Diese Schweiz ist für viele NICHT MEHR BEZAHLBAR. Michael
Palomino 8.10.2024
Die Welt bezahlbar machen:
8m2: Jeder Mensch hat das minimale Recht
auf einen Gratis-Container mit Strom- und Wasseranschluss.
Michael Palomino 8.10.2024 8m2 mit Internet (8.10.2025)
Naturmedizin: Jedes Kind hat das Recht, die
Naturmedizin zu lernen, so dass man nicht wegen jedem
Weweh zum Arzt muss. Michael Palomino 8.10.2024
1 Gratis-Velo: Jeder Mensch hat das minimale
Recht auf ein Gratis-Velo. Michael Palomino 8.10.2024
Gratis-ÖV: Jeder Mensch hat das minimale
Recht auf Gratis-ÖV. Michael Palomino 8.10.2024
WIE
sie rechnen: "Das Existenzminimum [...]:
Grundbedürfnisse 1200 Franken pro Monat für eine
alleinstehende Person, 1350 Franken für eine
alleinstehende Person mit Kindern und 1700 Franken für
ein Paar mit einem oder mehreren Kindern. Für Kinder
beträgt es je nach Alter 400 oder 600 Franken."
Indikatoren
für Armut in der Schweiz: Im Ausland
billiger einkaufen - Skilager streichen -
Restaurant streichen
Es gibt
z.B. die 3 folgenden Indikatoren für Armut
in der Schweiz:
-- wenn
Familien im Ausland einkaufen gehen, weil
sie die hohen CH-Preise nicht bezahlen
können
-- wenn
Familien die Skilager für die Kinder nicht
mehr zahlen können / wollen
-- wenn
kaum noch Leute ins Restaurant gehen und
laufend Restaurants schliessen.
DORT ist
die REALITÄT:
-- Ca. 20% der CH-Bevölkerung gehen ins
Ausland einkaufen.
-- Ca. 50% der schweizer Bevölkerung mit
Kindern können / wollen sich KEIN Skilager
mehr leisten, und
-- Ca. 50% der Bevölkerung können
sich KEINEN Restaurantbesuch mehr leisten.
Fast alles
geht zu. Und die neuen Arbeitslosen erhalten
dann wieder Ergänzungsleistungen (!).
Und den schweizer
Arbeitgebern, die Millionäre und
Milliardäre - denen ist das EGAL. Sie
führen weiterhin die ABTREIBUNGEN von
guten Leuten ab 50 ins Sozialsystem durch,
um immer neue junge Deutsche ins Land zu
holen.
Michael Palomino - 30.10.2025
6.10.2025: Die Taktik des
Bundesrats seit 2001: Immer mehr Armut SCHAFFEN, denn
dann akzeptiert die Massen den E-Franken und die
E-Sklaverei: ARMUT IN DER CH + DER E-FRANKEN
https://t.me/standpunktgequake/210218
Es ist klar:
— die Armut in der Schweiz wird ABSICHTLICH GEFÖRDERT
(Krankenkassenprämien, Mieten etc.)
— damit dann die Armen und Verschuldeten den E-Franken und
die Handydiktatur akzeptieren
Es ist alles geplant
Und die E-ID ist dann so "freiwillig", wie die
"Coronaimpfung" "freiwillig" war.
Man muss es den Leuten klarmachen, was da abgeht, wie der
"Bundesrat" die Bevölkerung VERARSCHT und in die Diktatur
zwingen will.
Alle Vorträge über "Gesundheit" sind nun nicht mehr
aktuell, sondern das E-Geld, Spionage und die E-ID. Das
ist der Hauptpunkt.
Für was geben die Schweizer Haushalte ihr
Geld aus? Das Bundesamt für Statistik hat es untersucht.
Im Schnitt geht knapp ein Fünftel des durchschnittlichen
Haushaltsbudgets weg für Miete und Energiekosten.
Pro Monat nimmt ein Schweizer Haushalt brutto rund 9000
Franken ein. Dies zeigt das Haushaltsbudget 2008, welches
das Bundesamt für Statistik (BfS) gestern veröffentlicht
hat. Der relativ hohe Betrag setzt sich zusammen aus dem
Erwerbseinkommen (7000 Franken), dem Einkommen aus
Vermögen und Vermietung (400 Franken) sowie Renten und
Sozialleistungen (1600 Franken).
Mobilität ist teuer
Im Schnitt leben 2,21 Personen von diesem Geld. Mit 5300
Franken, was 58 Prozent des Bruttoeinkommens entspricht,
geben sie am meisten für die Kategorie Konsum aus. Diese
beinhaltet unter anderem Ausgaben für Nahrungsmittel,
Bekleidung, Wohnen, Verkehr, Unterhaltung und
Kommunikation. Die Wohnkosten reissen dabei mit rund 1500
Franken oder 16 Prozent des Bruttoeinkommens das grösste
Loch ins Haushaltsbudget – auch im Vergleich zu allen
anderen Einzelposten.
Ebenfalls teuer erkauft ist die Mobilität: Auto, Velo und
öffentliche Verkehrsmittel kosten pro Monat rund 750
Franken (8,2 Prozent). Sie sind den Schweizer Haushalten
fast so viel wert wie Nahrungsmittel und alkoholfreie
Getränke (660 Franken oder 7,2 Prozent). Ein Grund für die
hohen Mobilitätsausgaben dürfte sein, dass das Wohnen auf
dem Land günstig ist. Die niedrigen Mieten machen die
hohen Fahrtkosten wett.
In Gaststätten und Hotels lässt ein Haushalt dann
nochmals 520 Franken (5,7 Prozent) liegen.
1100 Franken Steuern
Neben dem Konsum hat das BfS auch die Kategorie
Obligatorische Transferausgaben (orange) angeschaut. Das
sind Rechnungen
für Steuern, die Krankengrundversicherung und
Sozialversicherungen, die regelmässig ins Haus flattern.
Insgesamt belaufen sie sich auf 2440 Franken (27
Prozent) pro Monat. In dieser Kategorie schlagen
die Steuern mit rund 1100 Franken oder 12 Prozent des
Bruttoeinkommens am stärksten zu Buche. Die
Krankengrundversicherung kostet monatlich etwa 500 Franken
(5,4 Prozent).
Für die dritte Kategorie Zusätzliche Versicherungen und
Spenden (rosa) legt ein Schweizer Haushalt 530 Franken
(5,8 Prozent) hin.
Die vierte Kategorie bilden Transferausgaben an andere
Haushalte wie Alimente und Unterstützungsbeiträge
(hellorange). Sie betragen rund 200 Franken im Monat (2,1
Prozent).
Einzeleltern haben es schwer
Näher analysiert hat das BfS auch die Unterschiede
zwischen Einelternfamilie und Paaren, die Kinder
aufziehen. Dabei fällt auf, dass Einelternfamilien am
Monatsende viel weniger Geld übrig haben. Ihre Sparquote
beträgt nur rund 3 Prozent, bei Familien mit einem
Elternpaar 9 Prozent. Ein Grund dafür sind die prozentual
höheren Konsumausgaben. Einelternfamilien nehmen mit 7000
Franken gleichzeitig weniger ein als Zweielternfamilien,
die rund 11'000 Franken heimbringen. Bei durchschnittlich
2,5 Personen in einer Einelternfamilie entspricht dies
2800 Franken pro Person; in einer Zweielternfamilie mit
3,8 Personen dagegen 2900 Franken. (Berner
Zeitung)>
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17.9.2010: Ein Film über die Armut in der
Schweiz provoziert eine lebhafte Diskussion über die
schweizer Fassade und das, was dahintersteckt
aus: Tagesanzeiger online: "Hinter der gekünstelten
schweizer Fassade sieht es erbärmlich aus"; 17.9.2010;
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/Hinter-der-gekuenstelten-Schweizer-Fassade-sieht-es-erbaermlich-aus/story/10940428
<Wann ist jemand arm? Der SF-Dokfilm «Leben zum halben
Preis» sowie die Kritik auf Tagesanzeiger.ch/Newsnetz
spaltet die Leser. Auffallend: Viele Wenigverdiener wollen
nicht als arm abgestempelt werden.
Die TV-Kritik unter dem Titel «Die herbeigeredete Armut»
hat bei vielen Lesern für Unmut gesorgt. «Wie wäre es,
wenn er [der Autor] einmal versucht mit 3000 Franken im
Monat und zwei Kindern zu leben?», meint zum Beispiel
Ramon Lopez. Andere fanden, einen Dokumentarfilm zu
kritisieren, der Menschen mit einem knappen Budget ins
Zentrum setzt, sei arrogant. Einige Kommentarschreiber
nehmen nicht auf den Film Bezug, sondern äussern sich
allgemein zur Armut im Land. Leo Schale zum Beispiel
schreibt: «Armut wird in der Schweiz nicht herbeigeredet,
sondern verleugnet bzw. verdrängt – wie so vieles.»
Bernhard Lehmann meint gar: «Hinter der gekünstelten
Schweizer Fassade siehts in Wirklichkeit erbärmlich aus.
Die Armutsstudie ist eher eine Unter- statt Übertreibung!»
Es meldeten sich auch einige Personen zu Wort, die laut
eigenen Angaben selbst in prekären finanziellen
Verhältnissen leben. Sie wollen möchten sich aber allesamt
nicht als arm bezeichnen. So schreibt Marcus Ballmer: «Wir
sind eine Familie mit zwei Kindern, haben 3800 Franken
monatlich, wohnen in einer kleinen, hübschen Wohnung,
haben ein uraltes Auto (läuft aber). Ferien gibt es nicht,
macht nichts. Wir wohnen, wo andere Ferien machen. TV
haben wir auch nicht, egal. Wir sind nicht arm, sondern
zufrieden, und finden, es geht uns gut. Sozialhilfe
beziehen wir nicht.» Und Xaru Narala: «Wir sind eine bald
fünfköpfige Familie und haben am Ende des Monats
eigentlich kein Geld übrig. Doch würden wir uns selber nie
als arm bezeichnen.»
«Fantasie ist wichtiger als die Kreditkarte»
Ob jemand als arm gilt oder nicht, hängt insbesondere
auch davon ab, mit wem man sich vergleicht. Einige Leser
vergleichen mit Ländern, deren durchschnittlicher
Lebensstandard weit unter dem unsrigen liegt. Kein Wunder
empfinden sie die hiesigen Verhältnisse als luxuriös.
«Unsere Familie wohnt in verschiedenen Ländern Asiens und
Lateinamerikas. Als dortige Mittelschicht sind ihre
Verhältnisse genau so wie im Film geschildert: keine
Ferien, nichts auf dem Konto, nur ab und zu ins Kino»,
schreibt Jürg Ackermann. Und Michael Belz meint: «Ich habe
acht Jahre in einem armen Land gelebt. In der Schweiz geht
es den Menschen sehr gut.»
Claudia Pleuss ist da anderer Meinung: «Ist man ohne
Playstation arm? In der Schweiz – eher ja! Die Schweiz hat
einen hohen Lebensstandard, dies auch bei ‹unserer
Armut›.» Davon will Bruno Wüthrich nichts wissen, seine
materiellen Ansprüche sind bescheiden: «Hängt der
Gefühlszustand der Menschen davon ab, ob sie sich leisten
können, was sie sich wünschen? Der Film zeigte unter
anderem: Sind die Grundbedürfnisse (dazu gehören weder
jährliche Ferien am Strand noch der Fernseher auf jedem
Zimmer) gedeckt, so sind Zuwendung und Fantasie wichtiger
als die Kreditkarte zur Befriedigung von künstlichen
erzeugten Wünschen.»
Was meinen Sie? Wann ist für Sie jemand arm? Lesen Sie
nachfolgend alle Kommentare und diskutieren Sie mit!
<von Gérard Moinat - Auch wenn wir in der
Schule etwas anderes gelernt haben: Beim Thema
Ungleichheit ist die Schweiz ganz vorne mit dabei.
Wenn jemand alles hat: Der Gini-Koeffizient
beschreibt Ungleichheiten.
Die Schweiz ist top. Zumindest wenn man den von der
UN-Universität erhobenen Gini-Koeffizienten als Massstab
nimmt. Von 229 untersuchten Ländern schaffte es die
Schweiz dort immerhin auf Platz 3. Aber nicht als faires
Land, wie das Schweizer gerne von ihrem Land denken,
sondern als unfaires.
Gini-Koeffizient
Mit dem Gini-Koeffizienten lässt sich die
Wohlstandsverteilung anschaulich ausdrücken. Er misst
die Konzentration von Vermögen oder Einkommen. Liegt
sein Wert bei 0, dann ist die Summe der gesamten
privaten Vermögen in einem Land gleichmässig auf alle
Personen verteilt. Liegt der Wert bei 1, besitzt eine einzige
Person das gesamte Einkommen oder Vermögen und die
anderen haben nichts.
Die Schweiz
gehört nach Namibia und Simbabwe sogar zu den Ländern,
in denen die Vermögensungleichheiten am grössten sind.
Auch gemäss Daten von 2010 ist die Schweiz von 165
Ländern noch auf dem drittletzten Platz (siehe
Tabelle). Verglichen mit der Erhebung des
Gini-Koeffizienten von 1997 hat nun selbst Simbabwe die
Schweiz mittlerweile als weniger «unfaires» Land hinter
sich gelassen. Singapur ist nachgerückt. Auf der anderen
Seite der Skala liegen Spanien und Finnland als Länder,
in denen Vermögen fair verteilt sind. Auch der direkte
Nachbar Österreich liegt deutlich vor der Schweiz.
Gründe dafür sind vielfältig, sagt Ganga Jey Aratnam,
Mitautor der kürzlich veröffentlichten Studie «Wie
Reiche denken und lenken». Einen Grund sieht er
jedoch in der ausgeprägten Stabilität der Schweiz. Gerade
weil das Land von Kriegen verschont geblieben war.
«Trickle-down-Effekt» liess viele nachholen
«Anders als in den kriegsgeschüttelten Ländern Europas
wurden die Vermögen durch den Zweiten Weltkrieg nicht neu
gemischt. Sondern Reiche blieben auch mit dem Krieg reich
und konnten weiter Vermögen anhäufen», so Jey Aratnam.
Deshalb liegt die Schweiz schon seit Jahrzehnten an der
Spitze der Länder, wo Vermögen ungleich verteilt ist.
Nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch schien sich die
Situation zu verbessern; in den Sechziger- und
Siebzigerjahren gingen die Ungleichheiten temporär zurück.
Das massive Wirtschaftswachstum in der Nachkriegszeit
begünstigten den sogenannten «Trickle-down-Effekt», wie
Jey Aratnam erklärt. Dieses liberale Konzept geht davon
aus, dass ein solides Wirtschaftswachstum die
Vermögensungleichheiten in einem Land über die Zeit
ausmerzt, in dem Wohlstand von der Oberklasse zu den
unteren Schichten «herabsickert».
Seit 1975 verschärfen sich Ungleichheiten
Bis Mitte der Siebzigerjahre stimmte das auch, denn der
Aufschwung nach dem Krieg zog sich über Jahre hin. Und die
Verteilung wurde weniger ungleich. Aber ungefähr seit 1975
stagniert der Gini-Koffizient und begann in den jüngsten
Jahren wieder markant zu steigen. «Die Wirkung der
Finanzkrise kann das noch verschlechtern», so Jey Aratnam.
Dass Schweizer Vermögen im Krieg nicht zerstört wurden,
sei an und für sich etwas Positives, sagt Jey Aratnam.
Aber heute fällt auf, dass sich Schweizer der sozialen
Ungleichheit in ihrem eigenen Land zu wenig bewusst sind.
«In der Schweiz diskutieren wir immer über die Abzocker.
Dabei sind die Vermögensunterschiede mittlerweile die
wahren Missstände», so Ganga Jey Aratnam. Bei den
Einkommensunterschieden - im Unterschied zum Vermögen -
liegt die Schweiz im vorderen Drittel der Länder mit einer
«fairen» Verteilung. Allerdings deutet die jüngste
Entwicklung auch hier in Richtung zunehmende Ungleichheit.
Ungleichheiten in der Welt gemäss dem Gini-Koeffizient
<Caritas schlägt Alarm: Eine Viertelmillion Kinder in
der Schweiz sind arm. Die Politik kehre das Thema unter
den Teppich.
Kinder, die zerschlissene Kleider tragen, mit drei
Geschwistern in einer Zwei-Zimmer-Wohnung hausen und noch
nie in den Ferien waren: Arm sind in der Schweiz nicht nur
jene, die auf der Strasse leben. Zwischen 700 000 und
900 000 Menschen in der Schweiz haben nach Schätzungen der
Caritas gerade genug Geld zum Überleben. Für ein Paar mit
zwei Kindern bedeutet dies beispielsweise, dass es weniger
als 4600 Franken pro Monat verdient. Nach Abzug von Miete,
Krankenkasse und Essen ist dann kaum mehr etwas übrig.
Besonders prekär: Unter den Kindern ist der Anteil der
Armen doppelt so hoch – auf 260 000 schätzt ihn die
Caritas, Tendenz steigend.
Die Folgen der Armut für die Jüngsten sind happig: Sie
gelten als uncool, werden von Gleichaltrigen ausgegrenzt,
sind eher schlecht in der Schule und kommen oft nie aus
der Armutsfalle raus. «Zudem besteht für sie eine erhöhte
Gefahr, dass sie als Erwachsene psychische Probleme
bekommen, in eine Sucht abrutschen oder kriminell werden»,
sagt Ariel Leuenberger von Caritas.
Die Politik ignoriere das Problem seit Jahren, kritisiert
Leuenberger. «Armut ist ein Tabu.» Die Caritas fordert
deshalb, dass endlich Massnahmen ergriffen werden:
Ergänzungsleistungen sowie mehr Subventionen für Krippen,
Horte und andere Betreuungsangebote. «Dann könnten
Alleinerziehende wieder arbeiten gehen», so Leuenberger.
Und die Kinder vielleicht doch mal in die Ferien.
(hal/20 Minuten)>
========
7.5.2012: < Caritas mahnt: Armut
in der Schweiz nimmt nicht ab>
<Trotz
Wirtschaftswachstum hat sich die Armut in der Schweiz
nicht verringert, stellt das Hilfswerk Caritas Schweiz
fest. Der Grundsatz, wenn es der Wirtschaft gutgehe,
gehe es allen besser, scheine nicht zu gelten.
«Wir müssen uns wieder für die klassische Idee der
sozialen Marktwirtschaft einsetzen», sagte
Caritas-Direktor Hugo Fasel am Montag vor den Medien in
Bern. Denn: In den letzten Jahren habe ein
Paradigmenwechsel eingesetzt. Trotz besserer Konjunktur
bleibe in der Schweiz die Armut auf gleichem Niveau
bestehen.
Die stille Übereinkunft, wonach alle vom wirtschaftlichen
Wachstum profitieren sollen, gelte offenbar nicht mehr,
sagte der frühere Freiburger CSP-Nationalrat. Jüngst
gemachte Aussagen von führenden Wirtschaftsvertretern
würden diese gefährliche Entwicklung sichtbar machen.
Damit spielte Fasel auf Aussagen des Direktors des
Schweizerischen Arbeitgeberverbandes an. Anfang April
hatte Valentin Vogt vor den Medien erklärt, dass er
Mindestlöhne ablehne und notfalls - wenn der Lohn nicht
zum Leben reicht - die Sozialhilfe einspringen würde.
«Diese Haltung ist fatal», sagte Fasel.
Von einem eigentlich «Missbrauch» der Sozialhilfe durch
die Wirtschaft wollte Fasel nicht sprechen - das würde die
Fronten verhärten. Aber: Die Wirtschaftsvertreter würden
leider stets vergessen hinzuzufügen, dass die Sozialhilfe
über die Steuergelder - also über die Allgemeinheit -
finanziert werde.
Vier kantonale Armutsberichte
Caritas zog an ihrer Medienkonferenz eine erste Bilanz
ihrer vor zwei Jahren gestarteten Kampagne, bis im Jahr
2020 die Armut in der Schweiz zu halbieren. Dazu soll
durch kantonale Armutsberichte die Armut überhaupt erst
sichtbar gemacht werden. Bisher haben vier Kantone einen
solchen Bericht vorgelegt - Waadt, Bern, Basel-Stadt und
Luzern.
Leider gebe es auch Kantone, die es nicht als nötig
erachteten, einen Bericht zu verfassen - etwa mit der
Begründung, es gebe bei ihnen nur wenig Armut. «Doch wenn
etwas nicht da ist, hat das auch seinen Grund», sagte
Fasel. So könnten hohe Mieten dazu führen, dass arme
Menschen abwandern müssten. Ziel seien dann zumeist die
Städte. Diese würden den Betroffenen Anonymität
garantieren.
Fortschritte attestierte Caritas dem Bund. Dieser sei
gewillt, in der Armutsbekämpfung eine aktivere Rolle zu
spielen. Einen Rückschlag habe es auf nationaler Ebene
allerdings im Parlament gegeben: Vorstösse, die
Ergänzungsleistungen für Familien einführen wollten,
wurden abgeschrieben. Caritas hofft nun auf die Kantone.
Ergänzungsleistungen für Familien gibt es in Solothurn, in
der Waadt, im Tessin und voraussichtlich ab Herbst in
Genf.
Als Erfolg wertete Caritas das steigende Interesse an
Daten zur Armut. Caritas selbst schätzt, dass rund 700
000 bis 900 000 Personen in der
Schweiz von Armut betroffen sind. Diese Zahlen - auch wenn
sie von verschiedenen Seiten relativiert worden seien -
habe der Bund bestätigt, sagte Fasel.
Unbestritten sei hingegen die Zahl von 260 000
armutsbetroffenen Kindern - «eine gewaltige Hypothek für
die Zukunft». Fasel lancierte deshalb die Idee, eine
obligatorische Ausbildung nach der Schulzeit einzuführen.
«Man weiss heute, dass mangelnde Bildung eine zentrale
Ursache für Armut ist.»
(sda)>
========
10.4.2013: <UNICEF-Bericht:
Jedes zehnte Schweizer Kind lebt in Armut>
<In der Schweiz sind fast zehn
Prozent der Kinder von Armut betroffen. Ihr grösstes
Problem: Die Konsequenzen dieser Ungleichheit wirken
ein Leben lang nach.
Laut einem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF zur
Situation der Kinder in 29 untersuchten Industrienationen
liegt die Schweiz insgesamt auf Platz 8. In dem am Dienstag
in Genf publizierten Ländervergleich schnitt sie
insbesondere im Bildungsbereich unterdurchschnittlich ab.
Für den Ländervergleich von 29 Industriestaaten wurden
fünf Bereiche untersucht, die alle einen Einfluss auf
Wohlbefinden und Entwicklung von Kindern unter 18 Jahren
haben, namentlich die Wohnsituation, der
materielle Wohlstand, Gesundheit und Sicherheit,
die Risikobereitschaft sowie die Bildung.
Klassenbeste sind die Niederlande, gefolgt von
Norwegen, Island, Finnland und Deutschland. Die
hintersten Ränge gehen an die USA, Litauen,
Lettland und Rumänien (Rang 29).
Die südeuropäischen Länder sind Opfer der Krise:
Griechenland belegt Rang 25, Italien Rang 22. Spanien
ist innerhalb von zehn Jahren von Platz 5 auf Platz 19
zurückgefallen. Portugal ist als 15. platziert.
Folgen der europäischen Krise
«Die Auswirkungen der Krise in Europa geben uns zu
Schaffen», sagte der UNICEF-Mitarbeiter Chris de
Neubourg am Dienstag bei der Präsentation der Studie in
Genf.
Er hob zuerst die erheblichen Verbesserungen hervor,
die in den letzten zehn Jahren hinsichtlich Wohlbefinden
der Kinder erzielt worden seien.
«Die Schuldenreduktion darf nicht auf Kosten von
Investitionen für die Jugend erfolgen», mahnte de
Neubourg sodann. Denn das gefährde die wirtschaftliche
Zukunft eines Landes. «Wenn wir Sparmassnahmen
ergreifen, müssen wir darauf achten, dass die Kinder
möglichst von ihnen verschont bleiben», sagte er weiter.
Kinderarmut auch in reichen Ländern
Die Autoren weisen im Bericht auch darauf hin, dass das
Bruttosozialprodukt eines Landes wenig über die
Kinderarmut aussagt. «In einem reichen Land ist die Lage
der Kinder nicht automatisch besser als in einem
ärmeren», heisst es in einer UNICEF-Medienmitteilung.
So sind etwa im krisengeschüttelten Portugal relativ
gesehen weniger Kinder von Armut betroffen als in den
USA. Die Schweiz rangiert im Bereich «materieller
Wohlstand» auf Platz 9. Laut dem UNICEF sind in der
Schweiz 9,4 Prozent der Kinder - also rund jedes zehnte
- von Armut betroffen.
