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UBS, Meldungen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino (ab 2011)

Basler Zeitung
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24.4.2011: Die UBS hat 60 Milliarden Franken Hilfen kassiert - und lehnt nun ein strengeres Bankengesetz ab

aus: Basler Zeitung online: "Die UBS macht sich unmöglich"; 24.4.2011;
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-UBS-macht-sich-unmoeglich/story/22799678

<Der FDP-Nationalrat Philipp Müller versteht die ablehnende Haltung der UBS bei der «Too big to fail»-Vorlage nicht. Namentlich kritisiert er Oswald Grübel und seinen Parteikollegen Kaspar Villiger.

FDP-Nationalrat Philipp Müller glaubt, dass die «Too big to fail»-Vorlage durchs Parlament kommt. Und er kritisiert die Führungsspitze der UBS (UBSN 16.59 1.04%) in einem Interview mit der Zeitung «Der Sonntag» scharf. In der FDP würden «all jene Mitglieder, die sich mit der Thematik befasst haben, geschlossen hinter der Vorlage» stehen, so Müller.

Was hält er von den öffentlichen Auftritten der UBS-Führung? «Diese Auftritte kommen nicht gut an. Man kann sich schon fragen: Ausgerechnet die Institution, welche diese Vorlage verursacht hat, stemmt sich am heftigsten dagegen. Aus Marketingsicht ist das kontraproduktiv», meint der FDP-Nationalrat. «Mir tun alle Mitarbeiter der UBS leid, die tagtäglich eine seriöse Arbeit leisten. Sie schütteln ja auch den Kopf über das Verhalten ihrer Führungscrew. Die Leute am Schalter müssen das Debakel ausbaden. Sie werden angepöbelt. Das höre ich von UBS-Mitarbeitern bis ins mittlere Kader hinauf», so der FDP-Politiker im Interview mit «Der Sonntag».

Kritik an Grübel und Villiger

Namentlich kritisiert Müller UBS-Chef Oswald Grübel und Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger: «Mit dem, was sie tun, erreichen sie das Gegenteil. Ich habe kein Verständnis für das Verhalten der UBS-Führung.» Grübels Forderung nach einer Gewinnverdoppelung einer Eigenkapitalrendite von über 20 Prozent sei für ihn nicht nachvollziehbar.

Aber auch Parteikollege Kaspar Villiger werde seiner Rolle als Vermittler zwischen Politik und Bankenwelt nicht gerecht. Müller glaubt zudem auch nicht an die Drohung, dass die UBS ins Ausland abziehe. Dafür sei die Schweiz als Bankenplatz zu erfolgreich und attraktiv. Sein Fazit: «Die UBS macht sich unmöglich.»

Ein Aufstand der Aktionäre steht bevor

Zwei Jahre nach seinem Antritt als Verwaltungsratspräsident der UBS hat Kaspar Villiger offenbar auch den Rückhalt bei Investoren und Politikern verloren. «Die UBS hat uns versichert, dass der Nachfolgeprozess für den CEO und den Präsidenten eingeleitet wurde», sagt Dominique Biedermann, Direktor der Anlagestiftung Ethos, der« SonnntagsZeitung».

An der GV am kommenden Donnerstag unterstützt Ethos die Wiederwahl Villigers für ein Jahr. «Wenn er für eine längere Amtsperiode vorgeschlagen wäre, müssten wir die Frage ganz anders beurteilen», so Biedermann in der «SonntagsZeitung».

Tritt Villiger im kommenden Jahr nicht ab, droht ein Aktionärsaufstand. Auch Politiker gehen auf Distanz. «Die Aufgabe, neue Brücken zur Politik aufzubauen, ist ihm nicht gelungen», sagt CVP-Nationalrat und Bankenspezialist Pirmin Bischof. (jak, pbe)>

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20 minuten
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"USA" 29.5.2011: <Steinkohle-Förderung: UBS finanziert das Wegsprengen von Bergen>

aus: 20 minuten online; 29.5.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/15864276


<von Senta Keller
-

Nach dem Atomunfall in Japan sind Kohlekraftwerke wieder vermehrt ein Thema. Zur Gewinnung von Steinkohle werden in den USA Berge weggesprengt. Grosser Geldgeber ist die UBS.

Seit dem Atomreaktorunfall in Fukushima hat Atomenergie einen schweren Stand. Nachdem Deutschland bereits wenige Wochen nach dem Reaktorunfall ein Moratorium beschloss, zog die Schweizer Regierung vergangenen Mittwoch nach. Schweizer Atomkraftwerke sollen nach Ende ihrer Laufzeit nicht ersetzt werden und damit den Weg für einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernergie ebnen. Doch wie soll der Anteil Atomenergie in kurzer Zeit ersetzt werden?

Während die Agentur für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz überzeugt ist, Atomstrom innerhalb 20 Jahren mit erneuerbaren Energien ersetzen und damit auch die Klima-Ziele einhalten zu können, sind andere weniger optimistisch. In Deutschland wird bereits über den Bau neuer Kohlekraftwerke nachgedacht, berichtet der Sender n-tv.

Kohlekraftwerke gefährden mit ihrem hohen CO2-Ausstoss aber nicht nur die Klimaziele – problematisch ist auch die Steinkohleförderung. Und dies speziell in den USA. Ungefähr sieben Prozent der Kohle der USA werden durch so genanntes «Mountaintop Removal» (MTR) gewonnen. Die Bergspitzentfernung ist eine Gefahr für die betroffene Gegend und Landschaft. Drittgrösster Finanzgeber dieser umstrittenen Steinkohle-Förderung ist laut der amerikanischen Umweltorganisation «Rainforest Action Network» (RAN) die Schweizer Grossbank UBS.

Bergspitzen werden weggesprengt

«Mountaintop Removal» ist eine Praxis der Steinkohle-Gewinnung, die vor allem in den Appalachen angewendet wird und ganze Bergspitzen verschwinden lässt, um an die darunter liegende Kohle zu gelangen. Die Umweltorganisation «Rainforest Action Network» kritisiert, dass es sich bei MTR um eine extrem zerstörerische Form des Bergbaus handle. Indem mit Bäumen bewachsene Bergspitzen einfach weggesprengt werden, seien bereits 400 000 Hektar Wald vernichtet worden.

Auch die Umweltbelastung sei enorm. Um an die kohleführenden Gesteinsschichten zu gelangen, wird der Schutt in die angrenzenden Täler gekippt. Laut der «Erklärung von Bern» wurden so seit 1992 bereits 3200 Kilometer Bäche und Flüsse zugedeckt oder vergiftet und die Wasserversorgung gefährdet. Nachdem die Kohle gereinigt worden ist, bleibt ein giftiger Mix aus Schlamm, Kohlestaub und Stoffen wie Arsen und Quecksilber zurück, der meist in offenen Teichen gelagert wird.

Da bei MTR Bergspitzen weggesprengt werden, kann pro Arbeiter während einer Stunde zweieinhalbmal so viel Steinkohle gefördert werden wie in traditionellen Bergwerk-Minen. Obwohl MTR in den USA legal ist und die Vorschriften laufend verschärft werden, ist für das Fachmagazin «Science» die Umweltbelastung so gravierend, dass MTR sofort aufgegeben werden müsse. Dieser Forderung schliesst sich auch Hollywood-Star Susan Sarandon an (siehe Video).


Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon weist auf die Gefahren von Mountaintop Removal hin (Quelle: Rainforest Action Network).

UBS als drittgrösster Geldgeber

Im Mai 2010 deckten «Rainforest Action Network» und die «Erklärung von Bern» auf, dass die UBS der grösste Geldgeber ausserhalb der USA ist, welcher Firmen finanziert, die MTR betreiben. Ein Drittel aller Unternehmen, die auf diese Art und Weise aus Bergen Kohle machen, seien von der UBS finanziert worden.

Die UBS reagierte mit der Einführung eines erweiterten Due-Diligence- und Bewilligungsprozesses. «Wir überprüfen, ob ein Unternehmen sämtliche Bestimmungen einhält. Zusätzlich analysieren wir, ob der Kunde sich dazu verpflichtet, den Einsatz dieser Abbaumethode zu reduzieren», sagt Christian Leitz, Leiter Corporate Responsibility bei UBS, gegenüber 20 Minuten Online.

Enttäuscht über die UBS

Zufrieden sind Umweltorganisationen damit aber nicht. «Rainforest Action Network» sei sehr enttäuscht, dass sich die UBS trotz der Kritik an MTR nicht stärker aus dem Geschäft zurückgezogen habe, sagt Oliver Classen, Mediensprecher der «Erklärung von Bern». Einerseits sei die UBS nach wie vor drittgrösster Geldgeber, andererseits habe die Bank Ende Januar als Berater für die Übernahme von Massey Energy durch Alpha Natural Resources gewirkt. Aus dieser Fusion sei die grösste MTR-Firma geworden, welche mit ihrer Steinkohle-Produktion insgesamt 25 Prozent des «Mountaintop Removal» zu verantworten habe.

Laut UBS habe man meistens mit anderen Banken zusammen Finanzierungen von in MTR tätigen Bergbaufirmen durchgeführt. «Direkt haben wir keine Mountaintop Removal-Projekte finanziert.» Zu den Berechnungen von RAN meint die Grossbank: «Dass wir der drittgrösste Finanzierer seien, ist eine Behauptung von amerikanischen Nichtregierungsorganisationen, die wir in unseren Gesprächen mit diesen Organisationen angesprochen haben», sagt Christian Leitz. Man werde auch weiterhin über die durch den Due-Diligence-Prozess gewonnenen Beurteilungen entscheiden, ob eine Finanztransaktion durchgeführt werde oder nicht: «Eine solche Bewertung kann auch zur Ablehnung einer Transaktion führen. Die UBS schliesst aber eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen nicht einfach aus, weil dieses die MTR Abbaumethode einsetzt.» >

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20 minuten
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4.6.2011: <Geheimer Geldgeber: Ospel kontrolliert die "Basler Zeitung">

aus: 20 minuten online; 4.6.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/10707245


<Der Ex-UBS-Chef Marcel Ospel soll 70 Millionen Franken in die Hand genommen haben, um Moritz Suter bei dessen Kauf der BaZ finanziell zu unterstützen. Das vermeldet ein Insider aus Suters Umfeld.

Ein Insider bringt Licht ins Dunkel: Marcel Ospel soll der geheime Geldgeber bei der «Basler Zeitung» sein.

Erstmals nennt eine Person aus dem engsten Umfeld von Moritz Suter den Namen des geheimen Geldgebers bei dessen Kauf der «Basler Zeitung»: Demnach soll Ex-UBS-Chef Marcel Ospel die 70 Millionen bereitgestellt haben. Dies bestätigen gegenüber der «SonntagsZeitung» zwei weitere Persönlichkeiten der bürgerlichen Elite in Zürich, mit denen Ospel regelmässigen Kontakt unterhält.

Die Auskunftspersonen möchten ihren Namen nicht in der Zeitung lesen; Suters Gefährten haben ihm versprechen müssen, die Identität seines Gläubigers nie preiszugeben. Gemäss der Quellen hat der Tessiner Financier Tito Tettamanti, der drei Viertel der BaZ-Holding besass und Ospel gut kennt, den Coup einfgefädelt. Ospel, der seit seinem Abgang als Präsident der UBS im Jahr 2009 zurückgezogen in Wollerau SZ lebt, will sein Engagement auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren.

Auch Suter will die Sache gegenüber der «SonntagsZeitung» nicht kommentieren, obschon er mit einem Dementi ­seinen Freund Ospel aus der ­medialen Schusslinie nehmen könnte. Ospel tat Suter schon öfters einen Gefallen: 2001, in den Wirren nach dem Swissair-Grounding, konnte Suter seine Crossair noch rechtzeitig aus dem Strudel der strauchelnden Airline retten – mithilfe von Ospels UBS. Und als Rainer E. Gut Suter in der neuen Fluggesellschaft kaltstellen wollte, stellte sich Ospel öffentlich demonstrativ vor seinen Basler Freund. Überdies sassen der Aviatik-Unternehmer und der Banker während mehrerer Jahre zusammen in der exklusiven Stiftung Patronatskomitee Basler Kunstmuseen.

(jam)>


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Berner Zeitung
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11.6.2011: UBS in "Amerika": Investition 40 Milliarden Dollar - Resultat: Verlust von 25 Milliarden Dollar

Und niemand wird entlassen - nein - sondern es werden weiterhin Boni ausgezahlt!!!

aus. Berner Zeitung online: Die grosse Fehlinvestition; 11.6.2011;
http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-grosse-Fehlinvestition-/story/24419209

<Von Arthur Rutishauser

Die Schweizer Grossbanken glaubten, in den USA liege das grosse Geld auf der Strasse. Darum investierten sie vor 10 Jahren 40 Milliarden Franken. Doch statt Gewinn gab’s 25 Milliarden Verlust obendrauf.

Übersicht: Die Gewinne und Verluste der Grossbanken in den USA.

Wenn am nächsten Dienstag der Ständerat über die Grossbankenrisiken debattiert, wird viel zu hören sein von den wirtschaftlichen Interessen der Grossbanken, die gegen eine zu starke Regulierung sprechen. Ein Blick zurück zeigt aber, dass die Manager, verführt vom billigen Geld, das sie in der Schweiz aufnehmen konnten, vor 10 Jahren in den USA eine gigantische Fehlinvestition getätigt haben und seither nur verlieren.

Wie kam es dazu? Es war der grosse Traum einer ganzen Schweizer Banker-Generation: Fuss zu fassen in Amerika, dem Zentrum des weltweiten Kapitalismus. Das ist den Grossbanken gelungen. Die Credit Suisse und die UBS gehören als Investmentbanken (IB) und als Vermögensverwalter zu den Top Ten weltweit. Doch zu welchem Preis? Je rund 20 Milliarden Franken gaben die beiden Schweizer Grossbanken vor 10 Jahren für Übernahmen in den USA aus. Echte Gewinne aus diesen Zukäufen fahren bis heute beide nicht ein. Im Gegenteil: Nach Jahren der grossen Party folgt der grosse Abschreiber – erst bei der Credit Suisse, dann bei der UBS. Vorreiter beim Einstieg ins grosse US-Casino des Investmentbankings war die Credit Suisse unter Rainer E. Gut und Lukas Mühlemann. Das war die Folge einer 1996 formulierten Strategie. «Für uns war klar: Wir müssen mindestens zu den ersten fünf gehören», sagte eine CS-Sprecherin nach der Übernahme von Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ) im Jahr 2000.

UBS wollte von CS profitieren

Dass die CS sich für den Ausbau in den USA entschloss, war intern umstritten. Kein Wunder, denn bereits Anfang 90er-Jahre mussten der kränkelnden Amerikatochter Milliarden nachgeschoben werden, 1996 waren es nochmals 10 Milliarden. Was die Grösse anbelangt, hatte die CS Erfolg. Bereits im Jahr 2002 war die Bank in allen relevanten Teilmärkten des IB – jenem Geschäft, das den Firmenkunden den Zugang zu den Kapitalmärkten verschafft – einer der führenden Player: Nummer vier im globalen Geschäft mit Anleihen und im Aktienkapitalmarkt, Nummer zwei bei der Aktienanalyse in Nordamerika und Europa, Nummer eins beim Geschäft mit hoch verzinslichen Produkten und bei den Firmenübernahmen und Fusionen.

Praktisch gleichzeitig wie die CS tätigte die UBS eine Grossinvestition in den USA. Es war jedoch ein anderes Geschäft, in dem sich die UBS zum Schwergewicht aufschwang: die Vermögensverwaltung für reiche US-Kunden. Dazu diente die Akquisition von Paine Webber. Als die CS 2002 in der Krise war, Milliardenverluste schrieb und massiv Arbeitsplätze abbaute, wollte die UBS quasi gratis auch ins Investmentbanking einsteigen. «Im IB sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollen», sagte UBS-Pressesprecher Michael Willi. So kam es, dass fast jeder abgebaute CS-Mitarbeiter ein Angebot der UBS erhielt. Zu Beginn mit Erfolg: Im Gegensatz zur CS machte die UBS auch im Investmentbanking Gewinn und man überholte die Konkurrenz gemessen am Umsatz im IB bereits 2004. Marcel Ospel fragte immer wieder: «Und, machen wir es besser als die CS?» Dann verstieg sich Ospel zur Aussage, er wolle seine Bank zur weltweiten Nummer eins im Investmentbanking machen. Noch im Sommer 2007 sagte er im Interview: «Jetzt wollen wir in Amerika richtig Gas geben.» Daraus wurde nichts, wie die Geschichte lehrt. Allein im IB verlor die UBS in den letzten 10 Jahren knapp 30 Milliarden Franken, im US-Privatkundengeschäft nochmals 1,5 Milliarden (siehe Grafik). Zusammen mit einer Anfangsinvestition von 20 Milliarden kommt man auf ein Minus von über 50 Milliarden. Der Aktionär hat im gleichen Zeitraum zwei Drittel seines investierten Geldes verloren.

