiz am 23.9.2026: Beispiel
Nesslau (Toggenburg) mit Klau von Birnen vom Birnbaum: Birnbaum wird jedes Jahr geplündert - Besitzer will
Videoüberwachung
https://www.nau.ch/news/schweiz/birnbaum-wird-jedes-jahr-geplundert-besitzer-will-videouberwachung-67175554
Fototexte:
Der Birnbaum vor dem Einfamilienhaus wird jedes Jahr aufs
Neue geplündert.
Auf den Boden sind Pfeile gesprayt - Der Besitzer glaubt an
Wegweiser für die Diebe.
Vor dem Haus ist schliesslich ein Smiley auf den Boden
gesprayt. Weil die Diebe ihr Ziel erreicht haben?
Der Artikel:
Nico Leuthold -- Toggenburg -- In
Nesslau SG eskaliert ein Streit über einen Birnbaum.
Denn dieser wird seit Jahren immer wieder geplündert.
Jeder Jahr wird der Birnbaum eines
Toggenburgers geplündert.
Die Dieben haben sogar Wegweiser auf den
Boden gesprayt.
Jetzt will der Besitzer Videoüberwachung
installieren.
«Nicht schon wieder!» Ein Anwohner etwas ausserhalb
von Nesslau ärgert sich. Denn der Birnbaum in seiner
Einfamilienhaus-Siedlung wurde geplündert, wie er sagt.
Und das schon zum dritten Mal. Passiert ist es Mitte
September. Dann, wenn die Birnen reif und schön saftig sind.
Für den Besitzer steht fest: «Nein, das ist kein
Lausbubenstreich.»
Nachbarn wissen schon Bescheid
Denn es seien alle Birnen weg – und zwar auch an Stellen
weit oben, an denen es nur Erwachsene hinschaffen. Der
Besitzer des Baumes nennt das «dreisten Diebstahl».
Als die «Toggenburger Zeitung» vor Ort ist, baumeln
tatsächlich nur noch drei einsame Birnen am Baum. Die
Nachbarn wissen auch schon Bescheid.
Ob es ein oder mehrere Täter waren, ist nicht bekannt. Aber:
Auf den Boden sind sogar mit grüner Farbe Pfeile gesprayt.
Neben dem Birnbaum dann ein Smiley (Foto unten). Der
Besitzer glaubt nun, das sei «ein Wegweiser» für die
dreisten Diebe.
Jetzt soll Überwachungskamera her
Gefallen lassen will er sich den Diebstahl nicht mehr. Ihm
bleibe nun anscheinend nichts mehr anderes übrig, als
Videoüberwachung zu installieren. «Das ist bedenklich.»
Darum hat er einen Post in einer öffentlichen
Facebook-Gruppe gemacht. Er hofft auf Hinweise zu den
Tätern. «Für Informationen offeriere ich gerne einen guten
Williams.»
Trotzdem: Eine Anzeige hat er nicht erstattet, wie es bei
der Kantonspolizei St. Gallen auf Anfrage heisst.
Krankenkassenprämien 3mal mehr seit 30 Jahren:
Armut in der asozialen Schweiz am 28.9.2026:
Seit 1996 wird die Bevölkerung mit immer steigenden
Krankenkassenprämien in die ARMUT getrieben: Seit 30 Jahren Pflicht: Krankenkassen-Prämien haben sich
verdreifacht
https://www.nau.ch/news/schweiz/krankenkasse-pramien-haben-sich-in-30-jahren-verdreifacht-67181890
Die mittlere Prämie stieg seit 1996 von 128 auf 393 Franken
monatlich.
Der Anstieg von 207 Prozent übertrifft die allgemeine
Teuerung von 20 Prozent deutlich.
Am stärksten steigt die Prämie im Tessin, am tiefsten ist
sie in Zug.
Am 1. Januar 1996 trat das Krankenversicherungsgesetz in
Kraft und machte die Grundversicherung für alle in der
Schweiz wohnhaften Personen zur Pflicht. Seither können
Versicherte ihre Krankenkasse zwar frei wählen, dem
Obligatorium selbst entkommen sie aber nicht.
30 Jahre später zeigt sich: Die Krankenkassenprämien sind in
dieser Zeit massiv gestiegen. Lag die mittlere Prämie 1996
noch bei rund 128 Franken im Monat, veranschlagt das BAG
laut «SRF» für 2026 bereits 393 Franken. Das entspricht
einem Plus von 207 Prozent.
Zum Vergleich: Die allgemeinen Lebenshaltungskosten in der
Schweiz legten im gleichen Zeitraum nur um rund 20 Prozent
zu.
Verändert hat sich auch das Verhalten der Versicherten.