Das grösste Problem der Kinderarmut sei, dass die
betroffenen Kinder die Konsequenzen dieser Ungleichheit
ein Leben lang spürten: Mangelnde finanzielle Mittel
beeinflussten nicht nur das Entwicklungspotential,
sondern auch die Sozialisation und die
Bildungsmöglichkeiten des Kindes.
Gleichzeitig zeige der Ländervergleich, dass
Kinderarmut nicht unvermeidbar sei, sondern «massgeblich
von politischen Entscheidungen beeinflusst» werde,
schreibt das UNICEF.
Schweiz bei «Wohnsituation» auf Platz 1
Insgesamt ist die Schweiz im Vergleich zu 2011 im
UNICEF-Ranking um drei Plätze nach vorne gerückt, vom
damals 11. zum 8. Rang. In der Rubrik «Wohnsituation und
Umwelt» belegt sie den ersten Platz. In den Bereichen
«Gesundheit und Sicherheit» sowie «Verhalten und
Risikobereitschaft» belegt sie jeweils den 11 Rang.
Am schlechtesten schneiden die Schweizer Kinder mit
Platz 16 im Bildungsbereich ab. Die Autoren erklären
diesen Umstand unter anderem mit der niedrigen
Einschulungsquote von Schweizer Kindern im Vorschulalter
(Frühförder- und Vorschulangebote). Dieser Faktor wirkt
sich laut den Autoren allerdings nicht zwingend negativ
auf den weiteren Bildungsverlauf ab.
Schweizer Kinder kiffen mehr
Gute Noten erhalten Schweizer Kinder und Teenager unter
anderem, weil sie die niedrigste Schwangerschaftsrate
aufweisen (Platz 1) und für ihr gesundes Körpergewicht
(Platz 2).
Schlechte Noten erteilt UNICEF den Kindern in der
Schweiz in der Kategorie «Risikoverhalten» in den
Fächern «körperliche Betätigung» (Platz 26) sowie beim
Cannabis-Konsum (Platz 28).
Schliesslich kommt der UNICEF-Bericht zum erfreulichen
Schluss, dass 87% der befragten Kinder in der Schweiz
mit ihrem Leben zufrieden sind. Darin werden sie einzig
von den niederländischen Kindern übertroffen (95%). Am
unglücklichsten sind die Kinder nach eigenen Angaben in
Polen und Rumänien.
(sda)>
========
15.4.2013: <Arm
in der Schweiz: «Nach seinem Tod stürzten
wir in die Armut»> - Self-Made-Möbel und
Wohnblock mit Haschischgeruch
Kleider aus dem Brocki und selbstgebastelte
Möbel: Laut dem neuen Unicef-Bericht ist jedes
zehnte Kind in der Schweiz arm. Andrea K.* erzählt
vom Kampf, ihre Töchter durchzubringen.
Kleider aus dem Brockenhaus, Möbel selbst
gezimmert: Armes Kind in der Schweiz.Der
ziegelbraune Wohnblock steht am Ende einer Strasse.
Die Strasse wird links von einem Metallgitter
begrenzt. Dahinter steht eine Turnhalle, gross wie
eine Fabrik. Rechts werden die Wohnblöcke grösser
und die Fenster kleiner gegen das Ende der Strasse.
«Wir leben wortwörtlich in der Sackgasse», sagt
Andrea K.*. Im Treppenhaus riecht es nach Haschisch
und stapeln sich Schuhe.
«Wir hatten ein gutes Leben», erinnert sich die
44-Jährige an die Zeit vor sieben Jahren. «Wir gingen
oft ins Restaurant. Die Sommerferien verbrachten wir mit
unseren kleinen Kindern in der Toskana.» Andrea K. und
Ihr Mann Peter K.* arbeiteten beide Vollzeit und führten
«ein normales Leben».
Dann trifft die junge Familie ein schwerer
Schicksalsschlag: Peter K. stirbt. Über die Umstände
seines Todes möchte K. nicht sprechen. «Plötzlich musste
ich nur noch für meine Töchter da sein und meinen Job
aufgeben.» Zugleich sei das Einkommen des Ehemannes
weggefallen. «Nach seinem Tod stürzten wir in die
Armut», sagt K.
Aktionen, Brockenhaus, Sonderangebote
Andrea K. lebt heute mit ihren Töchtern Tina* (8) und
Lara* (11) in der Agglomeration von Basel und möchte
anonym bleiben. «Ich kaufe billige Lebensmittel, fast
nur Aktionen», sagt K. Für Kleider geht die Witwe ins
Brockenhaus. Manchmal kauft sie dort auch eine Jeans für
ihre Töchter, verschweigt dann aber, dass die Kleider
Secondhand sind. «In die Ferien gehen wir, wenn eine
Kollegin auf dem Reisebüro uns ein günstiges Angebot
machen kann».
Unten am Küchenfenster geht ein Mann in Schlarpen und
Fussball-Trikot zwischen den Betonbauten umher. «Niemand
würde hier leben, wenn er nicht müsste», sagt K. Sie
habe hier kaum Kontakte. Seit in der Wohnung unter den
K.s nachts ein Baby schreit, schläft die Mutter im
Wohnzimmer.
Der Druck der Pubertät
«Uns stehen nach Abzug der Mietkosten 2800 Franken im
Monat zur Verfügung», erzählt Andrea K. Das seien
Witwen- und Halbwaisenrenten aus Pensionskasse und AHV,
Ergänzungsleistungen und Beihilfen. K. geht neben der
Erziehung ihrer Töchter keiner Erwerbstätigkeit nach und
hat ein Teilzeit-Studium zur Sozialarbeiterin begonnen.
«Ich würde gerne wieder arbeiten, wenn die Mädchen
grösser sind», sagt sie und läuft an den selber gemalten
Bildern vorbei ins Kinderzimmer.
Im Zimmer der elfjährigen Lara ragt ein schmales
weisses Regal von der Wand. Ein Rentner hat es für
zwanzig Franken auf die Stunde montiert. Darauf
aufgereiht stehen rote Nagellack-Flakons und rosa
Handcrème-Tuben. An dem kleinen Schönheitsaltar klebt
ein Post-it in Herzchenform. Darauf hat die Elfjährige
notiert: «Es lohnt sich, dafür zu kämpfen.»
«Nun da Lara in die Pubertät kommt, werden die
materiellen Bedürfnisse grösser», sagt K. Der Druck auf
die alleinerziehende Mutter, die Armut vor ihren
Töchtern zu kaschieren, nimmt stetig zu.
«Ich bin schon am Anschlag»
Mit den Bedürfnissen aus dem Innern der Familie wachsen
die Sorgen, dass Hilfsbeiträge gestrichen werden. K. und
ihre Mädchen werden vom Fonds für Witwen, Witwer und
Waisen von Pro Juventute unterstützt. Regelmässig wird
evaluiert, ob die Familie den Anforderungen für
Unterstützungsgelder noch gerecht wird.
«Wenn ich noch weniger Geld zur Verfügung habe, weiss
ich gar nicht mehr was machen. Ich bin jetzt schon am
Anschlag», sagt K. Als erstes müssten dann wohl Tinas
Reitstunden gestrichen werden, so K.
«Man kann auch Federball spielen, und glücklich sein»
Doch nicht der materielle Mangel sei das Schwierigste,
sondern die Isolation, die durch die eingeschränkten
Mittel entstehe: «Das Schlimmste an der Armut ist, mit
der normalen Gesellschaft nicht mehr mithalten zu
können. Man wird gezwungen, sich einer Randgesellschaft
anzuschliessen», sagt K.
«Es ist die Gesellschaft, die nach dem Prinzip Geld
funktioniert». Hat man keines, dann kommt man sich
ausgeschlossen vor, sagt Andrea K. Sie glaubt aber
nicht, dass ihre Kinder weniger glücklich sind, als
deren Altersgenossinnen.
«Man kann auch Federball spielen, und glücklich sein»,
so die Mutter. Es brauche nicht viel Geld, um glücklich
zu sein. Doch Lara und Tina gehe es auch gut, weil sie
sich der Armut kaum bewusst seien. «Ich lüge meine
Kinder an», sagt K. «Wenn ich einen Wunsch frei hätte,
dann würde ich mir genügend Geld wünschen, um Reisen zu
gehen. So könnte ich meinen Töchtern die Welt
zeigen.»>
========
15.7.2014:
<Arm trotz Job: «Armut ist eine Form von
sozialer Gewalt»>
Noch immer leben in der Schweiz viele Personen in
Armut, obwohl sie einen Job haben. Linke Politiker
wollen die Arbeitgeber zur Verantwortung ziehen,
Bürgerliche appellieren an die Eigenverantwortung.
Gemäss den jüngsten Berechnungen des Bundesamtes für
Statistik (BFS) waren im Jahr 2012 in der Schweiz
590'000 Personen arm – das entspricht einer Armutsquote
von 7,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie damit
etwas gestiegen, seit 2007 hat sie hingegen um 1,6
Prozent abgenommen.
In der Schweiz gilt als arm, wer nicht
genügend Geld hat, den allgemeinen Lebensunterhalt, die
Wohnkosten sowie die Versicherungen zu bezahlen. 2012
betrug die Armutsgrenze für Einzelpersonen rund 2200
Franken und für zwei Erwachsene mit zwei Kindern rund
4050 Franken. Rund 130'000 Personen erreichten diese
Grenze nicht, obwohl sie einer Arbeit nachgingen.
Gesamtarbeitsverträge gefordert
Für SP-Nationalrat und Gewerkschafter Corrado
Pardini ist dies eine beschämende Tatsache: «Es ist
unwürdig, wenn man in der Schweiz arbeitet und trotzdem
arm ist.» Generell sei die Armut in der reichen Schweiz
«ein unnötiger Schandfleck, den man ausmerzen muss». Die
Mindestlohn-Initiative wäre laut Pardini ein Instrument
gewesen, um Armut von Erwerbstätigen zu bekämpfen.
Nachdem die Initiative im Mai jedoch an der Urne
kläglich gescheitert ist, sieht Pardini nun die
Arbeitgeber in der Pflicht. Er erinnert sie an die im
Abstimmungskampf gemachten Versprechen,
Gesamtarbeitsverträge mit Mindestlöhnen abzuschliessen.
Kein Gehör für Pardinis Kritik hat hingegen
FDP-Nationalrat Ruedi Noser. «So wie das Bundesamt für
Statistik Armut definiert, kann man sie gar nicht zum
Verschwinden bringen.» Es sei positiv, dass die
Armutsquote rückläufig sei. «Die Schweiz macht einen
hervorragenden Job.» Darüber hinaus seien keine
Massnahmen nötig: «Der Staat hat nicht die Aufgabe, die
Leute vor Armut zu schützen.» Er gewährleiste den
Menschen eine minimale Existenzsicherung und ermögliche
den Bürgern Bildung. Eine gute Bildung schütze am
effektivsten gegen Armut, ist Noser überzeugt. «Der Rest
liegt in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen.»
Alleinerziehende unterstützen
Konkrete Lösungsansätze zur Armutsbekämpfung
sieht hingegen SP-Ständerat und SGB-Präsident Paul
Rechsteiner. Er ortet vor allem bei den sensiblen
Gruppen von Alleinerziehenden und alleinstehenden
Rentnern Handlungsbedarf: «Die Kinderzulagen sind in
vielen Kantonen noch immer viel zu tief. Hier könnte man
arme alleinstehende Eltern wirkungsvoll unterstützen.»
Umgekehrt warnt er vor den Folgen geplanter Kürzungen im
Rahmen der Rentenreform. «Diese gehen in eine völlig
falsche Richtung und verstärken die Altersarmut.» Aus
Rechsteiners Sicht ist die Schweiz angesichts der
Armutszahlen nun stark gefordert. «Armut ist eine Form von
sozialer Gewalt, die die Lebensperspektiven stark
einschränkt.»>
========
2.12.2018: Armut in der
kriminellen Schweinz (Schweiz): 7,5%:
In den Fesseln der Armut
Rund 7,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung lebt in
Armut. Tendenz leicht steigend. Ein Armutszeugnis?
Grob gerechnet hat eine von Armut betroffene
Einzelperson fünf Franken im Tag unter anderem für
Essen, Transport und Hygiene. Bei einer vierköpfigen
Familie sind es 20 Franken. In dieser Situation leben
gut 600'000 Menschen in der Schweiz.
Vom «normalen» Leben in die Armut
Stefan Müller* lebt alleine und ist seit 2013
arbeitslos. Der ehemalige Bankangestellte sagt heute, er
hätte schneller reagieren müssen, als 2008
US-Investmentbank Lehman-Brothers pleite ging. Er habe
da schon gespürt, diese Krise würde auch die Schweiz
erreichen. Fünf Jahre später wurde seine Ahnung
Tatsache: Er bekam die Kündigung. Die Suche nach einer
neuen Anstellung blieb erfolglos.
Die Realität ist das
Brutalste was es gibt.
Für Stefan Müller kam die Kündigung nicht ganz
überraschend. Trotzdem sagt er heute, die Realität sei
das Brutalste was es gibt. Er stieg ins Tram und dachte
sich: «Alle anderen haben einen Job. Warum trifft es
ausgerechnet mich?». Bis heute fühlt er sich als
Verlierer.
Er lebt von der Sozialhilfe und vom Lohn, den er bei
Caritas verdient. Das sind zusammen 2480 Franken Brutto
im Monat. Als Bankangestellter verdiente er knapp
dreimal mehr. Der grösste Verzicht, sagt er, seien die
Ferien und Ausgehen mit Freunden. Dafür fehle das Geld.
*Stefan Müller möchte seinen richtigen Namen nicht
nennen und sich auch nicht in Bild und Ton zeigen.
Nach 23 Jahren raus aus der Armut
Rahel, so möchte sich die 42-jährige Ostschweizerin
hier nennen, verliess mit 18 das mittelständische
Elternhaus. Sie arbeitete da und dort im Gastrogewerbe
um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Jung lernte sie
ihren Mann kennen, mit dem sie eine Familie gründete.
Die Ehe hielt nicht.
Ein grosser Fehler war,
dass ich keine Lehre machte.
Sie hielt sich und ihre beiden Kinder mit verschiedenen
Anstellungen über Wasser. Arbeitete da als
Reinigungskraft, dort in der Fabrik oder immer wieder
auch als Serviceangestellte. 23 Jahre lebten Rahel und
ihre beiden Kinder mal mehr von Sozialhilfe, mal weniger
aber immer in Armut. Es waren 23 Jahre Stresszustand:
Morgens aufwachen und
sich ständig fragen: Was essen meine Kinder heute?
Entspannung kenne ich nicht.
Vor drei Monaten wurde der Mutter eine Stelle in einem
Büro angeboten. Sie verdient über 5000 Franken Brutto.
An diese «Normalität» müsse sie sich erst noch gewöhnen.
Aber schon heute, wenn sie zurückschaut, kann sie sich
kaum vorstellen, dass sie diese Zeit mit so wenig Geld
überstand. Etwas Gutes gewinnt Rahel dieser Erfahrung
ab: Ihre Kinder wüssten sehr gut, wie wichtig ein
Lehrabschluss sei, auch wenn es nicht immer lustig ist.
Armut in der Schweiz
In der Schweiz leben 615000 Menschen in Armut.
In der Infografik zeigen wir Ihnen, welche Personen
davon am stärksten betroffen sind:>
Die Zahlen der Armut in der CH 2018
https://www.srf.ch/news/infografik/armut-in-der-schweiz-gebildete-geraten-seltener-in-die-armutsfalle
-- 615.000 Einwohner haben weniger als 2247 Fr. pro
Monat (Einzelhaushalt),
-- Armut mit Kindern gilt für Alleinerziehende unter
4000Fr. mit 2 Kindern über 14, für Alleinerziehende ca.
3500 mit 2 Kindern unter 14, für Einzelpersonen mit ca.
2200 Fr. pro Monat,
-- davon betroffen sind 43,2% Männer und 56,8% Frauen,
-- 12% von 100% mit niedrigem Bildungsstand, 7,8% von
100% mit Berufslehre, 4,8% von 100% mit Uni- oder
Fachhochschulabschluss.
-- 6,9% der Schweinzer und 9,3% der Ausländer sind
betroffen,
-- von den 0-17-Jährigen 7,2%, von den 18-64-Jährigen
5,7%, von den über 65-Jährigen 14,7%
-- in der Deutschschweiz 6,5%, in der Romandie 8,8%, in
der Südschweiz 15,8%,
-- bei den Mietern sind es 8 bis 12%, bei den
Hausbesitzern waren es 2007 6%, 2016 4%
Armut in der Schweiz am 29.12.2023: Nun
sind 745.000 Menschen in Armut - und 1,2 Mio.
armutsgefährdet: Ueli Schmezer: «745'000 arme Menschen – eine Schande
für die Schweiz»
https://www.nau.ch/news/stimmen-der-schweiz/ueli-schmezer-745000-arme-menschen-eine-schande-fur-die-schweiz-66674869
Zur Person: Ueli Schmezer ist
Journalist und Jurist. Er hat bis 2022 für SRF gearbeitet,
zuletzt im «Kassensturz».
Heute ist er selbstständiger Auftrittscoach und
Medientrainer. Seit über 20 Jahren steht Schmezer auch
als Musiker
auf der Bühne und ist Mitglied der SP.
Der Artikel:
745'000 Leute leben in der Schweiz in
Armut. «Das ist eine Schande», findet Ueli Schmezer.
Deshalb sei eine gerechtere Verteilung des Schweizer
Reichtums nötig.
Ueli Schmezer ist
Nau.ch-Kolumnist, sein Videoformat heisst «Auf den
Punkt».
Er findet, dass in
der Schweiz eine gerechtere Verteilung des Reichtums
nötig sei.
«Wem soll der
Reichtum der Schweiz zugutekommen?», fragt Schmezer.
In der Schweiz sind 1,2
Millionen Menschen armutsgefährdet und 745'000
Menschen leben in Armut.
Nau.ch-Kolumnist
Ueli Schmezer sagt in seinem Videoformat
«Auf den Punkt»: «Das ist eine Schande für die
Schweiz». Und er fragt: «Wozu ist die Schweiz
eigentlich so reich?»
Finden Sie, dass der Reichtum
in der Schweiz gerecht verteilt ist?
Wofür die Schweiz ihren
Reichtum einsetzt, ist für Schmezer eine
zentrale Frage. Gehe es darum, Reiche noch
reicher zu machen? Oder solle der Reichtum allen
Menschen zugutekommen? «Wie kann man in der
reichen Schweiz dagegen sein, dass alle Menschen
einen existenzsichernden Lohn oder eine
anständige Rente erhalten, von der sie in Würde
leben können? Ist das wirklich zu viel
verlangt?»
Das sei das Problem eines sehr
reichen Landes, sagt
Ueli Schmezer: «Wenn es den Leuten im
Schnitt richtig gut geht, vergisst man:
Durchschnitt bedeutet, dass es vielen Menschen
massiv schlechter geht.»
Armut nimmt zu in der Schweiz am
12.2.2024: Krankenkassenprämie wird für 1000e
BewohnerInnen immer mehr UNbezahlbar: Immer mehr Schweizer können Krankenkasse
nicht zahlen
https://www.nau.ch/news/schweiz/immer-mehr-schweizer-konnen-krankenkasse-nicht-zahlen-66706086
Fototexte:
-- Gesundheitskosten sind in
den letzten Jahren gestiegen.
Der Artikel:
Derzeit
können so viele Schweizer wie noch nie ihre Krankenkasse
nicht zahlen. Momentan sind es alleine im Tessin über
18'000.
Immer mehr Menschen in der Schweiz
können ihre Krankenkasse nicht bezahlen.
Im Kanton Tessin ist die Zahl am
höchsten.
Andere Kantone haben die schwarze Liste
abgeschafft, an einigen Orten hält man fest.
Die schwarze Liste säumiger Prämienzahlenden hat einen
Höchststand erreicht. Der Anteil der Personen, die ihre
Krankenkassenprämie nicht mehr bezahlen können, ist
zuletzt gestiegen, wie Tamedia schrieb.
Besonders hoch seien die Zahlen im Kanton Tessin. Zwischen
6000 und 7000 Versicherte kommen dort jährlich auf die
schwarze Liste. 18'352 Personen stehen zurzeit darauf.
Die Prämien im Kanton Tessin sind höher als in anderen
Kantonen. Grund sind laut der Zeitung die vielen
Rentnerinnen und Rentner. Neben dem Tessin führen die
Kantone Luzern, Aargau und Thurgau eine solche Liste. Zug
schuf sie kürzlich ab.
Die schwarzen Listen sind umstritten und können tödliche
Folgen haben, da man nur noch Notfallbehandlungen erhält.
Im Kanton Graubünden starb 2017 ein HIV-positiver Mann,
weil er auf einer solchen Liste stand und keine
Medikamente erhielt.
Viele Kantone haben inzwischen reagiert und diese Listen
abgeschafft. Doch in den Kantonen, die sie weiterhin
führen, steigt die Anzahl Menschen, die ihre
Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlen können.
Einige Kantone halten an schwarzen Listen fest
Das Parlament hat 2020 darüber diskutiert, die schwarzen
Listen abzuschaffen. Die Schweizerische
Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) und diverse
Krankenkassen sprachen sich dafür aus.
Trotzdem halten einige Kantone an der Praxis fest.
FDP-Nationalrätin und Gesundheitspolitikerin Kris Vietze
aus dem Kanton Thurgau argumentiert: «Das Modell hat
seinen sozialen und wirtschaftlichen Nutzen bewiesen, die
Vorteile überwiegen.» Sie sieht in der Liste ein Mittel
zur frühzeitigen Erkennung finanzieller Schwierigkeiten
und zur Organisation von Unterstützung.
Armut in der Schweiz am 14.3.2024: Miete
steigt, Krankenkassenprämie steigt - wie soll man da
noch Steuern zahlen? Studie zur Betreibung wegen Staatsabgaben: So viele
Personen können die Steuern nicht aus dem eigenen Sack
bezahlen
https://www.blick.ch/wirtschaft/studie-zur-betreibung-wegen-staatsabgaben-so-viele-personen-koennen-die-steuern-nicht-aus-dem-eigenen-sack-bezahlen-id19523200.html
Nicht nur für Personen, die mit finanziellen
Schwierigkeiten zu kämpfen haben, ist das Überweisen der
Steuern schmerzhaft. Blick zeigt dir, wie viele die
Steuerrechnungen nicht mit eigenen Mitteln bezahlen können
und ob du Chancen auf Steuererlass hast.
Robin Wegmüller - Praktikant Wirtschaft
Ein Umschlag der Gemeinde liegt im Briefkasten. Mit
düsteren Erwartungen reisst du ihn auf. Autsch, nicht das
auch noch: die Steuerrechnung. Angesichts steigender
Mieten und Krankenkassenprämien auch noch das hart
verdiente Geld an den Staat abdrücken müssen, tut weh.
Noch schmerzhafter ist es, wenn man finanziell ausgebrannt
ist. Wie nur die Steuerrechnung aus der eigenen Kasse
bezahlen? Eine Situation, in der sich Schweizerinnen und
Schweizer immer wieder befinden.
[Für diesen Artikel müssen Sie ein Abo haben].
Armut in der Schweiz 14.3.2024: Löhne
sinken - Preise steigen: Mittelstand in Geldnot: Politik
lässt Familien im Stich – was ist faul in der reichen
Schweiz?
https://www.blick.ch/politik/mittelstand-in-geldnot-politik-laesst-familien-im-stich-was-ist-faul-in-der-reichen-schweiz-id19533998.html
Mittelstandsfamilien geht das Geld für Kinder und Ferien
aus. Die Ergebnisse des aktuellen Familienbarometers
müssen die Politik aufschrecken. Was haben SVP, FDP, Mitte
und SP zu bieten? Eine Analyse.
Rolf Cavalli - Head of Editorial Departements
Das Gespenst der Armut klopft an die Tür des Schweizer
Mittelstands. Für mehr als die Hälfte der Familien reicht
das Einkommen nur noch knapp oder gar nicht mehr für das
gemeinsame Familienleben.
Die Folge: Auch Familien mit anständigem Einkommen
verzichten zunehmend auf Ferien, Auswärtsessen und –
notgedrungen – auf weitere Kinder. Das zeigt die neueste
Erhebung von Pro Familia.
Noch erschreckender als die nackte Statistik sind die
Schilderungen von Familien aus Fleisch und Blut im Blick.