Beide halten am Geschäft fest

Bei der CS sieht es nicht viel besser aus. Bis heute hat sie seit 2001 aus ihrem 20 Milliarden Investment 6 Milliarden Franken herausgeholt oder eine Verzinsung von 3,4 Prozent des eingesetzten Eigenkapitals. Wenn das so weitergeht, braucht die Bank dreissig Jahre Zeit, bis sich ihr US-Engagement rechnet. Auch der CS-Aktionär hat mehr als die Hälfte seines Geldes verloren. Fairerweise müsste man zudem die Verluste der CS in den USA in den 90er-Jahren mit einrechen, und man käme wahrscheinlich auf eine ähnliche Verlustzahl wie bei der UBS. Doch dies lässt sich kaum mehr nachvollziehen.

Nun gibt es neben linken Politikern eine stattliche Anzahl von Finanzexperten und ehemaligen Generaldirektoren, die diese Investitionspolitik der Grossbanken in den USA in Zweifel ziehen: Hans Geiger, Klaus Jenny (ex CS), Konrad Hummler (Bank Wegelin), Philipp Hildebrand (SNB), Luqman Arnold und Markus Granziol (ex UBS), SVP-Vordenker Christoph Blocher meint: «Ich kann mir vorstellen, dass die Grossbanken ihr Investmentbanking ins Ausland auslagern, wenn hier die Eigenkapitalvorschriften zu streng werden. Allerdings wäre das für die Schweiz nicht tragisch, denn bisher haben die Schweizer Grossbanken mit dem IB sowieso nie Geld verdient.»Gleichwohl wollen sowohl UBS wie auch CS am Amerikageschäft festhalten. Etwas Einsehen hat einzig CS-Sprecher Marc Dosch: «Der Ausnahmeverlust von 2008 zieht die Bilanz arg ins Negative. Dies war der Grund, weshalb es 2008 zum Strategiewechsel kam: Wir führen die IB heute mit einem risikoreduzierten Modell.»

(Tages-Anzeiger)>

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20 minuten
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23.8.2011: UBS baut 3500 Stellen ab - keine Expansion der UBS

aus: 20 minuten online: Einschätzung: Jähes Ende des UBS-Neuanfangs; 23.8.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/Jaehes-Ende-des-UBS-Neuanfangs-18196028

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Die Expansion der UBS ist abgeblasen.

von Lukas Hässig -

Der Abbau von 3500 Stellen bei der UBS zeigt, wie schlecht die Führung der Grossbank die Lage eingeschätzt hat. Die Zeche zahlt das Personal – wie immer.

3500 Stellen werden in den nächsten Monaten bei der UBS abgebaut, allein in der Schweiz drohen 400 Entlassungen. Getroffen wird vor allem Zürich, wo die Grossbank ihren Hauptsitz hat und viele Backoffice- und Investmentbank-Jobs unterhält.

Vor allem die Angestellten hinter der Front müssen um ihre Stelle fürchten, während die Kundenberater von der neuen Stellenübung weitgehend verschont bleiben sollen, wie die UBS in ihrer Mitteilung von heute schreibt.

Am stärksten trifft es die Investmentbank und die Vermögensverwaltung, auf die 45 respektive 35 Prozent der 3500 abzubauenden Arbeitsplätze fallen. Das entspricht knapp 1600 Jobs im Handelsteil und gut 1200 Stellen in der Vermögensverwaltung. Weitere je 10 Prozent oder je 350 Stellen fallen auf die Vermögensverwaltung für Gross-Anleger und die Vermögensverwaltung in den USA.

Geld sparen will die Bank mit diesem Verteilschlüssel somit insbesondere in der Investmentbank und in der Vermögensverwaltung. Ziel sind 2 Milliarden Franken, die ab 2014 jährlich eingespart werden sollen. Weil die Personalkosten im Banking den grössten Kostenblock ausmachen, setzt die UBS dort das Messer an.

Kapitale Fehleinschätzung

Die Anleger reagierten im Vormittagshandel erfreut, die Aktie legte um über 2 Prozent zu. Doch eigentlich handelt es sich um das Eingeständnis einer Niederlage. Die Ankündigung beendet nämlich jäh den Wiederaufbau der 2008 vor dem Konkurs stehenden Bank.

Als Oswald Grübel im Frühling vor 2 Jahren das CEO-Steuer übernommen hatte, sprach das Schlachtross von Swiss Banking noch vom Aufbruch zu alten Ufern. Die Bank sollte durch eine Blut-, Schweiss- und Tränen-Strategie zu Glanz und Grösse zurückfinden.

Expansion abgeblasen

Der Kraftakt misslang, wie die Zahlen seit einiger Zeit andeuten. Nun wird die Expansion definitiv abgeblasen. Stattdessen will die Bank erneut Milliarden einsparen. Sie sieht offenbar keine Alternative, weil sie immer weniger Geld verdient. Würde sie die Kosten hoch halten, dann würden die UBS-Gewinne noch mickriger und der Aktienkurs wohl weiter um 10 Franken herum pendeln.

Die Zeche bezahlt einmal mehr das Personal. Die Entwicklung der letzten 4 Jahre des weltweiten Personalbestands zeigt, dass die UBS eine Schrumpfkur schon unter Grübels Vorgänger begann. 2011 wechselte die Bank in leichten Steigflug. Das Timing hätte kaum schlechter sein können.

Ende der fetten Jahre

Das Hin und Her ist Beleg dafür, dass Grübel und seine Crew die Zeichen der Zeit zu spät erkannt haben. Sie rechneten lange Zeit mit einer Rückkehr der fetten alten Zeiten im globalen Banking, machten dabei aber die Rechnung ohne den Wirt: die internationalen Regulatoren und die globalen Investoren.

Die Regulatoren ziehen die Schrauben an und verunmöglichen Casino-Gewinne durch harte Kapitalvorschriften. Hinzu kommt Finanzkrise 2.0, die zu einer Staatskrise ausgewachsen ist und die Anleger verunsichert. Diese warten ab, statt ihr Geld zu riskieren.

No Business, no Fun, heisst das für die internationalen Grossbanken. Das wird noch lange so bleiben, sagen sich nun Grübel & Co., und bauen deshalb über 5 Prozent der Stellen ab.


<Die UBS hat es nicht in die Top 50 der weltweit sichersten Banken geschafft. Das geht wenigstens aus dem Ranking des Fachmagazins Global Finance hervor.

Die Rangliste des Magazins «Global Finance» mit den 50 sichersten Banken der Welt dürfte der UBS nicht gefallen: Die Grossbank ist nicht vertreten. Die ZKB belegt dagegen Rang vier.

Freude bei den ZKB-Kunden, Ernüchterung bei jenen der UBS. Im neusten Ranking der Top 50 der sichersten Banken der Welt schafft es die Zürcher Kantonalbank auf Rang vier. Die UBS – das ehemalige Flaggschiff des Schweizer Finanzplatzes – ist hingegen in den besten 50 Positionen nicht vertreten.

Erstellt hat die Stabilitäts-Rangliste das US-Wirtschaftsmagazin «Global Finance» aufgrund der Auswertung von langfristigen Kredit-Ratings von Moody's, Standard & Poors und Fitch. Die Noten der Bonitätshüter geben Aufschluss über das Fundament bzw. die Stabilität der Banken. Dies ist für Anleger eines der wichtigsten Kriterien.

Öffentlichrechtliche Institute vorne

Als sicherste Bank bezeichnet «Global Finance» die deutsche Bankengruppe KfW mit Sitz in Frankfurt. Auch die Silber- und Bronzen-Medaille gehen an eher unbekannte Finanzinstitute - an die französische CDC und die niederländische BNG. Danach folgen ZKB, Landwirtschaftliche Rentenbank (Deutschland) und Rabobank (Niederlande). Bemerkenswert: Innert Jahresfrist gab es in diesen Top 6 keine einzige Rangverschiebung.

Der Grund, weshalb diese weltweit eher unbekannten Institute in puncto Sicherheit obenaus schwingen, ist ihre Staatsgarantie. Allerdings: Die UBS geniesst seit der Rettung durch die Nationalbank bzw. den Steuerzahler ebenfalls eine implizite Staatsgarantie.

Credit Suisse verliert drei Ränge

Die Credit Suisse kommt auf den 29. Platz (Vorjahr: 26), die Genfer Pictet & Cie auf den 48. Rang (Vorjahr: nicht gelistet). Wichtige internationale Konkurrenten der UBS sind sehr wohl in den Top 50 vertreten: so zum Beispiel BNP Paribas auf Rang 15, HSBC auf Rang 16, BBVA auf Rang 17, die Deutsche Bank auf Rang 33 und JPMorgan Chase auf Rang 34.

«Kreditwürdigkeit ist für die gesamte Finanzwelt ein zentrales Thema», meint Joseph D. Giarraputo, Herausgeber von «Global Finance». Mehr denn je seien Unternehmen auf der ganzen Welt an der langfristigen Bonität der Banken interessiert.

«Kernkapitalquote von 18,1 Prozent»

Die Bonität ist allerdings nicht das einzige Kriterium für die Beurteilung der Stabilität. Mit Blick auf das Eigenkapital bzw. die Kernkapitalquote gehört die UBS zusammen mit der Credit Suisse inzwischen wieder zu den sicheren Banken. «Mit einer Kernkapitalquote von 18,1 Prozent nach Basel 2 gehören wir zu den am besten kapitalisierten Banken der Welt. Das beweist unsere finanzielle Stabilität», hält UBS-Sprecher Serge Steiner auf Anfrage von 20 Minuten Online fest.

Setzt man jedoch die absolute Grösse der Bilanz ins Verhältnis zum Eigenkapital, so schneidet die UBS mit einer Quote 2,5 Prozent doch wieder schlecht ab.

«Dieser Vergleich von Bilanz zu Eigenkapital sagt wenig über die Sicherheit der UBS aus», kontert UBS-Sprecher Steiner. Die relevante ungewichtete Grösse sei die FINMA-Leverage-Ratio. Diese liegt bei der UBS per Ende Juni 2011 bei 4,8 Prozent.

(hpa)>

Michael Palomino, 24.8.2011

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n-tv online,
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16.9.2011: UBS ist auf der Watchlist

aus: n-tv online: Auf der Watchlist von Moody's und S&P: UBS kämpft mit Imageverlust; 16.9.2011;
http://www.n-tv.de/wirtschaft/UBS-kaempft-mit-Imageverlust-article4322411.html

<Für die Schweizer UBS kommt es immer dicker: Nach dem Spekulationsskandal prüfen Moody's und S&P eine mögliche Abstufung des Instituts. Die Bank versucht zu retten, was zu retten ist. Presseberichten zufolge ist eine deutliche Verkleinerung des Investmentbankings geplant. Derweil wird der Ruf nach Ablösung von Bank-Chef Grübel immer lauter.

Nach dem Milliardenverlust eines ihrer Angestellten will die Schweizer Großbank UBS Berichten zufolge ihr Investmentbanking deutlich zurückfahren. Das Vorhaben werde bei der Investorenversammlung am 17. November bekanntgeben, berichtete die Schweizer Zeitung "Tages-Anzeiger" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Es könnte in diesem Zusammenhang zu "tausenden" Entlassungen kommen, heißt es in dem Bericht.

Die UBS-Aktionäre könnten nun nicht mehr mit Kosmetik abgespeist werden, zitierte die Zeitung einen UBS-Insider. Die Bank beschäftigt in der Sparte weltweit knapp 18.000 Personen.

Ruf nach Ablösung von Grübel

Nach Bekanntwerden des Spekulationsskandals wird auch der Ruf nach einer Ablösung von UBS-Chef Oswald Grübel sowie des Chefs der Investmentbanking-Sparte, Carsten Kengeter, lauter. Er müsse "Platz machen" forderte etwa das Wirtschaftsmagazin "Cash". Hoffnungen werden auf Ex-Bundesbank-Chef Axel Weber gesetzt, der 2012 in den Verwaltungsrat der UBS einziehen soll und 2013 dort das Ruder übernehmen soll.

Nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal hatte UBS bereits den Abbau von konzernweit 3500 von rund 65.000 Stellen angekündigt, der Schwerpunkt soll im Investmentbanking liegen. Wegen des Verlustes im Handel rechnet die Bank nun für das dritte Quartal mit einem Konzernverlust. Die Investmentbanking-Sparte werde das Gesamtjahr mit einem Verlust abschließen, erwartet Venditti. Das wäre der vierte Fehlbetrag in fünf Jahren. 

Mission Investmentbanking gescheitert

Die Sparte werde sich in Zukunft wohl auf die Aktivitäten beschränken, die zur Unterstützung der Vermögensverwaltung und des Asset Managements für institutionelle Kunden nötig seien, hieß es in einer Studie von JP Morgan. Mit den Ambitionen, in diesem Bereich weltweit ganz vorne mitzuspielen, sei die Bank nun endgültig gescheitert.         

UBS hatte am Donnerstag gemeldet, ein Londoner Händler habe mit unerlaubten Geschäften einen Handelsverlust von rund zwei Milliarden Dollar eingefahren. Der 31-jährige Kweku Adoboli wurde festgenommen und befand sich am Freitag noch in Polizeigewahrsam.       

UBS auf der Watchlist

Die Hiobs-Botschaft aus London hatte der UBS-Aktie am Vortag einen Verlust von zehn Prozent eingetragen. Mehrere Broker nahmen ihre Kursziele für die UBS-Aktie zurück.    

Auf der Aktie lastet nach Händlerangaben nun auch die Entscheidung der Ratingagentur Moody's, die UBS auf die Beobachtungsliste für eine Rückstufung von der bisherigen Noten  "Aa3" gesetzt hat. Der Handelsverlust sei für die Bank verkraftbar, aber er wecke Zweifel, ob UBS in der Lage sei, im Investmentbanking zu wachsen und gleichzeitig die Risiken angemessen unter Kontrolle zu halten, erklärte Moody's. Auch der Reputationsschaden und die damit verbundenen Folgen für das Vermögensverwaltungsgeschäft seien noch nicht absehbar.   

Nach Moody's stellte auch die zweite große Ratingagentur Standard & Poor's eine Zurückstufung der Bonitätsbewertung der Schweizer Großbank UBS in Aussicht. Das Langfrist-Rating "A+" stehe nach dem von der Bank bekanntgegebenen milliardenschweren Handelsverlust durch einen Mitarbeiter des Investmentbankings zur Disposition, teilte S&Pmit. Das Ereignis sei ein Rückschlag für die Bemühungen der UBS, ihre Reputation wiederzuerlangen und ein verstärktes Risikomanagement vorzuweisen, hieß es.

ddi/AFP/dpa/DJ>

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Basler Zeitung
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18.9.2011: UBS: Details zum Verzocker aus London

aus: Basler Zeitung online: UBS-Verluste grösser als angenommen; 18.9.2011;
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/UBSVerluste-groesser-als-angenommen/story/29269669

<Die Grossbank korrigiert die Schadenssumme nach oben – und gibt Details zum Vorgehen des mutmasslichen Betrügers bekannt. Konzernchef Grübel tut Rücktrittsforderungen als «rein politisch» ab.

Das Milliardendesaster bei der UBS (UBSN 10.13 -3.89%) ist noch grösser, als bislang bekannt war. Durch die verbotenen Geschäfte eines Händlers in London seien 2,3 Milliarden Dollar Verlust entstanden, gab die UBS heute bekannt. Bisher hatte die Bank von rund 2 Milliarden Dollar gesprochen.

Der Verlust sei durch unerlaubte Spekulationen mit verschiedenen Futures auf die Aktienindices S&P 500, den deutschen DAX und EuroStoxx im Verlauf der letzten drei Monate entstanden. Dabei habe der Händler die Risikolimiten überschritten. Dies habe er aber dadurch verdeckt, dass er Schein-Absicherungsgeschäfte getätigt habe. Dies habe die tatsächliche Dimension des Risikos verfälscht, das die UBS eingegangen sei.

