Schweinz (Schweiz) CH: Lohn Meldungen
Lohn in der Schweiz 31.12.2023: von 3800 bis 10.220 Franken pro Jahr NETTO:
So viel verdienen Schweizer Köche, Ärztinnen und Co.
https://www.nau.ch/news/schweiz/so-viel-verdienen-schweizer-koche-arztinnen-und-co-66677453
Die Lohnliste von einigen Berufen in der Schweiz (Lohn netto)
-- Küchenhilfe 36J. alt: 3870
-- Polymechaniker Kanton Thurgau: 3940
-- SWISS-Flugbegleiter 33J. alt: netto 4280
-- Pöstler 36J. alt: 5240
-- Chauffeuse 25J. alt in Zürich: 5340
-- Hauswart 23J. alt in Zürich: 5750
-- Hebamme 25J. alt Kanton Zug: 5790
-- Primarlehrer 25 J. alt Kanton Zürich: netto 6360
-- Lokführerin 52J. alt Bern: 6900
-- Aldi-Filialleiter: 6980
-- Assistenzarzt Kanton Solothurn: 7000
-- Bauleiter Kanton Zürich: 7080
-- Gipser 30 J. alt Kanton Aargau: 7220
-- Primarlehrerin 40 J. alt Bern: 7900
-- Montageleiter 30 J. alt Kanton Graubünden: 8400
-- Chefkoch (Küchenchef) 38J. alt Kanton Bern: netto 8570
-- Pfleger (diplomierter Pflegefachmann) 23J. alt Kanton Basel-Stadt: 8830
-- Lidl-Filialleiter: ca. 9800 (fast 10.000)
-- Oberärztin 39J. alt Kanton Basel-Stadt: 10.220
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie viel Lohn der Nachbar oder das Gegenüber im Zug hat? Ein Tiktok-Account liefert Antworten.
Auf Tiktok teilen viele Schweizer anonym ihre Lohnabrechnungen.
Darunter: Lehrpersonen, eine Oberärztin, ein Pöstler, ein Küchenchef und ein Gipser.
Die Videos gehen viral – einige wurden über 400'000 Mal geklickt.
Der Lohn war lange ein Tabu-Thema – doch heute spricht man offener darüber. Unter anderem dank Social Media: Dort teilen viele Nutzer, welcher Batzen bei ihnen Ende Monat aufs Konto kommt.
Kürzlich zum Beispiel ein Assistenzarzt der Solothurner Spitäler. Er verrät: «Als Assistenzarzt in der Medizin verdient man hier 7000 Franken im Monat bei einer 50-Stunden-Woche.»
Doch der junge Mann ist nicht der einzige, der seinen Lohn auf Tiktok ausplaudert. Inzwischen gibt es einen Account, der nur Videos von Lohnabrechnungen postet – um Transparenz zu schaffen, wie er schreibt.
Darunter: Abrechnungen aus den Schulen, Spitälern, vom Bau, aus Küchen, Büros und dem Detailhandel – praktisch alles ist dabei. Die Videos werden teilweise über 400'000 Mal geklickt.
Aldi-Filialleiter verdient mehr als Lehrer
Ein 25-jähriger Primarlehrer aus dem Kanton Zürich verdient demnach beispielsweise netto 6360 Franken im Monat. Eine 40-jährige Lehrerin aus Bern erhält 7900 Franken.
Mehr als der junge Lehrer verdient ein 29-jähriger Aldi-Filialleiter: Sein Zapfen beträgt laut der Tiktok-Lohnabrechnung 6980 Franken. In den Kommentaren zeigt man sich darüber wenig beeindruckt: Ein Nutzer schreibt, er kenne einen Lidl-Filialleiter, der fast 10'000 Stutz verdiene.
Wie viel verdienen Sie netto?
Vergleichsweise gut verdient man – wie erwartet – auf dem Bau. Ein Bauleiter aus dem Kanton Zürich verdient 7080 Franken. Ein ebenfalls 30-jähriger Aargauer Gipser erhält 7220 Franken im Monat, ein Bündner Montageleiter (auch 30) sogar 8400.
Oberärztin hat 10'220 Franken Lohn
Weniger gut verdient man bei der Post – zumindest als Briefträger. Ein 36-jähriger Pöstler mit 20 Jahren Erfahrung verdient netto 5240 Franken. Weitere Löhne: Eine Chauffeurin (25) aus Zürich verdient 5340 Franken und ein Zürcher Hauswart (23) 5750 Franken. Ein 20-jähriger Polymechaniker hat im Kanton Thurgau einen Lohn von 3940 Franken.
Laut den Kommentatoren «krass wenig» verdient ein Swiss-Flugbegleiter (33) – sein Nettolohn: 4280 Franken. Auch im öffentlichen Verkehr arbeitet eine 52-jährige Bernerin. Als Lokführerin verdient sie 6900 Franken. Und auch hier findet ein Nutzer: «Zu wenig für die Verantwortung und das Alter.»
Für Staunen sorgt dagegen ein 38-jähriger Küchenchef aus dem Kanton Bern mit einem Nettolohn von 8570 Franken. «Im Moment sind Köche gesucht», erklärt sich das eine Nutzerin. Anders sieht es bei einer 36-jährigen Küchenhilfe aus – sie hat 3870 Franken. «Finde es so krass, für welches Kleingeld einige aufstehen am Morgen», meint jemand dazu.
Und wie sieht es im Gesundheitswesen aus? Den 7000-Franken-Lohn eines Solothurner Assistenzarztes kennen wir bereits. Laut dem Tiktok-Account verdient eine Zuger Hebamme (25) netto 5790. Ein diplomierter Pflegefachmann (23) im Kanton Basel hat 8830 Franken Lohn, eine Oberärztin (39) gar 10'220 Franken.
Gewerkschaft lobt Tiktok-Account
Besonders gut gefällt der Tiktok-Account der Gewerkschaft Unia. Für Sprecher Hans Hartmann steht fest: «Wir finden es jedenfalls gut, dass offen über Löhne gesprochen wird.» Ein transparentes Lohnsystem müsste heute eine Selbstverständlichkeit sein – sei es aber nicht.
«Klar ist auch, dass es mehr Druck für Lohngerechtigkeit und -transparenz braucht.» Denn: Die gesetzlich vorgeschriebenen Lohngleichheitsanalysen greifen laut Hartmann nur in Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden.
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Lohn in der Schweiz am 6.10.2024: Beispiel einer Rente 10.450 pro Monat:
Blick ins Budget eines Rentners: «Ich habe 10'450 Franken im Monat»
https://www.blick.ch/wirtschaft/blick-ins-budget-eines-rentners-ich-habe-10-450-franken-im-monat-id20199375.html
Für unsere Serie legen Leute ihr Einkommen offen. Gerhard Wagner lebt gut nach seiner Pensionierung – seine Söhne sagen, er sei sparsam, aber nicht geizig.