Wählten 1996 gerade einmal zwei Prozent ein Modell mit
eingeschränkter Arztwahl, sind es heute über 80 Prozent. Der
Grund liegt auf der Hand: Solche Modelle sind günstiger als
die freie Arztwahl.
Tessin hat die teuerste Krankenkasse
Zwischen den Kantonen zeigen sich grosse Unterschiede. Am
stärksten kletterte die Prämie prozentual in Appenzell
Ausserrhoden, von 91 auf 341 Franken – ein Plus von 276
Prozent. Der Kanton liegt damit aber immer noch unter dem
Schweizer Durchschnitt.
Am moderatesten fiel der Anstieg in der Waadt aus, wo die
Prämie um knapp 150 Prozent auf 442 Franken stieg. Günstig
ist es dort dennoch nicht: 2026 liegt der Kanton auf dem
sechsthöchsten Platz der Schweiz. Die höchste mittlere
Prämie zahlt das Tessin mit rund 502 Franken, die tiefste
gibt es in Zug mit 264 Franken.
Immer mehr Menschen sind deshalb auf Unterstützung
angewiesen. 1996 erhielten rund 1,65 Millionen Personen
(23%) eine Prämienverbilligung, 2025 waren es 2,64 Millionen
(29%). Auch die ausbezahlten Summen wuchsen deutlich: Von
1,47 Milliarden Franken im Jahr 1996 auf mittlerweile 7,3
Milliarden Franken.
Gründe für das Prämienwachstum
Für den Kostenanstieg der Krankenkasse gibt es laut
Bundesrat mehrere Gründe: Die alternde Gesellschaft, der
medizinisch-technologische Fortschritt, eine steigende
Nachfrage nach Leistungen sowie falsche Anreize im
Tarifsystem. Neue Therapien und hochpreisige Medikamente
erweitern zwar die Behandlungsmöglichkeiten, treiben die
Kosten aber zusätzlich in die Höhe.
Die Politik versucht seit Jahren gegenzusteuern, bisher mit
überschaubarem Erfolg. Geplant sind unter anderem eine
einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären
Leistungen ab 2028. Der Bundesrat will ausserdem Ende 2026
erstmals konkrete Kostenziele festlegen.
Armut durch schweizer Krankenkassen am
30.9.2026: Diese Wucherprämien kann man NICHT bezahlen! Mutter über Krankenkassen: «Wie soll man Prämien noch
bezahlen?»
https://www.nau.ch/news/schweiz/mutter-uber-krankenkassen-wie-soll-man-pramien-noch-bezahlen-67182823
[Die kr. Gesundheitsministerin-Bundesrätin Baume-Schneider
hat NICHTS im Griff].
Fototexte:
Paulina (41) ist als zweifache Mutter
über den Prämienanstieg besorgt.
Dina (43) macht jetzt weniger häufig die Nägeli.
Bei Regina (63) ändert sich durch den Anstieg der Prämien
«gar nichts».
Bertold (62) kann die Prämie noch verkraften.
Der Artikel:
Nico Leuthold, Riccardo Schmidlin -- Zürich -- Gerade für
Familien sind die steigenden Krankenkassenprämien eine
grosse Belastung. Schweizer verzichten jetzt auf
Coiffeurbesuche oder neue Nägeli.
Die Krankenkassenprämien im nächsten Jahr steigen um
durchschnittlich fünf Prozent.
Das sei unter den gegebenen Voraussetzungen zwar nicht gut,
aber erwartbar gewesen, sagt Bundesrätin Baume-Schneider.
Nau.ch hat sich auf Zürichs Strassen umgehört, wie der
Prämien-Hammer im Volk ankommt.
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider verkündete gestern,
dass die Krankenkassenprämien nächstes Jahr im Schnitt um 5
Prozent steigen werden. Die mittlere Prämie beträgt für das
Jahr 2027 412 Franken pro Monat.
Gerade für Familien ist der Prämien-Hammer ein Schock, wie
eine Nau.ch-Umfrage in Zürich zeigt.
Paulina (41) hat eine Familie mit zwei Kindern. «Das wird
ganz teuer», sagt sie besorgt.
Für sie ist der Anstieg «schwierig zu verstehen». «Jedes
Jahr steigen und steigen die Prämien, unsere Löhne aber
nicht. Wie soll man die Prämien bezahlen?»
Dina (43) findet: «Alles ist allgemein zu teuer. Das müsste
nicht sein.» Auch bislang hätte man in der Schweiz schon
genug für die Krankenkassenprämien bezahlt.
Sie hofft, dass die Politik über die Bücher geht und ein
Versicherungssystem ausarbeitet, das sich alle leisten
können. «In der Schweiz gibt es nicht nur Grossverdiener,
sondern auch die Mittelklasse und Niedrigverdiener.»