Und so schien es, als ob die durch die Spekulationen eingegangenen Positionen sich in einem üblichen Rahmen bewegt hätten. Dafür hätten sie allerdings korrekt abgesichert sein müssen, was sie aber nicht waren. Hier muss der Händler das Computersystem überlistet haben. Wie genau, ist offenbar noch nicht klar.

Mehrere Untersuchungen

Es liefen weitere Untersuchungen, um zu klären, wie die Sicherheitsvorkehrungen umgangen worden seien, sagte UBS-Sprecher Serge Steiner auf Anfrage. «Nachdem die UBS-Kontrollstellen die Positionen des Händlers geprüft und Rückfragen an ihn gerichtet hatten, gab dieser am 14. September (vergangenen Mittwoch) seine unerlaubten Aktivitäten zu», hiess es weiter. In der Nacht auf Donnerstag wurde der Händler in London verhaftet. Gegen ihn wurde Anklage wegen Betrugs und Missbrauches seiner Stellung erhoben.

Auch die Finanzmarktaufsichten der Schweiz (Finma) und Grossbritanniens (FSA) untersuchen den Fall. Der UBS-Verwaltungsrat habe einen speziellen Ausschuss eingesetzt, um eine unabhängige Untersuchung zu den unerlaubten Handelsaktivitäten und deren Bezug zu den UBS-Kontrollen durchzuführen, hiess es weiter.

Grübel: kein Rücktritt

Trotz der milliardenschweren Fehlspekulation des Händlers will UBS-Chef Oswald Grübel nicht zurücktreten: «Ich denke nicht über einen Rücktritt nach», sagte Grübel der Zeitung «Der Sonntag». Diese Frage sei Sache des Verwaltungsrates. Er halte nichts von den Rücktrittsforderungen, wie sie vor allem von linken Schweizer Politikern kommen: «Das ist rein politisch», sagte Grübel.

Er habe zwar die Verantwortung für alles, was in der Bank passiere. «Aber wenn Sie mich fragen, ob ich mich schuldig fühle, dann sage ich nein», sagte Grübel. Wenn jemand mit krimineller Energie vorgehe, könne man nichts machen. «Das wird es in unserem Job immer geben.»

Ueli Maurer: System hat versagt

Bundesrat Ueli Maurer sagte in einem Interview mit der Zeitung «Zentralschweiz am Sonntag», der Fall werfe ein denkbar schlechtes Licht auf die Schweizer Banken. Er habe den Eindruck, dass das System versagt habe.

«Man darf doch nicht einem 31-Jährigen, der erst seit fünf Jahren in der Bank tätig ist, eine solche Machtfülle in die Hände geben», sagte Maurer. Entweder habe er tatsächlich eine grosse kriminelle Energie entwickelt, oder dann habe schlicht die Kontrolle versagt.

Die Politik müsse sich künftig noch intensiver überlegen, ob man einer Bank wirklich unter die Arme greifen wolle, wenn es ihr schlecht gehe. «Es darf ja nicht sein, dass der Steuerzahler eine Bank rettet, die dann einen 31-Jährigen mit 2 Milliarden Franken «hopps» gehen lässt. So etwas geht nicht», sagte Maurer. (ami/sda)>

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20 minuten
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24.9.2011: Oswald Grübel tritt zurück wegen Zocker-Pleite in London mit 2 Milliarden Verlust

aus: 20 minuten online: Tessiner an der Spitze: Sergio Ermotti übernimmt das Zepter; 24.9.2011;
http://www.20min.ch/finance/dossier/ubsskandal/story/Sergio-Ermotti-uebernimmt-das-Zepter-19652538

<UBS-Konzernchef Oswald Grübel tritt per sofort zurück, Interims-Nachfolger wird Sergio P. Ermotti. Der Verwaltungsrat hat vergeblich versucht, Grübel von seinem Vorhaben abzubringen.

UBS-Konzernchef Oswald Grübel tritt per sofort zurück. Er übernimmt damit die Verantwortung für das Debakel in London, das der UBS einen Handelsverlust von 2,3 Milliarden Dollar beschert hat. Sergio P. Ermotti übernimmt die Funktion des CEO ad interim, wie die UBS am Samstag mitteilte.

Der Tessiner Ermotti stiess erst im April zur UBS und ist verantwortlich für das Bankengeschäft in Europa, im Mittleren Osten und in Afrika. Zuvor war er bei der UniCredit und Merrill Lynch tätig.

UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger bedauert die Entscheidung Grübels. «Oswald Grübel betrachtet es als seine Pflicht, für den kürzlichen Vorfall im Zusammenhang mit dem unautorisierten Handel die Verantwortung zu übernehmen. Dies ist Ausdruck seiner konsequenten Haltung und Integrität», wird Villiger in der Medienmitteilung zitiert.

Verwaltungsrat wollte Grübel bis 2012 halten

Als Grübel dem UBS-Verwaltungsrat in Singapur seinen Rücktritt bekannt gab, wollte das oberste Führungsgremium der Bank ihn dazu bewegen, nicht sofort zu gehen. Dies sagte Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger an einer Telefonkonferenz am Samstag.

Für Grübel wäre ein Rücktritt erst nach der Generalversammlung im nächsten Frühling aber ein zu wenig starkes Zeichen gewesen, erklärte Villiger weiter. Er zeigte sich zudem überzeugt, dass Sergio Ermotti und sein Team die UBS erfolgreich durch die turbulenten Zeiten führen könne.

Kandidat für definitive Nachfolge

Ermotti sei zudem aussichtsreicher Kandidat für die definitive Nachfolge von Oswald Grübel an der Konzernspitze. Der Verwaltungsrat habe den Auswahlprozess für den neuen Konzernchef bereits in die Wege geleitet. In die Suche eingebunden ist laut Villiger auch Axel Weber, der 2013 das Verwaltungsratspräsidium der UBS übernehmen soll.

Oswald Grübel wird keine Abgangsentschädigung erhalten. Grübel verlasse die Bank auf eigenen Wunsch und erhalte während sechs Monaten weiterhin sein Salär, sagte Villiger. Innerhalb der UBS wird Grübel keine Aufgaben mehr haben.

«UBS fundamental gestärkt»

Grübel habe während seiner Amtszeit «einen beeindruckenden Turnaround bewerkstelligt und UBS fundamental gestärkt». Er habe mitgeholfen, die UBS zu einer der «weltweit bestkapitalisierten Banken zu machen».

Die UBS werde den laufenden internen und externen Evaluationsprozess nun fortsetzen, um einen permanenten Nachfolger für Grübel zu finden.>


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24.9.2011: Ein Gerücht über die Zocker-Pleite der UBS: Das Geld ist an unbekanntem Ort unter Kontrolle

Das Gerücht aus der schweizer Unterwelt besagt,

dass die Zocker-Pleite der UBS in London gar keine Zocker-Pleite war, sondern das Geld ist an unbekanntem Ort unter Kontrolle. Aber die Bilanz weist nun einen Verlust von 2 Milliarden Dollar aus, und so kann die UBS weniger Gewinn angeben, muss dem Bund nichts abliefern und kann das Geld behalten.

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20 minuten
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3.10.2011: UBS verliert 3,5 Milliarden an Wert

aus: 20 minuten online: Neuer Tiefpunkt: UBS verliert 3,5 Milliarden an Marktwert; 3.10.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/UBS-verliert-3-5-Milliarden-an-Markenwert-19907164

<Der Milliardenverlust des Londoner Händlers Kweku Adoboli hat auch dem Image der UBS geschadet. Die Schweizer Grossbank verlor seit Anfang 2011 3,5 Milliarden Franken an «Brand Value».

Der Markenwert der Schweizer Grossbank leidet.

Der Londoner Investmentbanker Kweku Adoboli hat der UBS einen Handelsverlust von 2 Milliarden Franken beschert. Noch grösser ist der Verlust an Markenwert, welche die UBS seit Anfang Jahr zu beklagen hat. Laut der neusten Analyse der Londoner Markenspezialisten von Brand Finance hat der Wert der Marke UBS in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 39 Prozent auf 5,425 Milliarden Franken abgenommen. Damit erreicht der UBS «Brand Value» einen Tiefpunkt.

Der Betrugsfall in London sei nur das letzte Kapitel in einer Reihe von Problemen und Krisen, erklärt Brand-Finance-CEO David Haigh. Der Markenwert der UBS hat zwischen Januar und Ende September um 3,5 Milliarden Franken abgenommen. Nik Stucky von der Markenberatungsfirma Interbrand hält diese Zahl trotz des Zocker-Skandals für übertrieben: «Setzt man die 3,5 Milliarden ins Verhältnis zum Börsenwert von aktuell rund 43 Milliarden Franken wird deutlich, dass eine derartige Wertkorrektur zu hoch gegriffen ist.»

Ende 2010 - nachdem die UBS seit drei Jahren endlich wieder einen Jahresgewinn geschrieben und den Abfluss von Kundengeldern in den Griff bekommen hatte – bezifferte Brand Finance den Markenwert der UBS noch auf 9,915 Milliarden Dollar. Dies entspricht rund der doppelten Höhe das aktuellen «Brand Value».

Subprime-Krise, Staatsrettung, Steuerstreit

Der Niedergang der Marke UBS läuteten die massiven Verluste im amerikanischen Hypothekengeschäft ab dem Jahr 2007 sowie die Rettung der Grossbank durch den Schweizer Staat im Herbst 2008 ein. Ende 2008 belief sich der Markenwert laut Brand Finance aber immer noch auf 7,568 Milliarden US-Dollar. Zum Imageschaden durch die Staatshilfe gesellten sich im Jahr 2009 die Probleme mit den US-Steuerbehörden, welche in der Auslieferung von hunderten von Kundendaten in die Vereinigten Staaten endeten.

Die Negativschlagzeilen um die UBS rissen aber auch 2011 nicht ab. Im vergangenen Juni liess der damalige UBS-CEO Oswald Grübel sein 15-Milliarden Gewinnziel fürs Jahr 2014 fallen und kommunizierte ein massives Sparprogramm mit Jobbabbau im grossen Stil. Vor diesem Hintergrund sei der Betrugsfall von Kweku Adoboli zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt aufgeflogen, sagt Markenspezialist David Haigh.

Nestlé stärkste Schweizer Marke

Im aktuellsten Ranking der Markenwerte von Brand Finance (Ende September) hat Nestlé die Nase vor. Den Markenwert des Nahrungsmittelmulti aus Vevey beziffern die Experten auf 15,6 Milliarden Franken. Der Wert des Unternehmens hat sich seit Anfang Jahr aber um 1 Prozent verringert.

Als zweites Schweizer Unternehmen folgt auf die Credit Suisse mit einem Markenwert von aktuell 11,338 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Wertminderung von 800 Millionen oder 7 Prozent Franken und dürfte vor allem auf Steuerstreitigkeiten mit den US-Behörden zurückzuführen sein. Aber nicht nur die Schweizer Banken mussten Federn lassen. Wegen des schwierigen Umfeldes büssten die Finanzinstitute weltweit an Markenwert ein, so auch die britische HSBC oder die Bank of America. Letztere büsste sogar 5 Milliarden Dollar ein.

(sas)



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Basler Zeitung
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13.10.2011: <UBS: Köpferollen nach Milliardendebakel> - 10 Top-Banker suspendiert oder entlassen

aus: Basler Zeitung online; 13.10.2011;
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/UBS-Koepferollen-nach-Milliardendebakel/story/30454383

<Vor einem Monat sind bei der UBS in London die Fehlspekulationen des Traders Kweku Adoboli bekannt geworden. Laut «Handelszeitung» wurden seither zehn Top-Banker suspendiert oder entlassen.

Der Londoner Handelsskandal mit einem Verlust von 2,3 Milliarden Dollar hat bei der UBS (UBSN 10.93 -3.62%) weitere personelle Konsequenzen. Nach dem Abgang der beiden Co-Leiter des weltweiten Aktiengeschäfts, Francois Gouws und Yassine Bouhara, mussten inzwischen auch andere Top-Verantwortliche ihren Posten räumen. Wie die «Handelszeitung» berichtet, hat die UBS bisher zehn Leute aus dem Top-Management der Equities-Abteilung eiligst verabschiedet, suspendiert oder entlassen.

Das weitere Köpferollen bei der UBS in London betrifft unter anderem den Chief Operation Officer, den Chef der Abteilung Synthetic Equity, den Leiter des Delta One Trading und den Managing Director für das Cash-Trading-Geschäft der Bank. Suspendiert wurden zudem drei Arbeitskollegen des fehlbaren Händlers Kweku Adoboli am Delta One Trading Desk. In der laufenden internen Untersuchung sind Sanktionen gegen die Betroffenen möglich. Gemäss Angaben einer UBS-Sprecherin können die Sanktionen von einer Verwarnung über Lohnkürzungen bis hin zu einem Verweis reichen. Wie UBS-Interimschef Sergio Ermotti in einem internen Memo schrieb, hätten die Kontrollsysteme zwar unautorisierte oder ungeklärte Aktivitäten angezeigt, doch seien die zuständigen Stellen dem zu wenig nachgegangen.

Oberster Chef der UBS-Investmentbank hält sich im Amt

Trotz Rücktrittsforderungen nach dem Milliardenfiasko in London kann sich Carsten Kengeter, oberster Chef der UBS-Investmentbank, bisher im Amt halten. Gemäss der «Handelszeitung» geniesst Kengeter mit seinem spröden Naturell und seiner No-Bullshit-Attitüde ein hohes Ansehen in Branchenkreisen. Kengeter persönlich soll zudem bei der Glattstellung der Fehlspekulationen in London massgeblich dazu beigetragen haben, die Verlustsumme so tief wie möglich zu halten.

Unabhängig von den Turbulenzen nach dem Handelsskandal von London arbeitet die UBS daran, eine neue Konzernstrategie zu definieren. Dabei geht es vor allem um die künftige Bedeutung des Investmentbanking. Eine Lösung muss die Schweizer Grossbank bis am 17. November 2011 liefern. Dann findet in New York der Investorentag der UBS statt. (vin)>

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14.10.2011: Wegen der Lockerung der Staatsgarantie wird die UBS auf "A" herabgestuft

aus: 20 minuten online: Rundumschlag: Fitch stuft UBS herab; 14.10.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/29109572

<Die Ratingagentur Fitch reagiert auf die «Too big to fail»-Vorlage und erteilt der Schweizer Grossbank nur noch das Rating «A». Auch andere Grossbanken sind ins Visier von Fitch geraten.

Die Ratingagentur Fitch reagiert auf die sich anbahnende neue Bankenkrise. Sie droht zahlreichen Finanzinstituten mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Die UBS muss bereits ein schlechteres Rating hinnehmen.

Fitch senkte das Langfrist-Rating der UBS in der Nacht auf Freitag von «A+» um eine Stufe auf «A». Das ist noch die sechstbeste Note. Damit steigen tendenziell die Refinanzierungskosten der Schweizer Grossbank, da Kreditgeber als Vergütung für die grösseren Risiken höhere Zinsen verlangen dürften.

Als Grund für die Herabstufung nannte Fitch allerdings nicht den internen Zustand der UBS, die etwa als vergleichsweise wenig direkt anfällig für einen Ausfall bei den griechischen Staatsanleihen gilt. Anlass sei vielmehr, dass die implizite Staatsgarantie für die so genannt systemrelevante Grossbank gelockert wurde.

Reaktion auf «Too big to fail»-Vorlage

Fitch nimmt konkret Bezug auf die Ende September vom Parlament gebilligte «Too big to fail»-Vorlage. Diese bringt nicht nur schärfere Eigenmittelvorschriften, sondern verlangt auch Vorkehrungen, damit im Insolvenzfall systemrelevante Funktionen wie das inländische Einlagen- und Kreditgeschäft oder der Zahlungsverkehr weitergeführt werden können.

Die Wahrscheinlichkeit von Staatshilfen für die UBS im Krisenfall sei zwar weiterhin «extrem hoch», schreibt Fitch, dafür verschlechtere sich die Stellung der Gläubiger.

Rundumschlag

Die Herabstufung der UBS erfolgte im Rahmen einer Neubeurteilung des ganzen Bankensenktors. Der Credit Suisse drohte Fitch wie anderen Grossbanken mit einer Senkung des Ratings. Der Ausblick für die mit «AA-« eingestufte Kreditwürdigkeit der CS sei «negativ», hiess es.