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Lohn in der Schweiz am 11.10.2024: Mit 40% Arbeitszeit 5000 Franken pro Monat verdienen - mit Coworking-Konzept:
Unternehmerin Gina Karpf machts möglich: Coiffeuse Lina verdient 5000 Franken pro Monat im 40-Prozent-Pensum
https://www.blick.ch/wirtschaft/unternehmerin-gina-karpf-machts-moeglich-coiffeuse-lina-verdient-5000-franken-pro-monat-im-40-prozent-pensum-id20215307.html
Jean-Claude Raemy - Redaktor Wirtschaft - Im Beauty-Business scheitert der Schritt in die Selbständigkeit oft an Infrastrukturkosten. Jungunternehmerin Gina Karpf glaubt, ein Rezept dagegen gefunden zu haben. Der Coiffeur-Verband sieht dieses aber skeptisch.
Bei diesem Lohn dürften ihre früheren Kolleginnen mächtig staunen! Lina M.* (27) arbeitet seit März 2024 in einem 40-Prozent-Pensum als Coiffeuse. Und verdient eigenen Angaben zufolge genauso viel wie Berufskolleginnen im 100-Prozent-Pensum. «Bei zwei Tagen Arbeit pro Woche komme ich monatlich auf gut 5000 Franken netto», sagt die 27-Jährige zu Blick. Sie möchte ihren vollen Namen nicht öffentlich machen, weil sie Angst vor Neid-Kommentaren auf Social Media hat.
Hochgerechnet auf ein 100-Prozent-Pensum beträgt ihr Monatslohn über 10'000 Franken!
Dieser Superlohn wirft Fragen auf. Der Coiffeur-Beruf ist zwar beliebt, aber finanziell meist wenig attraktiv. Ein Blick in das «Lohnbuch Schweiz 2024» zeigt: Für den Beruf Coiffeur EFZ beträgt der Vollzeit-Medianlohn 4190 Franken ab dem dritten Berufsjahr. Das bedeutet, dass eine Hälfte mehr als diesen Mittelwert verdient, die andere weniger.
[Der Trick ist das Coworking-Konzept].
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In Bern wird massiv Geld verschwendet am 30.10.2024:
Amherds Beraterin verdient 1140 Franken – pro Tag!
https://www.blick.ch/politik/eigentlich-waere-sie-pensioniert-amherds-beraterin-verdient-1140-franken-pro-tag-id20270259.html
ebenda:
30.10.2024: Unglaublich: Bundesratsberaterin verdient mehr als US-Präsident.
Video-Link: https://t.me/Ungeimpfte_Schweiz_kennenlernen/83036
Schweizer Regierung ist nicht sehr gebildet - und braucht "Berater" für 180 Millionen Fr. pro Jahr:
https://www.nau.ch/politik/bundeshaus/nicht-nur-amherd-bund-gibt-180-millionen-pro-jahr-fur-berater-aus-66855189
Nicht nur Amherd: Bund gibt 180 Millionen pro Jahr für Berater aus
Der Lohn von Bauern in der Schweiz am 19.11.2024: Hof+Hofläden+Ferien auf dem Hof+Biogasverkauf:
Was Schweizer Bäuerinnen und Bauern wirklich verdienen
https://www.blick.ch/wirtschaft/lohnt-sich-der-harte-job-ueberhaupt-was-schweizer-baeuerinnen-und-bauern-wirklich-verdienen-id20335336.html
Patrik Berger - Redaktor Wirtschaft - Harte Arbeitszeiten, schwankende Einkommen: Schweizer Bauern haben einen harten Job. Neue Zahlen zeigen grosse Lohnunterschiede zwischen Regionen und Betriebsarten. Nebenjobs werden für viele Landwirte zur finanziellen Notwendigkeit.
Sie haben einen harten Job, die Tausenden Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz. Sie sind von früh bis spät auf den Beinen, bei Wind und Wetter. Sie arbeiten mit 49,2 Stunden pro Woche von allen Berufsgruppen am längsten. Ihre Einnahmen können sie nur bedingt planen, weil sie den Launen der Natur ausgesetzt sind – und sind abhängig davon, was sie für ihre Produkte bekommen. Bei den Ausgaben sind sie den Mechanismen des Marktes ausgesetzt, etwa der Teuerung.
Kurz: Der moderne Bauer muss schon fast ein Ökonom sein. Doch was bleibt am Ende des Tages im Portemonnaie? Blick hat sich die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik genau angeschaut.
1
SO VIEL VERDIENT EIN BAUERNBETRIEB
Das landwirtschaftliche Einkommen liegt 2023 bei durchschnittlich 79'900 Franken pro Betrieb. Das ist praktisch gleich viel, wie im Vorjahr. Der Betrag setzt sich zusammen aus landwirtschaftlichen Tätigkeiten inklusive den Einnahmen aus Hofläden. Dazugerechnet werden auch landwirtschaftsnahe Tätigkeiten, wie etwa der Agrotourismus oder die Biogasproduktion.
2
SO VIEL VERDIENT EINE FAMILIENARBEITSKRAFT
Auf den meisten Bauernhöfen der Schweiz arbeitet mehr als eine Person. Oft hilft die ganze Familie auf dem Hof mit. 2023 waren in einem Betrieb durchschnittlich 1,35 familieneigene Arbeitskräfte tätig. Dazu zählen unter anderem der Betriebsleiter und allfällige auf dem Betrieb arbeitende Verwandte wie Ehepartnerin, Eltern oder Kinder im Erwerbsalter.
Der Arbeitsverdienst sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent auf 54'800 Franken pro Familienarbeitskraft. Das sind durchschnittlich 4567 Franken im Monat. Doch längst nicht überall im Land verdienen Bäuerinnen und Bauern so viel. Die regionalen Unterschiede sind gross. Im Tal ist der Verdienst mit 71'700 Franken am höchsten. In Hügelregionen sind es noch 48'500 Franken. In den Bergen gar nur noch 39'100 Franken – oder 3258 Franken im Monat.
3
GROSSE UNTERSCHIEDE JE NACH ART DES BETRIEBS
Bauer ist nicht Bauer. Je nach Betriebsart unterscheiden sich die Einkommen beträchtlich. Ein schwieriges Jahr hatten 2023 Landwirte im Pflanzenbau. Vor allem wegen des nassen Frühlings und den Hitzewellen im Juli und August. Das spüren sie auf dem Konto: Die höheren Produzentenpreise reichten nicht aus, die gesamten wetterbedingten Ernteeinbussen zu kompensieren. Weinbauern bilden die Ausnahme: Der warme und mehrheitlich trockene Sommer führte zu einer sowohl quantitativ als auch qualitativ überdurchschnittlichen Weinernte.
Besser sieht es bei Bauern aus, die Tiere halten. Sie haben besser verdient. Milchbauern profitierten von höheren Preisen und davon, dass sie mehr Tiere auf ihren Höfen hatten als im Vorjahr. Auch die grösser werdenden Betriebe führen zu höheren Einkünften. Doch auch bei den Tierhaltern herrscht nicht nur eitel Sonnenschein: Die Nachfrage nach Rindfleisch ist gesunken, was die Preise ins Rutschen brachte.
4
NEBENEINKÜNFTE WERDEN IMMER WICHTIGER
Viele Bäuerinnen und Bauern arbeiten nicht nur auf dem Hof. Sie haben auch noch einen externen Job, damit Ende Monat die Rechnung aufgeht. Dieser Effort zahlte sich 2023 aus. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen aus landwirtschaftlicher und nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeit stieg um 1,5 Prozent auf 112'200 Franken. Die Arbeit weg vom Hof hat so richtig eingeschenkt: Die sogenannten ausserlandwirtschaftlichen Einkommen sind um 5,5 Prozent gestiegen.