Dina verzichtet jetzt auf Luxus-Termine
Luxus wie Coiffeurbesuche oder sich die Nägeli machen, gönnt
sie sich nun weniger häufig. «Man spart an sich.» Bei der
Miete, beim Essen oder eben bei der Krankenkasse könne man
ja nicht sparen.
Bei Regina (63) ändert sich durch den Anstieg der Prämien
hingegen «gar nichts». Auch wenn sie den Anstieg ärgerlich
findet. «Ich gehe selten zum Arzt, habe das normale Modell
und kann es mir zum Glück leisten.»
Auch Bertold (62) kann die Prämie noch verkraften. «Aber
sobald ich pensioniert bin, wird es eng.»
Der Prämienanstieg macht ihn hässig. «Anderen wird mehr oder
weniger alles in den Arsch geschoben», sagt er vielsagend,
ohne ein konkretes Beispiel zu nennen.
Bertold werde auch weiterhin zum Arzt gehen, wenn er muss.
«Das lässt sich nicht vermeiden im Alter.»
Baume-Schneider verspricht: «Nächstes Jahr wird es anders»
Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider ist sich der
Belastung für die Bevölkerung bewusst. Im Nau.ch-Interview
sagt sie: «Es sind keine Good News, aber es sind eigentlich
erwartete News.»
00:00 / 02:37
Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider sieht den
Silberstreif am Prämien-Horizont: Nächstes Jahr werden die
Prämienerhöhungen kleiner ausfallen. - Nau.ch/Matthias
Bärlocher
Als Ursachen nennt sie die immer älter werdende Bevölkerung
sowie den medizinischen Fortschritt. «Es ist nicht das, was
man möchte, aber es ist die Realität», meint sie. «Also muss
man dort sparen, wo es möglich ist.»
Sie appelliere an alle Partner, Verantwortung zu übernehmen:
«Die Kantone, die Leistungserbringer und ja, das BAG und die
Bevölkerung.». Sie hoffe, dass es nicht jedes Jahr noch
einmal fünf Prozent Prämien-Erhöhung gebe.
Die Bundesrätin verspricht: «Nächstes Jahr wird es anders
aussehen, wegen EFAS.» Mit EFAS – der vom Stimmvolk
angenommenen «Einheitlichen Finanzierung ambulant und
stationär» – sollen Fehlanreize minimiert werden.
Die arme Schweiz hat keine Notschlafstelle in Bern?
Armut in Bern in der Schweiz am 1.10.2026:
Wenn ein grosser Bahnhof keine Notschlafstelle hat: Letzten Zug verpasst: Tourist Adib übernachtet in Berner
Bahnhofslift
https://www.nau.ch/news/schweiz/letzten-zug-verpasst-touri-adib-ubernachtet-in-berner-bahnhofslift-67175545
Riccardo Schmidlin -- Bern -- Gäbe es keine Fotos, würde
ihm wohl kaum jemand glauben: Ein 21-Jähriger schläft nach
einem langen Wandertag kurzerhand im Lift. Erlaubt ist das
nicht.
Adib und sein Kumpel verpassen die letzte Verbindung nach
Lausanne. Ein Hotel können sie sich nicht leisten.
Die Lösung: zuerst das Bänkli, dann der Lift im Bahnhof
Bern. Kompatibel mit der SBB-Hausordnung ist das nicht.
Adib erzählt bei Nau.ch von seiner Odyssee. Und spricht im
Nachhinein von einer «grossartigen Erfahrung».
«Das ist wohl der merkwürdigste Schlafplatz», sagt der
21-jährige Tourist Adib. Statt in einem bequemen Hotelbett
verbringt er eine Nacht im Bahnhof Bern. In einem Lift!
Und das alles nur, weil er den letzten Zug verpasst.
Seine «Odyssee» beginnt mit einer Wanderung. Von Lausanne
aus, wo Adib und sein Kumpel ihre Unterkunft haben, fahren
sie in die Ostschweiz. Ihr Ziel ist der malerische Seealpsee
in Appenzell Innerrhoden.
Die beiden entscheiden sich für eine anspruchsvolle Route.
«Wir dachten, wie schwer kann sie wirklich sein? Nun, das
haben wir schnell herausgefunden …»
Wanderung zieht sich in die Länge
Tatsächlich wird die Wanderung zur Herausforderung. Adibs
Kumpel kommt am Berg nicht mehr weiter. Adib muss
zurückklettern und ihm helfen.
Als sie schliesslich wieder unten ankommen, ist es bereits
spät. Auf das Bad im Seealpsee wollen sie trotzdem nicht
verzichten. «Schliesslich kamen wir extra dafür.»
Danach machen sie sich auf den Weg zurück nach Wasserauen.