Die CS sei zwar von der Euro-Krise nicht direkt betroffen. Nichtsdestoweniger tätige sie signifikante Geschäfte in der Euro-Zone. Zudem würden die Bedingungen auf den globalen Kapitalmärkten das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2011 vor allem im Investmentbanking beeinflussen.

Auf eine Abwertung prüft Fitch auch die Deutsche Bank, die Barclays Bank, BNP Paribas und Société Générale. Bei den US-Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley verfuhr die Agentur ebenso. Der Ausblick für die Bank of America war von Fitch schon zuvor auf «negativ» gesetzt worden.

UBS-Ausblick «stabil»

Die anderen beiden grossen US-Institute, Citigroup und JPMorgan, blieben von dem Rundumschlag hingegen verschont. Auch der Ausblick der UBS lautet «stabil», Fitch prüft also unmittelbar keine weitere Herabstufung.

Hintergrund der Sektoranalyse seien die derzeitigen wirtschaftlichen Probleme sowie verschärfte Regulierungen, begründete Fitch. In einer separaten Mitteilung stufte Fitch die Ratings der Landesbank Berlin und der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank von «AA-« auf «A » mit stabilem Ausblick herab.

(sda)>

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25.10.2011: <Einschätzung zur UBS: Im Kerngeschäft top, im Investment Flop>

aus: 20 minuten online; 25.10.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/Im-Kerngeschaeft-top--im-Investment-Flop-22562435

<von Lukas Hässig
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Die UBS überrascht mit einem Quartalsgewinn von einer Milliarde Franken. Der Grund: die gute Leistung im Kerngeschäft mit reichen Kunden. Doch die Investmentbank stürzt ab.

Dies ist ein guter Tag für alle Kritiker einer grossen UBS-Investmentbank. Das Resultat des 3. Quartals spricht Bände und ist Wasser auf die Mühlen dieser Stimmen.

Während die Vermögensverwaltung vor Steuern 0,9 Milliarden Gewinn erzielte, liegt die Investmentbank bei einem Minus von 650 Millionen. Und das noch ohne den Verlust durch die Geschäfte eines jungen Händlers in London. Dass auch das Schweizer Kleinkunden- und Firmengeschäft mit 0,7 Milliarden eine Perle ist, macht den Kontrast zwischen risikoarmer Vermögensverwaltung und riskantem Investmentbanking umso stärker.

Also alles klar? Die neue Führung unter Sergio Ermotti stutzt die Investmentbank zurecht? Tatsächlich scheint es so. Erstmals sind klare Anzeichen erkennbar, dass die UBS ihre High-Risk-Investmentbank, die in den letzten 20 Jahren vor allem für Turbulenzen und Abstürze gesorgt hat, in den Dienst ihres soliden Vermögensverwaltungsgeschäfts stellen wird.

UBS will nicht mehr überall zu den Big 5 gehören

Zwar will die UBS erst in drei Wochen an ihrem Investoren-Tag in New York die Karten auf den Tisch legen. Doch vor UBS-Managern ist zu hören, dass die Würfel bereits gefallen sind und die Bank ihren Anspruch aufgibt, überall im globalen Handels- und Beratungsgeschäfts unter den Big 5 zu sein. Es genüge eine Grösse, die für das Kerngeschäft Vermögensverwaltung nützlich sei, heisst es.

Im heutigen Communiqué der Bank zum Ergebnis von Juli bis Ende September, das durch den 2-Milliarden-Verlust des Londoner Junior-Traders getrübt ist, finden sich deutliche Hinweise auf die neue UBS. Durch eine «engere Abstimmung auf eine fokussierte Investment Bank» werde man die «einzigartige Kundenbasis und unsere Wettbewerbsvorteile im Wealth Management» nutzen.

Die Wortwahl ist ein klarer Hinweis auf die zukünftige Strategie. Beim Handelsgeschäft ist die Rede von Fokussieren, in der Vermögensverwaltung wird die eigene Stärke betont und unterschwellig weiterer Ausbau angetönt.

Investmentbanker verspielen, was Vermögensverwalter reingeholt haben

Offenbar ist die UBS unter neuer Führung bereit, vom hohen Ross zu steigen und das zu sein, was zu ihr passt: eine weltweit führende Vermögensverwaltung mit angehängter Investmentbank. Daran ändert nichts, dass die Schweizer Grossbank in ausgewählten Bereichen wie Devisen- und Aktienhandel weiterhin zu den führenden Finanzkonzernen gehören will.

Seit bald zwei Jahrzehnten versucht die UBS, sich unter den grössten globalen Investmentbanken der Welt zu halten. Das ist ihr nie nachhaltig gelungen. Im Gegenteil, der Anspruch gleicht einem Irrsinn, wenn man sich die über den ganzen Zyklus angefallenen Verluste vor Augen hält. Auf einen Nenner gebracht: Was die Vermögensverwaltung verdiente, verspielte die Investmentbank.

Geblutet hat vor allem der UBS-Aktionär. Nach einem Höhenflug auf 80 Franken sank der Kurs der Aktie im Frühling 2009 auf 8 Franken und hat sich bisher noch nicht gross erholt. Wichtige Investoren wie der Singapurer Staatsfonds, der in der Subprimekrise Milliarden von Kapital zur Verfügung stellte, drängen auf einen höheren Aktienkurs. Mit einer unsicheren, immer wieder durch überraschende Verluste verstörende Investmentbank kann dies die UBS kaum erreichen.

Ermotti dürfte definitiver Chef werden

Wenn die UBS in drei Wochen die Zurückbindung der Investmentbank herausstreichen sollte, würde dies die Handschrift von Interims-CEO Sergio Ermotti tragen. Sein Vorgänger Oswald Grübel, der nach dem London-Crash überraschend zurücktrat, stand für Big Business in der Investmentbank, auch wenn schon unter seiner Führung eine Umkehr eingeleitet worden war. Doch diese war zögerlich, und glaubwürdig konnte sie Grübel - ein begnadeter Händler - nicht nach innen und aussen vertreten.

Dies ist für Ermotti einfacher. Der Tessiner ist noch relativ neu bei der Bank und wirkt unverbraucht, was die alte Strategie betrifft. Für die Umkehr hat er es deshalb einfacher als der vorbelastete Grübel. Wenn Ermotti es schafft, glaubwürdig eine UBS mit viel weniger Risiken und viel mehr Stabilität zu verkünden, dürfte auch er selbst einen Sprung machen: vom interimistischen zum definitiven CEO der Grossbank.>

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17.11.2011: <Bank zieht Notbremse: UBS schliesst Teile der Investmentbank>

aus: 20 minuten online; 17.11.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/25098765

<Gespannte schaute die Finanzwelt nach New York, wo die UBS ihre Zukunftspläne bekannt gab: Teile der Investmentbank werden geschlossen, rund 2000 Stellen fallen weg.

Einer steht beim heutigen UBS Investor Day in New Yorker Nobel Hotel Waldorf Astoria besonders im Rampenlicht: Sergio Ermotti, seit Dienstag definitiver Chef der UBS. Als UBS-CEO ist es sein erster grosser Auftritt vor den Analysten aus aller Welt. Der 51-jährige Tessiner muss seit 18.00 Uhr (Schweizer Zeit) das Vertrauen wieder herstellen, das die Bank nach dem Milliardenverzocker des Londoner Händlers Kweku Adoboli verloren hat. Und Massnahmen präsentieren, wie er das Risiko der Bank herunterfahren will.

Erste Meldungen sind bereits da: Die UBS will stärker eine Vermögensverwaltungsbank sein und schliesst Teile der Investmentbank. Der Stellenbestand in der Investmentsparte soll bis Ende 2016 um rund 2000 Stellen auf 16'000 sinken, wie am Donnerstag im Rahmen des Investorentages bekannt wurde, den die UBS in New York durchführt. Erstmals seit dem Geschäftsjahr 2006 ist die UBS wieder zur Zahlung einer Dividende bereit und will für 2011 den Aktionären vom Gewinn 10 Rappen pro Aktie ausschütten.

Nach seiner Ernennung zum Chef vor zwei Tagen hatte Ermotti bereits angetönt, dass es ganz ohne Risiko nicht gehen werde. Eine Bank müsse Risiken auf sich nehmen, diese müssten aber verhältnismässig sein. Zudem ist es notwendig, dass Ermotti den Aktionären eine glaubwürdig Strategie für die Zukunft vorlegt – die wieder auf Gewinne hoffen lässt. Der Aktienkurs der UBS ist in den letzten 12 Monaten um 35 Prozent gesunken. Und bereits zum wiederholten Mal zahlt die UBS keine Dividende.

Kleineres Investmentbanking

Beobachter erwarteten, dass Ermotti dramatische Einschnitte im Investmenbanking bekannt gibt. Bereits beschlossene Sache war der Abbau von 17 500 auf 16 000 Stellen bis Ende 2013. Der damalige UBS-CEO Oswald Grübel hatte im Juni angekündigt, dass es um die wichtige UBS-Vermögensverwaltung zu begleiten, lediglich eine Investmentbank von der Hälfte bis zu drei Vierteln der heutigen Grösse brauche.

Über die neue UBS-Strategie sagte Ermotti vor zwei Tagen in Zürich, dass die Bank in der Organisation enger zusammenarbeiten werde. Die Säulen Vermögensverwaltung, Anlageverwaltung für institutionelle Kunden und Investmentbank sollte nicht mehr so separat stehen wie bisher. Nicht äussern wollte sich Ermotti zur Frage, ob der Investentbank-Chef Carsten Kengeter ausgewechselt wird, der letztlich den Zwei-Milliarden-Verlust in London zu verantworten hatte.

Wissensvakuum an der Spitze?

Ermotti sagte schon am Mittwoch, er traue Kengeter zu, die Investmentbank zu verkleinern. Womöglich kann Kengeter bleiben, weil er als einer der wenigen mit den Verhältnissen in der Investmentbank vertraut ist und den Umbau vorantreiben kann. Die UBS kann es sich nicht leisten, ein Wissensvakuum an der Spitze der Investmentbank zu schaffen und Kengeter in die Wüste zu schicken, schreibt das Finanzportal «Cash» am Donnerstag.

(sas)>

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1.12.2011: Nach dem Rausschmiss der Frau Riskchef kommen alte Seilschaften wieder zum Zug

aus: 20 minuten online: Seilschaften: UBS-Risikochefs als geheimes Machtzentrum; 1.12.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/28157111

<von Lukas Hässig -

Sesselrücken in der Grossbank: Das Comeback eines alten Risiko-Spezi wirft ein Licht auf einen machtvollen Zirkel im Innersten des Finanzinstituts.

UBS-Risikochefin Maureen Miskovic blieb nur 11 Monate. Am Donnerstag musste sie Phil Lofts Platz machen. Lofts war Vorgänger von Miskovic. Nun ist er auch ihr Nachfolger. Die «Revolving doors» an der Spitze der UBS haben System. Wie durch Drehtüren kommen und gehen wichtige Chefs, einige verschwinden ganz, andere tauchen immer wieder auf.

Das ist bemerkenswert vor dem Hintergrund der vielen Crashes der UBS. Diese ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Grossbank. Seit 1997 passierten regelmässig grössere und kleinere Unfälle, die die Bank viel Reputation und Geld kosten. So zuletzt der 2-Milliarden-Derivateverlust von London im September.

Kleine Seilschaft hat viel zu sagen

Umso erstaunlicher ist, dass eine kleine Seilschaft von Risiko-Kontrolleuren im Innersten der Bank immer noch viel zu sagen haben. Neben dem neuen Risikochef Phil Lofts gehört vor allem Walter Stürzinger dazu.

Stürzinger war von 2001 bis 2007 oberster Risikochef der Bank, hatte also Lofts Position inne. Nach dem Platzen der Subprime-Blase wurde er ins zweite Glied verschoben, konnte sich aber als einziger der bekannten Subprime-Verantwortlichen ganz oben in der UBS halten.

Grosse Verschwiegenheit

Die Truppe um Lofts und Stürzinger zeichnet sich durch grosse Verschwiegenheit aus. Weder der Engländer noch der Schweizer und ein paar weitere wichtige Risiko-Kontrolleure stehen im Rampenlicht. Dabei sind sie es, welche die Bank im Alltag weitgehend steuern und kontrollieren.

Die Karrieren von Stürzinger und Lofts und auch Andrew Wright, heute Finanzchef der UBS-Investmentbank, stehen für eine UBS, in der sich bestimmte Topleute halten können, obwohl sie bei Grossunfällen eine zentrale Rollen spielten, während andere geopfert werden.

Mitten im Subprime-Fall

Es begann 1997, als die UBS-Vorgängerin SBG mit Aktien-Derivaten aus London heraus rund eine Milliarde Verluste erlitt. Der damalige Verantwortliche an der Front und weitere Spitzenmanager mussten den Hut nehmen, nicht aber Risikokontrolleure, darunter der erwähnte Andrew Wright.

1998 folgte das Hedgefund-Debakel LTCM, das die UBS erneut rund 1 Milliarde kostete und sogar den Präsidenten den Job kostete. Auch UBS-Risikochef Felix Fischer landete auf der Strasse. Weiter Karriere machen konnte hingegen Walter Stürzinger, damals Leiter des internen Inspektorats.

Ab 2001, als die Bank begann, ihren Subprime-Berg aufzutürmen, sassen Stürzinger und Lofts an entscheidenden Schalthebeln. Stürzinger war Risikochef Gesamtbank geworden, Lofts Kreditrisikochef anfänglich der Investmentbank und später des Konzerns.

Als die UBS im Herbst 2007 ungebremst in den Subprime-Eisberg krachte, standen Stürzinger und Lofts auf der Kommandobrücke, zuständig für die Überwachung solcher Grossrisiken.

Beförderung statt Rausschmiss

Statt die beiden so wie damals Felix Fischer im LTCM-Fall zur Verantwortung zu ziehen, erhielt Stürzinger neue Aufgaben im riesigen Stabsbereich der Bank, während Lofts sogar weiter aufstieg. Ende 2008 machte ihn die Bank zum obersten Risikochef.

Bald darauf kehrte auch Andrew Wright zur UBS zurück. Er war inzwischen hoher Finanzmanager bei der untergegangenen Wallstreet-Ikone Lehman Brothers geworden und brauchte einen neuen Job. Bei den Schweizern wurde Wright neuer Finanzchef der Investmentbank.

Stürzinger, sein Buddy Phil Lofts und dessen Landsmann Andrew Wright gehören zu einer Truppe von UBS-Topshots, denen trotz wichtigen Rollen in Crashes offenbar nichts passieren kann.

Ermotti-Symbolik statt personeller Neuanfang

So gesehen scheint die heutige Absetzung von Risikochefin Miskovic durch CEO Sergio Ermotti eher ein symbolischer Akt. Ein Kopf musste rollen, da kam jener von Miskovic gerade zupass. Sie trug auf der Risikoseite formell die oberste Verantwortung für den London-Crash.

Die wahren Strippenzieher der Bank kommen hingegen wieder einmal ungeschoren davon. Weil sie so gut und unentbehrlich sind, wie das UBS-Manager in Hintergrundgesprächen betonen? Weil sie Stabilität garantieren, was die weltweiten Regulatoren von der Bank fordern?

Oder weil sie es immer wieder schaffen, den ständig wechselnden obersten Chefs das Gefühl zu vermitteln, dass ohne sie die Bank zusammenbrechen würde?>

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Die normale, politische Korruption in der Schweiz: UBS-Gelder für die politischen Parteien:

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25.4.2012: Die UBS schmiert die politischen Parteien mit je einer Million

aus: 20 minuten online: Finanzierung: Parteien erhalten eine Million von der UBS; 25.4.2012;
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/22911917

<Sämtliche politischen Parteien dürfen sich auf einen Geldsegen der Grossbank UBS freuen. Sämtliche? Nein, die SP geht wahrscheinlich leer aus.

Die UBS zahlt ab 2012 insgesamt eine Million Franken pro Jahr an nationale Parteien. Diese können ab sofort Anträge stellen. Vom Geldsegen profitieren wird jedoch nur, wer sich «eindeutig zu Wettbewerb und Marktwirtschaft bekennt».

Welche Parteien mit UBS-Spenden rechnen dürfen und welche explizit nicht, wollte Mediensprecher Samuel Brandner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA nicht kommentieren. Die Bank habe den Entscheid zur Finanzierung in den letzten Tagen gefällt und mache nun die Regeln der Vergabe transparent.

Geld bereits 2012

Insbesondere die SP, die in ihrem Parteiprogramm die Überwindung des Kapitalismus fordert, dürfte die Kriterien der Grossbank kaum erfüllen. Sollte sie dennoch eine Anfrage einreichen, so würde diese laut Brandner gleichwohl geprüft.