Hoher Lohn als Berater bei der schweizer Regierung am 22.11.2024: 1800 Franken PRO TAG (!!!):
Während Corona: Berater kassiert vom Bund mehr als Spitzenbeamte
https://www.nau.ch/politik/bundeshaus/wahrend-corona-berater-kassiert-vom-bund-mehr-als-spitzenbeamte-66866749
Viola Amherds VBS vertraute während Corona auf die Expertise eines Ex-Berufsoffiziers. Beim Honorar wurde zweimal ein vereinbartes Kostendach überschritten.
Während Corona stand die Schweizer Armee im Einsatz. Ein Ex-Berufsoffizier wurde nicht eingezogen, verdiente sich aber ein goldenes Näschen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Berater im VBS kassierte mehr als Spitzenbeamte.
Nun wird publik: Während Corona überschritt er das Kostendach zweimal.
Ein Anwalt hat nun Anzeige eingereicht.
Schon wieder sorgt ein Berater-Honorar im Verteidigungsdepartement (VBS) von Bundesrätin Viola Amherd für Aufsehen.
Ein ehemaliger Berufsoffizier erhielt ein Tageshonorar von 1800 Franken. Zwischen März 2020 und Mai 2021 – während Corona – stellte er dem VBS insgesamt satte 412'300 Franken in Rechnung. Exklusive Mehrwertsteuer. Dieser Fall, der inzwischen die Justiz beschäftigt, hat der «Tages-Anzeiger» ans Licht gebracht.
Damit verdiente er mehr als Spitzenbeamte! Konkret sind das 58 Prozent mehr, als Brigitte Hauser-Süess verdient – eine persönliche Mitarbeiterin von Verteidigungsministerin Amherd.
Kürzlich machte die «NZZ» publik, dass sie trotz Erreichen des Alterslimits von 70 Jahren ihre Arbeit bis Ende 2024 fortsetzt. Mit einem Trick: Hauser-Süess ist nun als externe Beraterin tätig und erhält ein Tageshonorar von 1140 Franken.
Kostendach zweimal überschritten
Zurück zum Fall des Ex-Berufsoffiziers: Mit dem VBS vereinbarte er ein sechsmonatiges Mandat mit einem Tageshonorar von 1800 Franken inklusive Spesen und Sozialversicherungen. Laut dem VBS eine übliche Grössenordnung in der Bundesverwaltung.
Wie bei externen Beschaffungen üblich, wurde ein Kostendach (108'000 Franken) vereinbart.
Nach Ablauf der sechs Monate stellte sich jedoch heraus, dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen waren: Der Berater stellte im August 2020 172'900 Franken in Rechnung – deutlich mehr als das vereinbarte Kostendach!
Trotzdem: Das Mandat wurde im September 2020 erneut verlängert. Diesmal bis Juli 2021 und mit einem neuen Kostendach von 216'000 Franken. Doch auch diese Grenze wurde vorzeitig überschritten.
Grösserer Aufwand während Corona
In dieser Krisensituation suchte die Armeeapotheke nach externer Hilfe und fand sie in einem ehemaligen Angestellten: dem Berufsoffizier, der zwischen 2000 und 2009 im Bereich Logistik für die Schweizer Armee tätig gewesen war.
«Sein Leistungsausweis prädestinierte ihn für den Einsatz während der Krise», sagt Armeesprecher Stefan Hofer gegenüber dem «Tages-Anzeiger».
Und er rechtfertigt die Überschreitungen des Kostendachs mit dem hohen Beschaffungs-Aufwand während Corona. «Die Lage war sehr volatil und schnell wechselnd.» Zudem habe man dem Berater zusätzliche Aufträge gegeben.
Anwalt reicht Anzeige ein
Der Luzerner Unternehmensjurist Loris Fabrizio Mainardi hat die Maskenbeschaffung des Bundes während Corona kritisch unter die Lupe genommen. Er ist zum Schluss gekommen, dass die Rechtfertigungen der Armee einer rechtlichen Überprüfung nicht standhalten, heisst es im Bericht weiter.
Denn: Man hätte den Oberstleutnant zum Militärdienst verpflichten können und ihn für den Covid-Assistenzdienst einberufen können. Die Armee entgegnet, es habe eine entsprechende Bewilligung gefehlt.
Er hat daher Ende August dieses Jahres bei der Bundesanwaltschaft eine entsprechende Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.
Die Bundesanwaltschaft bestätigt den Eingang der Strafanzeige. Sie sagt, dass sie gemäss dem üblichen Vorgehen geprüft wird. Die Armee will zur Strafanzeige derzeit keine Stellung nehmen.
Lohn der schweizer Krankenkassenbosse am 1.12.2024: bis 955.000 Franken pro Jahr:
Prämien steigen – die Löhne der Krankenkassen-Manager auch: Bis zu 955’000 Franken
https://www.blick.ch/wirtschaft/bis-zu-955-000-franken-die-praemien-steigen-die-loehne-der-krankenkassen-manager-auch-id20371023.html
Otto Hostettler - Beobachter - Neue Rekorde bei den Löhnen der Krankenkassen-Chefs: «Profitgier», sagt ein SP-Ständerat – und tritt den Kampf an.
Es ist wie bei den Prämien – jedes Jahr ein bisschen mehr: Die Löhne der Krankenkassen-Chefs erreichen neue Höchststände. 2023 erhielten die CEO von sieben der zehn grössten Krankenkassen einen Lohn von über 700’000 Franken. Das höchste Gehalt bezahlt derzeit die Sanitas; CEO Andreas Schönenberger kommt 2023 auf ein Jahresgehalt von 955’176 Franken.
Artikel aus dem «Beobachter»
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
Innerhalb von sechs Jahren hat sich sein Lohn praktisch verdoppelt. 2017 lag das Gehalt des Sanitas-CEO noch auf Rang neun. Spitzenreiterin war damals die CSS, deren Chefin Philomena Colatrella verdiente 743’766 Franken. Sie war seinerzeit die einzige Krankenkassen-CEO mit einem Lohn von über 700’000 Franken. Heute kommt sie auf knapp 800’000 Franken und liegt auf Platz zwei.
Schlusslicht mit stolzen 339’000 Franken
Das tiefste Gehalt ist immer noch ansehnlich: Atupri-Chef Christof Zürcher lässt sich 339’417 Franken auszahlen. Viel – aber fast dreimal weniger als Spitzenverdiener Schönenberger von der Sanitas. Auch bei den Spitzen der Verwaltungsräte wird nicht geknausert: Helsana-Präsident Thomas D. Szucs lag schon 2017 an der Spitze. Damals kassierte er 308’270 Franken, nun sank der Betrag auf 289’300 Franken.
Weniger ausbezahlt wurden auch den Verwaltungsratspräsidenten von KPT, Concordia, Sanitas und Assura. Die Atupri-Präsidentin Sandra Thoma Hauser liegt mit 66’000 Franken Jahresgehalt weit abgeschlagen an letzter Stelle.