Zum Beispiel die Familie Roth: Sabine (37) arbeitet zu 80
Prozent als Laborantin, ihr Mann Mark (36) zu 90 Prozent
als Elektrotechniker. Sie verdienen zusammen 11'000
Franken im Monat. Sie haben zwei Kinder (3 und 8), leben
bescheiden. Und trotzdem bleibt Ende Monat kaum etwas
übrig. Mit 11'000 Franken Einkommen!
Spätestens jetzt sollten in der Politik die Alarmglocken
läuten. Wenn Eltern, die als gut ausgebildete Fachkräfte
arbeiten, kein Geld mehr ausgeben können, das über das
Nötigste hinausgeht, ist etwas faul im reichen Staat
Schweiz.
SVP: Nationalräte kratzen am Kita-Tabu
Mit Migration als Sündenbock für alles – Kriminalität,
Kosten, Klimakrise – kann die Partei Wahlen gewinnen. Aber
es reicht nicht mehr, um die eigenen Wähler davon
abzuhalten, für mehr Sozialstaat zu stimmen (55 Prozent
der SVP-Basis sagte Ja zur 13. AHV-Rente). Und junge
Familien plagen Kita- und Krankenkassenkosten, egal ob sie
SVP oder SP wählen.
Erste SVP-Politiker haben das erkannt. «In der
Familienpolitik müssen wir uns der Zeit anpassen, sonst
nehmen uns jüngere Wähler nicht mehr ernst», sagte
Nationalrat Benjamin Giezendanner (41, 3 Töchter) in einem
Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Noch sind neue Ansätze
bei Kitas und anderen Formen der familienergänzenden
Familienbetreuung nicht mehrheitsfähig in der SVP. Will
die Volkspartei den Mittelstandsfamilien hier etwas
anbieten, muss sie zuerst über ihren ideologischen
Schatten springen.
FDP: Lösung mit der Wirtschaft suchen
Keine Partei positioniert sich so deutlich gegen mehr
Sozialstaat wie der Freisinn. Nach verlorener
AHV-Abstimmung machte Präsident Thierry Burkart (48) klar,
er werde keine Hand bieten, die 13. AHV-Rente über
Lohnabzüge oder Steuern zu finanzieren. Das belaste den
Mittelstand zusätzlich. In der Tat würde eine Finanzierung
der AHV über Lohnabzüge eine Familie im Schnitt 600
Franken mehr im Jahr kosten. Als Nächstes will die FDP an
vorderster Front die Prämienentlastungs-Initiative der SP
und gleich auch noch die Kostenbremse-Initiative der Mitte
bodigen.
Doch wenn die Gründerpartei der modernen Schweiz nicht nur
als Partei für Reiche und Wirtschaft wahrgenommen werden
will, muss sie Durchschnittsfamilien etwas Konkretes
anbieten, das sie im Portemonnaie spüren. Natürlich
erwartet niemand von der FDP, dass sie nun plötzlich den
Staat für alles anzapfen will. Aber sie könnte eine
positive Rolle spielen, indem sie die Wirtschaft ins Boot
holt, um Familien zu entlasten. In deren ureigenstem
Interesse: Wenn Familien kein Geld für ein feines Essen im
Restaurant oder Ferien in den Bergen mehr ausgeben, leidet
auch die heimische Wirtschaft.
Die Mitte: Schlüsselrolle für Familienpakt
Seit die ehemalige CVP das Christliche im Namen
abgestreift hat und sich als breite Mitte positioniert,
öffnet sie sich für die Anliegen von jüngeren und weniger
konservativen Wählern. Doch tut sie genug für Familien?
Ihr grosses Anliegen, die Heiratsstrafe (bei den Steuern
und der AHV) abzuschaffen, ist gut und recht, aber das
allein kann es nicht sein.
Als Mehrheitsbeschafferin im Parlament hat die Mitte die
besten Voraussetzungen, um eine Schlüsselrolle zu spielen
bei der Entlastung von Familien. Ein Familienpakt über die
Parteigrenzen hinaus. Wer, wenn nicht die Mitte könnte
diese Verantwortung übernehmen?
SP: «Linker Blocher» setzt Druck auf
Die Sozialdemokraten haben es am einfachsten. Nach dem
AHV-Sieg können sie mehr denn je Maximalforderungen
stellen für einen Ausbau des Sozialstaats, mit guten
Chancen auf Erfolg beim Volk. Die erwähnte
Prämienverbilligung-Initiative ist der nächste Streich,
aber bei weitem nicht der letzte. Und mit
Gewerkschaftsboss Pierre-Yves Maillard (55, 2 Kinder) hat
die SP einen Wortführer, der die anderen Parteien vor sich
hertreiben kann wie einst Christoph Blocher (83) von
rechts.
Den Druck von links braucht es offensichtlich, damit die
Politik Mittelstandsfamilien nicht länger im Stich lässt.
Doch die Bürgerlichen dürfen das Thema nicht allein den
Linken mit ihren Maximalforderungen überlassen, sondern
mithelfen, Lösungen zu finden, die finanzierbar sind und
nicht indirekt wieder viele Familien belasten.
Eine Schweizer Durchschnittsfamilie will keinen
Sozialismus. Sie will soziale Marktwirtschaft. Aber eine,
die ihren Namen verdient. Damit auch Familien wie die
Roths mit ihren zwei Kindern gut leben können.
Armut in der Schweiz 14.3.2024: Familie
mit 2 Kinder muss bei Lebensmitteln sparen: Familie Matzig aus Jona SG steht
nach Geburt des zweiten Kinds unter Druck: «Das Geld
reicht hinten und vorne nicht»
https://www.blick.ch/gesellschaft/seit-dem-zweiten-kind-wir-leben-aeusserst-sparsam-id19529229.html
Zu dritt lebten sie gut, doch mit dem Baby wird es eng:
Handwerker-Familie Matzig aus Jona SG muss mit wenig
Geld auskommen.
Karen Schärer - Teamlead Gesellschaft
Ihr grösster Luxus, sagt Jennifer Matzig (39), seien
Waschmaschine und Tumbler in ihrer Wohnung. Die Mutter von
Julian (1) und Gabriele (13) ist sich Verzicht gewöhnt.
Seit der Kleine da ist, müssen sie und ihr Mann Carlo (38)
noch stärker aufs Budget achten. «Wir leben äusserst
sparsam», sagt Jennifer Matzig. Und trotzdem bleibt am
Ende des Monats nichts übrig.
Gemäss Familienbarometer 2024 reicht das Einkommen für 52
Prozent der Familien in der Schweiz nur knapp oder gar
nicht. Zu diesen Familien zählt auch diese Familie aus
Jona SG. «Das Geld reicht hinten und vorne nicht», sagt
Jennifer Matzig. Nicht nur Windeln und Co. belasten seit
2023 das Familienbudget stärker, sondern auch steigende
Lebensmittelpreise und eine Mieterhöhung von 200 Franken. Früher zurück ins Erwerbsleben als gewünscht
Gern wäre Jennifer Matzig nach der Geburt von Julian
später ins Erwerbsleben zurückgekehrt. Doch die Familie
braucht ein zweites Einkommen; Jennifer Matzigs Einnahmen
aus dem Online-Verkauf von Babygeschenken über ihren
Amarenas Bambinishop sind gering.
Als ihr Baby drei Monate alt war, fand sie eine Arbeit: An
vier Abenden in der Woche verlässt sie das Haus, wenn ihr
Mann nach Hause kommt. Sie fährt im Stundenlohn für ein
Restaurant Essensbestellungen aus und trägt so etwa 500
Franken im Monat zum Familienbudget bei. Ist sie krank,
wie vergangene Woche, entfällt ihr Lohn.
Für den älteren Sohn aus einer früheren Beziehung bekommt
Jennifer Matzig monatlich 300 Franken
Alimentenbevorschussung überwiesen. Ihr Mann arbeitet
Vollzeit als Schreiner, verdient netto etwas über 5000
Franken.
Am stärksten belastet die Wohnungsmiete das Budget: 2400
Franken kostet die Viereinhalbzimmer-Wohnung mit
Garagenplatz nach der Mietzinserhöhung im letzten Jahr.
«Uns wurde angekündigt, dass die Miete im Mai erneut
angehoben wird», sagt Jennifer Matzig.
Die Krankenkasse würde die Familie weitere 1000 Franken im
Monat kosten; dank einer Prämienreduktion bezahlt sie noch
600 Franken. Sparen bei den Lebensmitteln
Die Eltern sparen, wo sie können, kaufen fast nur noch
Budget-Lebensmittel. «Früher lag es auch mal drin, Fleisch
beim Metzger zu kaufen, jetzt essen wir kaum mehr
Fleisch.» Jennifer Matzig hat mit Bekannten einen Verein
gegründet, um Lebensmittel zu retten. Bei vier Geschäften
in der Gemeinde können die Mitglieder nicht verkäufliche
Ware abholen. Sie behalten etwas für sich und deponieren
den Rest in einem öffentlich zugänglichen Kühlschrank.
Die Vorweihnachtszeit ist für die Familie eine besondere:
Dann ist Jennifer Matzig am Weihnachtsmarkt präsent und
verkauft gehäkelte Babyfinkli oder Nuggiketteli. «So
verdiene ich einen rechten Batzen. Das ist jeweils unsere
Reserve für das nächste Jahr.»
Armut in der Schweiz 14.3.2024: Das Geld
reicht bei den Familien bei 50% nur knapp: Schockierende Zahlen zum
Mittelstand: Die Hälfte aller Familien kommt nur knapp
über die Runden
https://www.blick.ch/gesellschaft/schockierende-zahlen-zum-mittelstand-die-haelfte-aller-familien-kommt-nur-knapp-ueber-die-runden-id19529958.html
Das Schweizer Familienbarometer 2024 zeigt: Immer mehr
Familien bis weit in den Mittelstand steht das Wasser bis
zum Hals. Blick schlüsselt die Umfrage im Detail auf.
Benno Tuchschmid - Co-Ressortleiter Gesellschaft
Diese Umfrage schockiert: Eine Mehrheit der Familien in
der Schweiz ist gemäss eigener Angaben in finanzieller Not
– und einer erdrückend hohen Zahl fehlt der Glaube, dass
sich die Situation in den nächsten Jahren zum Positiven
ändert. Das zeigt das repräsentative Familienbarometer
2024.
Über 2100 Familien füllten dafür zwischen dem 8. und dem
18. November 2023 einen Online-Fragebogen aus. Bereits vor
einem Jahr war die Umfrage durchgeführt worden, die
aktuellen Ergebnisse zeigen, wie stark Inflation,
steigende Krankenkassenprämien, Wohn- und Betreuungskosten
die finanzielle Situation von Familien verschärft haben.
So wurde die Studie gemacht
Das Beratungs- und Forschungsunternehmen Empiricon AG
führte die repräsentative Online-Umfrage für das Schweizer
Familienbarometer im Auftrag von Pro Familia Schweiz,
Dachverband der Familienorganisationen, und Pax, einer
Vorsorgeversicherung, durch. 2123 Familien nahmen an der
Umfrage teil. 36 Prozent der befragten Familien haben ein
Kind, 45 Prozent zwei Kinder, 14 Prozent drei oder mehr
und 5 Prozent keine Kinder. 7 Prozent der Befragten
verfügten über ein jährliches Bruttohaushaltseinkommen von
weniger als 40'000 Franken, 12 Prozent zwischen 41'000 und
60'000, 16 Prozent haben pro Jahr zwischen 61'000 und
80'000 zur Verfügung, 19 Prozent ein Einkommen zwischen
81'000 und 100'000, 15 Prozent zwischen 101'000 und
120'000. 12 Prozent der befragten Familien haben mehr als
140'000 Franken zur Verfügung. Dies spiegelt gemäss Pro
Familia in etwa die Einkommensverteilung in der Schweiz
wider.
Im Detail: 79 Prozent der landesweit befragten Familien
fürchten, in den nächsten drei Jahren werde sich die
Situation für sie eher oder stark verschlechtern. Das sind
11 Prozent mehr als vor einem Jahr.
52 Prozent der Familien – über alle Einkommen hinweg –
sagen, ihr Familienbudget reiche nicht oder nur knapp.
Für vier von zehn Familien ist die finanzielle Lage mit
ein Grund, um auf mehr Nachwuchs zu verzichten.
Blick hat die Umfrageergebnisse im Detail ausgewertet. Sie
bergen gesellschaftspolitischen Zündstoff. Denn die
finanziellen Sorgen betreffen längst nicht mehr nur die
tiefen Einkommen – sie haben weite Teile des Mittelstands
erfasst: Selbst mit einem Familieneinkommen von monatlich
8400 bis 10'000 Franken brutto (101'000 bis 120'000 pro
Jahr) sagen über ein Drittel der Befragten, am Ende des
Monats bleibe wenig übrig.
Gemäss Pro Familia ist der Anteil von Familien, deren
Haushaltseinkommen nicht oder nur knapp reicht, in der
italienischen Schweiz, in der Romandie, bei
Einelternhaushalten und bei Einkommen bis CHF 100'000
besonders hoch.
Für Philippe Gnaegi (62), Direktor von Pro Familia, dem
Dachverband der Schweizer Familienorganisation, sind die
Resultate ein Alarmzeichen: «Wenn im reichsten Land der
Welt, fast 80 Prozent aller Familien derart pessimistisch
in die Zukunft schauen, müssen wir uns etwas überlegen.»
Die Sorgen spiegeln sich im Sparbüchlein: 30 Prozent der
befragten Familien sagen, sie können am Ende des Monats
nichts auf die Seite legen, über zwei Drittel der
Befragten höchstens 500 Franken. Es gibt auch das andere
Ende der Skala: 9 Prozent haben monatlich mehr als 2000
Franken auf der hohen Kante.
Durch die Schweiz zieht sich ein neuer Graben, zwischen
jenen, die sorgenfrei leben – und einer breiten
Bevölkerungsschicht, die am Ende des Monats zittern muss.
Pro-Familia-Chef Gnaegi sagt: «Wer nur ganz wenig auf die
Seite legen kann, für den ist bereits eine
unvorhergesehene Zahnarztrechnung ein fundamentales
Problem.»
Der Einkommensgraben könnte zum politischen Faktor werden.
Bereits in den Resultaten zur Abstimmung für eine 13. AHV
hatte sich gezeigt: Gemeinden mit überdurchschnittlich
reichen Einwohnern stimmten gegen den Sozialausbau, arme
und Mittelstandsgemeinden zum Teil sehr deutlich dafür –
und zwar unabhängig davon, ob es sich dabei um ein
ländlich geprägtes Dorf mit der SVP als stärkste
politische Kraft handelt – oder um eine arme Stadt, die
mehrheitlich links wählt.
Diese Entwicklung ist im Hinblick auf die
Prämien-Entlastungs-Initiative der SP vom 9. Juni höchst
relevant – und dürfte dem bürgerlichen Nein-Komitee und
FDP-Präsident Thierry Burkart (48) kalten Schweiss den
Rücken runter treiben. Die Initiative schreibt vor, dass
die Prämien maximal 10 Prozent des verfügbaren Einkommens
betragen dürfen. Die Mehrkosten in Milliardenhöhe müssten
Bund und Kantone berappen. Gemäss Bundesrat käme dies vor
allem dem Mittelstand zugute – ärmere Haushalte erhalten
bereits heute Prämienvergünstigungen. Das
Familienbarometer legt nun offen: Für alle Familien
unabhängig vom Einkommen ist die Krankenkasse die Sorge
Nummer 1.
Und weite Teile der Bevölkerung scheinen zumindest offen
für einen Eingriff durch die Politik. 51 Prozent der
Befragten im Familienbarometer finden, die Politik müsse
sich auf die Kostenreduktion der Krankenkassenprämien
fokussieren.
Doch die finanziellen Nöte verschieben in der Schweiz
nicht nur politische Grenzen. Sie sorgen auch dafür, dass
die Leute ihre Pensen hochschrauben. 49 Prozent überlegen,
den Beschäftigungsgrad aufgrund der finanziellen Situation
der Familie zu erhöhen.
Gleichzeitig deuten Zahlen darauf hin, dass Eltern die
Betreuung ihrer Kinder überdenken – um Kita-Kosten zu
sparen. So gaben letztes Jahr 50 Prozent der Eltern an,
ihre Kinder fremdbetreuen zu lassen. 2024 sind es noch 37
Prozent. Gnaegi sagt dazu: «Wir haben noch nicht genügend
Daten. Aber es deutet einiges darauf hin, dass Familien
ihre Kinder aus der Kita nehmen – um Geld zu sparen.»
Gnaegi hält diese Entwicklung – sollte sie sich bestätigen
– für tiefgreifend: «Das könnte bedeuten, dass Frauen aus
finanziellen Gründen wieder stärker zu Hause bleiben. Das
wäre volkswirtschaftlich verheerend – die Wirtschaft
leidet schon jetzt unter Fachkräftemangel.»
Pro-Familia-Chef Gnaegi sieht politisch dringenden
Handlungsbedarf: «Die Schweiz muss sich fragen, ob sie
eigentlich eine Familienpolitik macht, die diesen Namen
verdient. Wir müssen schleunigst aufwachen.»
Zumindest eine gute Nachricht gibt es zum Schluss aus dem
Kreis der Familie: 80 Prozent sind mit ihrem eigenen
Familienleben zufrieden. Immerhin das.
Armut im Kanton Zürich am 15.3.2024:
11.000 Franken brutto reichen nur knapp: 2800 Fr. eine
4-Zimmer-Wohnung - über 2500 Fr. 1 Kita und 1 Hort -
Krankenkasse 1100 Fr.: 6400 sind weg pro Monat zum
Vornherein - und
die Wege+Fahrten+Steuern+Fahrzeuge tralala: Mittelstands-Familie unter finanziellem Druck: «Das
Wasser steht uns bis zum Hals»
https://www.blick.ch/gesellschaft/mittelstands-familie-unter-finanziellem-druck-das-wasser-steht-uns-bis-zum-hals-id19529167.html
Fototexte:
1. Jeden Monat dieselben hohen Rechnungen: Die Fixkosten
fressen bei Mittelstandsfamilie Roth einen Grossteil des
Einkommens weg.
2. Alleine die Kosten für Kita und Hort liegen bei über
2500 Franken monatlich.
3. Werbung
4. Pro-Familia-Direktor Philippe Gnaegi schlägt Alarm:
Immer mehr Familien sind in finanzieller Not.
5. Pro Familia Schweiz hat gemeinsam mit der
Vorsorgeversicherung Pax zum zweiten Mal eine Befragung
unter Familien durchgeführt: das Familienbarometer 2024.
Der Artikel:
Steigende Preise machen auch der Mittelschicht zu
schaffen. Das zeigt das Beispiel der Familie Roth aus
dem Kanton Zürich, bei der Geld ein Dauerthema ist.
Karen Schärer - Teamlead Gesellschaft
Das Familienbarometer 2024 zeigt: Sehr viele Familien in
der Schweiz stehen unter grossem finanziellem Druck. Doch
offen darüber zu reden – das fällt schwer. Familie Roth,
die hier von ihrer Situation erzählt, heisst in
Wirklichkeit anders, auch andere Angaben zur Familie
wurden geändert, um die gewünschte Anonymität zu
gewährleisten.
Sabine Roth (37) ist gelernte Laborantin und arbeitet 80
Prozent. Ihr Mann Mark (36) ist Elektrotechniker und zu 90
Prozent angestellt. Zusammen verdienen sie knapp 11’000
Franken brutto im Monat. Damit gehören sie zum
Mittelstand.
Das meiste ist gleich wieder weg
Doch der grösste Teil des Einkommens geht gleich wieder
weg; ihre monatlichen Fixkosten sind hoch. Und stiegen
2023 sogar noch an. Die grössten Posten:
familienergänzende Betreuung, Miete, Krankenkasse. Über
2500 Franken im Monat kosten die Kita für Lou (3) und
der Hort für Paula (8) in einer Stadt im
Kanton Zürich. Seit diesem Monat bleibt Lou einen halben
Tag mehr pro Woche zu Hause – das spart 350 Franken im
Monat.
Zweimal hat der Vermieter im letzten Jahr die Miete für
die Viereinhalbzimmer-Wohnung erhöht. 2800 Franken
zahlt die Familie nun, statt der 2500 Franken, die als
Schmerzgrenze definiert waren.
Als Sabine Roth erfuhr, dass ihre vierköpfige Familie im
Jahr 2024 eine Prämienverbilligung erhält, war das für sie
«fast wie ein Sechser im Lotto». Denn sie und ihr Mann
konnten in den vergangenen Jahren nichts auf die Seite
legen. «Uns steht das Wasser bis zum Hals», sagt Sabine
Roth. Dank der Prämienverbilligung belastet die
Krankenkasse das Familienbudget nur noch mit 700 statt
fast 1100 Franken im Monat.
Eine kleine Lohnanpassung und die Prämienverbilligung
erlauben es dem Paar, erstmals seit Jahren wieder
überhaupt ans Sparen zu denken.
Knapp unter Vollzeit
Ihr Erwerbspensum empfindet Sabine Roth als passend. Sie
möge ihre Arbeit, sagt sie, und sie wolle ihren Kindern
vorleben, dass eine Frau sich nicht zwischen Familie und
Beruf entscheiden müsse. Weder sie noch ihr Mann streben
eine Vollzeitstelle an: «Uns geht es um die Beziehung zu
den Kindern und darum, uns gegenseitig bei der Betreuung
zu entlasten.»
Wahrscheinlich könnten sie woanders eine günstigere
Wohnung finden, meint sie. Aber für sie als Eltern sind
neben der Miete auch andere Faktoren wichtig. Und die sind
stimmig: Die Wohnung liegt in einer modernen Siedlung in
Waldnähe. Die Kita für Lou ist in unmittelbarer Nähe, und
Schulkind Paula konnte sich schon früh selbständig auf den
Quartierstrassen bewegen.
Geld ist ein Konfliktthema in der Beziehung
Sabine Roth sagt: «Es nervt mich, dass das Geld ein
Konfliktthema ist in unserer Beziehung.» Dass sie und ihr
Mann immer wieder über finanzielle Dinge diskutieren
müssen. Darüber, was drin liegt und was nicht. Auf teurere
Ferienreisen zu verzichten, fällt ihr nicht schwer. Sie
sagt: «Mir ist es wichtiger, im Alltag nicht ständig
Geldsorgen haben zu müssen.»
Der Blick in die Zukunft stimmt sie zuversichtlich: Wenn
ihr jüngeres Kind in den Kindergarten kommt, werden die
Betreuungskosten deutlich sinken. «Aber diese ersten vier
Jahre, die sind heftig. Finanziell, emotional. Die muss
man irgendwie überstehen. Als Paar und als Mensch.»
Gerücht am 16.3.2024: Pro Jahr wandern
20.000 ECHTE Schweizer aus - um der Armut zu entgehen
von Michael Palomino NIE IMPFEN+IMMER BAR ZAHLEN - 16.3.2024
Heute 16.3.2024 sagte mir jemand in Basel, jedes Jahr
wandern aus der Schweiz 20.000 ECHTE Schweizer aus, weil es
finanziell nicht mehr geht in der Schweiz.
Die kr.päd. Elite will es scheinbar so. Die Schweiz macht
Selbstmord.
Gegenmittel: Die kr.päd. Elite stürzen und durch
Wahrheitswisser ersetzen.
Armut in der Schweiz am 20.3.2024: Löhne
steigen nicht - Arbeitgeber rechnen nur ihren eigenen Lohn
aus: Kaufkraft sinkt in vielen Branchen seit Jahren - Warum
steigen unsere Löhne nicht?
https://www.blick.ch/politik/kaufkraft-sinkt-in-vielen-branchen-seit-jahren-warum-steigen-unsere-loehne-nicht-id19556222.html
Trotz Lohnerhöhung bleiben am Ende des Monats weniger im
Portemonnaie. Doch die Lohn-Aussichten sind nicht so
schlecht: Blick erklärt dir die Lohnentwicklungen und wie
du zu mehr Einkommen kommst.
Sophie Reinhardt und Tobias Ochsenbein
Das Bundesamt für Statistik hat die Löhne der Schweizerinnen
und Schweizern analysiert. Der Medianlohn ist von 2020 bis
2022 um 1,8 Prozent gestiegen – auf 6788 Franken. Ein
Anstieg beim Einkommen hört sich toll an. Trotzdem kam das
kaum im Portemonnaie an. Denn die Teuerung lag höher, die
Kaufkraft des Medianlohns sank um 1,5 Prozent. So blieb den
Menschen in der Schweiz am Ende des Monats unter dem Strich
doch weniger Geld übrig.