UBS-Gelder erhalten sollen nationale Parteien in der Schweiz, die auf Bundesebene im Parlament vertreten sind und dort Fraktionsstärke haben oder mindestens in einem Kanton Regierungsverantwortung tragen.

Die erste Million zahlt die Grossbank bereits für das Jahr 2012 aus. Die Höhe des Betrags pro Partei hängt von deren Anzahl Parlamentsmandate auf nationaler und kantonaler Ebene ab.

Wie die UBS in einer Mitteilung an die SDA schreibt, sieht sie das Milizsystem als «tragendes Element von Staat, Politik und Gesellschaft in der Schweiz» und anerkennt die wichtige Funktion der Parteien im Staatswesen. Die Unterstützung des Milizsystems erachtet sie «als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in der Schweiz».

CS zahlt unabhängig vom Programm

Im März hatte bereits die Credit Suisse bekannt gegeben, dass sie Parteien künftig mit insgesamt einer Million Franken pro Jahr unterstützt. Und zwar unabhängig von den politischen Programmen, wie dem CS-Bericht mit dem Titel «Unternehmerische Verantwortung» zu entnehmen ist.

«Die Unterstützung erfolgt selbstredend ohne irgendwelche Verpflichtungen seitens der Parteien und ist unabhängig von deren politischen Programmen oder Positionen», heisst es darin. Die Höhe des CS-Betrags ist abhängig von der Fraktionsstärke auf Bundesebene und von der Anzahl Sitze in kantonalen Parlamenten sowie im eidgenössischen Parlament.

SP im Dilemma

Auch diese Regelung stellt die SP vor ein Dilemma. Wie sie Ende März mitteilte, ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass Parteispenden aus der Wirtschaft «durchaus Chancen, aber auch Risiken mit sich bringen». Sie hat deshalb eine interne Vernehmlassung zum Umgang mit Parteispenden lanciert.

Die Geschäftsleitung schlägt zwei Varianten vor: Entweder lehnt die SP Spenden aus der Wirtschaft ab und beschränkt sich auf Spenden von natürlichen Personen. Oder sie prüft Zuwendungen aus der Wirtschaft künftig, wenn das Unternehmen alle Zahlungen an alle Parteien öffentlich macht. Zudem müsse dieses auf jegliche weitere, versteckte Zahlungen an Parteien verzichten. Auch will die SP keinerlei Konditionen akzeptieren.

Partei gespalten

Bis Ende Mai haben die Kantonalparteien Zeit, sich zu den Vorschlägen zu äussern. Laut SP-Sprecher Andreas Käsermann soll die Partei die Resultate entweder an der Delegiertenversammlung vom 23. Juni oder am Parteitag vom 8./9. September diskutieren.

«Parteispenden durch die Wirtschaft werden bei uns intern sehr unterschiedlich beurteilt», sagte Käsermann zur SDA. Derzeit sei nicht abzuschätzen, in welche Richtung der Entscheid gehen wird. Zur Regelung der UBS, welche der SP Spenden vorenthalten dürfte, wollte sich Käsermann vorläufig nicht äussern.

Unschlüssig sind auch die Grünen. Nach Bekanntgabe der CS-Spenden hiess es, ein Ja oder Nein zur Unterstützung durch die CS falle dem neuen Präsidium zu. Dieses wurde am vergangenen Wochenende gewählt.

(sda)>

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Kommt hier auch die UBS dran?

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12.8.2012: <SPD-Chef: Gabriel – "Organisierte Kriminalität in Schweizer Banken”> - für bandenmässige Steuerhinterziehung gibt es bis zu 10 Jahre Gefängnis

aus: Welt online; 12.8.2012;
http://www.welt.de/politik/deutschland/article108578354/Gabriel-Organisierte-Kriminalitaet-in-Schweizer-Banken.html

<Im Steuer-Streit mit der Schweiz hat SPD-Chef Sigmar Gabriel die eidgenössischen Bankiers der organisierten Kriminalität bezichtigt. Gleichzeitig verteidigte er den Ankauf weiterer Steuer-CDs.

Im Streit über die Bekämpfung von Steuerhinterziehung hat der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel Schweizer Banken organisierte Kriminalität vorgeworfen. Wer bandenmäßig Steuern hinterziehe, könne mit zehn Jahren Haft bestraft werden, sagte Gabriel im Deutschlandfunk.

"Das ist ein schwerer Straftatbestand. Hier reden wir über Organisierte Kriminalität in Schweizer Banken in Deutschland." Es ärgere ihn, dass es keine Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung solcher Vergehen gebe. Die USA hätten den Schweizer Banken schlicht und einfach mit Strafverfolgung gedroht.

"Warum trauen wir uns das eigentlich nicht? Oder warum übergeben wir das nicht dem Generalbundesanwalt, damit er dagegen ermittelt? Die werden Ruck-Zuck aufhören, da bin ich ganz sicher", sagte der SPD-Chef.

Am Fiskus vorbeigeschleust

Gabriel verteidigte so auch den Ankauf von CDs mit den Daten mutmaßlicher Steuerhinterzieher durch das Land Nordrhein-Westfalen. Das sei durch die Rechtsprechung gesichert.

Die CDs stammen häufig von Bankmitarbeitern, die diese den deutschen Behörden anbieten. Die Schweiz gilt als Hauptziel von Schwarzgeld aus Deutschland, das am Fiskus vorbeigeschleust werden soll, da das Bankgeheimnis dort bislang den Zugriff deutscher Behörden auf die Daten praktisch ausschließt.

Immer wieder wir den Schweizer Banken vorgeworfen, sie würden auch Schwarzgeld gezielt anlocken und damit Beihilfe zur Steuerhinterziehung leisten. Die Banken bestreiten das.

"Legalisierung von Steuerhinterziehung"

Die Koalition wiederum drängt die Opposition, ein ausgehandeltes Abkommen mit der Schweiz im Bundesrat zu billigen, mit dem die Steuerhinterziehung beendet werden soll. Dies würde dann auch den umstrittenen Ankauf der Daten-CDs überflüssig machen.

Gabriel kritisierte das Abkommen erneut als eine Legalisierung von Steuerhinterziehung. Zudem biete es viele Lücken, um Schwarzgeld rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können.

rtr/dapd/fsc>

Kommentar: Da kommt noch "einiges" nach

Es ist so, dass in schweizer Banken nicht nur systematisch die Steuerhinterziehung ermöglicht wird, sondern da ist auch systematische Geldwäscherei, und die Organisation des weltweiten Organisierten Verbrechens läuft auch über schweizer Banken. Das heisst, Herr Gabriel macht hier nur einen Anfang, und dann kommt da noch "einiges" nach.

Michael Palomino, 12.8.2012

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Basler Zeitung
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14.10.2012: UBS-Chef Ermotti will die Informatik in der UBS massiv reduzieren - scheinbar ohne Fachwissen

aus: Basler Zeitung online: Ermotti kämpft gegen interne Feinde; 14.10.2012;
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Ermotti-kaempft-gegen-interne-Feinde/story/13730444

<UBS-Chef Sergio Ermotti verschickte einen Brief an alle Mitarbeiter. Er ist in ungewohnt zornigem Ton verfasst. Bei der Bank scheint sich ein interner Machtkampf abzuspielen.

In einem am Samstagabend überraschend verbreiteten Communiqué deutet Konzernchef Sergio Ermotti ein Klima bei der UBS (UBSN 11.84 0.42%) an, das von Intrigen und Selbstsucht geprägt ist. Ermotti wehrt sich in dem Schreiben gegen Spekula­tionen zu seinen strategischen Plänen. Er sei «persönlich enttäuscht, weil es Leute in der Bank gibt, die unverantwortlich oder lediglich in ihrem eigenen Interesse handeln, indem sie zu diesen Spekulationen beitragen.» Kommentieren werde er diese aber nicht, «ganz egal, ob sie falsch sind oder auch wahre Elemente beinhalten».

Zuvor hatte der «Tages-Anzeiger» Pläne publik gemacht, nach denen die UBS das Budget der ­Informatik massiv reduzieren will. Von den weltweit insgesamt 8200 Stellen in dem Bereich könnten bis zu einem Drittel abgebaut werden.

Die IT-Reform ist Teil der von Emotti eingeleiteten Industrialisierungsstrategie. Diese wird von Ex-Swisscom-Mann Eros Freganos und dem externen Berater Claudio Cisullo umgesetzt. Das Duo ist laut der «SonntagsZeitung» UBS-intern hoch umstritten. Den beiden werden Arroganz und fehlendes Fachwissen vorgeworfen.

Weber will Investmentbank schrumpfen

Auch mit Verwaltungsratspräsident Axel Weber liefere sich Ermotti einen Machtkampf, schreibt die «SonntagsZeitung». Dabei gehe es ums Investmentbanking. Ermotti wolle hier den Rotstift eher nicht ansetzen, auch weil er mit Andrea Orcel eben erst einen Vertrauten an die Spitze der umstrittenen Abteilung gehievt habe.

VR-Präsident Weber hege mit der Investmentbank hingegen keine grossen Ambitionen. Mit den Wallsstreet-Schwergewichten Goldman Sachs und J.P. Morgan wolle er gar nicht erst konkurrieren. Lieber würde er die Sparte in «Merchant Bank» (Handelsbank) umtaufen, um das Zocker-Image loszuwerden. Setze sich Weber durch, würde bei der Investmentbank die Axt angesetzt, gibt sich die «SonntagsZeitung» überzeugt.

Oberster Kommunikationschef geht

Wie der «Sonntag» schreibt, wird Kommunikationschef Michael Willi das Unternehmen verlassen. Seine Demission wurde am Freitag in einem internen Memo an sämtliche 64000 UBS-Mitarbeiter weltweit kommuniziert. Willi war ein Urgestein der Bank, nach seinem Studium bei dem damaligen Bankverein anheuerte.

In den letzten Jahren sah er viele Konzernchefs gehen und kommen, vor allem in den letzten fünf Jahren, als die Finanzkrise die UBS besonders stark traf. «Nach 20 Jahren bei der Bank und 4 Jahren als globaler Chef für die Gruppen-Kommunikation freue ich mich auf Neues.» Dies könnten VR-Mandate und die Selbstständigkeit sein, sagt der Basler gegenüber dem «Sonntag».

Offenbar kam es zu einem Machtkampf zwischen Willi und seinem direkten Vorgesetzen Ulrich Körner. Der Wechsel in der intern und extern exponierten Position kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Bereits vor einigen Wochen gab die Bank den Abgang des Pressechefs für den Bereich Schweiz bekannt. Peter Hartmeier, ein Ex-Chefredaktor des «Tages-Anzeigers» und funktionsmässig Globalchef Michael Willi unterstellt, liess sich vorzeitig pensionieren. (kle/rub)>


Kommentar: Da wären auch illegal arbeitende Abteilungen zu schliessen

Die UBS AG hat einige illegal arbeitende Gruppen, die man auch schrumpfen könnte, z.B. die Abteilung für Geldwäscherei, illegalen Waffenhandel, Drogenhandel und Menschenhandel, wo das Geld über blockierte Privatkonten oder über die Konten von Verstorbenen oder Ex-Jugendsparbuchkonten läuft. Beispiel: Familie von Jacq. Hungerbühler. Wann wird diese illegale Abteilung denn geschlossen?

Michael Palomino, 14.10.2012

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Hochmut kommt vor dem Fall:

Welt online, Logo

London 20.11.2012: 2,3 Milliarden Dollar verzockt: UBS-Zocker Adaboli wollte alle Verantwortung auf Kollegen abschieben - 7 Jahre Haft

aus: Welt online: UBS-Skandal: Milliarden-Zockerei – Lange Haftstrafe für Adoboli; 20.11.2012;
http://www.welt.de/wirtschaft/article111329448/Milliarden-Zockerei-Lange-Haftstrafe-fuer-Adoboli.html

<Am Dienstag ging der größte Betrugsfall der britischen Geschichte zu Ende. Die Jury sprach den Angeklagten schuldig. Er hatte 2,3 Milliarden Dollar der UBS verspielt und muss sieben Jahre in Haft.

Kweku Adoboli senkte seinen Kopf, als der Sprecher der Jury am Dienstagmittag das Urteil sprach. Alle Tränen und Unschuldsbekundungen während des Prozesses hatten dem früheren UBS-Händler am Ende wenig genutzt.

Der 32-jährige Ghanaer wurde von der Jury im Londoner Southwark Crown Court wegen des größten Betrugsfalls in der britischen Geschichte schuldig gesprochen und zu sieben Jahren Haft verurteilt. Mit Finanztricksereien hatte der Händler 2,3 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) der Schweizer Großbank verzockt.

Die Jury sah es einstimmig als erwiesen an, dass Adoboli sich in zwei Fällen des Betrugs schuldig gemacht hatte. Ebenfalls angeklagt war der Ghanaer wegen vier Fällen der Bilanzfälschung. In diesen Punkten sprach die Jury den ehemaligen Händler frei.

"Wir nehmen zur Kenntnis, dass die Gerichtsverhandlung zu einem Abschluss gekommen ist und danken der Polizei und den britischen Behörden für ihr professionelles Vorgehen. Wir geben dazu keinen weiteren Kommentar ab", sagte ein Sprecher der UBS.

Damit ging am Dienstag nach zehn Wochen einer der spektakulärsten Gerichtsprozesse für die europäische Finanzindustrie zu Ende. Adoboli hatte sich am 14. September 2011 selbst gestellt, als er der Schweizer Großbank sein Schattenkonto meldete. In dem sogenannten Regenschirm hatte Adoboli über drei Jahre unerlaubte Geschäfte versteckt, die er imaginären Handelspartnern zuordnete.

Lange erzielte er horrende Gewinne

So konnte er die Handelsobergrenzen der Bank umgehen. Lange erzielte er horrende Gewinne, doch mit der Eurokrise im Sommer 2011 verließ ihn der Erfolg. Am Tag seiner Festnahme ballten sich in seinem Regenschirm Verluste von 2,3 Milliarden Dollar.

Die zentrale Frage im Prozess lautete, aus welchem Grund Adoboli die Risikoschranken der Bank aushebelte und heimliche Gelder in seinem Regenschirm ansammelte. Staatsanwältin Sasha Wass zeichnete den Sohn eines Ghanaischen Diplomaten als einen "ausgemachten Lügner", der "Gott spielte" und "sorg- und rücksichtlos" die Regeln brach.

"Ihnen ging es nur um Ihre Reputation, Ihr Ego und Ihr Bestreben, ein Starhändler zu sein", warf Wass dem Angeklagten im Prozess vor. In ihrem Abschlussplädoyer verglich sie Adobolis Verteidigungsstrategie sogar mit der von Pädophilen, Vergewaltigern und Mördern, die anderen die Schuld für ihre Untaten geben wollten.

Bis zum Schluss auf nicht schuldig plädiert

Adoboli selbst hatte bis zum Schluss auf nicht schuldig plädiert. Tränenreich schilderte er im Prozess, wie ihn die Bank zu immer höheren Risiken getrieben habe. Das Management sei über seine Geschäfte informiert gewesen und habe bewusst weggeschaut, solange die Gewinne flossen.

Der mittlerweile zurückgetretene UBS-Chef Oswald Grübel habe seine Mitarbeiter ausdrücklich aufgefordert, "an die Grenzen zu gehen". Adoboli habe nur getan, was alle taten, aber säße nun allein vor Gericht.

Adobolis Verteidiger Charles Sherrard beschrieb Adoboli als einen ehrlichen, hart arbeitenden Mann, der für die kollektiven Verfehlungen der Bank und der ganzen Finanzbranche verantwortlich gemacht werden solle. "Seine Motive waren einwandfrei, seine Intention erscheint ehrenhaft, seine Arbeitsmoral tadellos", sagte Sherrard.

In den letzten Wochen des Prozesses war auch Adobolis Vater anwesend, ein UN-Diplomat, der sichtlich mit seinem Sohn litt. Er hatte seinem Sohn gute Startvoraussetzungen für ein erfolgreiches Leben geboten.

Plötzlich hatte er Macht über 50 Milliarden Dollar

Kewku Adoboli wuchs zunächst bei seinen Eltern in Ghana, Israel und Syrien auf, bevor ihn die Eltern auf ein Internat nach Yorkshire schickten. Später besuchte er die Universität von Nottingham, von wo aus ihn die UBS für ein Praktikum abwarb. Auf das Praktikum folgte eine Festanstellung. Als Juniortrader arbeitete er am Handelsdesk für börsengehandelte Indexfonds (ETFs).