Jahrzehntelange Diskussion
Die Löhne der Krankenkassen-Chefs sorgen im Bundeshaus seit über 20 Jahren für Diskussionen. 1998 kritisierte etwa der damalige SP-Nationalrat Jean Ziegler: «Manche kassieren ein Jahresgehalt von 400’000 Franken.» Das sei «schlicht und einfach skandalös gegenüber den Versicherten». Die Antwort des Bundesrats: Man sehe keine Möglichkeit, in die Lohnstrukturen der Krankenversicherer einzugreifen, «solange das allgemein übliche Mass nicht überschritten wird».
Etliche Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben sich am Thema bereits die Zähne ausgebissen – ohne Erfolg. Immerhin: Seit 2016 müssen die Krankenkassen die Gehälter ihrer Führungsorgane offenlegen.
Bald eine gesetzliche Grenze?
Inzwischen hat die Debatte aber eine neue Dynamik angenommen: Eine parlamentarische Initiative des Neuenburger Ständerats Baptiste Hurni (SP) schaffte sowohl in der vorberatenden Kommission des Nationalrats als auch in derjenigen des Ständerats eine Mehrheit.
Der Prämienticker schaut Lobbyisten und Profiteuren des Gesundheitswesens auf die Finger, deckt Missstände auf und sammelt Erfahrungen von Patienten, die unnötige Ausgaben vermeiden konnten.
Damit wird nun direkt ein Gesetz ausgearbeitet. Der Nationalrat wird voraussichtlich schon im Sommer 2025 darüber diskutieren können.
Dem Neuenburger Ständerat schwebt vor, dass die Managergehälter bei Krankenkassen einen vom Bundesrat definierten Höchstbetrag nicht übersteigen dürfen. Gleichzeitig würde dieser Höchstbetrag nur dann steigen, wenn die Prämien der Versicherten sinken. Und im Gegenzug sinken, wenn die Prämien steigen.
Hurni will damit Krankenkassen belohnen, die nicht nur gut wirtschaften, sondern dadurch auch die Prämien der Versicherten senken können. Und andererseits will Hurni verhindern, dass Kassen trotz steigender Prämien ihre Managergehälter erhöhen können.
«Profitgier ist der Grund»
Gegenüber dem Beobachter nimmt Hurni kein Blatt vor den Mund: «Profitgier ist der Grund für die exzessiven Erhöhungen. So einfach ist das.» Die Zunahme der Managersaläre sei «nicht zu rechtfertigen und unannehmbar».
Gerne hätte der Beobachter von der Sanitas erfahren, wie sie die Verdoppelung des Managerlohns rechtfertigt und wo sie die Obergrenze für den Lohn einer Krankenkasse sieht. Doch die Anfrage blieb unbeantwortet.
Schweizer Löhne am 16.12.2024: Reiche werden immer reicher - manche immer ärmer: Gesundheitswesen, Detailhandel, Gastronomie:
Lohnrunde 2025: Trotz guter Wirtschaft: Reallöhne steigen seit zehn Jahren nicht
https://www.20min.ch/story/lohnrunde-2025-trotz-guter-wirtschaft-realloehne-wachsen-seit-zehn-jahren-nicht-mehr-103241044
Die Bilanz der Lohnverhandlungen 2025 ist durchzogen. Die Reallöhne steigen trotz wirtschaftlichem Aufschwung nicht.
Lohnrunde 2025: Darum gehts
Hohe Mieten und stark steigende Krankenkassenprämien: Vielen Arbeitnehmenden bleibt am Ende des Monats nur wenig Geld übrig.
Auch die Lohnrunde 2025 verbessert die Situation für die meisten Arbeitnehmenden nicht.
Der Nachholbedarf bei den Löhnen bleibe gross, so Travail Suisse.
Die Reallöhne sind in den letzten drei Jahren gesunken. Daran ändert auch die Lohnrunde 2025 wenig, wie Travail Suisse am 16. Dezember in Bern verkündet hat: Die Bilanz der Lohnverhandlungen sei durchzogen und die Erholung der Löhne ungenügend, so die Gewerkschafts-Dachorganisation.
Kein Reallohnwachstum in den letzten zehn Jahren
Ende dieses Jahres liegen die Reallöhne auf dem Niveau von 2015. «Viele sehen sich mit einem wirtschaftlichen Aufschwung bei gleichzeitig sinkender Kaufkraft konfrontiert», sagte Thomas Bauer, Leiter Wirtschaftspolitik von Travail Suisse. Das sei inakzeptabel, es brauche Gegensteuer. Wer denke, dass der wirtschaftliche Aufschwung zu höheren Löhnen führe, werde einmal mehr eines Besseren belehrt.
Diese drei Branchen haben Nachholbedarf
Nur in den Branchen mit Gesamtarbeitsverträgen und gewerkschaftlicher Vertretung sehe es etwas besser aus. Der Nachholbedarf bei den Löhnen sei also gross. Vor allem im Gesundheitswesen, Detailhandel und der Gastronomie habe sich seit 2021 ein grosser Lohnrückstand aufgebaut.
Befriedigende bis gute Lohnverhandlungen habe es im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, etwa bei den Schreinern, Malern und Gipsern sowie den Gerüstbauern gegeben. «Vor allem in den handwerklichen Berufen konnten wir die Reallöhne erneut sichern und teilweise sogar real leicht erhöhen», sagt Yvonne Feri, Präsidentin der Gewerkschaft Syna.
Öffentlicher Verkehr sichert Kaufkraft
«Die Arbeitnehmenden arbeiten bis zum Anschlag und haben gleichzeitig immer weniger Geld in der Tasche», so Feri. Durchzogen falle die Bilanz auch für die Angestellten im Service Public aus. Im öffentlichen Verkehr habe man in schwierigen Verhandlungen immerhin die Kaufkraft sichern können. Reallohnzuwächse blieben aber weitgehend aus.
29.12.2024: Neue Zuschläge bei der Postfinance ab 1.1.2025:
Flüge, Löhne, Strom: Das ändert sich im Januar in der Schweiz: HÖHERE ZUSCHLÄGE FÜR POST-MITARBEITENDE
https://www.blick.ch/wirtschaft/fluege-loehne-strom-das-aendert-sich-im-januar-in-der-schweiz-id20439784.html
[...]
Mitarbeitende der Post und von Postfinance erhalten per 1. Januar 2025 höhere Zuschläge für Pikett-, Abend-, Nacht- und Sonntagseinsätze. Die Post hat sich mit den Sozialpartnern im September in neuen Gesamtarbeitsverträgen (GAV) darauf geeinigt. Für Piketteinsätze zahlt die Post künftig 6 Franken pro Stunde – statt wie bisher 5 Franken. Der Zuschlag für Abend- und Nachteinsätze steigt ebenfalls um einen Franken auf 8 Franken pro Stunde. Für Sonntagseinsätze gibt es 12.50 Franken pro Stunde – statt wie bisher 11 Franken.
Die Treueprämie für fünf Jahre Treue zum Unternehmen steigt ausserdem von 1500 Franken auf 1650 Franken. Zudem gelten bei der Post künftig schweizweit zehn statt neun Feiertage.