Von einem «substanziellen Lohnwachstum» sprach
Arbeitgeberverband-Direktor Roland Müller (60) am Dienstag
vor den Medien. Den Mini-Lohnanstieg um knapp zwei Prozent
verteidigte er mit dem «krisenhaften Umfeld». Corona,
Lieferengpässe, gestiegene Energiepreise und der
Ukraine-Krieg hätten den Unternehmen das Geschäft in den
letzten Jahren deutlich erschwert.
«Immer mehr Haushalte kommen kaum mehr über die Runden»
Für den Gewerkschaftsökonomen Daniel Lampart (55) sind die
Lohnerhöhungen viel zu tief ausgefallen: «In Verbindung mit
dem Prämienschock bei den Krankenkassen bekunden immer mehr
Haushalte Mühe, über die Runden zu kommen.» Besonders
erschreckend sei, dass etwa Angestellte bei Post- und
Kurierdiensten 2022 einen nominal tieferen Lohn als noch
2010 hatten. Auch in der Chemie-, Metall- und
Elektroindustrie gingen die Reallöhne zwischen 2018 und 2022
bei den Menschen ohne Kaderfunktion zurück.
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Auch der Arbeitgeberverband dementiert den Reallohnverlust
nicht. In den Jahren vor 2022 machte den Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer vor allem die hohe Teuerung zu schaffen, so
Direktor Roland Müller.
Inflation traf auch Unternehmen
Michael Siegenthaler (38), Arbeitsmarktexperte bei der
Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich, erklärt:
«Weil die Güter im Ausland und insbesondere die Energie
teurer wurden, hatten wir eine importierte Teuerung. Das
heisst: Die Inflation traf die Unternehmen ebenso wie die
Beschäftigten.» Auch sie hätten dadurch höhere Kosten und
somit kein Geld für die Lohnsteigerungen ihrer Beschäftigten
gehabt.
Kommt hinzu: In den zehn Jahren vor Corona hätten wir in der
Schweiz meist Inflationsraten um die null Prozent gehabt.
«Man hatte sich also an stabile Preise gewöhnt. Nach Corona
hat es etwas gedauert, bis wir uns wieder mit der Inflation
zurechtgefunden haben», sagt Siegenthaler. Denn: Die Löhne
in der Schweiz werden im Herbst meistens an die
Inflationsrate des Vorjahres angepasst. Sie reagieren also
verzögert auf die Inflation.
KOF rechnet mit Reallohnplus
Der Arbeitsmarktexperte sagt allerdings auch, dass der
Fachkräftemangel eher geholfen habe für das Lohnwachstum.
Nur: Arbeitnehmende profitierten vor allem dann vom
Fachkräftemangel, wenn sie das Unternehmen wechselten. «Dann
können sie grössere Lohnzuwächse aushandeln, als dies im
gleichen Unternehmen möglich ist. Das passierte in der
Schweiz aber in den vergangenen zwei Jahren gar nicht so
viel», erklärt Siegenthaler.
Für dieses Jahr rechnet die KOF mit einem Lohnwachstum von
zwei Prozent. Wahrscheinlich resultiere ein kleines
Reallohnplus. Für 2025 würde der Reallohn wohl um ein halbes
bis ein Prozent steigen. Die grösste Unsicherheit sei die
Entwicklung der Inflation. Wenn es etwa zu einem erneuten
Energieschock komme, könne das grosse Auswirkungen auf die
realen Löhne haben.
Immer mehr Armut in der Schweiz 13.4.2024:
Bericht einer alleinerziehenden Coiffeuse: Blick ins Portemonnaie einer alleinerziehenden Coiffeuse
(37): «Ich muss abwägen, welche Rechnungen ich bezahlen
soll»
https://www.blick.ch/wirtschaft/blick-ins-portemonnaie-einer-alleinerziehenden-coiffeuse-37-ohne-die-unterstuetzung-meiner-familie-waere-ich-aufgeschmissen-id19633949.html
Für die Serie des «Beobachters» legen
Leute ihr Einkommen offen – und wofür sie ihr Geld
ausgeben. Karin Seiler* dreht als alleinerziehende
Coiffeuse jeden Rappen zweimal um – ausser für die Hobbys
ihrer Tochter.
23.5.2024: DIE SCHWEIZ KOLLABIERT - Fälle
von Michael Palomino NIE IMPFEN+IMMER BAR ZAHLEN
23.5.2024
Zahnärztin erzählte mir heute, viele Leute können ihre
Rechnungen nicht mehr bezahlen und immer öfter bleiben
sie auf den Kosten sitzen, dann geht das mit Mahnungen
und Inkassofirma.
Salt hat mir seit dem 30.4.2024 die SMS gesperrt, weil
ich "unlimitiert" wörtlich genommen habe.
Einem Kollegen hat ein Betreibungsamt das Bankkonto
gesperrt, als Geld drauf kam, nun kann weiteres Geld
nicht kommen und er steht ohne Geld da und kann seine
Schulden gar nicht bezahlen!
Die Schweiz kollabiert - die Elite ist nur noch
pervers - das ist keine Schweiz mehr - ist ein
drogensüchtiges und "Corona"-hirnloses
Entwicklungsland geworden.
Gruss Michael Palomino NIE IMPFEN+IMMER BAR
www.med-etc.com
E-Mail 23.5.2024: DIE SCHWEIZ KOLLABIERT
- es passiert JETZT
E-Mail (KOPIE) von Michael Palomino NIE IMPFEN+IMMER BAR
23.5.2024
Hallo CH-Politik und CH-Medien,
ich schildere hier 3 Fälle, wie die Schweiz kollabiert:
1) Zahnärztin in Basel erzählte mir heute, viele Leute
können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen und immer
öfter bleiben sie auf den Kosten sitzen, dann geht das
mit Mahnungen und Inkassofirma.
2) Salt hat mir seit dem 30.4.2024 die SMS gesperrt,
weil ich "unlimitiert" wörtlich genommen habe. Und sie
entsperren die SMS nicht, bis ich einem Willkür-System
zustimme, dass man die SMS sperren darf, einfach so aus
Lust und Laune. Der Vertrag ist nicht eingehalten und
Salt will die absolute DIKTATUR.
3) Einem Kollegen im Kanton Solothurn hat ein
Betreibungsamt im Kanton Bern das Bankkonto gesperrt,
als Geld drauf kam, nun kann weiteres Geld nicht kommen
und er steht ohne Geld da und kann seine Schulden gar
nicht bezahlen!
Die Schweiz kollabiert - die Elite ist nur noch pervers
- das ist keine Schweiz mehr - ist ein drogensüchtiges
und "Corona"-hirnloses Entwicklungsland geworden.
Nur die Antifa-Hetzer von den Medien, die immer noch das
schreiben, was der Mossad und der Rothschild will, die
merken es einfach nicht, was mit der Schweiz los ist,
weil sie immer noch zu viel verdienen und Schmiergelder
kassieren, je mehr Lügen sie drucken und senden.
DIE SCHWEIZ KOLLABIERT. Es passiert JETZT.
WANN hört die Politik und die Medienlandschaft endlich
auf zu lügen (seit dem 11. September 2001 erfinden die
Medien Flugzeuge und böse Muslime) und WANN hören die
kriminellen Zionisten endlich auf, Nazis und
Rechtsradikale zu erfinden? Wann hört diese Rufmorderei
endlich auf in der kriminellen Mossad-Antifa-Schweiz?
Und WANN kommen endlich die Anpassungen für alle, die
notwendig sind?
WANN wird endlich die Naturmedizin als ERSTE Priorität
in die Krankenkasse integriert, als ZWEITE die
Homöopathie und erst als DRITTE Priorität die
Gift-Pharma, damit die KK-Prämien endlich SINKEN und
nicht mehr steigen, nur weil die Gift-Pharma-Ärzte immer
teurere Medis verschreiben und Schabernack mit dem
"Gesundheitssystem" betreiben, so dass der Pharma-Arzt
sich immer mehr bereichern kann?
WANN kommt endlich das GA Light für 1000 Stutz für
Bummel und IR-Züge, um die IR den Tag durch zu füllen?
Ich brauche nicht alle 15 Minuten eine Zug. Aber ein GA
Light, das bräuchte ich.
WANN fallen die Mieten endlich und steigen nicht mehr?
Die Politik will, dass die Schweiz auch Zeltstädte und
wilde Dörfer im Wald hat?
WANN hören die Arbeitgeber der Schweiz endlich auf,
immer junge Deutsche ins Land zu holen und die
Bevölkerung ab 50 total zu diskriminieren und ins
Sozialamt abzuliefern?
WANN ist die Justiz endlich wieder Justiz und nicht mehr
Lügen-Antifa-Nest gegen die Wahrheit seit dem 11.
September 2001?
WO sind die Billionen Franken der Globalisierung, die
die Arbeitgeber wie Vasella oder Blocher oder Nestlé
zusammengerafft haben? Auf den Bankeninseln. Aber die
Armen bleiben arm und viele werden neue Arme? WANN
werden diese Billionen endlich verteilt?
WANN müssen endlich die Superreichen für die
Gemeinschaft einstehen? Es ist an der Zeit. Denn bald
sind die Armen in der Schweiz nict mehr 700.000, sondern
eine Million. Dann kommen Zeltstädte wie in den "USA":
im Schützenmattpark, im Platzspitz-Park, im Stadtpark
von Winterthur, oder am Thunersee in Thun. Dann wird die
Schweiz wie die "USA": mit Zeltstädten und wilden
Dörfern im Wald aus Holz mit Plastikfolienwänden, das
werden dann die von den Billionären Ausgeschlossenen
sein.
WANN ist endlich Schluss mit der Religionsdiktatur der
kriminellen Katholiken und Protestanten in der Schweiz
mit ihren elenden Kirchenglocken und mit ihren elenden
Kreuzen und Leichen in der Landschaft und ihrer
Zeitverschwendung durch Beterei ohne Effizienz?
Gleichzeitig schwärmen die Satanisten-Bosse der Schweiz
immer noch von diesen "USA", indem man in die "USA"
billig telefonieren kann, aber nach Russland, Serbien,
Kosovo und Mazedonien nur teuer telefonieren kann. WANN
ist auch diese Telefon-Diskriminierung endlich vorbei?
DIE SCHWEIZ IST GAGA. DIE SCHWEIZ DISKRIMINIERT
GNADENLOS. DIE SCHWEIZ KOLLABIERT. Es passiert JETZT.
Die Satanisten-Bosse (Politiker Richter und Bankiers
etc.) LACHEN und RAUBEN weiter Kinder mit der KESB für
ihre Kinderrituale in Kinderheimen am Sa/So (mir sind 4
Fälle bekannt) - das ist doch so kindisch - man kann
doch normale Feste feiern. Zur Zeit gibt es aber in der
Schweiz NICHTS zum Feiern.
WO ist die Sicherheit und Normalität geblieben? Können
die kriminellen Billionärs-Bosse der Schweiz wie Vasella
und der Bloblo und Nestlé endlich mal das Hirn
einschalten und z.B.
-- die Gift-Pharma,
-- die nutzlosen 1-Gott-Religionen und
-- die Invasion aus Deutschland und Afrika und
Asien einschränken? Wann ist SCHLUSS mit der
Diskriminierung von Leuten ab 50?
Es sind genug Leute über 50 OHNE Job, und es sind
genug Leute OHNE Job, nur weil sie auf einer "schwarzen
Liste" von Frau Nicoletta della Valle, Eva Eichenberger
oder Agota Lavoyer stehen - das ist die
FEMINISTISCH-KRIMINELLE STAATSANWALTSCHAFT DER SCHWEIZ.
WANN ist endlich SCHLUSS MIT DISKRIMINIERUNG in dieser
Schweiz?
DIE SCHWEIZ KOLLABIERT - es passiert JETZT.
Gruss
Michael Palomino NIE IMPFEN+IMMER BAR
Geschichte - Soziologie - Naturmedizin
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Armut in der Schweiz am 23.5.2024:
Krankenkassenprämien werden unbezahlbar und hohe
Franchisen werden Grund für Verschuldung: Krankenkasse: Ärmere verzichten schon auf Zahnarzt und
Psychiater
https://www.nau.ch/news/schweiz/krankenkasse-armere-verzichten-schon-auf-zahnarzt-und-psychiater-66766968
Im kommenden Jahr kostet die Krankenkasse erneut mehr.
Caritas Schweiz warnt vor den Gefahren für Schweizerinnen
und Schweizer – besonders für ärmere.
Wegen höherer Gesundheitskosten werden
die Krankenkassen auch nächstes Jahr teurer.
Viele Schweizer können die Prämien
bereits heute kaum noch bezahlen.
Das hat Folgen: Viele gehen nicht zum
Zahnarzt oder Psychiater, so das Hilfswerk Caritas.
Der Vergleichsdienst Comparis prognostiziert für das Jahr
2025 einen Anstieg der Krankenkassenprämien um sechs
Prozent. Je nach Kanton und Region kann die Prämie sogar um
über zehn Prozent steigen.
Für viele Schweizerinnen und Schweizer sind das schlechte
Nachrichten. Sie kämpfen bereits mit dem letzten
Prämienschock– und müssen für die Krankenkasse nun noch mal
tiefer ins Portemonnaie greifen.
Entsprechend ernüchternd klingt es beim Hilfswerk
Caritas Schweiz: «Die hohen Krankenkassenprämien
sind immer häufiger ein Grund, dass Menschen mit knappem
Budget in Zahlungsrückstand geraten. Es sind oft Familien,
die wegen der steigenden Prämien in Bedrängnis kommen.»
Für ärmere Haushalte seien die Prämien für die Krankenkasse
die zweitgrössten Ausgaben: nach Wohnen und Energie und
knapp vor Nahrungsmitteln.
Jede weitere Erhöhung werde nun «negative Auswirkungen auf
das Budget von Familien sogar bis in den unteren Mittelstand
haben». Die Folgen der steigenden Prämienbelastung und
Selbstzahlungen seien verheerend, warnt Caritas Schweiz.
«Viele Betroffene gehen erst dann zum Arzt, wenn es absolut
dringend ist, wie die Erfahrung der Caritas-Sozialberatungen
zeigt. Psychotherapeutische Unterstützung liegt nicht drin,
der Zahnarztbesuch sowieso nicht, da die Grundversicherung
diese Leistungen nicht übernimmt.»
Des Weiteren würden viele Menschen mit tiefen Einkommen bei
der Krankenkasse die höchste Franchise wählen, um Prämien zu
sparen. «Wenn sie dann ernsthaft erkranken, können sie die
Ausgaben für medizinische Behandlungen nicht tragen. Sie
müssen bei anderen Ausgaben Abstriche machen, zum Beispiel
bei der Ernährung, oder sie müssen sich sogar verschulden.»
Derzeit befänden sich überdurchschnittlich viele
Familien nur knapp über der Armutsgrenze.
Besonders für sie stellen die steigenden Kosten der
vergangenen Jahre «ein akutes Risiko dar, in die Armut
abzurutschen».
Viele Familien mit knappem Budget könnten die individuellen
Prämienverbilligungen heute «nur zum Teil oder gar nicht
nutzen». Das sei problematisch. «Denn zwischen den
Kantonen bestehen grosse Unterschiede, in welchem Umfang
die Prämien verbilligt werden und welche
Einkommensgrenze gesetzt wird.»
Was kann die Politik machen? Auf Anfrage sagt Caritas, dass
die Menschen vor akuten Folgen der steigenden Prämien
geschützt werden müssten. Das habe oberste Priorität.
«Die individuelle Prämienverbilligung kann Armut sehr
wirksam und zielgerichtet vorbeugen.» Neben der Deckelung
der Prämien brauche es Massnahmen, die den Menschen mit
knappem Budget mehr finanzielle Möglichkeiten gäben.
Es gäbe verschiedene Lösungsansätze: existenzsichernde Löhne
und Arbeitsbedingungen und echte Bildungschancen mit Aus-
oder Weiterbildung. Auch die Leistungen aus den
Sozialversicherungen müssten existenzsichernd sein.
«Beispielsweise die Sozialhilfe und natürlich die noch
tiefere Asylsozialhilfe reichen kaum zum Leben.»
Das Hilfswerk ruft alle Akteure im Gesundheitswesen auf,
sich gemeinsam für tragfähige kostendämpfende Massnahmen
einzusetzen. «Allerdings dürfen solche Massnahmen unter
keinen Umständen zu einer Zweiklassenmedizin führen.»
Auch nicht zu einem einseitigen Leistungsabbau für die
Bevölkerung mit tiefen Einkommen, für armutsgefährdete oder
armutsbetroffene Personen.
Armut in der Schweiz 23.5.2024: Kriminelle
Arbeitgeber holen immer mehr junge Ausländer ins Land -
Wohnungsnot ohne Ende: Wohnungsmarkt ausgetrocknet: Über 522'000 Wohnungen
zusätzlich nötig – allein in Zürich
https://www.blick.ch/wirtschaft/wohnungsmarkt-ausgetrocknet-ueber-522000-wohnungen-zusaetzlich-noetig-allein-in-zuerich-id19768536.html
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich zu. In naher
Zukunft werden Hunderttausende Wohnungen fehlen. Das
Problem: Die Bautätigkeit hinkt hinterher.
Dorothea Vollenweider - Redaktorin Wirtschaft
Der Wohnungsmarkt ist zunehmend unter Druck – in Städten wie
Zürich spitzt sich die Situation zu. In der Region Zürich
kann mit einer Leerwohnungsziffer von 0,7 Prozent von
Wohnungsnot gesprochen werden. Die Folge: Das Angebot an
Mietwohnungen ist so knapp, dass die Mieten ins
Unermessliche steigen.
Zum Vergleich: In der Schweiz beträgt die Leerwohnungsziffer
im Durchschnitt 1,15 Prozent. Alles unter 1 Prozent gleicht
einem Wohnungsmangel und hat zur Folge, dass die
Wohnungssuche für Mieterinnen und Mieter schwierig wird. Bautätigkeit kann nicht Schritt halten
In einer Gesprächsrunde des Immobilienportals Newhome hat
Stefan Fahrländer (54) vom Beratungsunternehmen Fahrländer
Partner die aktuelle Lage analysiert. Bis ins Jahr 2040
prognostiziert das Beratungsunternehmen eine Zusatznachfrage
nach insgesamt 522'323 Wohnungen.
Das Problem: Die Bautätigkeit hinkt hinterher. «Wir haben in
erster Linie ein Verteilungsproblem», sagt er. «Auf der
einen Seite haben wir eine sehr starke Nachfrage nach
Wohnungen und auf der anderen Seite eine Bautätigkeit, die
damit nicht Schritt halten kann.»
Mittelstand wird verdrängt
Die Auswirkungen sind verheerend: Die Preise für ein
Mehrfamilienhaus in der Region Zürich sind zwischen den
Jahren 2000 und 2021 um 167 Prozent gestiegen. Das wirkt
sich direkt auf die Mieten aus und führt dazu, dass sich
nicht nur Geringverdiener, sondern zunehmend auch der
Mittelstand eine Wohnung in der Stadt nicht mehr leisten
kann.
Die Situation in der Stadt Zürich verschärft sich laut
Fahrländer zusätzlich durch regulatorische und politische
Risiken, die Bauvorhaben erschweren.
Fahrländers Fazit: Nur wenn in naher Zukunft neuer Wohnraum
geschaffen werden, könne sich die Situation entschärfen.
Dazu brauche es neben verfügbaren Grundstücken flüssige und
verbindliche Bewilligungsprozesse sowie verlässliche Regeln.
Fahrländer sieht die Politik gefordert, um die
Rahmenbedingungen entsprechend anzupassen.
SCHWEIZ 24.5.2024: Perverse Schweiz mit Steuererklärungen von Michael Palomino NIE IMPFEN+IMMER BAR ZAHLEN - 24.5.2024
Das Perverse in der Schweiz ist, dass auch von Armen Leuten mit Vermögen UNTER 10.000 Franken, ja sogar UNTER 5000 Franken, 1 Steuererklärung verlangt wird - während die "Elite" der Schweiz auf geheimen Bankkonten auf Bankeninseln mit Millionen, Milliarden oder sogar mit Billionen spielt (Drogen-Mafia, Vatikan-Mafia, Pharma-Mafia, Nestlé-Mafia etc.). Perverse Schweiz.
Armut in der Schweiz 16.6.2024: Lohn von
Verkäufer ist mit 4180 Franken absolut niedrig: Migros-Verkäufer über den Lohn: «4180 Franken, das reicht
kaum bis gar nicht mehr»
https://www.blick.ch/wirtschaft/migros-verkaeufer-spricht-ueber-seinen-lohn-4180-franken-das-reicht-kaum-bis-gar-nicht-mehr-id19847031.html
[Für diesen Artikel müssen Sie ein Abo haben].
Armut in der reichen Schweiz am 28.6.2024:
Jeder Rappen zählt - ein falscher Behördenentscheid
rüttelt an der Existenz: Wenn Zügeln in die Armut führt – 3
Schicksalsgeschichten: «Wir können unseren Kindern nichts
bieten»
https://www.blick.ch/wirtschaft/finanzielle-tuecken-beim-wohnungswechsel-beim-zuegeln-droht-die-armutsfalle-id19894330.html
Daniel Benz und Jasmine Helbling -
Beobachter - Wer wenig Geld hat, ist immer auf der
Suche nach einer günstigeren Wohnung. Doch Zügeln kostet.
Bei diesen drei Dilemmas konnte SOS Beobachter helfen, die
Situation zu lösen.
Weil sie besonders stark auf günstigen Wohnraum angewiesen
sind, ziehen Armutsbetroffene häufiger um als
Normalverdienende.
Man sollte meinen, Fr. 738.40 seien für eine Gemeinde ein
Pappenstiel. Für die alleinerziehende Mutter Daniela Balzli
ist es ein solcher Betrag ganz sicher nicht.
«Unvorhergesehene Kosten in dieser Höhe liegen einfach nicht
drin, wenn man sonst schon knapp dran ist», sagt sie.
Die Rechnung über die gut 700 Franken war bei der
44-Jährigen wegen eines Formfehlers hängengeblieben: Sie
hatte es verpasst, nach dem Umzug nach Lyss im Berner
Seeland fristgerecht neue Betreuungsgutscheine zu
beantragen. Die Vergünstigung für die Betreuung ihrer
Tochter bei einer Tagesmutter war Balzli für die Monate Juni
und Juli 2022 zwar zugesichert – jedoch nur für den
bisherigen Wohnort Münchenbuchsee BE. Das erfuhr sie erst,
als es zu spät war.
In den Gemeindehäusern von Münchenbuchsee und Lyss berief
man sich auf die kantonale Gesetzgebung. Diese sieht vor,
dass Betreuungsgutscheine am aktuellen Wohnsitz ausgestellt
werden müssen. Zu Kulanz – Stichwort Pappenstiel – war man
weder hüben noch drüben bereit, und so sollte das schwächste
Glied der Kette in den sauren Apfel beissen. Daniela Balzli,
als Coiffeuse mit Teilzeitpensum nicht auf Rosen gebettet,
geriet in die Bredouille.
50 Prozent des Einkommens für Wohnkosten
Das Beispiel zeigt: Wenn es ums Wohnen geht, lauern überall
finanzielle Fallen – auch dort, wo man sie nicht vermuten
würde. Tappen Armutsbetroffene hinein, sind die Folgen
angesichts der steigenden Mietzinse und Nebenkosten oft
fatal.
Dies bestätigt Aline Masé, Leiterin Sozialpolitik bei der
Caritas. Wohnen sei nichts, auf das man einfach verzichten
könnte. «Also gibt man notgedrungen aus, was nötig ist –
aber dann wird es für alles andere umso knapper.» Für viele
Menschen mit geringem Budget sei die Situation untragbar.
Nicht umsonst ist die Wohnungskrise das aktuelle
Schwerpunktthema der Caritas Schweiz.
Gemäss der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe
verschlingen die Wohnkosten bei vier von fünf
armutsbetroffenen Haushalten mehr als 30 Prozent des
Bruttoeinkommens. Das liegt deutlich über der
Empfehlung des Dachverbands Budgetberatung Schweiz, wonach
die Ausgaben fürs Wohnen nicht mehr als einen Viertel der
Nettoeinnahmen betragen sollten. Der von der Hochschule
Luzern entwickelte Rechner Nachfragemonitor.ch weist je nach
Wohnort und familiärer Situation sogar Belastungen
von 50 Prozent und mehr aus. Da braucht es nicht
mehr viel, bis es ein Budget sprengt.
Weil sie besonders stark auf günstigen Wohnraum angewiesen
sind, ziehen Armutsbetroffene häufiger um als
Normalverdienende. Das kann dazu führen, dass durch die
Züglete kurzfristig Notsituationen entstehen. Wie soll eine
Mietkaution im Umfang von drei Monatsmieten aufgebracht
werden, wenn keine Reserven da sind? Was, wenn es beim
Wechsel in eine weniger teure Wohnung so schnell gehen muss,
dass vorübergehend zwei Mieten gleichzeitig fällig werden?