2007 begann laut Adoboli die Misere. In jenem Sommer kündigte sein damaliger Chef. Die Bank sparte sich aus Kostengründen einen neuen, versierten Manager. Stattdessen war es an Adoboli, damals 24, und seinem Kollegen John Hughes, damals 27, das ETF-Desk mit seinem 50 Milliarden Dollar Handelsbuch zu leiten. Adoboli beschrieb im Prozess, wie beide hoffnungslos überfordert mit der Aufgabe waren.

Als die Finanzkrise ausbrach, stieg der Druck auf die jungen Trader. Die UBS geriet in Schieflage, auch die ETF-Geschäfte häuften hohe Verluste an. "Wir haben oft daran gezweifelt, dass die Bank überleben wird", sagte Adoboli. Nur deswegen habe er 2008 Scheinkonten eingerichtet, dessen Transaktionen er imaginären Handelspartnern zuordnete.

Handelsobergrenze von 100 Millionen Dollar ausgehebelt

In Wahrheit handelte er aber mit dem Geld der Bank und hebelte die tägliche Handelsobergrenze von 100 Millionen Dollar aus. Laut den Regeln der Bank müssen Handelsgeschäfte mit Gegengeschäften abgesichert werden, um das Risiko zu minimieren. In der Fachsprache heißt das Hedgen.

Doch genau das hatte Adoboli bei seinen illegalen Geschäften unterlassen. Um das zu vertuschen, hatte er Hunderte von Schein-Gegengeschäfte eingetragen. So konnten seine Gewinne im Erfolgsfall größer ausfallen, aber auch sein Risiko potenzierte sich.

Ziel war es laut Adoboli, zusätzliche Gewinne anzuhäufen und die Verluste des ETF-Desks auszugleichen. Lange ging der Plan auf, Adoboli wurde dank seiner enorm guten Ergebnisse der Star des Handelssaals. Dank Adobolis Zockereien stieg das Team zum erfolgreichsten im Londoner Handelssaal der Bank auf. Unter Kollegen galt das ETF-Desk anerkennend als "Oase der Gewinne".

250.000 Pfund Bonus

Auch Adoboli selbst profitierte von den Erfolgen. Im März 2010 wurde er zum Manager befördert und bekam eine Gehaltserhöhung. Seine Boni stiegen ebenfalls dank den sprudelnden Regenschirm-Gewinnen. Anfang 2010 betrug sein Bonus noch 95.000 Pfund (119.000 Euro). Im Jahr darauf waren es 250.000 Pfund.

Nach Aussagen von Adoboli baute er den Regenschirm zwar zunächst alleine auf. Später habe er Hughes und die beiden anderen Mitglieder des Teams eingeweiht. Hughes sei "sehr froh über den Regenschirm und seine Gewinne" gewesen. Er habe ebenso wie Adoboli Positionen in dem Regenschirm verbucht.

"Hughes war faul und chaotisch"

Staatsanwältin Wass hatte im Prozess versucht, Adoboli als alleiniges Mastermind hinter den Tricksereien zu entlarven. Mit seinem "dominanten Charakter" habe er das alleinige Sagen im Team gehabt. Auf dem Papier sei Hughes vielleicht sein Vorgesetzter gewesen. De facto habe jedoch Adoboli die Geschäfte geführt. "Hughes war faul und chaotisch", sagte Wass.

Ein richtiger Teamleiter habe er schon deswegen nicht sein können, weil er das Führungskräftetraining der UBS nie beendete hatte, obwohl ihn die Bank 17 Mal dazu aufforderte.

Adoboli bestritt nicht, der Fleißige im Team gewesen zu sein. Während Hughes oft um 17 Uhr das Büro verließ, habe er nicht selten 16-Stunden-Schichten geschoben. Zweimal habe er sogar unter seinem Schreibtisch übernachtet. Selbst zur Beerdigung seiner Großmutter sei er aus Pflichtbewusstsein nicht gefahren. "Die UBS war meine Familie."

Es sei auch Hughes gewesen, der Adoboli im Sommer 2011 nötigte, auf steigende Kurse zu setzen, sagte Adoboli im Prozess. Zu seinem Entsetzen brachen die Kurse wegen der Euro-Krise jedoch ein. "Ich habe die Kontrolle verloren", gab Adobli zu.

Hughes habe ihm geraten, sich nach Ghana abzusetzen

Die Verluste schossen in die Milliarden, Adoboli arbeitete Tag und Nacht, um den Regenschirm unter Kontrolle zu bringen. Trotz seiner Vertuschungsversuche wurde das Risikomanagement der Bank auf Adoboli aufmerksam.

Mehrere Mitarbeiter der Abteilung stellten dem Trader Fragen zu seinen ungewöhnlichen Handelsbewegungen. Adoboli wimmelte die Risikomanager mit Ausreden ab. Trotzdem war ihm wohl klar, dass das Scheinkonstrukt bald auffliegen würde.

Am 11. August 2011, so beschrieb es Adoboli im Prozess, sei er um vier Uhr morgens ins Büro gekommen. An diesem Morgen habe er das erste Mal das ganze Ausmaß der Verluste berechnet. Hughes habe ihm daraufhin geraten, sich nach Ghana abzusetzen. Das sei jedoch nicht seine Art, sagte Adoboli.

Stattdessen informierte er am 14. September 2011 die UBS über die Verlustrisiken, die auf acht Milliarden Dollar angeschwollen waren. Nach Auflösung der Positionen blieben noch 2,3 Milliarden Dollar übrig.>

Kommentar

Hochmut kommt vor dem Fall. Das gilt auch für die Bank UBS selbst, die weltweit so viele Filialen mit Bankgeheimnissen hat, dass da noch ganz andere Sachen passieren.

Michael Palomino, 20.11.2012

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n-tv online, Logo

26.11.2012: <Banken Kriminalität Großbritannien Schweiz: Millionenstrafe für UBS wegen Zockerskandal> - 36,7 Millionen Euro Strafgeld

aus: n-tv online; 26.11.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Millionenstrafe-fuer-UBS-wegen-Zockerskandal-article9605401.html

<London (dpa) - Die Schweizer Großbank UBS muss nach dem Zockerskandal um ihren Ex-Händler Kweku Adoboli eine Buße von umgerechnet 36,7 Million Euro zahlen. Die britische Finanzaufsichtsbehörde FSA bestrafte die Bank damit für «System- und Kontrollfehler». Zugleich wurden der UBS durch die Schweizer Finanzaufsicht FINMA scharfe Kontrollen im Investmentbanking auferlegt. In einem der größten Betrugsfälle der Bankengeschichte hatte Adoboli die UBS um insgesamt 2,3 Milliarden US-Dollar gebracht. Er war vergangene Woche zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Quelle: n-tv.de , dpa>

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Eine kriminelle Bande in der UBS AG hat jahrelang weltweit den Libor-Zinssatz manipuliert - und hier kommt die Rechnung:

n-tv online, Logo

19.12.2012: <Rekordstrafe wegen Libor-Skandal: UBS zahlt die Zeche> - Geldstrafe von ca. 1,4 Milliarden Franken

aus: n-tv online; 19.12.2012;
http://www.n-tv.de/wirtschaft/UBS-zahlt-die-Zeche-article9822761.html

<Sergio Ermotti: "Ein inakzeptables Verhalten von gewissen Mitarbeitern."

Die Schweizer Großbank UBS zieht einen teuren Schlussstrich unter den Skandal um manipulierte Zinsen auf dem Interbankenmarkt. Mit den Behörden in Großbritannien, USA und der Schweiz einigt sich das Finanzinstitut auf Geldstrafen in Rekordhöhe. Aber damit ist das Thema noch nicht vom Tisch.

Die Verstrickung in den Libor-Skandal kommt die Schweizer Großbank UBS teuer zu stehen. Die größte Schweizer Bank einigt sich mit den Aufsichtsbehörden der USA, Großbritanniens und der Schweiz auf eine Geldstrafe von insgesamt etwa 1,4 Mrd. Franken. Das ist die zweithöchste Geldstrafe, die je eine Großbank zahlen musste. Wegen der in diesem Zusammenhang erforderlichen Rückstellungen werde im vierten Quartal ein Verlust von 2,0 bis 2,5 Mrd. Franken geschrieben, kündigte die UBS an.

In einem einzelnen Anklagepunkt habe sich die Bank wegen Betrugs schuldig bekannt. Durch Missbrauch elektronischer Kommunikation seien gewisse Referenzzinssätze, darunter auch der Yen-Libor, manipuliert worden, räumte sie ein.

Die Geldstrafe von 1,4 Mrd. Franken setzt sich folgendermaßen zusammen: 160 Mio. Britische Pfund gehen an die britische Finanzmarktaufsicht FSA. 59 Mio. Franken entrichtet die Bank an die Schweizerische Finanzmarktaufsicht FINMA. Diese Summen entsprechen in etwa einer Herausnahme des unrechtmäßig erzielten Gewinns. Darüber hinaus gehen 1,2 Mrd. Franken an das US-Justizministerium und die US-Derivateaufsicht CFTC (Commodity Futures Trading Commission).

Weber: "Null Toleranz für unethisches Verhalten"

Nach Angaben von UBS waren bestimmte Mitarbeiter an dem Versuch beteiligt, die Eingaben für bestimmte Libor-Sätze zugunsten von Handelspositionen zu manipulieren. Eine Rolle habe auch der Wunsch gespielt, die Bank in der Finanzkrise gut dastehen zu lassen. Ein Großteil der Manipulationen gehe auf einen einzelnen Händler zurück, der von 2006 bis 2009 für UBS in Tokio tätig war, erklärte die Schweizer Bankenaufsicht FINMA mit. Hinweise, dass das damalige Top-Management der UBS von den Manipulationen Kenntnis hatte, fand die FINMA nicht.

UBS-Konzernchef Sergio Ermotti erklärte in einer Telefonkonferenz, rund 40 Mitarbeiter hätten wegen der Libor-Manipulationen die Bank verlassen oder seien entlassen worden. UBS habe mit den Untersuchungsbehörden voll kooperiert und ihr Kontrollsystem inzwischen erheblich verbessert. "Im Verlauf der Untersuchungen haben wir ein inakzeptables Verhalten von gewissen Mitarbeitern festgestellt", erklärte Ermotti weiter. "Es ist ein Kapital, das sicher nicht positiv ist."

Axel Weber, Präsident des UBS-Verwaltungsrats zeigte sich mit der Zusammenarbeit mit den Behörden zufrieden. In einer offiziellen Verlautbarung der Bank schrieb er: "Der Verwaltungsrat und ich haben Nulltoleranz für unangemessenes und unethisches Verhalten von Mitarbeitenden. Wir schätzen es, dass UBS von den Behörden für die Qualität unserer Untersuchungen und unserer Kooperation Anerkennung erhalten hat. Unsere Glaubwürdigkeit gegenüber Kunden, Investoren und Mitarbeitenden ist von zentraler Bedeutung. Daher müssen wir die operative Praxis, die Kultur und das Risikobewusstsein im Unternehmen weiter verbessern."

Finanzmarktaufsicht greift durch

Die UBS muss für die Libor-Manipulation deutlich stärker büßen als ihr Wettbewerber Barclays. Die britische Bank hatte den Libor-Streit im Juni gegen Zahlung von rund 450 Mio. US-Dollar beigelegt. Die UBS zahlt also rund drei Mal mehr als die britische Bank. Ihre Strafe wird nur noch von den 1,9 Mrd. US-Dollar übertroffen, zu denen die britische HSBC verdonnert wurde: HSBC soll unter anderem mexikanischen Kartellen geholfen haben, Drogengelder zu waschen. Die hohen Summen zeigen, dass die Aufsichtsbehörden gegenüber der mächtigen Finanzbranche inzwischen eine wesentlich härtere Gangart einschlagen.

Insgesamt sollen mehr als ein Dutzend Großbanken über Jahre Referenzzinssätze wie den Libor zu ihren Gunsten manipuliert haben. Der einmal täglich in London ermittelte Libor soll anzeigen, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Der Zinssatz beruht auf den - von außen bislang kaum nachprüfbaren - Angaben der Institute und ist die Grundlage für billionenschwere Finanztransaktionen rund um den Globus. Die Ermittler vermuten, dass die Banken vor allem auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 zu niedrige Angaben gemacht haben, um ihre tatsächlichen Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne zu kassieren.

Die Einigung mit den Behörden war erwartet worden. Die UBS hatte im Streit um die Libor-Manipulationen frühzeitig auf eine Kooperation mit den Behörden gesetzt. Die Höhe der Summe dürfte sie angesichts eines Gewinns von 4,2 Mrd. Franken allein im Jahr 2011 recht gut wegstecken. Die UBS sei immer noch besser kapitalisiert als andere Banken, hatte es bereits im Vorfeld unter Analysten geheißen. Außerdem wurden von der Bank bereits rund 2,1 Mrd. Franken für regulatorische Angelegenheiten zurückgestellt.

Quelle: n-tv.de , ddi/rts/DJ>

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n-tv online, Logo

5.2.2013: UBS mit 2 Milliarden Euro Verlust für 2012

aus: n-tv online: Milliardenverlust wegen Manipulation: UBS büßt für Libor-Skandal; 5.2.2013;
http://www.n-tv.de/wirtschaft/UBS-buesst-fuer-Libor-Skandal-article10071381.html

<Die jahrelangen Zinsmanipulationen kommen die UBS teuer zu stehen: Die Schweizer Großbank schließt das vergangene Geschäftsjahr mit einem Verlust von rund zwei Milliarden Euro ab. Einen Schlussstrich unter ihre dunkle Vergangenheit kann die Bank damit aber immer noch nicht ziehen.

Der radikale Konzernumbau und der Libor-Skandal haben der Schweizer Großbank UBS erneut tiefrote Zahlen eingebrockt. 2012 habe sich das Minus auf 2,5 Mrd. Franken (rund 2 Mrd. Euro) belaufen, teilte die Bank mit. 2011 hatte der Deutsche-Bank-Konkurrent noch 4,1 Mrd. Franken verdient. Analysten hatten allerdings mit einem höheren Verlust gerechnet. Zudem will die UBS trotz des hohen Verlusts die Dividende um 50 Prozent auf 15 Rappen erhöhen. Bereits im dritten Quartal war die Bank in die Verlustzone gerutscht und hatte im Dezember ein Minus von bis zu 2,5 Mrd. Franken allein für das vierte Quartal in Aussicht gestellt.

Mit einem Anleihenrückkauf in Milliardenhöhe will die UBS zudem ihre Kreditkosten senken. Die Bank wolle in den kommenden Wochen auf Euro, italienische Lire und Dollar lautende Anleihen im Gesamtwert von rund fünf Mrd. Franken zurückkaufen. Diese Maßnahmen könnten zu einer Verengung der Kreditspannen führen. In der Folge könnten im ersten Quartal signifikante Wertberichtigungen für eigene Verbindlichkeiten notwendig werden.

Die UBS ist einer der größten Verlierer in der Finanzkrise. Zwischen 2007 und 2009 häufte die Schweizer Bank Verluste von insgesamt 29 Mrd. Franken an und musste vom Staat aufgefangen werden. Seitdem sucht die Bank nach einem Weg aus der Krise. Auch mit der Einigung im Libor-Skandal ist die UBS ist noch nicht am Ende der Dursttrecke angekommen. Wegen der Zinstricksereien musste UBS 2012 eine Rekordbuße von 1,4 Mrd. Franken zahlen.

Im Oktober hatte die Bank angekündigt, das teure Investmentbanking drastisch einzudampfen, um ihre Risiken zu minimieren. Bis 2015 sollen jährlich 5,4 Mrd. Franken eingespart werden, 10.000 Stellen sollen werden gestrichen - ein Großteil davon im Investmentbanking in London und den USA. Die Zahl der Angestellten soll damit auf 54.000 sinken. Ende 2007 hatte die UBS noch mehr als 83.000 Beschäftigte.