Die neuen GAV gelten mindestens drei Jahre und betreffen rund 30'000 Mitarbeitende. Ausgenommen sind Mitarbeitende von Postauto, Postlogistics, Post Immobilien und Management Service, Presto Presse Vertrieb und notime. [...]
Bauernhof im Kanton Bern (Schweiz) am 4.1.2025: Lohn 18 Franken pro Stunde - total 78'027 Franken für über 4000 Stunden:Bäuerin Gabi Schürch aus Kirchberg BE legt ihr Hofeinkommen offen: «Ich zahle meinem Mann 18 Franken pro Stunde aus»
https://www.blick.ch/wirtschaft/baeuerin-gabi-schuerch-aus-kirchberg-be-legt-ihr-hofeinkommen-offen-ich-zahle-meinem-mann-18-franken-pro-stunde-aus-id20462610.html
"2023 verdienten Gabi und ihr Mann Beat mit ihrer Arbeit auf dem Hof zusammen 78'027 Franken für über 4000 Stunden. «Ich kann meinem Mann und mir 18 Franken pro Stunde auszahlen», so die Bäuerin. Manche Bauern verdienen mehr, manchen geht es schlechter - die Schürchs liegen irgendwo dazwischen."
Der Artikel:
Milena Kälin und Philippe Rossier - Gabi Schürch-Wyss betreibt den Bauernhof im Kanton Bern mit ihrer Familie bereits in vierter Generation. Obwohl die finanzielle Situation nicht einfach ist, steht der Nachwuchs bereit.
35 Milchkühe, 33 Hektar Nutzfläche und 19 Hektar Wald. Hinzu kommen noch einige Hektare zur Futterproduktion sowie Ackerfläche. Das ist der Hof von Gabi Schürch-Wyss (52) in Kirchberg BE, wie er sich beim Besuch von Blick präsentiert. Vor zwei Jahrzehnten übernahm sie gemeinsam mit ihrem Mann den Landwirtschaftsbetrieb von ihren Eltern. Die fünfte Generation steht mit Sohn Florian (21) bereits in den Startlöchern.
«Wir bauern leidenschaftlich gern und haben Freude daran, mit Tier und Natur zu arbeiten», sagt Schürch. Für eine Medienkonferenz des Schweizer Bauernverbands legt sie die Finanzen ihres Hofs offen. Dabei handelt es sich um einen typischen, durchschnittlichen Bio-Hof mit Tierhaltung, Pflanzenbau und Wald.
2023 verdienten Gabi und ihr Mann Beat mit ihrer Arbeit auf dem Hof zusammen 78'027 Franken für über 4000 Stunden. «Ich kann meinem Mann und mir 18 Franken pro Stunde auszahlen», so die Bäuerin. Manche Bauern verdienen mehr, manchen geht es schlechter - die Schürchs liegen irgendwo dazwischen.
Dabei arbeitet das Paar deutlich mehr als der Durchschnitt: Ehemann Beat arbeitet Vollzeit auf dem Hof – 365 Tage im Jahr. Täglich chrampft er 10 Stunden am Tag – bis zu 75 Stunden in der Woche. Ehefrau Schürch selbst arbeitet pro Woche 35 Stunden auf dem Hof. «Dabei ist es auf einem Bauernhof extrem schwer, Arbeits- und Freizeit abzugrenzen», so die Bäuerin. Sie arbeitet nebenbei noch als Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen und Landfrauenverband und verdient sich so noch etwas dazu.
Am meisten verdienen Schürchs mit dem Verkauf ihrer eigenen Milch. Dank ihrer Biogasanlage können sie zudem Strom absetzen. «Der Arbeit auf dem Hof mit Tier und Natur ist spannend – aber auch herausfordernd und arbeitsintensiv», sagt sie.
[Bio lohnt sich nicht immer]
Seit 2018 gilt der Hof als Bio-Bauernhof. Ob man im Bio-Betrieb mehr oder weniger verdient, konnte Schürch so nicht beantworten. Einerseits ist der Ertrag höher, da man an der Milch mehr verdient. Aber auch der Arbeitsaufwand ist bis zu 15 Prozent höher. Dazu kommen noch die Futterzukäufe. «Die Umstellung sollte sowieso nicht aus einem reinen Umsatzdenken erfolgen», so die Bäuerin.
Investitionen als Herausforderung
«Mit einem Stundenlohn von 18 Franken lassen sich keine grossen Sprünge machen», so Schürch. Insgesamt wohnt die Familie zu sechst. Drei der vier Kinder im Alter zwischen 15 und 23 Jahren haben bereits eine eigene Arbeitsstelle ausserhalb des Hofs, davon sind zwei noch in der Lehre.
Neben ihrem eigenen Lebensunterhalt muss die Familie auch Gebäude wie das Wohnhaus oder die Ställe unterhalten. Miete bezahlt sie zwar keine – doch das denkmalgeschützte Bauernhaus muss instandgehalten werden. Hypotheken müssen abbezahlt und der Hof muss für die Zukunft fit gemacht werden. Auch fürs Alter sorgt das Paar bereits vor: Zusammen investieren Gabi und Beat Schürch jährlich 26'500 Franken in ihre Vorsorge. «Das ist vor allem auch wichtig für meinen Mann, da ich Alleinbesitzerin des Hofs bin», so die Bäuerin. Beat Schürch findet sich in der Position wieder, in der sonst meistens die Bauernfrau ist.
Doch die finanzielle Situation spitzt sich zu. Unter anderem muss die Melkmaschine bald erneuert werden. «Investitionen stellen zunehmend eine Herausforderung dar. Wir müssen schauen, dass wir uns nicht übernehmen», so Schürch.
Ferien zur Prävention
Das Bauernleben ist intensiv: Pro Jahr versuchen sich die beiden, «wenn irgend möglich», ein bis zwei Wochen Ferien zu gönnen. Das ist eine Herausforderung: Die Kühe müssen sieben Tage die Woche morgens und abends gemolken werden. In Abwesenheit der Schürchs übernehmen das ein Landwirt in Ausbildung sowie eine weitere 40-prozentige Arbeitskraft, die das Paar auf dem Hof beschäftigt. Auch der Vater der Landwirtin, dem der Hof ursprünglich gehört hat, hilft aus. «Eine Auszeit vom Betrieb ist ganz wichtig. Das gibt uns eine gewisse Distanz – und ist eine Burnout-Profilaxe», so Schürch. An einem Sonntag im Monat gönnt sich die Familie deshalb einen freien Tag.
Trotz Herausforderungen steht der Nachwuchs bereit: Florian (21), der zweitälteste Sohn, möchte den Hof übernehmen. «Seit ich klein bin, konnte ich mir nichts anderes vorstellen», sagt er. Seine Leidenschaft ist dem jungen Berner anzumerken. Wenn sich jetzt noch die finanzielle Situation für den Bauernberuf verbessere, sei das noch «die Kirsche auf der Torte».
Bauern-Stundenlohn in der Schweiz am 9.1.2025: im Schnitt 18 Franken pro Stunde - weil viele Kosten anfallen:
Darum verdient Bäuerin Gabi nur 18 Fr. pro Stunde
https://www.nau.ch/news/schweiz/darum-verdient-bauerin-gabi-nur-18-fr-pro-stunde-66890993
Simon Binz - Unteres Emmental - Bäuerin Gabi soll nur 18 Franken pro Stunde verdienen. Wie kommt die Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands auf diese Summe?
