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Schweiz CH: Tödliche Aare 01
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Tödliche Aare am 8.7.2016: Bern setzt Asylsuchende als Kommunikatoren im Schwimmbad ein - um Asylsuchenden die Regeln klarzumachen:
«Support Kommunikation»: Asylsuchende in Badis warnen jetzt Landsleute
http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/14392434
<von Christian Holzer - Seit Montag sind Asylsuchende in Freibädern der Stadt Bern beschäftigt. Sie sollen die Sprachbarriere aufheben und Landsleute vor Gefahren warnen.
Masredin Ahmedin (39) lässt seinen Blick über die Wiese im Berner Freibad Marzili schweifen. Er trägt Signalkleidung und erinnert etwas an einen Bademeister – doch genau das sei er eben nicht, betont Ahmedin: «Ich orientiere hier über Gefahren – und zwar in verschiedenen Sprachen.» Er selbst spreche Arabisch, zwei afrikanische Sprachen und Englisch.
Hintergrund: Seit Montag arbeiten Asylsuchende in Berner Freibädern. Der Eritreer ist einer von insgesamt neun Flüchtlingen, die den Sommer über für das Sportamt Bern als «Kommunikations-Supporter» beschäftigt werden. «Wir erklären unseren Landsleuten, wie und wo sie sicher baden können», sagt Ahmedin. Die Aare sei verlockend, berge aber viele Gefahren und nur die wenigsten Asylbewerber aus Afrika könnten gut schwimmen. Ausserdem erkläre er ihnen etwa, warum man nicht in Unterwäsche ins Becken dürfe. Im Übrigen warnt die Stadt Bern derzeit ohnehin vor dem Aareschwumm, weil der Fluss ungewöhnlich kalt ist.
Unterstützung für Bademeister
Besonders für Bademeister ist die Sprachbarriere oft ein schwerwiegendes Hindernis, sagt Beat Wüthrich, Leiter des Marzili. Eine Warnung in fünf Sprachen aussprechen zu können, sei er sich gewohnt, aber:«Bei Menschen aus dem östlichen oder afrikanischen Raum stosse ich schnell an meine Grenzen.» Und genau hier sollen die Asylsuchenden ansetzen.
Diese seien nur für die Orientierung zuständig, Rettungs- oder Sicherheitsaufgaben hätten sie keine – trotzdem müssten sie gute Schwimmer sein. Dies wird vorab getestet: «Sie müssen mindestens 50 Meter schwimmen können und auch einige Sekunden unter Wasser bleiben können», so Wüthrich.
Projektidee wegen starker Flüchtlingsströme
Eingesetzt werden die Asylbewerber in den Freibädern Wyler, Weyermannshaus und Marzili. Die Idee für das Pilotprojekt entstand mit den starken Flüchtlingsströmen im Winter: «Wir vermuten, dass diesen Sommer mehr Asylsuchende die Freibäder besuchen werden», sagt Christian Bigler, Leiter Sportamt Bern. Aus diesem Grund wurden verschiedene Massnahmen getroffen. So wurde etwa ein Baderegeln-Flyer in zehn verschiedenen Sprachen verfasst und Personal von Asylunterkünfte entsprechend informiert.
200 Franken Lohn im Monat
Die Kommunikations-Supporter, die vor allem aus Eritrea stammen, vermittelt das Kompetenzzentrum Integration (KI). Sie leisten diesen Einsatz im Rahmen eines Arbeitsintegrations-Programmes für Asylsuchende. Es sei jedoch nicht ganz einfach, geeignete Leute dafür zu finden, sagt KI-Leiterin Ursula Heitz: «Wer mitmachen will, muss ein gutes Deutsch sprechen, ein sicherer Schwimmer sein und kommunikatives Flair haben.»
Die bisher ausschliesslich männlichen Kandidaten absolvieren ein 50-Prozent-Pensum und erhalten dafür eine «Motivationszulage» von 200 Franken im Monat. «Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte es nächsten Sommer auch in anderen Bädern weitergeführt werden», sagt Heitz.>
28.7.2019: Die Aare fordert 3 Tote in 3 Tagen:
Drei Aaretote in drei Tagen: «Die Gefahr geht von den Schwimmern selbst aus»
https://www.20min.ch/schweiz/bern/story/15207806
Bern 17.7.2021: Hochwasser muss abfliessen - nun wird die Aare unten höher:
Bern darf Schleuse öffnen: Behörden warnen vor anschwellender Aare:
https://www.blick.ch/schweiz/achtung-naechste-gewitterwalze-tief-bernd-bringt-regen-hagel-und-hochwassergefahr-id16670711.html
Tödliche Aare am 23.6.2026: Baum bringt Schlauchboot zum Kentern - Bub (5) tot:
Drei Tage nach Gummiboot-Drama in der Reuss herrscht traurige Gewissheit: Leiche von Aron B. (†5) in Merenschwand AG gefunden
https://www.blick.ch/schweiz/mittelland/aargau/drei-tage-nach-gummiboot-drama-in-der-reuss-herrscht-traurige-gewissheit-aron-b-5-ist-tot-id22053623.html
Nun herrscht traurige Gewissheit. Der fünfjährige Bub, der am Samstag bei einem Gummiboot-Unfall an der Reuss verschwunden war, ist tot. Drittpersonen fanden das Kind am Dienstagnachmittag in Merenschwand AG.