Doch inzwischen sind die letzten Züge abgefahren.
Ein «netter Typ» nimmt die beiden immerhin noch mit nach St.
Gallen. Von dort kommen sie mit dem Zug aber nur noch bis
Bern.
Adib übernachtet im Lift – erlaubt ist das nicht
Ein Hotel liegt nicht mehr im Reisebudget. Also bleibt nur
der Bahnhof.
Zunächst suchen sich die beiden eine Bank. Doch dort wird es
schnell kalt.
Dann entdecken sie die Lifte bei den Gleisen – und
beschliessen kurzerhand, es sich darin gemütlich zu machen.
«Im Inneren des Lifts schliefen wir etwa eineinhalb
Stunden.»
Lange hält die Ruhe allerdings nicht an. Immer mehr Leute
nutzen den Lift. Adib und sein Kumpel geben ihren
ungewöhnlichen Schlafplatz auf und setzen sich wieder auf
eine Bank im Bahnhof. Dieses Mal drinnen.
Lange schlafen liegt auch hier nicht drin. Ein Polizist
weckt die beiden – die Bänke seien nicht dafür gedacht, sich
hinzulegen.
Tatsächlich verbietet die Bahnhofsordnung der SBB das
Schlafen sowie häusliche Einrichten zu jeder Tageszeit. Bei
Verstössen werden die Personen weggewiesen. Wie oft das
vorkommt, erhebt die SBB nicht.
Doch was tun, wenn man den letzten Zug verpasst? Die
ÖV-Branchenorganisation Alliance Swisspass empfiehlt, sich
beim Zug- oder Aufsichtspersonal zu melden. Zeichnet sich
schon früh ab, dass die letzte Verbindung nicht mehr
erreicht wird, hilft das Schalterpersonal weiter.
Bei Verspätung gibt’s Nacht im Hotel
Wichtig: Wer den Anschluss wegen eines Ausfalls oder einer
Verspätung verpasst, hat Anspruch auf eine angemessene
Unterkunft.
In der Regel übernehmen die Transportunternehmen eine
Übernachtung in der günstigsten verfügbaren Zimmerkategorie
eines Drei-Sterne- oder Drei-Sterne-Superior-Hotels –
inklusive Zmorge. Auch die Fahrt vom Bahnhof zum Hotel und
zurück müssen Reisende nicht selbst bezahlen.
Auf ein Taxi direkt nach Hause besteht dagegen grundsätzlich
kein Anspruch. Die Kosten werden in der Regel nur
übernommen, wenn die Taxifahrt die sinnvollere und
günstigere Lösung ist als eine Hotelübernachtung.
Adib und sein Kumpel haben also weder Anspruch auf eine
Hotelübernachtung noch auf eine Taxifahrt nach Lausanne.
Sie haben den Zug schliesslich wegen ihrer ausufernden
Wanderung und des anschliessenden Schwumms im See verpasst.
Warten auf den nächsten Zug am Bahnhof dürfen sie aber –
nur, ohne sich hinzulegen.
Lift-Lösung nicht empfohlen
«Schliesslich gaben wir auf», erzählt Adib. Bis zum ersten
Zug nach Lausanne um 5.04 Uhr harren die beiden noch im
Bahnhof aus. Als sie endlich in der Unterkunft ankommen,
sind beide komplett kaputt.
Heute können sie darüber lachen. «Es war eine grossartige
Erfahrung», schwärmt Adib. Trotzdem würde er niemandem
empfehlen, es ihnen gleichzutun und sich einen Lift als
Schlafplatz zu suchen. «Er hat seine Ups und Downs»,
schmunzelt er.
Adibs Tipp fällt entsprechend einfach aus: «Ich würde raten,
den letzten Zug zu erwischen.»
Armes und kinderfeindliches Zürich am
4.10.2026: z.B. mit Drogensüchtigen am Schulweg: Der
"Bäckeranlage"-Park - [wieso gibt es denn die
Drogensüchtigen in der reichen Schweiz?]: Zürcher Eltern alarmiert: Aggressive Drogenszene am
Schulweg – «Mein Sohn hat Angst»
Video-Link:
https://www.20min.ch/video/baeckeranlage-zuerich-mein-sohn-hat-angst-drogenszene-am-schulweg-eltern-alarmiert-103628764
Daniela Bertuzzi -- Fabienne Gnos -- In der Bäckeranlage in
Zürich treffen zwei Welten aufeinander: Für Schulkinder
gehört der Weg durch den Park zum Alltag – gleichzeitig ist
die Anlage ein Treffpunkt der offenen Drogenszene. Eltern
sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder. Doch auch
Menschen aus der Drogenszene kritisieren die aktuelle
Situation. Wie kann ein Miteinander funktionieren?