Das Wichtigste in Kürze
Eine Schweizer Bio-Bäuerin hat ihren Lohn offengelegt.
Gabi Schürch sagte, dass ihr Mann und sie einen Stundenlohn von 18 Franken haben.
Wie kommt diese Rechnung für ein Einkommen von 78'000 Franken pro Jahr zustande?
An der Jahresmedienkonferenz des Bauernverbands legte Gabi Schürch offen, wie viel sie und ihr Mann im Jahr verdienen. Umgerechnet kommen die beiden demnach auf einen Stundenlohn von 18 Franken.
Bauernpräsident Markus Ritter erwähnte dazu: Im schweizweiten Vergleich sei das sehr wenig, liege jedoch leicht über dem Durchschnitt der Familienarbeitskräfte in der Landwirtschaft. Dieser liegt laut einer komplexen Rechnung von Agroscope, einem Forschungszentrum des Bundes, bei 17 Franken.
Sollten die Bauern mehr Direktzahlungen erhalten?
In den Kommentarspalten viele Medien zeigten die meisten Leser aber kaum Verständnis für Bäuerin Gabi und ihre Familie. Sie reagierten eher mit Hohn und Wut, wie die «Tamedia»-Zeitungen schreiben. Der Tenor: Bei den hohen Subventionen für die Landwirtschaft könne es doch gar nicht sein, dass die Bauern so wenig verdienten.
Der Bund schüttete 2023 insgesamt 2,8 Milliarden Franken Direktzahlungen an die Schweizer Bauern aus. Trotzdem warnt Ritter vor dem Ende der Familienbetriebe, wenn die Löhne nicht steigen. Viele wollen dies offenbar kaum glauben und sprechen gar von «falscher Propaganda des Bauernverbandes. Und: Die Bauern seien sowieso «ewige Jammeris», heisst es.
Wie wird der Stundenlohn der Bauern ermittelt?
Agroscope bemühte sich, die Stundenlöhne der Landwirtinnen und Landwirte möglichst mit jenen anderer Branchen vergleichbar zu machen. Das ist nicht ganz einfach: Anders als andere Berufstätige leben Bäuerinnen und Bauern direkt an ihrem Arbeitsplatz, konsumieren Eier, Fleisch und Milch aus eigener Produktion und führen den Haushalt oft nahtlos mit der Hofarbeit zusammen. Hinzu kommen spezielle steuerliche Regelungen.
Für ihre Berechnung nahmen die Forscher vereinfacht gesagt das gesamte Einkommen eines Bauernhofs, einschliesslich der Einnahmen aus Verkäufen und staatlicher Direktzahlungen. Davon wurden sämtliche Ausgaben abgezogen, wie etwa die Löhne für externe Mitarbeitende und Materialkosten. Auch der Wert aller selbstgenutzten Produkte wurde berücksichtigt.
Zudem flossen Vorteile wie die reduzierte Mehrwertsteuer auf Vieh, Futtermittel oder Saatgut sowie die Rückerstattung der Mineralölsteuer beim Kraftstoffkauf in die Berechnungen des landwirtschaftlichen Einkommens ein.
Familie Schürch kommt auf ein Einkommen von knapp 78'000 Franken
Bei der Familie Schürch, die in Kirchberg BE einen Biohof mit 35 Milchkühen führt, bleibt bei einer solchen Betriebsrechnung laut den «Tamedia»-Zeitungen am Schluss ein Einkommen von 78'027 Franken. Diese Zahl ergibt sich aus den Gesamteinnahmen von 291'659 Franken (Direktzahlungen, Verkauf von Produkten, landwirtschaftliche Arbeiten für Dritte und Mietzinseinnahmen) minus den Ausgaben von 213'632 Franken.
Das auf diese Weise ermittelte landwirtschaftliche Einkommen wird durch die Arbeitsstunden der Bäuerinnen und Bauern geteilt, um den Stundenlohn zu berechnen. Ein Schweizer Landwirt arbeitet durchschnittlich mehr als 50 Stunden pro Woche – bei Beat Schürch sind es sogar 60 bis 70 Stunden.
Bauernverband Schürch
Die Konferenz des Bauernverbandes fand auf dem Biohof der Schürchs in Kirchberg BE statt. - Facebook
Der Arbeitstag des Berner Bauern beginnt um 5:45 Uhr mit dem Melken und Misten und endet um 18 Uhr mit dem Beschicken der Biogasanlage und dem Füttern der Tiere. Gabi Schürch schätzt, dass sie etwa 35 Stunden pro Woche auf dem Hof arbeitet. Zusammen gelten sie als 1,4 Arbeitskräfte auf dem Betrieb und kommen so jährlich auf rund 4150 Arbeitsstunden. Daraus entsteht schliesslich der Stundenlohn von etwas über 18 Franken für die Schürchs.
«Besonders viel übrig bleibt nicht»
Für die Bauernfamilie sind die rund 78'000 Franken aber nicht einfach Sackgeld, wie manche Kommentarschreiben vermuten. Gabi Schürch betont, dass sie, «wie alle anderen», mit dem Geld auch ihre Steuern und die Krankenkasse bezahlen müssten: «Jeweils rund 15’000 Franken und 16’000 Franken für die ganze Familie.»
Auch den Eigenmietwert ihres Wohnbereichs müssen die Schürchs versteuern – allerdings liegt dieser für landwirtschaftliches Wohneigentum etwas niedriger als für die übrige Bevölkerung. Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben können sie die Autokosten ebenfalls nur zur Hälfte über den Betrieb abrechnen. Hinzu kommen alle weiteren alltäglichen Ausgaben. «Besonders viel übrig bleibt so nicht», sagt Gabi Schürch.
Bauernverband Schürch
Rund 90 Prozent der Schweizer Bauern haben ein Nebeneinkommen. Gabi Schürch zum Beispiel arbeitet nebenzu als Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands - Facebook
Unter anderem aus diesem Grund arbeitet die Bäuerin zusätzlich ausserhalb des eigenen Hofs. Schürch ist Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands, was einem Arbeitspensum von etwa 40 Prozent entspricht. Rund 90 Prozent der Schweizer Bauern haben ein Nebeneinkommen, das insgesamt etwa ein Drittel des gesamten bäuerlichen Einkommens ausmacht. Diese ausserbetrieblichen Einkünfte fliessen jedoch nicht in die Lohnberechnungen von Agroscope ein.