Oder wenn am neuen Ort andere Regeln gelten als am alten,
wie bei den Betreuungsgutscheinen von Daniela Balzli?
Viele schämen sich, nach Geld zu fragen
In ihrem Fall sprang SOS Beobachter in die Bresche und
übernahm die Fr. 738.40 für die ungedeckten Kosten der
externen Betreuung. Eine «riesige Erleichterung» für die
Bernerin, die teils bis spät in die Nacht arbeitet und ihre
heute 16-jährige Tochter deshalb lange fremdbetreuen lassen
musste.
Dass eine gemeinnützige Stiftung für etwas aufkommt, vor dem
sich zwei Gemeinden drücken konnten, ärgert Daniela Balzli.
«Alle haben mir bestätigt, dass ich die Vergünstigungen
zugut habe – nur bezahlen wollte niemand.» Weil sie sich
unfair behandelt fühlte, reichte sie Beschwerde beim
Regierungsstatthalteramt Seeland ein. Erfolglos.
Daniela Balzli – Markenzeichen knallrote Haare – sagt über
sich: «Auf andere angewiesen zu sein, mag ich eigentlich gar
nicht.» Deshalb hatte sie zeitweise drei Jobs gleichzeitig,
um als Alleinerziehende ohne Sozialhilfe durchzukommen. SOS
Beobachter um Unterstützung zu bitten, brauchte Überwindung.
«Denn dabei wird einem vor Augen geführt, wie wenig man hat.
Das ist nicht angenehm.» Rund 15 Prozent aller bei der
Stiftung eingehenden Unterstützungsgesuche stehen im
Zusammenhang mit Wohnen oder Umziehen, sagt Beat Handschin,
Geschäftsführer von SOS Beobachter.
Allein dieser Wert verdeutlicht, wie weit oben das Thema auf
dem Sorgenbarometer der rund 600'000 Menschen steht, die in
der Schweiz von Armut betroffen sind. «Es ist noch immer mit
viel Scham verbunden, nach Geld zu fragen», so Handschin.
Dabei könne es jeden treffen. «Manchmal schneller, als man
denkt.»
Höhere Nebenkosten, gleiche Sozialhilfe
Kurz nach dem Mittag wirkt Langenthal BE verschlafen. Daja
Ibrahim trägt kochenden Kaffee aus der Küche; viel Zucker
darin, Gebäck daneben. Im Wohnzimmer hängen Bilder von
Blumen, auf dem Boden liegt ein kunstvoller Teppich.
«Jedes Familienmitglied hat 300 Franken pro Monat zur
Verfügung»: Esat Ibrahim (Name geändert)
Nichts deutet darauf hin, dass die Familie erst vor einer
Woche eingezogen ist. «In der Wohnung vielleicht nicht, aber
hier drin», sagt Esat Ibrahim und deutet auf die Brust. «Ich
bin noch immer erschöpft.» Es ist der dritte Umzug in sechs
Jahren. Die erste Wohnung war zu klein, die zweite zu teuer.
Die Ibrahims heissen eigentlich anders. Sie wollen nicht
erkannt oder verurteilt werden. Vor sechs Jahren sind sie
aus Syrien geflüchtet, ihr Aufenthaltsstatus ist F. Die
älteste Tochter schliesst im Sommer die Ausbildung zur
Pflegefachfrau ab, die drei jüngeren Geschwister gehen noch
zur Schule. Daja ist Hausfrau, Esat Schuhmacher. In der
Schweiz hat er zwei Praktika gemacht, findet aber keine
Festanstellung.
Hohe Stromrechnung – dann ging es nicht mehr
«Wir sind dankbar», betont er. Für ein Leben ohne Krieg, die
Unterstützung von der Sozialhilfe und von Stiftungen. Und
doch reiche das Geld kaum zum Leben. «Jedes Familienmitglied
hat 300 Franken pro Monat zur Verfügung. Wenn ein Kind zur
Ärztin muss oder neue Schuhe braucht, wird es schwierig.»
Im letzten Jahr hat sich das Problem verschärft. Die Preise
für Essen und Energie sind gestiegen, der Grundbetrag der
Sozialhilfe blieb gleich. Dann kam eine Stromrechnung, die
es in sich hatte: über 600 Franken für drei Monate – 40
Prozent höher als gewöhnlich. Eine Familienbegleiterin riet
dem Paar, ein Gesuch bei SOS Beobachter zu stellen.
Es wurde bewilligt, weil sich eine langfristige Lösung
abzeichnete: Die neue Wohnung ist besser isoliert und
moderner ausgestattet. Für den Moment sind die
Existenzsorgen weg, das schlechte Gewissen bleibt: «Wir
können unseren Kindern nichts bieten.» Hier herrsche kein
Krieg, trotzdem fühlten sie sich wie eingesperrt. Beide
nicken – bevor sie wieder betonen, wie dankbar sie sind.
«Armut und Einsamkeit gehen Hand in Hand»
Die Ibrahims sind nicht die Einzigen, die von hohen
Nebenkosten überrascht wurden. Bei SOS Beobachter gingen
2023 mehr Gesuche dazu ein als in früheren Jahren. Viele
Armutsbetroffene würden zwar extra Rücklagen machen, sagt
Geschäftsführer Beat Handschin. «Wenn die Rechnungen dann
höher als erwartet ausfallen, kann das ein Schock sein.» In
Momenten, in denen man weder ein noch aus weiss, hilft ein
Umfeld, mit dem man seine finanziellen Sorgen teilen kann.
Aber solche persönlichen Netzwerke fehlen häufig: «Armut und
Einsamkeit gehen vielfach Hand in Hand», so Handschin.
Und manchmal geht das Netzwerk gerade durch den Umzug
verloren. Soziale Folgen, sagt Aline Masé von der Caritas,
können genauso einschneidend sein wie finanzielle: «Wir
haben oft mit Alleinerziehenden zu tun, die sich ein
Unterstützungssystem aufgebaut haben: Nachbarinnen kochen
und hüten Kinder, Freunde helfen aus. Wer in eine neue
Gegend ziehen muss, verliert weit mehr als ein Zuhause.» SOS Beobachter verschafft Luft
Seit letztem Sommer wohnt Nina Kuster, die eigentlich anders
heisst, mit ihrem Mischlingspudel in einer Einzimmerwohnung
in Zürich-Wipkingen. Bei schönem Wetter tauscht sie ihren
Rollstuhl mit dem Hocker auf dem Balkon – oder fährt in die
Stadt.
Irgendwann wurde ihr alles zu viel: Nina Kuster (Name
geändert)
Vor drei Jahren stellte sich heraus, dass die 57-Jährige an
einer seltenen Form der Paraplegie leidet. «Zuvor musste ich
mich über 30 Jahre rechtfertigen und erklären.»
2017 sei ihr alles zu viel geworden: die Odyssee mit Ärzten,
Versicherungen und Behörden. Das Zurückstellen der eigenen
Bedürfnisse. «Meine Kinder kamen immer an erster Stelle. Ich
war nicht mehr Nina, nur noch Mutter.»
Erschöpfung bis zum Klinikaufenthalt
Irgendwann gingen Rechnungen vergessen, die alleinerziehende
Mutter verlor ihre Wohnung, die Kindes- und
Erwachsenenschutzbehörde wurde involviert. Da entschied sich
Nina Kuster für einen Klinikaufenthalt – «anders ging es
nicht». Diagnose: eine posttraumatische Belastungsstörung.
Die Kinder, da schon junge Erwachsene, fanden zusammen eine
neue Bleibe.
In den folgenden Jahren zog Kuster zweimal um. Erst nach
Kloten, dann in die aktuelle Wohnung, wo es ihr endlich
besser geht. Die neue Umgebung passt, Sport sei ihr Antrieb
geworden. «Rollstuhl-Skating, Rudern, Basketball oder
Bogenschiessen – das alles tut mir mental und körperlich
gut.»
SOS Beobachter zahlt Lagerkosten für Rollstuhl
Ein Wermutstropfen bleibt: In den Keller passt nicht einmal
der Sportrollstuhl. Kuster besitzt zwar einen Lagerraum, der
ist aber randvoll mit Erinnerungen und persönlichen Dingen
ihrer Kinder. Beim Umzug nach Wipkingen musste eine schnelle
Lösung her: Die Sportgeräte wurden bei der Zügelfirma
eingelagert. Das kostet – zu viel für die 57-Jährige. Mit
ihrer Invalidenrente und der Hilflosenentschädigung kommt
sie nur knapp über die Runden. SOS Beobachter half aus und
übernahm die Lagerkosten von rund 1300 Franken. «Das
verschaffte mir Luft», sagt Kuster. Ihr nächstes Projekt:
die Lagerräumung. Altes loslassen und Platz für Neues
schaffen.
Armut in der Schweiz 20.7.2024: Die Caritas
hat immer Hochbetrieb: Ansturm auf Caritas-Märkte: «Für diese Personen ist man
in der Schweiz nicht wirklich da!»
https://www.blick.ch/wirtschaft/ansturm-auf-caritas-maerkte-fuer-diese-personen-ist-man-in-der-schweiz-nicht-wirklich-da-id19961439.html
Milena Kälin - Redaktorin Wirtschaft -
Hunderttausende Menschen in der Schweiz
können sich den Einkauf bei den grossen Detailhändlern
nicht leisten. Sie sind auf die günstige Ware in den
Caritas-Märkten angewiesen. Die Umsätze in Caritas-Märkten
bleiben auf Rekordhöhe. Blick hat mit Betroffenen
gesprochen.
Adrian S.* (23) geht seit zwei Jahren im Caritas-Markt
einkaufen. «Als Velokurier verdiene ich nicht viel Geld»,
erklärt er gegenüber Blick. Bis zweimal die Woche deckt er
sich deshalb mit den vergünstigten Produkten ein. «Ich finde
es cool, dass es dieses Angebot gibt. Ich kaufe hier vor
allem Milch, Früchte, Snacks und Konservendosen wie
beispielsweise Thunfisch.»
Im Caritas-Markt einkaufen darf S., weil er ein geringes
Einkommen hat. Aber auch Asylsuchende, Flüchtlinge,
Personen, die Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen oder
Stipendien erhalten – sie alle können vom Angebot
profitieren.
So auch Maria C.*. Die Seniorin ist vor zwei Jahren aus der
Ukraine geflüchtet. Seither geht sie einmal die Woche im
Caritas-Markt ihre Besorgungen erledigen. «Ich bin sehr
dankbar für diese Möglichkeit. Es ist eine grosse Hilfe für
mich», sagt die Ukrainerin. Neben Lebensmitteln greift sie
auch bei Shampoo und Hygieneartikeln zu. Blick konnte vor
dem Caritas-Markt in Zürich mit beiden sprechen.
Umsatzzahlen auf Rekordniveau
Adrian P. und Maria C. zählen zu den 750'000 Menschen in der
Schweiz, die auf das Angebot von Caritas angewiesen sind.
Insgesamt besuchen täglich 4000 Kundinnen und Kunden die 23
Läden. Damit ist die Frequenz im ersten Halbjahr 2024 gleich
hoch wie im Vorjahr. Kein Grund zur Freude meint der Leiter
der Märkte, Thomas Künzler (63): «Der Umsatz liegt nach
sechs Monaten wie im Vorjahr bei 8,9 Mio. Franken. Damit
liegen die Zahlen immer noch auf dem Rekordniveau von 2023.»
Eine Verbesserung der Lage sei nicht in Sicht.
Schuld gibt Künzler allen voran der Inflation, obwohl diese
im Juni auf 1,3 Prozent gesunken ist. «Die Preise der
Grundnahrungsmittel liegen immer noch auf einem sehr hohen
Niveau.» Ein Preisvergleich der Caritas von September 2021
und Juli 2024 zeigt: Der Preis von einem Liter Olivenöl ist
im Detailhandel von 3.70 auf 9.99 Franken gestiegen! Dabei
werden immer die günstigsten Preise miteinander verglichen.
Der Preis für Olivenöl hat sich also fast verdreifacht: für
einen Haushalt mit wenig Budget untragbar.
«Die Preise bei uns liegen in der Regel 25 Prozent tiefer»,
so Künzler. Das Sortiment umfasst 1000 Artikel. Gewisse
Produkte sind deutlich günstiger, bei anderen sind die
Preise dagegen praktisch identisch. Neben Lebensmitteln
bietet Caritas auch Putzmittel, die volle Palette an
Hygieneprodukten sowie Spielzeug für Kinder an. Aktuell gibt
es zudem Schultaschen zu kaufen – für 12.50 Franken.
Armut in der Schweiz am 6.9.2024: Welche
Rechnungen bleiben UNbezahlt? Viele Schweizer haben Steuerschulden: Was tun, wenn ich
meine Rechnungen nicht zahlen kann?
https://www.blick.ch/life/ratgeber/viele-schweizer-haben-steuerschulden-was-tun-wenn-ich-meine-rechnungen-nicht-zahlen-kann-id20111293.html
Olivia Ruffiner - Redaktorin - Die
Inflation drückt, Lebensmittel und Mieten werden teurer:
Am Ende des Monats bleibt weniger übrig als geplant.
Jährlich suchen immer mehr Menschen Hilfe bei externen
Beratungsstellen – auch junge. Experten skizzieren
unterschiedliche Wege aus den Schulden.
Der Gang zur Schuldenberatung erfordert Mut. Jährlich suchen
gut 6000 Personen in der Schweiz Rat in finanziellen
Belangen. Ein Grund dafür sind die immer höheren
Lebenshaltungskosten.
Hinzu kommt, dass die Beschäftigungslage in der Schweiz
weiterhin gut ist, was die Stellensuche schwierig gestaltet.
Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der offenen Stellen
im zweiten Quartal 2024 um elf Prozent zurück, wie eine
Studie des Personaldienstleisters Adecco zeigt.
SDA - Die Mitte Schweiz hat an ihrer
Delegiertenversammlung ein Manifest für eine für alle
zugängliche und bezahlbare Gesundheitsversorgung
verabschiedet. Zur Änderung des
Krankenversicherungsgesetzes, über die das Volk im
November abstimmt, fasste sie die Ja-Parole. Auch nach Ablehnung der von der Mitte lancierten
Gesundheitskostenbremse-Initiative im Juni will die
Mitte am «Sorgenthema Nummer 1» der Schweizer
Bevölkerung dranbleiben. Der Prämienherbst stehe vor der
Türe und erneut sei ein Anstieg der Krankenkassenprämien
um sechs Prozent prognostiziert.
Es dürfe nicht sein, dass die Versicherten die immer
höheren Kosten eines «reformunfähigen
Gesundheitssystems» bezahlen müssten. Besonders
betroffen sind davon der Mittelstand und die Familien,
wie Pfister sagte. Deshalb setze sich die Mitte für ein
Ja zur Efas-Vorlage für eine einheitliche Finanzierung
von ambulanten und stationären Gesundheitsleistungen
ein, über die am 24. November abgestimmt wird. Auch die
EVP Schweiz hat am Samstag an ihrer
Delegiertenversammlung in Wil SG die Ja-Parole zur
Efas-Vorlage gefasst.
Ein Manifest mit Forderungen der Mitte, das die
Delegiertenversammlung in Wettingen AG diskutiert, solle
weiter dazu beitragen, dass auch künftige Generationen
«auf ein qualitativ hochstehendes, aber zugleich für
alle zugängliches und bezahlbares Gesundheitswesen
zählen dürfen», sagte Pfister.
Manifest mit sieben Punkten
Die Zürcher Mitte-Nationalrätin Yvonne Bürgin und der
Genfer Mitte-Nationalrat Vincent Maitre präsentierten
das Manifest mit sieben Punkten. Dieses sieht vor, dass
Apotheker sowie speziell ausgebildetes Pflegepersonal
die Ärzteschaft in der Grundversorgung entlasten sollen.
Hausarztmodelle sollen gefördert und es soll vermehrt
über die Kantonsgrenzen zusammengearbeitet werden.
Weiter verlangt das Manifest, die Chancen der
Digitalisierung konsequent zu nutzen, mit mehr
Transparenz die Kostenkontrolle zu verbessern, die
Vergütungen für Medikamente zu überdenken sowie die
Selbstkompetenz der Patientinnen und Patienten zu
stärken.
8 Milliarden sparen
Das Sparpotenzial sei eigentlich seit langem bekannt,
heisst es im Manifest. Gemäss einem Expertenbericht des
Bundes könnten acht Milliarden Franken oder 20 Prozent
der Kosten der obligatorischen Krankenversicherung ohne
Qualitätsverlust eingespart werden; allein indem
Verschwendung und Ineffizienz vermieden würden.
Weil die Koordination fehle, gebe es viele
Doppelspurigkeiten in der Versorgung. Mit der Senkung
überteuerter Tarife und Medikamentenpreise würden
Fehlanreize für unnötige Behandlungen vermieden.
Ja zu Efas
Die Delegiertenversammlung fasste am Samstag einstimmig
die Ja-Parole für die einheitliche Finanzierung von
Gesundheitsleistungen (Efas). Das Schweizer Stimmvolk
entscheidet am 24. November über die nötige Anpassung
des Krankenversicherungsgesetzes. Efas soll einen Anreiz
für die Verlagerung von stationären zu ambulanten
Behandlungen schaffen und damit den Prämienanstieg
eindämmen.
Heute werden stationäre Behandlungen von Kantonen und
Krankenkassen bezahlt, während ambulante Behandlungen
allein von Krankenkassen gedeckt werden. Die Vorlage
geht auf einen Vorstoss aus dem Jahr 2009 der ehemaligen
Aargauer Mitte-Nationalrätin Ruth Humbel zurück.
Zusammenarbeit mit EU wichtig
Die konstruktiven Kräfte der Mitte-Partei seien auch für
die Beziehungen mit der Europäischen Union gefragt. Eine
starke Zusammenarbeit mit der EU sei wichtig für den
Wohlstand der Schweiz. Ein künftiges Abkommen müsse
allerdings mit der direkten Demokratie vereinbar sein
und Regeln für den Lohnschutz und die Zuwanderung
enthalten.
Die Mitte schlage eine Schutzklausel vor, die es der
Schweiz erlauben soll, die Zuwanderung aus der EU zu
begrenzen, sobald bestimmte Schwellenwerte überschritten
würden. Anstelle einer starren Obergrenzen sollten der
Bundesrat oder die Kantonsregierungen befristete
Massnahmen zu gewisse Branchen oder Regionen treffen
können.
Wichtig sei zu differenzieren. «Nimmt zum Beispiel die
Zuwanderung im Bündner Gastgewerbe massiv zu, soll nicht
das Gesundheitswesen in Genf darunter leiden», sagte
Pfister. Die Mitte habe diesen Vorschlag bereits bei der
Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative eingebracht,
damals aber von SP und FDP keine Unterstützung erhalten.
Umbenennung sei ein Erfolg
Die per Anfang 2021 erfolgte Öffnung der Partei mit der
Umbenennung von CVP auf «Die Mitte» bezeichnete Pfister
als Erfolg. Bei den nationalen Wahlen 2023 habe die
Mitte mehr Sitze erobert als zuvor BDP und CVP zusammen.
Erstmals seit 1848 sei die Partei im Nationalrat stärker
als die FDP.
Als stärkste Kraft im politischen Zentrum müsse sich die
Mitte mit ihrer Politik glaubwürdig gegen Links und
gegen Rechts abgrenzen. Es sei bedenklich, «wenn andere
Meinungen niedergeschrien und nicht mehr gehört» würden,
sagte Pfister mit Verweis auf die Wahlen in den USA,
Frankreich sowie Sachsen und Thüringen.
«Wir wollen eine Schweiz, in der sich alle Menschen frei
entfalten können und dennoch nicht gleichgültig
gegenüber Gesellschaft, Umwelt und den nächsten
Generationen handeln», sagte Pfister.
Armut in der Schweiz am 7.9.2024. Rentner
sind teilweise armi Sieche: Blick ins Portemonnaie des pensionierten Ehepaars
Holzer: «Die Rente reicht nicht – wir brauchen unser
Erspartes auf»
https://www.blick.ch/wirtschaft/blick-ins-portemonnaie-des-pensionierten-ehepaars-holzer-die-rente-reicht-nicht-wir-brauchen-unser-erspartes-auf-id20114653.html
Für die Beobachter-Serie legen Leute ihr
Einkommen offen. Das Ehepaar Holzer ist pensioniert – und
spürt das im Portemonnaie.
[Für diesen Artikel müssen Sie ein Abo haben].
Armut im Kanton Bern am 14.9.2024:
Bevölkerung wächst - Gefängnisse sind zu klein: «Trauerspiel für den Kanton»: Kein Container-Knast in
Bern – Strafen könnten verjähren
https://www.blick.ch/politik/trauerspiel-fuer-den-kanton-kein-container-knast-in-bern-strafen-koennten-verjaehren-id20137447.html
Armut im Kanton Zug am 7.10.2024: Zug ist
jetzt UNbezahlbar - Flucht in grosse Kantone: Flucht aus dem Steuerparadies: «Zug ist für den
Mittelstand unbezahlbar geworden»
https://www.blick.ch/wirtschaft/vielen-wird-der-kanton-zu-teuer-3-zuger-fluechten-aus-dem-steuerparadies-zug-ist-fuer-den-mittelstand-unbezahlbar-geworden-id20199751.html
Fototext: Urzugerin Sarah Kaufmann (43)
wurde unverhofft zur Aargauerin.
Der Artikel:
Thomas Schlittler und Siggi Bucher - Dem
Tiefsteuerkanton läuft die Bevölkerung davon. In zehn
Jahren wanderten netto 3082 Einwohner mit Schweizer Pass
ab. Betroffene erzählen.
Sarah Kaufmann (43) ist Zugerin durch und durch. «Ich bin
Chamer Bürgerin», sagt sie stolz. Die Zuger Fasnacht ist für
sie Ehrensache. Das Mithelfen im Verein ebenso. Vor drei
Jahren erlitt Kaufmanns Lokalpatriotismus allerdings einen
herben Dämpfer: Sie wurde gegen ihren Willen zur Aargauerin.
«Nach der Trennung von meinem Freund fand ich im Kanton Zug
keine bezahlbare Wohnung. Als Einkaufsmanagerin in einem
Industriebetrieb verdiene ich zwar nicht schlecht. Bei der
Wohnungssuche musste ich aber feststellen, dass Zug für den
Mittelstand unbezahlbar geworden ist. Ich hätte die Hälfte
meines Lohns für die Miete ausgeben müssen, um eine
anständige Wohnung zu bekommen. Das kam nicht infrage. Ich
suchte deshalb über die Kantonsgrenzen hinweg und wurde in
Abtwil AG fündig. Jetzt bezahle ich 1900 Franken für eine
3,5-Zimmer-Wohnung. Im Kanton Zug würde so eine Wohnung
monatlich 3000 bis 3500 Franken kosten.»
Zugerinnen und Zuger kehren ihrer Heimat immer häufiger den
Rücken. Durch die internationale Zuwanderung wächst der
Kanton zwar weiter. Er zählt mittlerweile rund 133’000
Einwohner. Bei der Bevölkerung mit Schweizer Pass jedoch war
der Wanderungssaldo in den letzten zehn Jahren negativ, wie
Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen.
Urzuger verlassen die Heimat
Während sich seit 2014 24'769 Schweizerinnen und Schweizer
in Zug ansiedelten, entschieden sich 27'851 für einen
Wegzug. Unter dem Strich wanderten netto 3082 Einheimische
ab. Der Ausländeranteil liegt mittlerweile bei 30,3 Prozent.
In den 90er-Jahren war er halb so hoch.
Eine Analyse der «Zuger Zeitung» kam 2023 zum Schluss, dass
die meisten Zugerinnen und Zuger, die ihre Heimat verlassen,
in Nachbargemeinden unweit der Kantonsgrenze ziehen.
Topdestinationen sind Küssnacht am Rigi SZ, Arth SZ und das
Zürcher Säuliamt. Aber auch das Luzernische sowie das
Aargauer Freiamt stehen bei Zug-Auswanderern hoch im Kurs.
Der Hauptgrund liegt auf der Hand: Die Strategie des
Kantons, mit tiefen Steuern Unternehmen und Reiche aus der
ganzen Welt anzulocken, treibt die Mietpreise in
schwindelerregende Höhen. Gemäss einer Auswertung des
Immobilienportals Newhome kostet eine Mietwohnung im Kanton
Zug pro Monat durchschnittlich 2819 Franken. Zum Vergleich
der Mittelwert aller Kantone: 1779 Franken.