Quelle: n-tv.de , hvg/rts/DJ/dpa>

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NZZ online, Logo

4.2.2014: Die UBS AG behauptet für das Jahr 2013 einen Gewinn von 3,2 Milliarden Franken

aus: NZZ online: 3,2 Mrd. Fr. Gewinn für 2013: Ein solides Jahr für die UBS; 4.2.2014;
http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/ein-solides-jahr-fuer-die-ubs-1.18235140

<Im abgelaufenen Jahr hat die UBS in allen Sparten und in jedem Quartal profitabel gearbeitet. Wegen des Aktienhandels lieferte die Investmentbank erneut den höchsten Gewinnbeitrag. Insgesamt flossen der Bank 53 Mrd. Fr. Neugeld zu. Den Aktionären wird eine Dividende von 0,25 Fr. pro Aktie ausbezahlt. Insgesamt bezahlt die Bank 3,2 Mrd. Fr. Boni.

Z.B. Die Grossbank UBS hat für das abgelaufene Geschäftsjahr einen den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von 3,2 Mrd. Fr. erzielt. Im Vorjahr hatte die Bank wegen Strafen um grossangelegte Handelsmanipulationen und wegen des Rückbaus der Investmentbank noch einen Verlust von 2,5 Mrd. Fr. hinnehmen müssen. Mehr Gewinn im Investment Banking und eine Steuergutschrift von 470 Mio. Fr. haben der UBS nun im Schlussquartal des vergangenen Jahres zu einem Gewinnsprung verholfen. Der Gewinn für Oktober bis Dezember stieg um 58% gegenüber dem Vorquartal auf 917 Mio. Fr. , wie die UBS am Dienstag mitteilte.

Boni im Fokus

Das besondere Augenmerk gilt im abgelaufenen Jahr der Entwicklung in den Vermögensverwaltungseinheiten. Ins Auge fällt besonders der Netto-Neugeld-Zufluss, der über die Einheiten verteilt über das ganze Jahr 53,3 Mrd. Fr. beträgt und damit 14% höher ausfällt als im Vorjahr. Gelder flossen weiterhin aus Europa ab, legten dafür aber in der Region Asien - Pazifik zu. Ein wenig erfreuliches Bild bietet allerdings hier das Geschäft mit Institutionellen. Hier flossen einmal mehr Milliarden an Kundengeldern ab.

Die harte Kernkapitalquote (CET1) auf der Basis einer vollständigen Umsetzung stieg auf 12,8%.

Zu diskutieren geben wird einmal mehr die Handhabung der variablen Entlöhnung. So hat sich das Total der Boni von 2,5 Mrd. Fr. um 28% auf 3,2 Mrd. Fr. erhöht. Damit sind die Bonuszahlungen für die Mitarbeiter gleich hoch wie der Gewinn. Weil Boni zum Teil über mehrere Jahre hinweg zugeteilt sind, verbucht die Bank aber wie schon 2012 insgesamt 3 Mrd. Fr. für die variablen Lohnteile der Mitarbeiter. Details zur Entschädigung werden im Geschäftsbericht, der erst in einigen Wochen publiziert wird, bekanntgegeben.

1,7 Mrd. Fr. für Rechtsfälle

Im Bericht zum Geschäftsjahr 2013 hält die Bank weiter fest, dass sie 1,7 Mrd. Fr. für offene Rechtsstreitigkeiten beiseitegelegt hat. Im Zusammenhang mit Rechtsfällen hat die UBS nach ihren Angaben mit der Finanzaufsichtsbehörde Finma eine Übereinkunft zu Details einer strengeren Risikobewertung getroffen. Der Anteil strenger gewichteter Risiko-Aktiva in den Büchern beträgt – statt 28 Mrd. Fr. wie Ende Oktober nach dem Finma-Eingreifen angekündigt – nun 22,5 Mrd. Fr., wie die UBS mitteilte.

Festhalten am Dividenden-Ziel

Den Aktionären soll für das abgelaufene Jahr eine um 67% höhere Dividende von Fr. 0.25 je Aktie ausbezahlt werden. Wird die UBS ihre angestrebte Quote für das harte Kernkapital von 13% erreicht haben, dann will sie – wie angekündigt – mindestens 50% der Gewinne auszuschütten.

Wie die Bank meldet, konnten alle Unternehmensbereiche in jedem Quartal profitabel arbeiten.

Aktienhandel als Königsdisziplin

Obwohl die Grossbank aus einer ganzen Reihe von risikoreichen Geschäften in der Investmentbank (Kapitalmarktgeschäfte) und grossen Teilen des Eigenhandels ausgestiegen ist, lieferte die Investmentbank mit ihren über 11'500 Mitarbeitern auch im vergangenen Jahr den Hauptharst des Gewinns, dieser betrug bereinigt und vor Steuern 2,5 Mrd. Fr. Hauptverantwortlich für den Gewinn war einmal mehr die UBS-Königsklasse, der Aktienhandel. Dieser lieferte mit knapp der Hälfte einen deutlich höheren Beitrag zu den Erträgen der Investmentbank insgesamt.

Geld fliesst aus Europa ab

Insgesamt steigerte die Vermögensverwaltung für Private (Wealth Management) ihren (bereinigten) Gewinn vor Steuern um 17% auf 2,4 Mrd. Fr. Vor allem hier flossen mehr neue Gelder zu. Insgesamt wurde ein Neugeldzufluss von 35,9 Mrd. Fr. verzeichnet, das sind 9,6 Mrd. Fr. oder 4,4% mehr als im Vorjahr. Während weiterhin mehr Gelder von Privaten aus Europa ab- als hereinflossen, konnten die UBS-Einheiten in der Asien-Pazifik-Region erneut ein Wachstum an Neugeld verzeichnen. Weltweit konnte zudem besonders das Geschäft mit schwerreichen Personen, auf das sich die Bank heute ausserhalb der Schweiz konzentriert (Ultra-High-Net-Worth-Segment), reüssieren.

Mit 991 Mio. $ konnte das Vermögensverwaltungsgeschäft Americas (Wealth Management Americas) einen rekordhohen bereinigten Gewinn vor Steuern erreichen. Damit wurde das Ziel eines Jahresgewinns von 1 Mrd. Fr. fast erreicht. Hier wurden 19 Mrd. Fr. neue Gelder entgegengenommen.

Stabiles Schweizer Geschäft

Das Schweizer Kredit- und Firmengeschäft (Retail & Corporate) verzeichnete mit 1,5 Mrd. Fr. einen Gewinn vor Steuern auf Vorjahreshöhe. Ins Gewicht fielen hier vor allem höhere Rückstellungen für Rechtshändel.

Das Geschäft mit institutionellen Kunden (Global Asset Management) konnte den Gewinn leicht steigern. Es wies einen bereinigten Gewinn vor Steuern von 585 Mio. Fr. aus. Sorge bereitete aber erneut der hohe Geldmarktausfluss, vor allem im Bereich Geldmarktfonds, und zudem wurden vonseiten von Schweizer Kunden Gelder aus den UBS-Einheiten in Milliarden abgezogen.

Beim Kostensenkungsprogramm, mit dem bis Ende 2015 5,4 Mrd. Fr. eingespart werden sollen, wurden insgesamt 2,2 Mrd. Fr. seit dem 1. Halbjahr 2011 eingespart.

Für das laufende Jahr zeigte sich die Bank vorsichtig. Die in den ersten drei Monaten eines Jahres traditionell übliche Geschäftsbelebung könne wegen der gemischten Aussichten für die Weltwirtschaft und der unsicheren Lage in Schwellenländern teilweise ausfallen, erklärte die UBS.>

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Also, hier muss man nun wieder ein grosses "Hahaha" anbringen:

Michael Palomino über die kriminellen
                  Realitäten bei der UBS AG
Michael Palomino über die kriminellen Realitäten bei der UBS AG

5.2.2014: Kriminelle UBS AG: Erfundene Bilanzen dank Bankgeheimnis sind normal

von Michael Palomino, 5.2.2014

Je nach politischer Grosswetterlage kann die UBS AG mit ihren vielen Schwarzkonten und illegalen Geldwäscherei-Profiten die Bilanzen frisieren, wie sie will. Denn:

Das Bankgeheimnis erlaubt jede Bilanzfälschung in der Schweiz. Die UBS AG behauptete für 2012 einen Verlust von 1 oder 2,5 Milliarden Franken und für 2013 nun einen Gewinn von 3,2 Milliarden Franken. Nun, das ist wahrscheinlich alles gelogen und "arrangiert", denn von den Schwarzkonten mit den Geldern der Geldwäscherei (die in der Generaldirektion unter der Kontrolle von Marcel Ospel und Kaspar Villiger stehen) kann die UBS AG immer einen Scheinverkehr herstellen, um Bilanzen um 1 oder bis zu mehreren Milliarden zu verfälschen. Der kriminell-pädophile Geldwäscher Marcel Ospel und sein kriminell-pädophiler "Intimfreund" Kaspar Villiger (beide sindlangjährige Mitglieder im Pädophilenring "Basler Tierkreis") sind "Weltmeister" im Erfinden von Transaktionen, das machen die "mit Links".

So lange die schweizer Regierung die Schwarzkonten der Bank UBS AG nicht zum Thema macht, werden die Bankiers weiterhin mit dem Geld auf Schwarzkonten spielen dürfen und ihre Bilanzen selbst erfinden dürfen!

Bilanzen erfinden ist auch ein Profisport in der Politik - oder beim ADAC, wie man in den Meldungen der letzten zwei Wochen gesehen hat...


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5.2.2014: Die kriminelle UBS AG, der "Basler Tierkreis", verschwundene Kinder - und weitere Manipulationen

von Michael Palomino, 5.2.2014

Begrabene Kinder

Man kann nur vermuten, dass irgendwo in einem grossen Keller in der Schweiz in der Region Basel viele Kinder begraben sind, die vom "Basler Tierkreis" getötet wurden. Es liegen mir mehrfache Meldungen aus schweizer Justizkreisen vor, dass im Waisenhaus Basel Dutzende Kinder verschwunden sind. Und die Drehscheibe für diese Verbrechen von Kinderkauf und Kindsmissbrauch war 1986-2006 das Restaurant Stab in Riehen, das von Niklaus Rohner geführt wurde (heute ist Rohner in Bürchen im Wallis). Dort in diesem Restaurant könnten auch Kindstötungen stattgefunden haben, und im Keller könnte man einmal graben. Aber das wird bis heute von den schweizer Journalisten alles tabuisiert. Viele wissen davon, aber niemand darf berichten, weil Ospels Ehefrau und Hubacher im Vorstand der Basler Zeitung sitzen und alles zensieren und den Druck kontrollieren.

Vermisste sind hier:
http://www.hist-chron.com/welt/menschen/menschen-vermisst.html

oder hier in Arica war eine Tochter von einem Campingplatz verschwunden (Chile in Arica, gegen Ende der Webseite):
http://www.am-sur.com/am-sur/chile/Arica/06-rathaus-u-regierungsgebaeude-Kolumbushaus-D.html

oder auch hier wird ein Kind vermisst (Chile in Santiago, gegen Ende der Webseite):
http://www.am-sur.com/am-sur/chile/Santiago2010/D/04-av-Catedral-plaza-Brasil.html

Die Kinderhändler arbeiten international, so wie die Spionagemittel heute international rund um den Globus arbeiten. Die UBS AG hat dabei beste Voraussetzungen, weil sie ein weltweites Netz mit Filialen hat.

Die Täter sind Hubacher (SP-Führer und Gründer des "Tierkreis" von 1964), Miville (führte ein ganzes Departement in Basel), Mattmüller (inzwischen verstorben), Heierli (am Zivilgericht Basel!), Marcel Ospel (Geldwäscher im Bankverein Basel, seit 1998 heisst die Bank UBS AG), Kaspar Villiger (Verteidigungsminister, Finanzminister und Präsident der UBS AG 2009-2012, ohne Bankendiplom!) etc. etc. Diese Täter haben ihren eigenen Geheimdienst, der hiess zuerst P26, seit 1991 heisst der Geheimdienst P27 - und es wird alles ausspioniert, was nur geht, um Daten zu haben, um die Justiz und die Politik erpressen zu können, um den "Basler Tierkreis" zu schützen.

Beispiele von Manipulationen und Fälschungen durch Heierli am Zivilgericht Basel

Der Täter Heierli hat zum Beispiel am Zivilgericht Basel-Stadt zusammen mit seinem "Führer", dem hyperkriminellen Helmut Hubacher, viele Sachen manipuliert, um Kinder "zu organisieren", und die Vormundschaft in Basel hat in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren auch Kinder verkauft. Einen solchen Angestellten der "Vormundschaft" habe ich selber 2 1/2 Jahre lang als "Lehrer" erlebt, er war ein grausamer Tyrann, der immer die Schwachen ausgelacht hat. Oder Heierli hat bei einer Person einen Tod erfunden, hat eine Person "totgeschrieben" und ihr das Todesdatum des Vaters angedichtet, damit man im Bankverein die Konten missbrauchen kann etc. Heierli hat auch Namen ausgewechselt, es wurden falsche Lebensläufe erstellt und Ortsangaben gefälscht, es wurden Findelkinder erfunden usw.

Heierli kann also mit deinem Sohn einen Lebenslauf erfunden haben und er lebt unter falschem Namen irgendwo - oder wurde Opfer des "Tierkreis".

Adoptivkinder

Es gab in der kriminellen Schweiz ja auch ein Gesetz, dass Adoptivkinder nicht herausfinden dürfen, wer die Eltern sind. Dieses Gesetz wurde aber seit einiger Zeit geändert.

Aufruf machen - Beobachter oder Rundschau

Wer ein Kind vermisst, kann einen Aufruf mit einer Webseite machen, zum Beispiel auf Facebook. Mit diesem Aufruf kann man dann beim Beobachter oder bei der Rundschau eine Meldung machen. Verschwundene Kinder sind ein Politikum.

Fall: Fälschung von Bankenbilanzen

Nun, was so kriminelle Pädophile in der UBS AG (Ospel, Hubacher und Villiger) zustandebringen, das ist doch ganz eigenartig. Da aber ohne Manipulationen das Leben der kriminellen Pädophilen gar nicht funktionieren würde, können solche "Menschen" dann gar nicht anders und manipulieren laufend und überall. Je nach politischer Grosswetterlage kann die UBS AG mit dem kriminell-pädophilen Geldwäschern Marcel Ospel und Kaspar Villiger zum Beispiel mit ihren vielen Schwarzkonten und illegalen Geldwäscherei-Profiten die Bilanzen frisieren, wie sie will. Denn:

Das Bankgeheimnis erlaubt jede Bilanzfälschung in der Schweiz. Die UBS AG kann Gewinne auf Schwarzkonten verstecken, je nach Belieben, das fällt alles unter das Bankgeheimnis. Die UBS AG behauptete für 2012 zum Beispiel einen Verlust von 1 oder 2 Milliarden, und für das Jahr 2013 einen Gewinn von 3 Milliarden. Das ist wahrscheinlich alles manipuliert, weil der Geldwäscher Marcel Ospel in der UBS AG einfach ein paar Transaktionen "erfindet", und dann ist die Bilanz positiv - oder er erfindet ein paar Zahlungen, und dann ist die Bilanz negativ. Die UBS AG manipuliert also die politische Stimmung weltweit mit solchen Manipulationen, um die Menschen "in Atem zu halten", damit das Volk "brav" ist.

Marcel Ospel erfindet zum Beispiel
-- Lebensläufe (bei Ospel hat man gleich verschiedene Lebensläufe erfunden!)
-- Versicherungszahlungen ohne Gerichtsverfahren
-- falsche Kaufverträge ohne Unterschriften
-- er gründet Scheinfirmen mit den Daten der blockierten Konten, und dann erfindet er auch den Bankrott der Scheinfirma etc.

Da diese Clique um Hubacher, Ospel und Villiger mit ihrem pädophilen Geheimdienst P27 bis heute die ganze Schweiz ausspionieren und kontrollieren, kann das bis heute in den Medien nicht gemeldet werden. Aber du kannst einen Aufruf machen.>

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Basler
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6.2.2014: UBS-Marketingchefin Stephanie Gibaud: Buch über kriminelle Geschäftspraktiken der UBS AG in Frankreich

aus: Basler Zeitung online: Die Frau, die zu viel wusste; 6.2.2014; 
http://bazonline.ch/wirtschaft/Die-Frau-die-zu-viel-wusste/story/16533119

Buch von Stéphanie Gibaud: La femme qui en savait vraiment trop. Erschienen im: Editions Le Cherche-Midi, Februar 2014, 224 Seiten.

<Von Seraina Kobler.

Stéphanie Gibaud ist die ehemalige Marketingchefin der UBS Frankreich. In ihrem Buch erzählt sie von illegalen Geschäftspraktiken, dem Glamour der Finanzwelt und ihrem Kampf gegen die Grossbank.