Mehmet war Teil der Suchtruppe:«Es war für uns alle mega hart»
Drei Tage nach Gummiboot-Drama in der Reuss herrscht traurige Gewissheit
Leiche von Aron B. (†5) in Merenschwand AG gefunden
Nun herrscht traurige Gewissheit. Der fünfjährige Bub, der am Samstag bei einem Gummiboot-Unfall an der Reuss verschwunden war, ist tot. Drittpersonen fanden das Kind am Dienstagnachmittag in Merenschwand AG.
Janine Enderli, Marian Nadler, Ralph Donghi, Beat Michel und Sebastian Babic
Seit dem 20. Juni suchten Polizei, Feuerwehr und Freiwillige mit Hochdruck nach Aron B.* Der Fünfjährige verschwand am Samstag, nachdem er mit seinen Eltern und seiner Schwester (7) mit einem Schlauchboot auf der Reuss unterwegs gewesen war.
Nun ist klar: Der Bub ist tot. Das leblose Kind wurde am Dienstagnachmittag in der Gemeinde Merenschwand an der Reuss entdeckt. Die Kantonspolizei Aargau bestätigt, dass ein totes Kind aufgefunden worden sei. Zum jetzigen Zeitpunkt würden alle Anzeichen darauf hindeuten, dass es sich bei dem Kind um Aron B. handelt.
Schlauchboot prallte mit Baum zusammen
Das Schlauchboot von Arons Familie prallte am Samstag kurz vor 14 Uhr bei Mühlau AG mit einem Baum zusammen und kenterte. Während sich die restliche Familie an Land retten konnte, kam für Aron jede Hilfe zu spät.
Dutzende Freiwillige hatten sich am Dienstag in den sozialen Medien für eine Suchaktion verabredet und den Tag über die Reuss abgesucht, schildert ein Leserreporter vor Ort. «Es war ein Freiwilliger, der die Leiche entdeckt hat», sagt er. Die Polizei sei mittlerweile mit mehreren Patrouillen aufgetaucht. Auch die Ambulanz sei vor Ort. «Der Fundort wurde abgesperrt.» Die Freiwilligen würden nun vor Ort gemeinsam trauern.
Emotionale Suche
Auch Mehmet Miftari (28) aus Bremgarten AG hat sich an der Suche beteiligt. «Es war ganz emotional. Ich habe auch zwei Kinder», beschreibt der 28-Jährige seine Gefühle. Die Suche habe bereits früh morgens begonnen. «Es war für alle sehr hart. Alle Helfer seien den ganzen Tag unglaublich angespannt gewesen. Gegen 17.30 Uhr sei der Bub schliesslich gefunden worden. «Die Familie kam dann auch dazu», so Miftari über den Moment der traurigen Gewissheit. Eine Stunde zuvor habe auch die Polizei in dem betroffenen Gebiet gesucht. «Da haben sie ihn aber nicht noch nicht gefunden.»
Kathrin Wettstein (34) Mediensprecherin bei der Kantonspolizei Aargau erklärt, dass die Einsatzzentrale um kurz vor 18 Uhr die Meldung erhalten habe, dass ein lebloses Kind am linken Reuss-Ufer aufgefunden wurde.
Wie beurteilt die Polizei private Suchaktionen?
Seit Samstag habe man intensiv nach dem Kind gesucht. Drohnen, Boote und Helikopter standen im Einsatz. Als der Bub verschwand, sei der Wasserspiegel nicht sonderlich hoch gewesen. «Fliessende Gewässer bergen jedoch immer ein gewisses Gefahrenpotenzial, sowohl an der Wasseroberfläche als auch unter Wasser.»
Wie beurteilt die Kantonspolizei die private Suchaktion? Wettstein: «Es ist absolut verständlich, dass Angehörige alles daran setzen, den Bub möglichst schnell zu finden.» Dies sei jedoch auch mit einem gewissen Sicherheitsrisiko verbunden. Diese gehe einerseits vom Gewässer aus, andererseits auch von der möglichen Situation, wenn man den Buben dann finde. «Für die Personen, die den Bub aufgefunden haben, wurde ein Care Team aufgeboten.»
«Es tut weh»
Für Miftari als Vater sei die gesamte Situation schwierig gewesen. «Es tut weh. Es tut mir mega leid für die ganze Familie. Ich spreche mein tiefstes Beileid aus.»
Während der schwierigen Stunden hat der Bodenleger auch grosse Solidarität erlebt. «Es gab Menschen, die haben uns Essen und Wasser vorbeigebracht. Ich möchte mich bei allen bedanken.» Die Helfer sind erleichtert, Aron nun endlich gefunden zu haben. «Das war unser Ziel.»
Aktuell bleiben sie noch vor Ort und versuchen, das Erlebte zu verarbeiten. Teilweise waren sie am Montag bis in die Nacht am Suchen. «Wir suchten bis es dunkel war.»
* Name geändert
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