Lohn in der Schweiz am 22.3.2025: Personalberater hat 11.833,85 Franken pro Monat x13:
11'833.85 Franken Gehalt im Monat - Armend Mustafa (29) stellt vertrauliche Daten auf Linkedin - Personalberater bricht Lohntabu
https://www.blick.ch/wirtschaft/11833-85-franken-gehalt-im-monat-armend-mustafa-29-stellt-vertrauliche-daten-auf-linkedin-und-was-verdienst-du-personalberater-bricht-lohntabu-id20705587.html
Fototexte:
1. Armend Mustafa postet auf Linkedin anonymisierte Lohnabrechnungen und löst damit Diskussionen aus.
2. Mustafas erster Post liegt drei Monate zurück.
3. Werbung
4. Mustafa ist Geschäftsführer der Meron AG, einer Personalberatung, und will das Lohntabu brechen.
5. Viele Arbeitgeber machen nach wie vor ein Geheimnis um die Löhne. Oft zum Nachteil der Angestellten, so Mustafa.
6. Mittlerweile hat er 41 anonymisierte Lohnabrechnungen gepostet.
7. Die letzte ist von einer Expertin Intensivpflege, die in einem 50-Prozent-Pensum arbeitet.
8. Seine Linkedin-Posts mit Lohnabrechnungen kommen nicht bei allen gut an. «Ich habe einige böse Nachrichten erhalten», sagt Mustafa.
Der Artikel:
Martin Schmidt - Redaktor Wirtschaft - Der Schweizer Personalberater Armend Mustafa sorgt mit Lohnabrechnungen für Aufsehen auf Linkedin. Und fährt damit einen Haufen Ärger ein. Seine Aktion zeigt, wie kontrovers das Thema Lohntransparenz in der Schweiz noch immer ist.
Und wie viel verdienst du? Bei vielen Leuten in der Schweiz löst diese Frage nach wie vor grosses Unbehagen aus. Gerade ältere Arbeitskräfte empfinden Diskussionen über ihr Salär als Eingriff in die Privatsphäre. Das kriegt auch Armend Mustafa (29) zu spüren. Der Geschäftsführer der Meron AG betreibt in Aarau eine Personalberatung und postet seit knapp drei Monaten anonymisierte Lohnabrechnungen auf der Jobnetzwerk-Plattform Linkedin. «Ich will das Lohntabu brechen», sagt er beim Treffen mit Blick.
Die erste Lohnabrechnung, die er ins Netz stellte: Personalberater für wichtige Kunden in der Region Zürich, 34-jährig, mit elf Jahren Berufserfahrung und einem Abschluss an einer höheren Fachschule, keine Personalführung. Diese Person verdient 11'833.35 Franken brutto im Monat (mal zwölf).
Mustafa erhält böse Nachrichten
Die negativen Reaktionen unter den Posts folgen prompt: Es sei nutzlos, solche Daten zu teilen. Es sei denn, man verfolge das Ziel, dass am Ende alle gleich viel verdienen. «Was soll der Mist?», fragt einer. Ein anderer wirft Mustafa Populismus vor. Also, dass er damit nur Leute gegeneinander aufbringt. «Ich verstehe nicht ganz, was diese Aktion soll? Für Transparenz sorgt sie jedenfalls nicht», kritisiert jemand.
«Ich habe einige böse Nachrichten erhalten», sagt der Personalberater Mustafa. Doch er habe mit emotionalen Reaktionen gerechnet und nimmt es sportlich. «Für viele Menschen in der Schweiz ist nach wie vor klar, dass man nicht über den Lohn und Geld spricht.»
Hunderte Kommentare
Die Beiträge werden teilweise hundertfach kommentiert. Und auch immer wieder bei Linkedin angeprangert und gemeldet. So hat das Netzwerk-Jobportal gleich mehrere der mittlerweile über 40 anonymisierten und von Mustafa online gestellten Lohnabrechnungen vorübergehend vom Netz genommen – zwei sogar dauerhaft. «Im einen Fall hatte der Arbeitgeber wenig Freude an der Transparenz», sagt er mit einem Augenzwinkern.
Lohntransparenz ist bei vielen Firmen noch immer ein Tabuthema. «Und darunter leiden vor allem die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Viele wissen nicht, was sie wert sind und wo sie sich punkto Lohn einordnen können», erklärt Mustafa seine Lohnabrechnung-Aktionen.
«Vielverdiener haben Angst vor Neid»
Wie Mustafa scheint auch vielen anderen Leuten im Land mehr Transparenz ein grosses Anliegen zu sein. In drei Monaten hat er rund 300 Lohnabrechnungen erhalten, die er posten darf. Die meisten liegen zwischen 4500 Franken und 14'000 Franken pro Monat. «Einige schicken ihre Abrechnungen, damit sie anhand der Reaktionen sehen, wo sie stehen.» Und das wird auch rege gemacht: In vielen Linkedin-Kommentaren tauschen sich die Nutzerinnen und Nutzer darüber aus, ob die publizierten Löhne zu niedrig, fair oder gar zu hoch sind.
Beispielsweise bei einem Projektleiter: Er ist 32-jährig, arbeitet bei einem Anlagebauer in St. Gallen, verfügt über vier Jahre Erfahrung, führt ein Team von 4 bis 6 Leuten, der höchste Abschluss ist technischer Kaufmann. Bei ihm schreiben gleich mehrere Personen, dass die 7030 Franken brutto mal 13 Monate inklusive Kinderzulagen zu wenig sind.
Mustafa erlebt in seinem Berufsalltag beide Extreme: «Es gibt Bewerberinnen und Bewerber, die exorbitant hohe oder viel zu tiefe Lohnvorstellungen haben. Und dann gibt es Arbeitgeber, die bei einem zu tiefen Vorschlag des Bewerbers einfach einschlagen, weil sie dann eine günstige Arbeitskraft kriegen», erzählt er.
Sind die Bewerber besser informiert, und herrscht in einer Firma mehr Lohntransparenz, würde die Bezahlung im Schnitt «fairer» ausfallen. Mit seinen Posts will Mustafa weiterhin dazu beitragen.
Lügner Berset und seine Lügengruppe am 23.11.2025: Sie kassieren Steuergelder 100.000e von Franken:
Berset-Mitarbeiter kassierten bei seinem Abgang 750'000 Franken - Abgangsentschädigung
https://www.20min.ch/story/abgangsentschaedigung-berset-mitarbeiter-kassierten-bei-seinem-abgang-750-000-franken-103455949
Justin Arber - Dokumente zeigen, dass die engsten Mitarbeitenden von Alt-Bundesrat Alain Berset insgesamt 750'000 Franken Abgangsentschädigung erhalten haben – selbst wer nur kurze Zeit angestellt war.
Der Bund zahlte über 750'000 Franken an ehemalige Mitarbeiter von Alain Berset.
Lukas Gresch, Bersets ehemaliger Generalsekretär, erhielt mit 366'665 Franken die höchste Einzelzahlung.
Die Abgangsentschädigungen sind in der Bundespersonalverordnung geregelt, derzeit prüft das Parlament eine Anpassung.
Als Alain Berset vor zwei Jahren sein Amt als Bundesrat abgegeben hat, haben davon auch seine engsten Mitarbeitenden profitiert. Selbst wer nur kurz für den SP-Politiker gearbeitet hatte. Insgesamt 750'000 Franken hat der Bund an sie ausbezahlt. Der «Sonntagsblick» hatte Einsicht in entsprechende Dokumente.
Demnach hat Bersets Generalsekretär Lukas Gresch mit 366'665 Franken die höchste Summe kassiert. Stefan Honegger, zwischen 2020 und 2023 persönlicher Mitarbeiter von Berset, erhielt 153'207 Franken. Michael Brändle, persönlicher Mitarbeiter von Berset in den Jahren 2012 bis 2023, erhielt 133'728 Franken. Weil er später Präsident der Kulturstiftung Pro Helvetia wurde, wurde sein Lohn von der Abgangsentschädigung abgezogen.