[Der Auftrag, eine Festplatte zu zerstören - überteuerte Veranstaltungen sind nur der Gipfel des Eisbergs - Anstiftung zu Steuerhinterziehung]

Im Juni 2008 merkte Stéphanie Gibaud, dass etwas nicht stimmt. Ihr Chef verlangte in Panik von der Marketingchefin der UBS Frankreich, dass sie ihre Festplatte zerstört. Darauf befanden sich alle Kundendaten, das Werkzeug ihrer täglichen Arbeit. Sie begann, Fragen zu stellen. Antworten bekam sie nicht. Dafür wurde sie von ihren Kollegen geschnitten und denunziert. Ihr dämmerte, dass die grossen Summen, welche für Veranstaltungen wie Golf- oder Tennisturniere, private Konzerte und Opernaufführungen ausgegeben wurden, nur die Spitze des Eisberges waren.

In einem Buch schildert die Französin, die mittlerweile nicht mehr für die Tochterfirma der UBS arbeitet, ihre Erlebnisse. Sie ist zu einer der unbequemsten Zeuginnen einer Zeit geworden, in der in der Bankenwelt alles möglich schien. Heute wird der Grossbank in Frankreich vorgeworfen, in den 2000er-Jahren französische Kunden dazu angestiftet zu haben, Konten in der Schweiz zu eröffnen und diese dem Fiskus zu verschweigen. Um die Affäre zu verstehen, lohnt sich ein Blick zurück.

Vom Fussballclub zur Grossbank

Der französische Markt war schon immer hart umkämpft, die Millionärsdichte ist hoch. Mit dem Ziel, an deren Gelder zu gelangen, eröffnete die UBS 1999 eine Zweigstelle in Paris. Die neuen Kunden sollten ihr Geld bei der Tochterfirma anlegen. Sie konnten dies entweder onshore, also im eigenen Land, oder offshore, im Ausland, tun. In diesem Fall wurde das Geld in die Schweiz transferiert – mutmasslich am französischen Staat vorbei. Die UBS genoss zu dieser Zeit einen sehr guten Ruf, und das Geschäft lief bald blendend. Auch wegen der Marketingchefin Stéphanie Gibaud.

Als die Zweigstelle kurz vor der Jahrtausendwende eröffnete, wehte ein Geist von Start-up durch die neuen Räume. Die junge Frau wurde vom Racing Club le Lens, einem Fussballclub in Nordfrankreich, abgeworben. Dort war sie für die Kommunikation zuständig. «War ich naiv?», wird sich Gibaud Jahre später fragen. Eine Bekannte stellte den Kontakt zur UBS her. Im Organisieren von sportlichen und kulturellen Veranstaltungen hatte die neue Marketingchefin grosse Erfahrung, weitaus weniger wusste sie über die Finanzwelt.

Verdächtige Milchbüchlein aus der Schweiz

Das Herzstück der UBS-Strategie waren die Einladungen zu mondänen Konzerten, Opern und Sportanlässen. So wurden potenzielle Kunden an Formel-1-Rennen geflogen, die sie von der VIP-Lounge aus verfolgten, lernten berühmte Künstler an Vernissagen und Sportler an Segelregatten kennen. Die UBS bot ihnen Glamour, sie dafür legten einen Teil ihres Vermögens bei der Bank an. Immer exklusivere Angebote dachte sich Gibaud aus, um die reichen Ärzte, Rechtsanwälte und Unternehmer zu gewinnen. Bis zu jenem Tag im Juni, als ihr Chef von ihr verlangte, Material zu vernichten. Stück für Stück erkannte sie, wie das System funktioniert, mit welchem die UBS die mutmassliche Steuerhinterziehung ermöglichte. Insbesondere die sogenannte «Milchbüchlein»-Praxis liess sie stutzig werden. In den «carnets du lait», wie sie die Franzosen nennen, erfassten Schweizer Abgesandte Transaktionen, die nie im Computersystem der Bank auftauchten. Involviert waren Kaderleute aus dem ganzen Land. Wer sich der Praxis widersetzte, wurde bestraft.

«Ich habe ein starkes Bewusstsein für Werte», sagt Gibaud im Interview mit der Zeitung «Mediapart». Dies sei schon in ihrem Elternhaus seit der Kindheit gefördert worden. Sie beschloss zu kämpfen. Gegen ihren damaligen Arbeitgeber, gegen die Ungerechtigkeit der Steuerhinterziehung von Millionären. Die Entscheidung bezeichnet sie im Nachhinein als «destruktiv für mein Leben». Sie wurde geschnitten, ihr wurden Aufgaben entzogen. Sie lebte in der permanenten Angst, als Mittäterin beschuldigt zu werden, und konnte nachts nicht mehr schlafen.

Neue Runde im Kampf gegen die Grossbank

«Es war die Hölle», sagt sie gegenüber «Le Temps». Doch sie erfuhr auch viel Solidarität. Lernte Menschen kennen, die gleich denken wie sie. Wenige trauen sich aber, offen über die Vorgänge jener Zeit zu sprechen. Sie fürchten, danach keinen Job mehr zu bekommen. Gibaud geniesst eine Sonderstellung. Sie ist eine «geschützte Mitarbeiterin» bei der Arbeitnehmervertretung und geniesst einen speziellen Kündigungsschutz. Die Veröffentlichung ihres Buches wird eine neue Runde im Kampf der ehemaligen Mitarbeiter gegen die Grossbank eröffnen.

(baz.ch/Newsnet)>

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Basler Zeitung online, Logo

Weil-Prozess 7.2.2014: UBS-Banker Weil muss 4 Millionen Seiten Beweismaterial analysieren

aus: Basler Zeitung online: Ex-UBS-Banker ertrinkt in Akten; 7.2.2014; 
http://bazonline.ch/wirtschaft/ExUBSBanker-ertrinkt-in-Akten/story/14036622

<Von Walter Niederberger.

Im US-Prozess gegen den Schweizer Raoul Weil muss der Angeklagte vier Millionen Seiten an Beweismaterial sichten. Das hat Folgen.

Der Ex-Chef des UBS-Private-Banking in den USA rechnet damit, mindestens neun Monate zur Vorbereitung des Prozesses zu brauchen. Die Anklage hat ihn mit über vier Millionen Seiten Beweismaterial eingedeckt, das er analysieren will. Zudem könnte er gezwungen sein, auf dem Amtshilfeweg Unterlagen aus der Schweiz anzufordern. Die US-Regierung ist mit einer Verschiebung einverstanden, allerdings nicht für ganz so lange.

An sich hätte der 54-jährige Banker am 18. Februar vor Gericht in Fort Lauderdale (Florida) erscheinen müssen. Der Prozess wegen Beihilfe zum Steuerbetrug wurde zunächst auf zwei Wochen angelegt. Das Justizministerium aber hat eine Flut an Beweismaterial eingereicht und angedroht, je nach Bedarf weitere Dokumente von IRS-Agenten ins Verfahren zu schleusen. Weil glaubt gemäss der letzten Gerichtseingabe vom 4. Februar, dass er längere Zeit braucht, um das Material zu sichten. Erschwert werde dies dadurch, dass die Unterlagen nicht systematisch erschlossen seien, begründet er sein Gesuch. Zum Beispiel sei nicht auf Anhieb klar, wer die Absender und Empfänger der Dokumente seien und ob, von wem und wann sie abgeändert wurden.

Entscheid steht noch aus

Wenn es gelingt, sich pro Tag durch gut 30'000 Seiten zu pflügen, so sind sechs Monate erforderlich. Ausserdem könnte Weil Material aus Übersee anfordern, was zusätzliche Zeit bräuchte. Deshalb ersucht der Angeklagte das Gericht, den Prozessbeginn erst auf den kommenden November anzusetzen. Das Justizministerium ist mit einer Verschiebung einverstanden, möchte aber wegen der Feiertage im Spätherbst (Thanksgiving) schon im Oktober loslegen. Der Entscheid des Gerichts steht noch aus.

Weil steht im Verdacht, amerikanischen UBS-Kunden geholfen zu haben, Vermögen im Wert von 20 Milliarden Dollar vor dem Fiskus zu verstecken. Er war im Oktober letzten Jahres in Italien verhaftet und an die USA ausgeliefert worden. Im Januar plädierte er vor Gericht auf unschuldig, er befindet sich seither gegen eine Kaution von 10,5 Millionen Dollar auf freiem Fuss. Allerdings kann er nicht reisen und muss eine elektronische Fussfessel tragen. Zwischen 2002 und 2007 war er Chef der internationalen Vermögensverwaltung der UBS, bevor er in die Konzernleitung wechselte und oberster Privatebanker der UBS wurde.

Spekulationen über einen Deal

Noch offen ist, ob Weil einen Deal mit der Justiz aushandelt und gegen frühere UBS-Topbanker aussagt, um eine mildere Strafe zu bekommen. US-Juristen schliessen dies deshalb nicht aus, weil er auf freiem Fuss ist. Zudem liegen zwei eidesstaatliche Zeugenaussagen vor, die ihn belasten und ihm die Kooperation mit der Justiz nahelegen könnten. Einer der Verteidiger von Whistleblower Bradley Birkenfeld, der Weil unterstellt war, spricht von einem «sweetheart deal». Weil werde mit der Justiz auch deswegen kooperieren, sagt der Anwalt Stephen Kohn, weil es darum gehe, prominente Steuersünder der UBS zu schützen. (Tages-Anzeiger)>


Kommentar: 5 STERNE - WENN ER AUSPACKT
Wenn Herr Weil auspackt und seine kriminellen Chefs (Pädophile in der UBS-Generaldirektion Ospel und Villiger) endlich so benennt als das, was sie sind (Manipulanten zur Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Menschenhandel, Drogenhandel, Erfinder von Aktionen, und Kindermorde im "Basler Tierkreis"), dann gibt es für Herrn Weil 5 Sterne.

Michael Palomino, 7.2.2014

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Tagesanzeiger online, Logo

19.7.2017: Abzockerei bei der kriminellen Satanistenbank UBS AG: Überweisung ins Ausland am Schalter kostet 100 Franken Gebühren
Die UBS verlangt 100 Franken für eine Zahlung ins Ausland
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standarddie-ubs-verlangt-100-franken-fuer-eine-zahlung-ins-ausland/story/29309893

<Wird ein Überweisungsauftrag nicht in standardisierter Form erteilt, wird es teuer. Banken setzen zur Abschreckung die Gebühren hoch an.

Zahlungen erledigt die grosse Mehrheit am Computer oder übers Handy, per ausgefülltem Zahlungsformular mit beigelegten Einzahlungsscheinen oder auch mal am Zahlungsterminal einer Bank. Andere gehen an den Postschalter. Auf die Idee, eine Überweisung per Brief, Telefon oder E-Mail in Auftrag zu geben, kommen wohl nur wenige.

Dennoch fährt die UBS gegen diese Kundengruppe scharfes Geschütz auf. Ab 1. Oktober verlangt die Grossbank für solche nicht standardisierte Zahlungsaufträge 100 Franken bei einer Überweisung ins Ausland. Im Inland kostet eine solche nicht standardisierte Zahlung 60 Franken, berichtete das Branchenportal InsideParadeplatz.ch. «Solche Beträge sind überrissen», sagt André Bähler von der Stiftung für Konsumentenschutz, «denn der Mehraufwand ist nicht so gross, dass er derartige Aufschläge rechtfertigt.»

Der Anteil solcher Zahlungsaufträge bewege sich «im Promillebereich», sagt eine UBS-Sprecherin. Wenn das so ist, warum schiesst die Grossbank dann mit Kanonen auf Spatzen? «Es geht um Abschreckung, mit hohen Gebühren will man möglichst verhindern, dass solche Zahlungsaufträge hereinkommen», sagt Konsumentenschützer Bähler. «Zudem versuchen Banken bei den gegenwärtigen Tiefzinsen mit Gebührenaufschlägen die Einnahmen zu erhöhen.»

An die Schwester weitergeleitet

Andere Banken sind punkto Erschliessung zusätzlicher Einnahmen nicht ganz so offensiv. Die Credit Suisse etwa verrechnet als zweitgrösste Schweizer Bank bei solchen nicht standardisierten Zahlungen 20 Franken im Inland und ­25 Franken für Auslandüberweisungen – also weit weniger, als die UBS ab Herbst verlangt. Andere bedeutende Banken wie Raiffeisen, ZKB und Migros-Bank haben noch tiefere ­Gebührenansätze.

Elegant entledigt sich Postfinance der Probleme mit Kunden, die Zahlungen auf unüblichen Wegen in Auftrag geben. «Wir nehmen keine solchen unstrukturierten Zahlungen entgegen», sagt ein Postfinance-Sprecher. Dies gelte auch für die Postfinance-Filialen. Der Bundesbetrieb verweist die Kunden ans grosse Schwesterunternehmen – die Post. «In den Poststellen ist es möglich, mit dem Einzahlungsschein direkt am Schalter Rechnungen zu bezahlen», sagt Postfinance. Anders als bei den Banken hält den Kunden der Post kein Schalterbeamter vor, ihr Zahlungsauftrag sei nicht standardisiert. Ein korrekt ausgefüllter Einzahlungsschein reicht, um die Zahlung abzuwickeln. Und die Gebühren sind erst noch tiefer als anderswo.

Die Banken verweisen darauf, dass solche teuren Spezialfälle selten seien. Nicht standardisierte Zahlungen machen bei Raiffeisen 0,5 Prozent aus, bei der ZKB sind es «rund 1 Prozent». Stehe ein solcher Kunde mit einem unstrukturierten Zahlungsanliegen am Schalter, helfe man ihm, die Überweisungen an einem Terminal zu erledigen, oder zur Not auch beim Ausfüllen des Bankformulars, heisst es etwa bei der UBS. Ohnehin gebe es günstigere bis kostenlose Wege für Zahlungen – vorab via E-Banking, Zahlungsterminals oder mit den Zahlungsformularen der Bank. Das stimme zwar, sagen Konsumentenschützer. Sie beobachten aber seit einiger Zeit, dass Banken die Gebühren nicht nur bei aufwendigen Spezialfällen in die Höhe treiben, sondern gezielt über das ganze Sortiment an Dienstleistungen.

Defizitäre Schalterzahlungen

Ob die Banken im Zahlungsverkehr noch Gewinn machen, ist von aussen nicht abzuschätzen. Mehr Einblick haben die Kunden bei der Post, die Bund und Politik Rechenschaft ablegen muss. Die Post zählt zu den Grossen – mit 150 Millionen Einzahlungen im letzten Jahr. Vor fünf Jahren war der Zahlungskuchen der Post mit 189 Millionen Vorgängen markant grösser. Der Dienst sei «noch knapp kostendeckend», hiess es damals. Der stetige Rückgang der Zahlungen am Postschalter führe «zu höheren Durchschnittskosten pro Einzahlung, die trotz einschneidender Massnahmen auf der Kostenseite nicht mehr aufgefangen werden konnten», begründete die Post ihre letzte Erhöhung der Schaltergebühren.

Inzwischen seien Schalterzahlungen bei der Post defizitär, heisst es. Und dies, obwohl die Post bei Bareinzahlungen am Schalter den Empfängern ebenfalls Gebühren verrechnen darf. So musste etwa der Kanton Bern, der auch für Bund und Gemeinden Steuern einzieht, 2010 2,3 Millionen Gebühren bei der Post abliefern, der Kanton Zürich allein für die Bundessteuer 1,3 Millionen. Der Kanton Zürich habe es als «selbstverständlichen Service gegenüber dem Steuerzahler» gesehen, berichtete der TA.

Grosse Unternehmen sind weniger grosszügig. Der Kabelanbieter UPC belastet Abonnenten bei Bezahlung am Schalter mit orangem Einzahlungsschein 2 Franken, beim roten Einzahlungsschein gar 7.50 Franken. Also weit mehr, als die Post ihrem Grosskunden UPC verrechnet. Das Thema Schaltergebühren ist die Nummer eins bei den häufig gestellten Fragen auf der Website UPC.ch. Auch Swisscom reicht ihren Kunden seit Februar die Gebühren weiter, die der Telecomfirma bei Zahlung am Postschalter entstehen. Der Preisüberwacher verklagte Swisscom auf Abschaffung der Schaltergebühr. Swisscom obsiegte im Mai. Kunden, die am Postschalter einzahlen, zahlen daher weiterhin zweimal Gebühren: einmal an die Post – und anschliessend an Swisscom. (Tages-Anzeiger)>


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