Fachstelle beobachtet Verdrängung
Angesichts solcher Mietpreise hilft es Geringverdienern nur
bedingt, wenn der Kanton verspricht, in den nächsten Jahren
für 99 Prozent der Spitalkosten aufzukommen. Die Fachstelle
Punkto, die sich in Zug um Familien und sozial
Benachteiligte kümmert, urteilt deshalb in ihrem
Jahresbericht: «Die Verdrängung weniger privilegierter
Menschen in benachbarte Kantone wird zu einer zunehmend
besorgniserregenden Realität.»
Zu den Verdrängten gehört Jasmine Heer (38), Optikerin von
Beruf. Nach einer Mietzinserhöhung verliess auch sie den
Kanton Zug:
«Ich bin im Zürcher Oberland aufgewachsen und wegen der
Liebe nach Zug gekommen, genau genommen nach Unterägeri. Mir
hat es im Kanton Zug extrem gut gefallen. Nicht nur wegen
des Sees und der Berge, sondern auch wegen der freundlichen
Menschen. Man grüsst sich und schaut aufeinander. Doch dann
kam eine Mietzinserhöhung: 100 Franken mehr pro Monat. Das
konnte ich mir nicht leisten. Nun habe ich im Aargau eine
günstigere Wohnung gefunden. Zwar werde ich wieder etwas
mehr Steuern bezahlen müssen, das fällt bei meinem Lohn
jedoch weniger ins Gewicht als die Miete. Ich vermisse den
Kanton Zug aber schon jetzt und hoffe, dass ich eines Tages
dorthin zurückkehren kann.»
Die Zuger Regierung ist sich der Problematik bewusst. Im
Interview mit Blick sagt Frau Landammann Silvia Thalmann-Gut
(63, Mitte): «Ich habe auch in meinem Bekanntenkreis viele
Menschen, die aus dem Kanton Zug weggezogen sind.»
Diese Woche präsentierte der Regierungsrat deshalb ein
Massnahmenpaket, um die explodierenden Wohnkosten in den
Griff zu bekommen: Vereinfachte Baubewilligungs-Abläufe und
gelockerte Bauvorschriften sollen den Wohnbau fördern,
gemeinnützige Bauträgerschaften leichter zu Darlehen kommen
– und Unterstützungsbeiträge für bedürftige Haushalte
«optimiert» werden.
Steuern sinken weiter
Ob das ausreicht, um Zug auch für Normalverdienende wieder
bezahlbar zu machen, scheint fraglich. Denn eine Abkehr von
der Tiefsteuerpolitik – dem wichtigsten Treiber der
Immobilienpreise – kommt für die Verantwortlichen nicht
infrage.
Jeder achte Zuger ist Millionär
Das Gegenteil ist der Fall: Im Juli hat der Regierungsrat
weitere Steuersenkungen angekündigt. Zwischen 2026 und 2029
soll der Kantonssteuerfuss um vier Prozent gesenkt werden.
Thalmann-Gut: «Wir wollen Zug nicht künstlich unattraktiv
machen.»
Renato Ugolini (59) schüttelt darüber nur den Kopf. Der
Exil-Zuger, der den Kanton 2005 verliess und heute in
Neuhausen am Rheinfall SH lebt, beunruhigt die Entwicklung
seiner alten Heimat sehr:
«Ich bin mitten in Zug, im Guthirt-Quartier aufgewachsen und
habe in einer Schlosserei in der Altstadt die Lehre gemacht.
Doch wenn ich heute in der Stadt unterwegs bin, treffe ich
kaum mehr jemanden, den ich kenne. Stattdessen wird überall
Englisch gesprochen. Meine beiden Söhne leben noch in Zug.
Der Ältere ist 34 und hat zwei kleine Kinder. Sie wohnen in
einer kleinen Vierzimmerwohnung. Gerne hätten sie etwas
Grösseres. Doch das ist mit einem Dachdecker-Lohn praktisch
unmöglich. Mir kommt es so vor, als ob die Stadt, ja der
ganze Kanton, die Vergangenheit und damit das Gedächtnis
verliert. Zug wird dement.»
Schweiz ist UNbezahlbar am 7.10.2024: z.B.
in Zürich: Immo-Irrsinn in Zürich: 2-Zimmer-Wohnung kostet 1,8
Millionen Franken
https://www.blick.ch/wirtschaft/immo-irrsinn-in-zuerich-kleine-2-zimmer-wohnungen-soll-1-8-millionen-franken-kosten-id20204705.html
Verdacht Mafia-Aktivitäten in
Zürich-Altstetten am 8.10.2024: Hauspreise und Mietpreise
explodieren: Irrer Preisanstieg: Zürcherin muss
langjähriges Zuhause verlassen
https://www.nau.ch/news/schweiz/irrer-preisanstieg-zurcherin-muss-langjahriges-zuhause-verlassen-66841441
In Zürich steigen die Mietkosten enorm. Eine Betroffene
musste deshalb ihr Zuhause verlassen – nach 20 Jahren.
Im Blüemliquartier in Zürich-Altstetten
steigen die Wohnungsmieten unaufhaltsam.
Eine langjährige Bewohnerin des Quartiers
konnte sich ihr Haus nicht mehr leisten.
Das Beispiel der Zürcherin zeigt die
fortlaufende Gentrifizierung exemplarisch.
An der Edelweissstrasse 33 im Zürcher Blüemliquartier steht
ein unscheinbares zweistöckiges Haus. Doch trotz seiner
bescheidenen Erscheinung liegt die Miete bei 4500 Franken im
Monat.
Ein Betrag, der für Menschen wie Yvonne Kunz unerschwinglich
geworden ist, wie der «Beobachter» schreibt.
Steigende Mietkosten sind für viele Menschen in der Schweiz
ein Problem. – afp
Kunz, eine Journalistin und Autorin, lebte bis vor einem
Jahr in diesem Haus. Die 52-Jährige hat zwei Jahrzehnte im
Blüemliquartier gelebt und hier ihre Tochter grossgezogen.
«Es war ein Zuhause.»
Damals zahlte sie knapp 3000 Franken Miete für ihr Haus mit
Garten.
Vor zwei Jahren jedoch meldete die Vermieterin Eigenbedarf
an und Kunz musste ausziehen. Die Vermieterin zog dann nicht
ein, das Haus wurde jedoch neu vermietet – an eine WG. Nach
langer Suche konnte Kunz keine neue Bleibe im Quartier oder
in der näheren Umgebung finden.
Mieten steigen unaufhaltsam
Seit eineinhalb Jahren lebt Yvonne Kunz nun in Winkel ZH,
nahe beim Flughafen. «Ich bin ein Aufwertungsopfer, anders
kann man es nicht sagen.»
Die Mieten im Quartier sind astronomisch hoch: Angebote für
5000 Franken im Monat sind keine Seltenheit. In den letzten
15 Jahren haben fast ein Fünftel der Grundstücke im Quartier
den Besitzer gewechselt.
Ist deine Miete schon mal stark gestiegen?
Die Gründe für den unfreiwilligen Wegzug sind vielfältig und
individuell. Doch eines ist klar: Wohnen in der Stadt wird
immer teurer, besonders in begehrten Quartieren wie dem
Blüemliquartier.
«Im Moment scheint kein Preis zu hoch»
Immer wieder sorgen Miet- oder Kauf-Inserate aus der Region
Zürich mit horrenden Preisen für Schlagzeilen. Kürzlich etwa
wurde ein einfaches Reihenhüsli im selben Quartier für 2,25
Millionen Franken versteigert.
Das Reiheneckhaus liegt im Blüemliquartier eingangs
Altstetten. – Nau.ch/Nico Leuthold
Ein grosser Batzen: Für einen Kaufpreis von 2,25 Millionen
Franken braucht es ein Eigenkapital von mindestens 450'000
Franken. Hinzu kommt ein Mindesteinkommen von 359'000
Franken.
Yvonne Hess, die ebenfalls im Blüemliquartier wohnt, sagt
zum «Beobachter»: «Im Moment scheint kein Preis zu hoch, um
einen Käufer zu finden. Ich frage mich, wohin das führt.»
Ständerat weiss nicht, dass die Hütte brennt
am 8.10.2024: Viele Leute in der Schweiz können die
Krankenkasse schlichtweg NICHT MEHR ZAHLEN: Ständeratskommission lehnt kantonale
Einheitskrankenkassen ab
https://www.nau.ch/politik/bundeshaus/standeratskommission-lehnt-kantonale-einheitskrankenkassen-ab-66841819
Kantone dürfen vorerst keine Einheitskrankenkassen
einführen, so die Kommission des Ständerates.
Die Kantone sollen vorderhand keine kantonalen
Einheitskrankenkassen einführen dürfen. Dieser Meinung ist
die zuständige Kommission des Ständerates. Sie lehnt eine
Genfer Standesinitiative ab.
Die Initiative verlangt Rechtsgrundlage, damit die Kantone
die Einheitskrankenkassen einführen können. Die Kommission
für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S)
will aber vor weiteren Schritten einen Bericht des
Bundesrats abwarten.
Die SGK-S fällte ihren Entscheid, der Standesinitiative
nicht Folge zu geben, mit sieben zu vier Stimmen mit einer
Enthaltung. Dies teilten die Parlamentsdienste am Dienstag
mit. Sie findet, dass kantonale Einheitskrankenkassen
erhebliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung und
Durchführung mit sich bringen würden.
Zweifel an Kosteneffizienz von Einheitskrankenkassen
Ebenso zweifelt die Kommission daran, dass Einheitskassen
die Gesundheitskosten verringern würden. Zurzeit entfielen
weniger als fünf Prozent des Prämienvolumens auf die
Verwaltung der Kassen. Auch hätten die Kantone schon heute
die Möglichkeit, selbst eine Kasse zu gründen, die in
Konkurrenz mit bestehenden Kassen stehen würde.
Vor zehn Jahren lehnten die Schweizer Stimmberechtigten die
Einführung einer Einheitskrankenkasse mit 61,9 Prozent ab.
Nein sagte mehrheitlich die deutschsprachige Schweiz,
während die Westschweiz die entsprechende Volksinitiative
guthiess. Als Nächstes entscheidet der Ständerat über die
Initiative.
Armut in der Schweiz am 16.11.2024: 67.000
Kinder betroffen, 269.000 Kinder+Jugendliche gefährdet: Armut: Kein Schwimmkurs – so leiden arme Kinder in
Schweiz
https://www.nau.ch/news/schweiz/armut-kein-schwimmkurs-so-leiden-arme-kinder-in-schweiz-66849000
Bern, 16.11.2024 - 16:59
Sina Barnert - Kinder
und Jugendliche leiden in der Schweiz besonders oft unter
Armut. Organisationen gehen von bis zu 100'000 Betroffenen
aus.
Das Wichtigste in Kürze
Eine neue Studie zu Armut zeigt, dass
Kinder und Jugendliche am meisten betroffen sind.
Total seien es 76'000 Kinder, sagt die
Skos. Die Caritas spricht gar von 100'000.
Armutsbetroffene Kinder seien in ihrer
gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt.
2022 lebten rund 269'000 Menschen unter 18 Jahren unterhalb
der Armutsgefährdungsgrenze. Das sagt eine Mitte Oktober
erschienene Studie zur materiellen Situation von Kindern und
Jugendlichen aus.
Konkret heisst das: Über 17 Prozent der Kinder und
Jugendlichen in der Schweiz leben in Armut oder drohen in
die Armut abzurutschen.
Aline Masé, stellvertretende Bereichsleiterin Grundlagen und
Politik von Caritas Schweiz, sagt dazu: «Mehr als jedes
sechste Kind in der Schweiz hat kaum genug zum Leben.» Das
bedeute, dass in jeder Schulklasse mindestens drei Kinder
sitzen würden, die armutsbetroffen seien.
Kinder und Jugendliche erhalten am häufigsten Sozialhilfe
Es seien 76'000 Kinder und Jugendliche, die in der Schweiz
von der regulären Sozialhilfe unterstützt würden. Das
erklärt Ingrid Hess, Sprecherin Schweizerischen Konferenz
für Sozialhilfe (Skos). Das sei mit 4,8 Prozent «der höchste
Wert unter allen Altersgruppen».
Die Caritas geht sogar von noch mehr Kindern aus. Masé sagt
dazu: «Wer Anspruch auf Sozialhilfe hat, ist gemäss BFS von
Armut betroffen. Unter dieser Grenze lebten im Jahr 2022
gemäss Bundesamt für Statistik rund 100'000 Kinder.»
Aber wann gilt ein Kind genau als armutsbetroffen?
In der Schweiz sind 76'000 Kinder von Armut betroffen.
(Symbolbild)
Simon Huber von der Heilsarmee sagt: «Kinder können an
öffentlichen Angeboten nicht teilnehmen, die die Entwicklung
fördern.»
Sogar 269'000 leben unter der Armutsgefährdungsgrenze. Das
seien drei Kinder pro Klassenzimmer, sagt die Caritas.
(Symbolbild)
Armut führe dazu, dass Kinder und Jugendliche nicht am
gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten, sagen
verschiedene Stellen.
Auch die Bildungschancen seien kleiner, was in der Zukunft
weitere Armut bedeuten könne.
Es müsse mehr gegen Kinderarmut getan werden. Die Kantone
seien in der Pflicht, findet die Caritas.
Hess dazu: «Die Armutsgrenze wird von den Richtlinien der
Skos abgeleitet. Sie betrug 2022 durchschnittlich 4010
Franken für zwei Erwachsene mit zwei Kindern.»
Von diesem Betrag müsse man Ausgaben des täglichen Bedarfs
decken. Das seien Essen, Hygiene, Mobilität, die Miete und
weitere Posten, nicht jedoch die Krankenkassenprämien.
«Viel zu tief»
Das sorgt für Kritik.
Aline Masé meint: «Aus Sicht von Caritas ist die
Armutsgrenze, die sich am Existenzminimum der Sozialhilfe
orientiert, viel zu tief.» Davon müssten nebst den oben
genannten Dingen auch «Haushaltsführung, Internet, Handy,
TV, Versicherungen, Freizeit, Bildung und so weiter bezahlt
werden».
Sollte mehr gegen Kinderarmut getan werden?
Das sei ein Problem, denn: «Die Teilhabe an der Gesellschaft
ist damit nicht möglich. Die Studie zeigt auf, dass die
Sozialhilfe zu tief ist und die negativen Folgen von Armut
für Kinder nicht reduziert.»
Die Caritas orientiere sich an der Armutsgefährdungsgrenze,
die das Bundesamt für Statistik jährlich berechne. Und die
liege für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren
bei 5432 Franken pro Monat.
«Diese Grenze geht davon aus, dass auch ärmere Menschen in
der Schweiz an der Gesellschaft teilhaben sollen», so Masé.
Arme Kinder können nicht in Schwimmkurs oder ins Museum
Aber was bedeutet es für Kinder und Jugendliche konkret, von
Armut betroffen zu sein? Simon Bucher, Pressesprecher der
Heilsarmee, sagt dazu: «Kinder können an öffentlichen
Angeboten nicht teilnehmen, die die Entwicklung fördern.»
Dazu gehöre beispielsweise ein Schwimmkurs. Auch seien
Freizeitaktivitäten stark eingeschränkt – es sei zum
Beispiel nicht möglich, ins Museum zu gehen.
Das bekräftigt auch Aline Masé: «Kinder, die von Armut
betroffen sind, sind in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe
und in den Bildungschancen eingeschränkt.»
Das heisse beispielsweise, dass sie in ihrer Freizeit nicht
mit den Eltern in den Zoo gehen könnten. Oder nicht mit auf
einen Ausflug mit Freunden gingen, weil dies nicht im Budget
liege.
Masé weiter: «Betroffene Kinder haben auch meist keine
Möglichkeit, ausserschulischen Nachhilfeunterricht zu
besuchen. Das schmälert ihre Bildungschancen.»
Ingrid Hess erklärt: «Kinder, die in einem Elternhaushalt
leben, der von der Sozialhilfe mitunterstützt wird, erfahren
häufig Einschränkungen zu schulischen
Unterstützungsangeboten. Diese Einschränkungen erschweren
den Kindern eine gute Ausbildung, was meist der Schlüssel
wäre, um dereinst der Armut zu entfliehen.»
Arme Kinder haben öfter gesundheitliche Probleme
Kinder aus einer armen Familie hätten auch schlechtere
Entwicklungschancen und häufiger gesundheitliche Probleme.
Diese würden sich dann vor allem mit zunehmendem Alter
zeigen.
Ein Caritas-Interview mit einer betroffenen Familie von 2017
zeigt, wie sich Armut auf den Alltag auswirken kann. Darin
erzählt die siebenjährige Olivia, sie dürfe nur Kleider mit
roten Kleberli aussuchen – also Sale-Artikel.
Ihre Mutter erinnert sich zudem daran, wie Olivia im
Kindergarten erzählte, andere Kinder hätten Spielzeug im
Adventskalender. Sie selbst hatte nur Schoggi – das zu
hören, sei für das Mami zuerst «schlimm» gewesen.
Organisationen fordern Politik zum Handeln gegen Armut
auf
Einig sind sich die Caritas, die Skos und die Heilsarmee in
folgendem Punkt: Es wird zu wenig gegen Kinderarmut in der
Schweiz getan.
Die Studie zeigt laut Ingrid Hess: Die aktuellen
Sozialhilfeleistungen sind für Kinder teilweise
unzureichend, um ihnen einen angemessenen Lebensstandard zu
gewährleisten.
«Die Skos-Richtlinien sehen für ein Kleinkind dieselben
Unterstützungsleistungen vor wie für Jugendliche. Die Studie
schlägt deshalb altersabhängige Leistungen für die
Sozialhilfe vor.»
Weiter gehen will die Caritas: Sie möchte die Kantone
stärker in die Pflicht nehmen, beispielsweise bei
Kita-Kosten und Krankenkassenprämien.
Aline Masé ergänzt: «Ein weiteres wirksames Instrument gegen
die Armut von Kindern und Jugendlichen sind
Familien-Ergänzungsleistungen.» Die Kantone Genf,
Waadt, Solothurn und Tessin hätten eine solche
Familien-EL bereits eingeführt, der Kanton Fribourg habe
sie beschlossen.
Armut in der Schweiz am 13.1.2025: steigt
und steigt und keiner will es merken: Die grosse BIP-Lüge – für die Masse bleibt immer weniger: Experte Vontobel ordnet ein
https://www.blick.ch/wirtschaft/wirtschaftsexperte-werner-vontobel-ordnet-ein-die-grosse-bip-luege-fuer-die-masse-bleibt-immer-weniger-id20486216.html
Werner Vontobel - Ökonomen
messen den Fortschritt daran, wie viel mehr produziert
wird. Das ist bestenfalls die halbe Wahrheit: Viel
wichtiger ist, wer was konsumieren kann.
Ein steigendes Brutto-Inlandsprodukt (BIP) gilt allgemein
als der Massstab, an dem wir unsere Wirtschaftspolitik
messen. Das ist nicht sehr ehrgeizig. Das Ziel muss das
grösstmögliche Glück der grösstmöglichen Zahl sein. Dieses
hängt zwar auch davon ab, wie viel produziert wird (BIP),
wichtiger aber, was davon konsumiert werden kann, und wie
der konsumierbare Teil des BIP verteilt wird.
Und nicht zuletzt hängt unser Glück auch davon ab, wie
produziert wird. Arbeit kann Freude machen, sie kann uns
aber auch frustrieren und verblöden.
Das Problem mit dem BIP fängt damit an, dass immer weniger
davon konsumierbar ist. Wir verwenden einen immer grösseren
Teil der bezahlten (und somit BIP-relevanten) Arbeitszeit
damit, die zunehmende Komplexität unserer Wirtschaft zu
bewältigen. Das betrifft insbesondere den Finanzsektor, den
Transport, die langen Arbeitswege und die damit verbundenen
Ausgaben, die Werbung, den Handel mit Immobilien, die
private und staatliche Arbeitsmarktbürokratie usw.
Die gelernten Ökonomen machen keinen Unterschied zwischen
Konsum und Komplexitätsbewältigung. Für sie ist einfach
alles nur BIP oder BIP pro Kopf. Und dieses ist gemäss ihren
Statistiken seit 2000 um 19 Prozent gewachsen. Das sind rund
750 Franken pro Kopf und Jahr.
Wie sich diese – leicht - gesteigerte Produktion auf das
grösstmögliche Glück der grössten Zahl ausgewirkt hat, hängt
vor allem von der Verteilung ab. Plakativ formuliert geht es
um die Frage, wie viel Brot und wie viel Kaviar in unseren
BIP steckt. Je einseitiger die Einkommensverteilung, desto
grössere Teile des BIP werden für reinen Luxus- und
Statuskonsum verschwendet.
Dass die Einkommensverteilung noch einseitiger geworden ist,
zeigt ein Blick auf die einschlägige Statistik der
Eidgenössischen Steuerverwaltung. Danach ist der Anteil des
reichsten Prozent am steuerbaren Einkommen seit 2003 von
10,5 auf 12,6 Prozent gestiegen. Die reichsten 20 Prozent
haben ihren Anteil von 47,8 auf 52,1 Prozent erhöht – der
Anteil der unteren 80 Prozent ist entsprechend gesunken.
Der Masse bleibt immer weniger
Übertragen auf das BIP-Wachstum pro Kopf bedeutet das im
Grossen und Ganzen, dass die jährliche Zuwachsrate der
Superrreichen um rund 11'000 Franken, die des oberen
Fünftels Prozent um rund 2000 Franken, die der untern 80
Prozent aber nur um 400 Franken gestiegen sind.
Für die ärmere Hälfte blieben gar nur Zuwächse von null bis
200 Franken – pro Jahr. Also praktisch nichts. Die Kluft
zwischen reich und arm ist somit seit der Jahrtausendwende
noch einmal deutlich gestiegen – zumindest in Franken und
Konsumkraft gerechnet.
Und das wiederum wirkt sich auf die Zusammensetzung des BIP
aus. Zunächst einmal erfordern die sinkenden
Einkommensanteile der unteren Hälfte noch mehr Umverteilung
und eine entsprechende Bürokratie. Und zwar nicht nur
vonseiten des Staates, sondern auch von den Reichen, die
noch mehr Grund haben, sich gegen entsprechend höhere
Steuern zu wehren. Und die dabei einen hohen Aufwand
betreiben, etwa (teure) Steuerberater engagieren oder in
steuergünstige Gemeinden umziehen.
Steigende Mieten
Die sehr ungleiche Verteilung der Einkommenszuwächse
bedeutet aber auch, dass nur ein sehr kleiner Teil das Glück
der grossen Zahl vergrössert hat. Ein Teil davon wurde mit
Luxuskonsum verschwendet und der Löwenanteil wurde
gewinnbringend in Wertsachen investiert.
Nicht zuletzt in Wohnimmobilien, mit der Folge, dass die
Bodenbesitzer die Mieter und Wohnungssuchenden zur Kasse
bitten können. Normalverdiener zahlen heute schnell einmal
jährlich 15'000 bis 20'000 Franken mehr Miete als vor 20
Jahren. Das ist eine – weitere – massive Umverteilung von
unten nach oben, die allerdings in keiner Statistik
ausgewiesen wird.
Ungleichheit verdirbt den BIP-Brei
Doch letztlich geht es nicht um Geld, sondern um das
Gemeinschaftsgefühl, um das soziale Kapital. Dieses wird
dadurch vernichtet, dass die Beute viel zu einseitig
verteilt wird. Sozialwissenschafter haben es in Hunderten
von Studien bewiesen: Je ungleicher die
Einkommensverteilung, desto kränker, krimineller,
konsumsüchtiger, einsamer und übergewichtiger ist die
Gesellschaft. Und umso mehr wird das BIP durch die hohen
Kosten für Gesundheit, Sicherheit, Justiz etc. aufgebläht.
Gleichzeitig sinkt die Bereitschaft, sich in diesen
Bereichen zu engagieren, denn mit Arbeit allein, kann man
die Lücke zu den Reichen nicht schliessen. Dazu muss man
entweder Immobilien erben, Finanz-Influencer werden, oder
sein Geld auf die richtige der inzwischen über 10'000
Kryptowährungen setzen.
Der Brei ist verdorben. Bessere Köche braucht das Land.
Die kriminelle schweizer Elite und die kriminellen schweizer
Arbeitgeber, die immer nur junge Ausländer reinholen und
Leute ab 50 diskriminieren, werden NICHT ERWÄHNT:
Armut in der reichen Schweiz am 31.3.2025:
8,1% - 18,8% haben keine 2500 Fr. Reserve - und die Elite
und die Arbeitgeber rühren KEINEN Finger sondern holen
immer noch immer junge Ausländer rein: Armut in der Schweiz: Fast 20 Prozent können
2500 Franken nicht zahlen - Armut
Schweiz: 2500 Franken brechen jedem Fünften das Genick
https://www.20min.ch/story/armut-schweiz-2500-franken-brechen-jedem-fuenften-das-genick-103314911
Fototexte:
1. Insgesamt waren 708'000 Menschen oder 8,1 Prozent der
Bevölkerung im Jahr 2023 von Einkommensarmut betroffen.
2. 18,8% der Bevölkerung konnten keine unerwartete Ausgabe
von 2500 Franken bezahlen.
3. Auch 176.000 Erwerbstätige galten als arm - sie zählen
zu den "Working Poor".
4. Der Anteil mit mindestens zwei Zahlungsrückständen
stieg 2023 auf 6,3 Prozent - nach 4,8% im Vorjahr.
5. Besonders häufig trifft es Alleinlebende,
Einelternhaushalte mit Kindern, Personen ohne
nachobligatorische Ausbildung und Haushalte ohne
Erwerbstätige.
Der Artikel:
-- 2023 konnten 18,8 Prozent der Schweizer Bevölkerung
unerwartete Ausgaben von 2500 Franken nicht decken.
-- 11,1 Prozent der Haushalte konnten abgenutzte Möbel nicht
ersetzen, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt.
-- 708'000 Menschen, darunter 176'000 Erwerbstätige, lebten
in Einkommensarmut.
-- Die Armutsgrenze lag bei 2315 Franken für Einzelpersonen
und 4051 Franken für Familien mit zwei Kindern.
Ein kaputtes Haushaltsgerät, eine Zahnarztrechnung oder eine
hohe Nachzahlung – fast jede fünfte Person in der Schweiz
(18,8 Prozent) konnte 2023 eine unerwartete Ausgabe von 2500
Franken nicht bezahlen. Auch neue Möbel waren für viele
nicht drin: 11,1 Prozent lebten in Haushalten, in denen
abgenutzte Einrichtungsgegenstände nicht ersetzt werden
konnten.
Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS),
die am Montag veröffentlicht wurden. Sie machen deutlich,
wie viele Menschen hierzulande mit finanziellen Engpässen
leben.
708'000 Menschen von Einkommensarmut betroffen
Insgesamt waren rund 708'000 Menschen, oder 8,1 Prozent der
Bevölkerung, von Einkommensarmut betroffen. Besonders häufig
trifft es Alleinlebende, Einelternhaushalte mit Kindern,
Personen ohne nachobligatorische Ausbildung und Haushalte
ohne Erwerbstätige. Auch 176'000 Erwerbstätige galten als
arm. Das sind 4,4 Prozent aller Berufstätigen. Diese
Personen gelten als sogenannte «Working poor».
Die Armutsgrenze lag 2023 bei durchschnittlich 2315 Franken
im Monat für eine Einzelperson und bei 4051 Franken für zwei
Erwachsene mit zwei Kindern. Davon müssen alle laufenden
Ausgaben für Wohnen, Essen, Hygiene und Mobilität bezahlt
werden. Krankenkassenprämien, Steuern und Alimente werden
vorab vom Einkommen abgezogen.
Neben direkter Armut zeigt sich auch eine breite finanzielle
Unsicherheit: 10,1 Prozent der Bevölkerung hatten Mühe, bis
zum Monatsende durchzukommen. 5,5 Prozent litten unter
materieller und sozialer Deprivation. Das bedeutet, dass
einem Menschen etwas Wichtiges fehlt, das er zum Leben oder
für sein Wohlbefinden braucht. Diese Personen mussten also
auf Dinge verzichten, die für andere selbstverständlich
sind. Dazu gehören etwa kostenpflichtige Freizeitaktivitäten
oder das eigene Geld für kleine persönliche Ausgaben.
Zahlungsrückstände nahmen 2023 wieder zu: 6,3 Prozent der
Bevölkerung lebten in Haushalten mit mindestens zwei offenen
Rechnungen. Besonders oft bei Steuern und
Krankenkassenprämien. 2022 lag der Wert noch bei 4,8
Prozent.
Gleichzeitig sank die Zufriedenheit mit der finanziellen
Situation: Nur noch 30,3 Prozent zeigten sich 2023 sehr
zufrieden – nach einem Höchstwert von 38,2 Prozent im Jahr
2021. Damals hatten viele wegen der Pandemie weniger
ausgegeben, was sich positiv auf ihr Empfinden auswirkte.
Trotz dieser Herausforderungen liegt der Lebensstandard laut
BfS in der Schweiz weiterhin deutlich über dem europäischen
Durchschnitt. Der allgemeine Lebensstandard wird anhand des
medianen verfügbaren Äquivalenzeinkommens gemessen, wobei
die Preisniveauunterschiede zwischen den Ländern korrigiert
werden. In Europa lag dieses Einkommen 2023 nur in
Luxemburg, Norwegen und Österreich höher als in der Schweiz.
Armut in der Schweiz am 8.4.2025: Nun sollen
es schon 1,5 Millionen sein
… denn 1.5 Millionen Menschen in der Schweiz sind inzwischen
von Armut betroffen. Währenddessen die Schere zwischen Arm
und Reich immer weiter auseinander geht.
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/111790
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/111791
Armut hat Auswirkungen auf die Schweiz am
11.4.2025: Reiche Ausländer besiedeln den Kanton
Graubünden
https://t.me/Impfschaden_Corona_Schweiz/112050
Wegen der Armut in der Schweiz: In GR werden
Eigentumswohnungen über 1 Million vorallem von Deutschen
gekauft!
Auch Asiaten, Türken, Ukrainer und Amerikaner sind häufig
unter den Käufern...🤔
Armut im Blocher-Kanton Zürich am 4.5.2025: Mieten sind UNbezahlbar geworden - Leute flüchten auf Campingplätze - Hausbesitzerverein feiert sein Betonhirn und "weiss nichts davon": DER KANTON ZÜRICH ist so REICH, er ist UNbewohnbar geworden Wohnungsnot zieht Schweizer auf
Campingplätze https://www.nau.ch/news/schweiz/wohnungsnot-zieht-schweizer-auf-campingplatze-66981409
Fototexte:
Etwa die 81-jährige Susanne Haug muss aus ihrer günstigen
Wohnung im Zürcher Kreis 3 ausziehen.
«Wir erhalten klar mehr Anfragen von Leuten, die auf einem
Campingplatz wohnen wollen», sagt Rolf Järmann,
Geschäftsführer des Vereins Wohnmobilland Schweiz.
Der Campingplatz Schützenweiher in Winterthur ZH registriert
pro Jahr rund 80 Anfragen für einen Stellplatz mit
Erstwohnsitz.
Zähne putzen und ab in den Liegestuhl? Im Campingplatz
Schützenweiher geht es morgens stattdessen zur Arbeit.
Beim Verband Swisscamps melden sich vermehrt Leute, die in
Tiny Häusern auf Campingplätzen wohnen wollen.
Der Artikel:
Bettina Zanni - Zürich - Campingplätze erfreuen sich
zunehmender Beliebtheit. Grund dafür ist die Wohnungskrise
im Raum Zürich. Und der Trend hat einen Haken.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Wohnmobil-Verein erhält mehr Anfragen
rund um das Wohnen auf einem Campingplatz.
Auf einem Zürcher Campingplatz leben
bereits Leute nach gescheiterter Wohnungssuche.
Doch vielerorts ist permanentes Wohnen
auf Campingplätzen verboten.
Eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist in Zürich und
Umgebung beinahe unmöglich geworden. 2024 sind die
Mietpreise in der Stadt Zürich innert zwei Jahren um sechs
bis neun Prozent gestiegen. Zahlreiche Leerkündigungen
verschärfen die Wohnungsknappheit.
Nach erfolgloser Wohnungssuche ist Susanne Haug sogar
bereit, auf einen Campingplatz zu ziehen. - asdfa
Nach erfolgloser Wohnungssuche ist sie sogar bereit, auf
einen Campingplatz zu ziehen. Haug ist kein Einzelfall.
Trend bestehe seit zwei bis drei Jahren
«Wir erhalten klar mehr Anfragen von Leuten, die auf einem
Campingplatz wohnen wollen.» Dies sagt Rolf Järmann,
Geschäftsführer des Vereins Wohnmobilland Schweiz, zu
Nau.ch. Dieser Trend bestehe seit zwei bis drei Jahren.
Die Interessenten seien meist zwischen 30 und 50 Jahre alt.
Oft geht es laut Järmann um rechtliche Fragen.
Könntest du dir vorstellen, auf einem Campingplatz zu
wohnen?
Denn: Einen Campingplatz zu seinem neuen zu Hause zu machen,
ist schwieriger, als es scheint.
Fabienne Huber, Geschäftsführerin von Swisscamps, dem
Verband Schweizerischer Campings, sagt zu Nau.ch: «In den
meisten Gemeinden und Städten ist das permanente Wohnen auf
Campingplätzen nicht erlaubt.»
Vom Hausarzt bis zur Pflegerin – alle wohnen auf dem
Campingplatz
Der Campingplatz Schützenweiher in Winterthur ZH registriert
pro Jahr rund 80 Anfragen für einen Stellplatz mit
Erstwohnsitz.
In einigen Jahren ist die Anzahl laut Basil Tulinski,
Organisator auf dem Campingplatz, um einiges tiefer. In
anderen sei sie aber fast doppelt so hoch.
«Momentan beherbergen wir rund 50 Dauercamper», sagt Basil
Tulinski.
Einen davon begleitete Nau.ch im Dezember 2023.
Der 67-jährige Walter lebt das ganze Jahr über auf dem
Campingplatz. Nau.ch hat ihn 2023 besucht. - Nau.ch/Nico
Leuthold
47 der Dauer-Camperinnen und -Camper gehen laut Tulinski
«ganz normal einer Arbeit» nach. Die Bandbreite reiche von
Hausärzten, Pflegerinnen, Buschauffeuren, Handwerkern,
Informatikern bis hin zu KV-Angestellten.
Würde der Campingplatz alle Plätze zur Dauermiete
ausschreiben, wäre dieser laut Tulinksi innerhalb von zwei
Wochen gefüllt.
«Plätze zur Dauermiete stellen in der heutigen Zeit ein
echtes Bedürfnis der Schweizer Bevölkerung dar.» Vor allem
in den letzten fünf Jahren falle dieser Trend auf.
«Neuen Job, aber noch keine Wohnung gefunden»
Oft weichen auch Studierende auf diese Wohnform aus.
«Solche, die keine Studentenwohnung gefunden haben, bevor
das Studium begonnen hat», sagt Tulinski.
Daher zögen sie mit dem Camper ihrer Eltern oder dem eigenen
als Übergangslösung auf den Campingplatz. «Bis es ihnen so
gut gefällt, dass sie bleiben möchten.»
Aber auch ein Jobwechsel kann der Auslöser sein. «Zum
Beispiel haben sie einen neuen Job in der Region, aber noch
keine Wohnung gefunden.» Oft bleibe auch diese Gruppe am
Schluss längerfristig.
Manche älteren Camper entscheiden sich laut dem Organisator
bewusst für dieses Leben. «Zum Beispiel, weil die Rente für
eine Wohnung in Stadtnähe nicht ausreicht.»
Nachfrage nach Wohnen in Tiny Häusern
Auch bei Swisscamps melden sich vermehrt Leute, die auf
Campingplätzen wohnen wollen.
«Die Nachfrage ist vor allem bezogen auf den Trend für Tiny
Häuser da», sagt Fabienne Huber.
Grund dafür sind ihr zufolge aber nicht die höheren Mieten.
«Sondern vielmehr der Trend, in Tiny Häusern zu wohnen.» Die
Interessenten wollten ihren Wohnraum und auch Besitz
reduzieren.
Hauseigentümerverband ist Problem nicht bekannt
Der Hauseigentümerverband Zürich (HEV) sieht keinen
Handlungsbedarf gegen die Not, im Wohnwagen statt in Häusern
zu wohnen.
«Davon haben wir noch nichts vernommen», sagt ein Sprecher
auf Anfrage. Daher könne der Verband die gestellten Fragen
auch nicht beantworten.
In Zürich haben sich dagegen erst vor wenigen Wochen
Tausende Menschen zu einer Demo für mehr bezahlbaren
Wohnraum versammelt.
Armut
in der Schweiz am 19.5.2025: Das ist der Politik alles
scheissegal (!) Junge Familien werden zum Einkaufstourismus gezwungen
Armut in der Schweiz am 10.6.2025: 33% der
Leute zwischen 20 bis 40 sind an der Armutsgrenze: Geldsorgen statt Zukunftsträume: Jeder dritte Schweizer
unter vierzig sieht sich finanziell am Limit
https://weltwoche.ch/daily/geldsorgen-statt-zukunftstraeume-jeder-dritte-schweizer-unter-40-sieht-sich-finanziell-am-limit/
Immer mehr junge Erwachsene in der Schweiz halten
ihre finanzielle Situation für bedrohlich: Laut einer neuen
Studie der Wirtschaftsprüfungs-
Armut in der Schweiz am 17.7.2025: Ca. 30%
sind am Existenzminimum - wegen der kriminellen
Krankenkassen, die jeden Scheiss bezahlen und die
Chirurgen jeden Scheiss operieren lassen und die
Naturmedizin verweigern: Fast jede dritte Person in der Schweiz hat finanzielle
Probleme
https://www.20min.ch/story/wegen-krankenkasse-fast-jede-dritte-person-in-der-schweiz-hat-finanzielle-probleme-103383071
Fabian Pöschl - Steigende Krankenkassenprämien
belasten viele Schweizer. Gespart wird vor allem bei
Kleidern, Elektronik und Ausflügen.
27 Prozent der Schweizer erwarten eine
Verschlechterung ihrer finanziellen Lage im Vergleich zu
2024.
Krankenkassenprämien belasten viele
Haushalte stark – 16 Prozent haben Schwierigkeiten, diese zu
bezahlen.
Die 36- bis 55-Jährigen sind besonders
betroffen, da sie oft mehrere finanzielle Verpflichtungen
haben.
Auch in der vermeintlich reichen Schweiz blicken viele
sorgenvoll auf ihre Finanzen. Bei einer Umfrage des
Vergleichsdienstes Comparis mit über 1000 Personen gaben 27
Prozent der Befragten an, mit einer Verschlechterung ihrer
finanziellen Situation im Vergleich zu 2024 zu rechnen. Das
sind genauso viele wie Ende letzten Jahres.
Sechs Prozent sind sogar der Ansicht, ihre Situation 2025
werde viel schlechter sein als im Vorjahr. Auf der anderen
Seite gehen gleichzeitig knapp 24 Prozent der Befragten von
einer Verbesserung aus.
[Kriminelle Pharma raubt der CH-Bevölkerung am meisten
Geld - und es wird unter der kr. Jüdin Levy (Managerin
OHNE Medizinausbildung) NIE BESSER]
Krankenkassenprämien machen am meisten zu schaffen
Eine finanzielle Belastung stellen für die Befragten vor
allem die Krankenkassenprämien dar. Fast jeder sechste
Befragte (16 Prozent) hat regelmässig Schwierigkeiten, die
Prämien zu bezahlen. Zwar geben mehr Personen als bei der
Befragung im Vorjahr an, Prämienverbilligungen zu bekommen,
doch diese lindern die finanzielle Belastung nur teilweise,
sagt Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn.
Die verhaltene Stimmung spiegelt sich auch in den Antworten
auf die Frage wider, wie die eigene finanzielle Situation
beschrieben werden kann. 24 Prozent geben an, auf jeden
Franken schauen und sich sehr einschränken zu müssen, um
alle Rechnungen begleichen zu können. 6 Prozent beklagen
gar, das Geld reiche ihnen hinten und vorne nicht.
Die 36- bis 55-Jährigen spüren die finanzielle Belastung
besonders: 9 Prozent von ihnen geben an, dass das Geld nicht
ausreicht. Bei den Jüngeren (18 bis 35 Jahre) sind es 4
Prozent und bei den über 55-Jährigen 3 Prozent.
Wie gehst du mit steigenden Krankenkassenprämien um?
Ich spare an anderen Stellen, um die Prämien bezahlen zu
können.
Ich habe Anspruch auf Prämienverbilligung und nutze diese.
Ich habe Schwierigkeiten, die Prämien zu bezahlen.
Ich habe keine Probleme mit den Prämien.
Ich überlege, die Krankenkasse zu wechseln.
15088 Abstimmungen
Kuhn sagt: «Die mittlere Generation steht oft vor mehrfachen
finanziellen Herausforderungen, von der Finanzierung des
Familienlebens, zum Beispiel von Wohneigentum und einem
grösseren Auto, bis zur Altersvorsorge. Steigende Fixkosten
wirken sich hier besonders stark aus.»
Gespart wird bei Kleidern, Elektronik und Ausflügen
Wenn der finanzielle Spielraum kleiner wird, verzichten die
Menschen in der Schweiz am ehesten auf neue Technik und
Elektronik (64 Prozent), neue Kleider und Accessoires (61
Prozent) sowie auf Ausgang und Restaurantbesuche (57
Prozent). «Wenn gespart werden muss, zeigen sich die
bekannten Muster: Frauen verzichten häufiger auf
Spontankäufe, nutzen Rabatte und vergleichen die Preise.
Männer sparen dagegen beim Auto», so Kuhn.
Immerhin: Beim Blick fünf Jahre in die Zukunft sind viele
zuversichtlich: 44 Prozent schätzen, dass ihre finanzielle
Situation 2030 besser oder gar viel besser sein wird als
2025. 31 Prozent gehen von gleichbleibenden Verhältnissen
aus und nur 25 Prozent befürchten, dass es in Sachen Geld
eher oder gar viel schlechter bestellt sein wird.
Westschweiz am 23.7.2025: Armut greift um
sich - immer mehr Zwangsräumungen: Plötzlich auf der Strasse: Mehr Zwangsräumungen in der
Romandie – Tipps für Mieter
https://www.blick.ch/wirtschaft/ploetzlich-auf-der-strasse-mehr-zwangsraeumungen-in-der-romandie-das-muessen-mieter-wissen-id21076791.html
Norina Meyer - Artikel aus dem
«Beobachter» - In der
Westschweiz nehmen Zwangsräumungen zu. Mieterinnen und
Mieter stehen in der ganzen Schweiz finanziell unter
Druck. Der Beobachter zeigt, was ihre Rechte sind.
Es ist der Albtraum jeder Mieterin: aus dem trauten Heim
vertrieben zu werden, weil man sich die Miete nicht mehr
leisten kann. Genau dieses Szenario kommt in Genf und im
Kanton Waadt gemäss einem Bericht der «Tribune de Genève»
immer häufiger vor.
Fest steht: Mieterinnen und Mieter stehen unter Druck. Und
zwar in der gesamten Schweiz. Denn die Mieten wurden in den
letzten Jahren immer teurer, genauso wie die Nebenkosten,
etwa fürs Heizen. Und wie eigentlich alles andere auch:
Krankenkassenprämien, Lebensmittel, Handyabos.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin
berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld
und Nerven zu sparen.
Wer finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, dem steht das
Wasser schnell bis zum Hals. Wenn es um das Dach über dem
Kopf geht, steht besonders viel auf dem Spiel. Was können
Mieter tun, die sich ihre Wohnung nicht mehr leisten können?
Am besten frühzeitig aktiv werden.
Das Gespräch: Unangenehm, aber wichtig
Dazu gehört auch, die Vermieterin zu informieren und ihr die
finanziellen Schwierigkeiten zu erklären. Vielleicht ist sie
gesprächsbereit und offen für eine einvernehmliche Lösung.
Etwa indem sie eine längere Zahlungsfrist oder eine
Ratenzahlung gewährt – zumindest für eine gewisse Zeit. Am
besten bietet man ihr gleich einen realistischen
Zahlungsplan an, um die ausstehende Miete abzutragen. So
zeigen Sie, dass der Wille da ist, die Schulden zu zahlen.
Frühzeitig eine neue Bleibe suchen
Sinnvoll ist es, in einem nächsten Schritt nach einer
günstigeren Wohnung zu suchen. Natürlich ist das leichter
gesagt als getan – besonders wenn mehrere Probleme
zusammenkommen, etwa eine schwere Krankheit oder ein Job,
der ohnehin schon überfordert.
Es gibt verschiedene Beratungsstellen, an die man sich
wenden kann. Wenn das Geld für die Miete nicht reicht, ist
es keine Schande, sich Hilfe zu holen. Auch vom Sozialamt.
Dieses prüft, ob ein Anspruch auf Sozialhilfe besteht.
Manche Ämter helfen auch bei der Suche nach einer
günstigeren Wohnung.
Wer nicht zahlt, muss raus
Das Gesetz hat mit säumigen Mietern wenig Geduld: Wer nicht
pünktlich zahlt, riskiert eine ausserordentliche Kündigung.
Und wer nicht auszieht, wird ausgewiesen. Mit anderen
Worten: mit Zwang aus der Wohnung «begleitet».
Verlieren kann man sein Zuhause recht kurzfristig: Die
Vermieterin kann – nach einer 30-tägigen Zahlungsfrist – mit
einer Frist von weiteren 30 Tagen auf ein Monatsende
kündigen.
Auch Vermieter machen Fehler
Die Vermieterin muss dabei aber strenge Formvorschriften
einhalten. Es ist deshalb durchaus möglich, dass Fehler
passieren. Darum lohnt es sich, die Kündigung auf ihre
Rechtmässigkeit überprüfen zu lassen. Sprich: sie bei der
Schlichtungsbehörde anzufechten.
Wenn die Vermieterin alles korrekt gemacht hat, wird das
Gericht die Kündigung aber bestätigen und festlegen, auf
welches Datum hin die Mieterin ausgezogen sein muss. Wer
sich nicht daran hält, muss mit einer Zwangsräumung rechnen.
Der Vermieter kann aber niemanden auf eigene Faust auf die
Strasse stellen. Er muss erneut ans Gericht, um einen
Räumungsbefehl zu bekommen.
Sobald er diesen hat, gibt es kaum mehr ein Zurück. Meistens
sorgt die Gemeinde dafür, dass die ausgewiesene Mieterin
provisorisch Unterschlupf findet und ihren Hausrat
zwischenlagern kann.
Wenn das Geld zu knapp ist: Schritt-für-Schritt-Anleitung
für Mieterinnen und Mieter
Das Gespräch mit der Vermieterschaft
suchen und eine Lösung vorschlagen, wie die ausstehende
Miete beglichen werden kann.
Sich frühzeitig beraten und bei der
Wohnungssuche helfen lassen.
Beim Sozialamt der Gemeinde ein Gesuch um
Sozialhilfe stellen.
Wenn irgendwie möglich, die Miete
innerhalb der gesetzten Nachfrist einzahlen.
Wenn die Kündigung ausgesprochen wird,
diese fristgerecht anfechten und so auf ihre Rechtmässigkeit
prüfen.
Armut in der Schweiz 2.10.2025: Nur 47%
können überhaupt noch etwas sparen: Jeder zweite Schweizer kann nicht sparen - Geldsorgen werden grösser
https://www.blick.ch/wirtschaft/geldsorgen-werden-groesser-jeder-zweite-schweizer-kann-nicht-sparen-fixkosten-zu-hoch-id21285341.html
Keystone-SDA und Patrik Berger - Gut
die Hälfte der Schweizer Bevölkerung konnte in den letzten
sechs Monaten kein Geld auf die Seite legen - trotz hohem
Sparwillen. Gleichzeitig klaffen Finanzwissen, Sparabsicht
und tatsächliche Umsetzung oft auseinander.
In guten Zeiten etwas zur Seite legen für schlechte Zeiten.
Wir alle wissen das. Eigentlich. 79 Prozent der
Schweizerinnen und Schweizer finden Sparen wichtig, doch nur
rund jeder zweiten Person (47 Prozent) war es möglich, im
vergangenen halben Jahr tatsächlich Geld zurückzulegen. Das
zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage der Baloise
und des Marktforschungsinstituts YouGov Schweiz. Als Hürden
wurden besonders häufig hohe Fixkosten genannt.
Fast jede zweite sparende Person schafft es derweil, bis zu
1000 Franken monatlich beiseitezulegen. Das Bedürfnis nach
Sicherheit steht dabei im Vordergrund. Am häufigsten wollen
die Befragten sparen, um sich auf unvorhergesehene Ausgaben
vorzubereiten. Unter 30-Jährige legen zudem auch deutlich
mehr als andere Altersgruppen Geld für den Kauf von
Wohneigentum auf die Seite.
Der grosse Traum von der Frühpensionierung
Ein weiterer oft genannter Spargrund ist die
Frühpensionierung. Über die Hälfte der Befragten wünscht
sich, früher in den Ruhestand zu gehen, plant diesen aber
selten konkret. Bloss 11 Prozent gaben an, aktiv darauf
hinzuarbeiten. Ein Drittel hält es derweil für
unrealistisch, sich eine Frühpensionierung leisten zu
können.
Heute fühlen sich über die Hälfte der Schweizerinnen und
Schweizer (57 Prozent) wohl in ihrer finanziellen Situation
– mehr als die Zahl derjenigen, die Rücklagen bilden
konnten. Doch der Blick in die Zukunft trübt sich: Nur 44
Prozent sehen ihrer finanziellen Lage langfristig mit
Zuversicht entgegen. Am meisten verunsichern die Befragten
Unsicherheiten im Vorsorgesystem sowie eine unzureichende
Rente respektive Vorsorgelücken.
Nur ungenügend vorbereitet
Viele sehen sich auch unzureichend vorbereitet auf die
Zukunft. 60 Prozent stufen ihr eigenes Wissen in
Finanzfragen als höchstens mittelmässig ein. Die Mehrheit
fordert deshalb, dass finanzielle Bildung bereits in der
Schule beginnt. Aktuell erfolgt die Wissensvermittlung laut
Studie vor allem über Familie, Freunde oder Beraterinnen und
Berater.
Für die 2025 durchgeführte repräsentative Umfrage der
Baloise in Zusammenarbeit mit YouGov wurden insgesamt 2032
Personen im Alter von 15 bis 79 Jahren aus der ganzen
Schweiz befragt.
Armut in der Schweiz am 4.10.2025: Niedrige
Löhne und 1 Auto provozieren Armut: Neuenburger Paar sitzt in der Falle: «Wir werden unsere
Schulden nie zurückzahlen können»
https://www.blick.ch/schweiz/westschweiz/neuenburg/neuenburger-paar-sitzt-in-der-falle-wir-werden-unsere-schulden-nie-zurueckzahlen-koennen-id21293129.html
Antoine Hürlimann - L'Illustré - Der
Bundesrat will überschuldeten Personen eine neue Chance
geben. Blick hat ein Ehepaar aus Neuenburg getroffen, das
mehr als 200'000 Franken Schulden hat. Die Familie lebt am
Existenzminimum und sieht kein Licht am Ende des Tunnels.
Es ist ein kleiner Satz, der einem Mantra gleicht und den
sie oft wiederholen. «Wenigstens lieben wir uns.» Susana
(31) und Xavier N'daka* (37) sitzen nebeneinander im
Wohnzimmer ihrer schmucklosen Wohnung in einer Gemeinde im
Umland der Stadt Neuenburg und sind voller Zärtlichkeit
füreinander. Ihre Augen leuchten, wenn sie von ihren beiden
kleinen Kindern erzählen. «Das Schönste, was mir je im Leben
passiert ist», sagt Mutter Susana. «Ihretwegen kämpfe und
lebe ich noch», haucht Vater Xavier sanft.
Er ist wie seine Lebensgefährtin seit Jahren überschuldet.
Er verzweifelte so sehr, dass er beim Betreibungsamt anrief
und drohte, sich selbst anzuzünden. Der Grund für Xaviers
tiefe Verzweiflung an jenem Tag: Teure Reparaturen am
Familienauto, das für den täglichen Weg zur Arbeit
unersetzbar ist. Dazu noch die Pfändungen, die ihm ohnehin
die Kehle zuschnürten.
Scham und Vorurteile
Die Eheleute N'daka können nur mit Liebe überleben. Rund
110'000 Franken Schulden hat Xavier, der als Logistiker in
einem öffentlichen Unternehmen in La Chaux-de-Fonds NE
arbeitet. Über 90'000 Franken hat Susana, die als Visual
Merchandiser in einem weltberühmten Modeunternehmen tätig
ist. Der Nationalrat befasst sich in der Wintersession mit
der Revision des Bundesgesetzes für Schuldbetreibung und
Konkurs. Anlässlich dieses Umstandes haben sich die beiden
bei Blick gemeldet.
Sie sind bereit, der Überschuldung in der Schweiz ein
Gesicht zu geben, und trotzen der Scham und den Vorurteilen.
Mit einer Einschränkung in letzter Minute: «Letztendlich ist
es mir lieber, wenn wir nicht unsere richtigen Namen nennen
und mich nicht vollständig zeigen», sagt Susana. «Ich stehe
durch meinen Job in Kontakt mit Kunden und möchte nicht
aufgrund meiner Situation beschuldigt werden, wenn einmal
etwas Geld in der Kasse fehlt. Wenn die Leute davon
erfahren, stecken sie uns sehr schnell in eine Schublade.»
[Die Rechnungen an der Wand]
Der Eingang zu ihrer Wohnung sieht aus wie der einer
beliebigen Familie. Über Mänteln und Hausschuhen stapeln
sich Papiere in einem offenen Schrank. Rechnungen und
Betreibungen, alles ist akribisch abgeheftet. «So können wir
besser sehen, was bezahlt wurde und was noch nicht», sagt
Xavier. «Seit der Geburt unserer Kinder sind wir mehr oder
weniger auf dem Laufenden. Die Ankunft unseres Ältesten war
für uns ein Wendepunkt: Was würden wir hinterlassen? Wir
versuchen, damit klarzukommen. Das Problem ist, dass wir uns
in einer Sackgasse befinden. Wir haben kleine Löhne, also
kann man uns nur ein paar Hundert Franken pro Monat
abknöpfen. Bei diesem Tempo würden wir Jahrzehnte brauchen,
um unsere Schulden zurückzuzahlen.»
Susana korrigiert ihn: «In Wirklichkeit werden wir unsere
Schulden nie zurückzahlen können. Denn da sind die Zinsen
und vor allem die Steuern, die noch immer nicht auf das
Existenzminimum angerechnet werden. Die Schulden beim Staat
steigen immer weiter an. Obwohl wir beide arbeiten und uns
nur das Nötigste zum Überleben bleibt, sitzen wir in der
Falle».
Ausflüge in die Natur statt Restaurantbesuche
«Überleben» – ein Wort, das Susana nicht leichtfertig
ausspricht. Das Existenzminimum ist der Betrag, über den
eine Person verfügen muss, um ihre Grundbedürfnisse zu
decken – und die seiner Familie. Es beträgt 1200
Franken pro Monat für eine alleinstehende
Person, 1350 Franken für eine alleinstehende Person
mit Kindern und 1700 Franken für ein Paar
mit einem oder mehreren Kindern. Für Kinder
beträgt es je nach Alter 400 oder 600 Franken.
Hinzu kommen die unvermeidlichen Ausgaben wie Miete,
Heizung, Kinderbetreuungs- und Schulgebühren oder
obligatorische Krankenversicherung. Insgesamt haben die
N'dakas 7305 Franken pro Monat. Von dieser Summe muss alles
bezahlt werden. Die Mutter rechnet vor: «Am 5. jedes Monats,
nachdem wir alle Fixkosten und die ersten Einkäufe bezahlt
haben, bleiben uns beiden 200 Franken, um bis zum nächsten
Gehalt durchzukommen. Das bedeutet, dass wir jeden Rappen
zählen. Wir kaufen in verschiedenen Supermärkten ein, denn
manche Produkte sind im Denner billiger, andere in der
Migros, wieder andere im Coop. Wir sind immer auf der Suche
nach Aktionen und Coupons.»
Das wirkt sich natürlich auch auf die Freizeitgestaltung
aus. «Ausflüge machen wir nicht ins Restaurant, sondern in
die Natur, denn das ist kostenlos», sagt Xavier. «Unser
dreijähriger Sohn liebt Tiere und Zoobesuche. Aber je nach
Eintrittspreis ist das nicht immer möglich. Zum Glück ist er
in einem Alter, in dem ihm ein Fussball und ein Drachen
reichen.» Er lächelt: «In letzter Zeit fragt unser Kleiner
ständig nach seinem Patenonkel. Das liegt wahrscheinlich
daran, dass er ihm letztes Mal einen Schokoladen-Dinosaurier
geschenkt hat.»
Seine Frau seufzt: «Es wirkt sich auch auf unseren Zugang zu
medizinischer Versorgung aus. Wir gehen so wenig wie möglich
zum Arzt, und wenn wir doch hingehen, ist es nie einfach.
Ich hatte einmal Zahnschmerzen. Ich musste mehrere
Kostenvoranschläge einholen, bevor ich mich behandeln lassen
durfte. Dann musste ich das Geld vorstrecken, das ich nicht
hatte. So viel zu den Schmerzen und meinem Budget».
Eine endlose Spirale
Schon mit 18 Jahren hatte Susana unbezahlte
Krankenkassenprämien, die sie nicht mehr aufholen konnte.
Als Dekorationslehrling verdient sie im ersten
Ausbildungsjahr 300 Franken pro Monat. «Ein Verwandter hat
sein Auto auf meinen Namen zugelassen. Aber er hat die
Rechnungen nicht bezahlt.»
Mittellos, verloren, überfordert und entmutigt fuhr sie
regelmässig ohne Billett im Bus zur Arbeit und häufte Bussen
an. Nach ihrem Abschluss begann sie ihr Arbeitsleben mit
einer schwindelerregenden Lücke von 60'000 Franken.
Xavier hingegen ist bereits das zweite Mal verheiratet. Das
Leben war friedlich, er verdiente gut. Dann brach alles über
ihm zusammen. Seine Ex-Frau verliert kurz hintereinander
zwei Kinder im Mutterleib. Das Paar kann das nicht
verkraften. «Ich war am Boden zerstört und depressiv und
habe mir 20'000 Franken geliehen, um ein neues Auto zu
kaufen», erzählt er. «Es kam, wie es kommen musste: Ich
verlor meinen Job.»
Paar hofft auf zweite Chance
Ein Jahr lang war er arbeitslos, dann verlor er von einem
Tag auf den anderen 30 Prozent seines Einkommens. Die
monatlichen Kreditraten konnte er nicht mehr bezahlen.
Trotzdem stockte er den Kredit auf – heute beläuft er sich
auf über 36'000 Franken. Hinzu kommen Kreditkartenschulden
von insgesamt rund 20'000 Franken, rund 5000 Franken
Rückstände bei der Wehrpflichtersatzabgabe und
Steuerschulden von über 50'000 Franken.
Für sie bietet sich nur noch eine politische Lösung an. «Die
vom Bundesrat vorgeschlagenen Sanierungsverfahren geben uns
Hoffnung», versichert Susana. «Wenn Bern sie annimmt, können
wir wieder an ein normales Leben führen. Ich träume davon,
nicht das Gefühl zu haben, umsonst zu arbeiten, ein soziales
Leben wie alle anderen zu geniessen, in die Ferien fahren zu
können, Steuern zu zahlen. Abgesehen von materiellem Komfort
wünschen wir uns von ganzem Herzen, dass wir wieder einen
normalen Platz im Leben der anderen einnehmen: unsere Kinder
anschauen, ohne uns für die Schulden zu schämen, die uns
anhaften, eine Einladung annehmen, ohne die Ausgaben zu
planen».
Ihr Mann nickt: «Wenn ich in der Lotterie gewinnen würde,
würde ich zum Betreibungsamt gehen und alle Schulden
begleichen! Wenn du einmal in einer solchen Situation warst,
wirst du nicht wieder in diese Situation zurückfallen, wenn
du eine zweite Chance bekommst. Das ist jedenfalls unser
sehnlichster Wunsch. Wir sind bereit, alle Anstrengungen und
Opfer zu bringen, die es erfordert.»
Dieser Artikel wurde ursprünglich in «L'illustré»
veröffentlicht.
*Namen bekannt
Armut in der Schweiz am 5.10.2025: Viele
haben das Geld für den Tierarzt nicht mehr - Stiftung für
Tierschutz ist ausgebucht: Schweizer Tierhalter zahlen Arztkosten für ihre
Vierbeiner nicht
https://www.nau.ch/news/schweiz/schweizer-tierhalter-zahlen-arztkosten-fur-ihre-vierbeiner-nicht-67051464
Fototexte:
Viele Tierhalter in
der Schweiz unterschätzen die Kosten für Tierhaltung.
(Symbolbild)
Tierarztbesuche gehören zu der Tierhaltung bei Katzen
und Hunden. (Symbolbild)
Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer unterschätzen
derweil die Kosten für einen Tierarztbesuch.
(Symbolbild) - keyston
Der Artikel:
Simon Huber - Zürich - Ein Haustier bringt Freude – aber
auch Verantwortung und Kosten. Immer mehr Tierärztinnen
und Tierärzte in der Schweiz berichten von nicht bezahlten
Rechnungen.
In der Schweiz leben über 1,5 Millionen
Katzen und hunderttausende Hunde.
Die Tierhaltung kostet mehrere Tausend
Franken pro Jahr.
Drei Viertel der Praxen verlangen heute
sofortige Zahlung oder Anzahlung.
Haustiere gehören für viele Menschen zur Familie. Sie
spenden Trost, Nähe und Freude. Doch immer mehr
Tierärztinnen und Tierärzte warnen: Die finanziellen
Belastungen durch Tierhaltung werden oft unterschätzt.
Laut der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und
Tierärzte (GST) können Rechnungen zunehmend
nicht beglichen werden.
Rund 75 Prozent der Kleintierpraxen verlangen deshalb
inzwischen eine sofortige Zahlung oder zumindest eine
Anzahlung bei grösseren Eingriffen.
Das bringt viele Tierärzte in ein moralisches Dilemma.
Gegenüber der SRF-«Tagesschau» sagt die junge Zürcher
Tierärztin Patricia Mühlstädt: «Nicht helfen zu können, weil
das Geld fehlt, ist eine der schwierigsten Situationen im
Berufsalltag.»
Sie gründete den Verein Swiss Vets for Pets,
der Menschen in finanzieller Not bei Tierarztkosten
unterstützt. Ziel ist, jedem Tier eine medizinische
Grundversorgung zu ermöglichen – unabhängig vom Einkommen
der Halterinnen und Halter.
Tierschutz-Stiftung ist restlos ausgebucht
Auch die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz
engagiert sich seit Jahren in diesem Bereich. Sie bietet
vergünstigte Sprechstunden an, um Tieren aus
einkommensschwachen Haushalten zu helfen. Projektleiterin Corinne Frana berichtet
gegenüber dem Sender von steigender Nachfrage: «Wir sind
restlos ausgebucht. Immer mehr Menschen können sich
Tierarztbesuche schlicht nicht mehr leisten.»
Neben direkter Hilfe setzt Frana auf Prävention und
Aufklärung. Sie appelliert, schon vor der Anschaffung eines
Tiers ein monatliches Budget für Unterhalt und Notfälle
einzuplanen.
Denn Haustiere bedeuten nicht nur emotionale Bindung,
sondern auch eine langfristige finanzielle Verpflichtung.
Diese kann schnell zur Belastung werden, wenn man sie
unterschätzt.
Die Armut steigt in der Schweiz am
30.10.2025: Die Schweizer sind sparsamer geworden - Weniger Markenartikel
https://www.bilanz.ch/unternehmen/die-schweizer-sind-sparsamer-geworden-875742
Erich Bürgler -
Redaktor BILANZ - Die Kundschaft in der
Schweiz achtet beim Einkauf im Supermarkt stärker aufs
Budget. Markenartikel und Bio-Ware kommen unter Druck.
Mit dem Preisabschlag um 16 Rappen hat Jérôme Meyer, der
Chef von Aldi Suisse, einen PR-Coup gelandet. Dass es das
Pfünderli Ruchbrot beim Discounter nun für 99 Rappen und
damit knapp unter einem Franken zu kaufen gibt,
beschäftigte die Schweizer Medienlandschaft tagelang.
Konkurrenten wie Lidl und Migros sind mit einem Abschlag
nachgezogen. Aldi trifft dabei den Nerv der Kundschaft.
Dass der Preis für Konsumentinnen und Konsumenten in der
Schweiz in den Vordergrund rückt, macht eine neue Studie
des Beratungsunternehmens AlixPartners deutlich.
Eine repräsentative Umfrage in der Deutsch- und der
Westschweiz zeigt, wo die Befragten beim Einkauf im
Supermarkt sparen wollen: 45 Prozent gaben an, weniger
Markenartikel kaufen zu wollen. Multis wie Nestlé bekommen
die Konkurrenz durch Eigenmarken und Billiglinien stärker
zu spüren. So gaben mehr als 48 Prozent an, vermehrt
Tiefpreisartikel einzukaufen.
Nordal Cavadini, Retail-Experte bei AlixPartners, sieht
einen klaren Trend: «Die Hersteller von Markenartikeln
geraten unter Druck. Die Kundschaft kauft mehr Eigenmarken
und greift vermehrt zu Aktionen.» Auch Bio-Artikel will
ein Drittel der Befragten seltener in den Einkaufskorb
legen. Dort rückt der Preis laut Cavadini ebenfalls
stärker in den Fokus. «Bio-Produkte sind keine
Selbstläufer. Die Konkurrenz wird härter. Discounter bauen
ihr Angebot aus.»
Trotz Sparsamkeit steht das bequeme Einkaufen weiterhin
hoch im Kurs, besonders bei einer jüngeren Kundschaft. Die
im Vergleich zu herkömmlichen Supermärkten eher teureren
Convenience-Shops sind laut der Studie der Altersgruppe
bis 24 Jahre weiterhin sehr gefragt. 47 Prozent geben
an, solche Läden häufig oder sehr häufig zu besuchen; bei
der Zielgruppe ab 25 Jahren liegt dieser Wert lediglich
bei 26 Prozent.
Lange Öffnungszeiten alleine sind nicht genug, um die
Jungen anzuziehen. Besonders beliebt sind eine breite
Auswahl an frisch zubereiteten Speisen. «Sandwiches und
Fertigsalate im Kühlregal reichen nicht – gefragt sind
frische, hausgemachte warme und kalte Gerichte.» Um die
Gunst dieser Kundschaft buhlen vor allem Coop Pronto,
Migrolino und die Läden von Avec, die zu Valora gehören.
Viele der Shops befinden sich bei Bahnhöfen und
Tankstellen, wobei Letztere vor Herausforderungen stehen:
«Tankstellenshops sollten sich bewusst sein, dass
Kraftstoff seine Rolle als Zugpferd fürs Geschäft immer
mehr verliert», sagt Cavadini. Das Elektroauto können
viele auch zu Hause aufladen.
Schweiz mit totaler Armut am 17.11.2025:
Tanken ohne zu bezahlen wird neuer "Sport" - 70.000 Fälle
pro Jahr - pro Tag 192x Benzinraub in der Schweiz -
Schwerpunkt Westschweiz - teilweise ist technischer Gaga
die Ursache! Zehntausende tanken und fahren ohne zu bezahlen davon -
Vor allem eine Region betroffen
https://www.blick.ch/schweiz/vor-allem-eine-region-betroffen-zehntausende-tanken-und-fahren-ohne-zu-bezahlen-davon-id21431284.html
Schweizer Tankstellen kämpfen mit Benzindiebstahl.
Besonders in der Westschweiz ist dieser besonders
ausgeprägt. Und in der Deutschschweiz? Das sagen
Betreiber.
Jedes Jahr fahren Tausende Autofahrer nach dem Tanken
davon, ohne zu bezahlen. Das Phänomen scheint verbreitet:
Schweizweit werden jährlich 70'000 Fälle
von Benzin-Klau gemeldet, wie «24
heures» berichtet. Der Kanton Waadt steht mit
10'000 Fällen zuoberst auf der Liste.
Die hohe Zahl im Westen hängt laut dem Bericht vor allem
damit zusammen, dass auf die Fläche gerechnet viele
Tankstellen kein Vorauszahlungssystem nutzen. Besonders
Autobahnstandorte wie Bursins VD sind stark betroffen, da
sie viel Transitverkehr bieten. Auch die Nähe zur
französischen Grenze spielt eine Rolle, da Betrüger sich
schnell ins Ausland absetzen können.
Das sagen Tankstellen-Chefs
Blick hat bei grossen und kleinen Deutschschweizer
Tankstellenbetreibern nachgefragt, wie sie die Situation
erleben.
Michael Knobel (44), der die Etzelpark-Tankstellen betreibt,
erklärt, dass er solche Fälle ebenfalls kenne. Jedoch in
weit geringerem Ausmass. «Ich betreibe lediglich zwei
Tankstellen mit Shop, bei denen kein Vorauszahlungssystem
besteht. Da kommt ein Benzindiebstahl ungefähr ein- bis
zweimal pro Monat vor», so Knobel.
«Wir gehen konsequent dagegen vor»
«In diesen Fällen arbeiten wir mit einer Inkasso-Firma
zusammen, die dem fehlenden Geld nachgeht.» Bei den grossen
Firmen tönt es ähnlich: Die Firmen erstatten systematisch
Strafanzeige, sobald die Videoüberwachung ein Kennzeichen
erkennt. Ein Sprecher von Socar erklärt gegenüber «24
heures»: «Wie alle Betreiber sehen auch wir in der ganzen
Schweiz einzelne Fälle von Benzindiebstahl. Wir gehen
konsequent gegen solche Vorfälle vor – unterstützt von einem
spezialisierten Partner.»
Bei den meisten «Tätern» steckt laut Knobel jedoch keine
bewusste Absicht hinter dem Verhalten. Dies kann auch mit
dem Betriebsablauf zusammenhängen. Bei Tankstellen mit Shop
sind die Kartenterminals nachts aktiviert, werden tagsüber
jedoch wieder ausgeschaltet. «Immer wieder kommt es vor,
dass jemand die Karte hinhält und meint, damit sei der
Tankvorgang bezahlt», führt Knobel aus. «Dann kann man schnell reagieren»
Das A und O, um solche Fälle zu verhindern, sei eine gute
Videoüberwachung, die auch Kennzeichen erkennen kann.
«Mittels Aufnahmen, bei denen die Kennzeichen gut zu
erkennen sind, kann man schnell reagieren.» In seinem Fall
habe die Kombination aus Nähe, klaren Abläufen und
funktionierender Überwachung dazu geführt, dass
Benzindiebstähle selten vorkommen.
Die Coop Pronto AG erklärt auf Anfrage: «Wir haben keinen
Anstieg an Wegfahrern festgestellt.» Die Tankstellen werden
mittels Videoanlagen überwacht.
Skimming-Fälle in der Schweiz?
Es gibt auch andere Maschen, die Betrüger an Tankstellen
anwenden. Ein Beispiel ist das sogenannte Skimming. Dabei
versuchen Kriminelle, Kartenlesegeräte zu manipulieren, um
Daten von Karteninhabern abzugreifen. Die Geräte sollten
deshalb regelmässig kontrolliert werden. Bei Knobel gab es
bisher glücklicherweise noch keine Skimming-Fälle. «Wir
bleiben aber wachsam», so der Schweizer.
Auch die Coop Pronto AG kennt das Phänomen aus dem Alltag
nicht: «Uns sind keine Manipulationen bekannt. Die
Zapfsäulen der Coop-Tankstellen werden regelmässig gewartet
und gereinigt und nach ihrer Funktionstüchtigkeit
kontrolliert.»
15% offizielle Armut in der Schweiz gemeldet
am 27.11.2025: Jeder vierte Schweizer hat Mühe, über die Runden zu
kommen
https://www.20min.ch/story/vorsorge-panorama-jeder-vierte-schweizer-hat-muehe-ueber-die-runden-zu-kommen-103458461
Daniel Graf - Eine neue Untersuchung beleuchtet die
finanzielle ituation, das Finanzwissen und das Sparverhalten
der schweizer Bevölkerung. Das sind die wichtigsten
Erkenntnisse.
-- Ein Grossteil der Schweizerinnen und Schweizer hält ihre
finanzielle Situation für zufriedenstellend. Knapp 40
Prozent jedoch berichten von einer Verschlechterung.
-- Viele überschätzen ihr Finanzwissen. Nur wenige
investieren ihr Geld.
-- Weniger als die Hälfte erwartet, den Lebensstandard im
Ruhestand halten zu können.
[...]
-- Die finanzielle Zufriedenheit blieb in den letzten 10
Jahren weitgehend stabil, ging jedoch zwischen 2021 und 2023
leicht zurück.
-- Je alter Schweizerinnen und Schweizer werden desto
zufriedener sind sie mit ihrer finanziellen Situation.
-- 38% sagen, das sich die finanzielle Situation ihres
Haushalts im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hat. 17%
nehmen eine Verbesserung wahr, 45% keine Veränderung.
-- Die Krankenkassen-Prämien sind der häufigste Grund für
eine wahrgenommene Verschlechterung.
-- Paare im Rentenalter sind am zufriedensten
Alleinerziehende im Erwerbsalter sind am seltensten
zufrieden.