Auch Kurzzeit-Mitarbeiter profitieren
Selbst wer nur knapp ein Jahr für Berset gearbeitet hatte, erhielt mehrere Zehntausend Franken bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. So etwa Rémy Lüthy, stellvertretender Generalsekretär zwischen 2023 und 2024: Er erhielt 53'759 Franken. Gianna Blum, von 2022 bis Ende 2023 Co-Leiterin Kommunikation, erhielt 44'311 Franken.
Die Regeln
Die Abgangsentschädigungen sind in der Bundespersonalverordnung verankert. Demnach erhalten unter anderem Staatssekretäre, Amtsdirektoren, höhere Stabsoffiziere und Generalsekretäre eine Abgangsentschädigung. Sie haben Anspruch auf diese, wenn sie nach ihrem Einsatz nicht in einer internationalen Organisation in derselben oder in einer anderen ihnen zumutbaren Funktion eingesetzt werden können. Sie erhalten dann eine Entschädigung in der Höhe von bis zu einem Jahreslohn.
Abgangsentschädigungen können rückgefordert werden, wenn die betroffene Person im Jahr, das der Auflösung ihres Dienstverhältnisses folgt, eine andere Stelle innerhalb der Bundesverwaltung antritt.
Politikum
Die Abgangsentschädigungen des Bundes sind inzwischen auch zum Politikum geworden. Im vergangenen Jahr hat der Ständerat einer parlamentarischen Initiative von Ständerat Thomas Minder zugestimmt. Der parteilose Politiker forderte, dass künftig die Spitzenkader der Bundesverwaltung oder von bundesnahen Betrieben prinzipiell keine Abgangsentschädigungen mehr erhalten.
Minder argumentierte, die Löhne dieser Leute seien so hoch, dass es einer Abgangsentschädigung im Fall eines Abgangs nicht bedürfe. Teilweise verdienten diese Personen mehr als ein Bundesrat. Es brauche eine Anpassung des Bundespersonalgesetzes. Ein Entscheid liegt noch nicht vor.
Mossad-TV in der Schweiz am 7.12.2025: Die Lügen sind einfach ZU TEUER!
Susanne Wille: Rechte und Linke wollen SRG-Chefin den Lohn kürzen
https://www.nau.ch/news/schweiz/susanne-wille-rechte-und-linke-wollen-srg-chefin-den-lohn-kurzen-67071463
Bettina Zanni -- Bern -- Die Teppichetage der SRG von Susanne Wille bekommt fürstliche Löhne. Ein SVP-Nationalrat und eine Gewerkschaft halten diese für überrissen.
Lohn bei den Chefs der Spitex am 22.1.2026:
Zürich: Bis zu 644’000 Franken: Kritik an Mega-Lohn für Spitex-Chefs
https://www.20min.ch/story/zuerich-bis-zu-644-000-franken-kritik-an-mega-lohn-fuer-spitex-chefs-103491010
Josephine Schertenleib -- Private Spitex-Firmen boomen – und kosten die Gemeinden immer mehr. Doch laut der Zürcher Gesundheitskonferenz gibt es «gravierende Mängel» bei den Abrechnungen.
- Private Spitex-Firmen im Kanton Zürich verursachen hohe Kosten für die Gemeinden.
- Eine Analyse der Gesundheitskonferenz des Kantons Zürich zeigt: 80 Prozent der untersuchten Firmen haben 2023 die Rechnungslegung nicht eingehalten.
- Jahreslöhne von bis zu 644'000 Franken für Chefs stehen im Fokus.
- Die Gesundheitsdirektion will die Kostentransparenz nun verbessern.
Zürcher Gemeinden zahlten 2024 rund 71 Millionen Franken an private Spitex-Firmen – so viel wie noch nie. Laut Bundesamt für Statistik (BFS) entspricht das einem Plus von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und vor vier Jahren waren es erst 28 Millionen Franken.
Im Kanton Zürich sind 184 private Spitex-Firmen tätig. 64 davon nahm die Zürcher Gesundheitskonferenz jetzt genauer unter die Lupe. Was auffällt: Über 60 Prozent der Geschäftsleitungen verdienen 2023 mehr als 150'000 Franken brutto pro Jahr, rund 20 Prozent sogar über 300'000 Franken. Das bestbezahlteste Geschäftsleitungsmitglied erhielt gar einen Jahreslohn von 644'000 Franken, wie «SRF» berichtet.
«Die hohen Löhne sind nicht gerechtfertigt»
Für Mark Wisskirchen, Präsident der Gesundheitskonferenz der Zürcher Gemeinden (GeKoZH) ein Affront: «Das ist nicht gerechtfertigt», findet er. «Diese Löhne werden teilweise mit Steuergeldern finanziert und verfälschen auch die wahren Kosten der Pflegeleistungen», sagt er zu SRF.
Die Gesundheitskonferenz bemängelt im Bericht zudem, dass sich 80 Prozent der privaten Spitexorganisationen nicht an die Vorschriften zur Rechnungslegung hielten. Das Handbuch zum Rechnungswesen von Spitex Schweiz ist seit dem 1. Januar 2021 im Kanton Zürich verbindlich.
«In zahlreichen Fällen werden nicht betriebliche Aufwände wie beispielsweise Steueraufwände, Bonuszahlungen oder ausserordentliche Aufwände ebenfalls in die Vollkostenberechnung mit einbezogen», schreibt die Gesundheitskonferenz im Bericht. «Diese Mängel führen dazu, dass die ausgewiesenen Vollkosten höher als die effektiven, betrieblichen Pflegekosten sind.»
«Interpretationsspielraum» bei Abrechnungen
Während rund 120 Zürcher Gemeinden und Zürcher Gesundheitspolitiker nun Massnahmen von der Gesundheitsdirektion fordern, kritisiert der Verband der privaten Spitex-Organisationen die Analyse. Katharina Hadorn vom nationalen Verband der privaten Spitex-Firmen (ASPS) kritisiert den Bericht zudem als einseitig und bemängelt die geringe Auswahl an Betrieben sowie den fehlenden Vergleich mit der öffentlichen Spitex. Ausserdem lasse das Finanzmanual «Interpretationsspielraum».
Bei den höchsten Löhnen handelt es sich Hadorn zufolge um Ausnahmen. Löhne im Bereich von 200'000 und 300'000 Franken seien im Kanton Zürich jedoch «absolut gerechtfertigt», je nach Grösse des Betriebs und Verantwortung.
Kanton will reagieren
Auch der Spitex Verband Kanton Zürich äussert sich am Donnerstag in einer Mitteilung und betont, dass er die gestellten Forderungen bereits erfülle. Die Anwendung des Qualitäts- und des Finanzmanuals von Spitex Schweiz sei für seine Mitglieder obligatorisch, ebenso die Einhaltung der administrativen Vorgaben. Zudem unterstütze der Verband seine Mitglieder mit Schulungen und Austausch im Finanzbereich.
Die Gesundheitsdirektion bestätigt Mängel bei der Kostentransparenz und der Einhaltung der Vorgaben. Das zuständige Amt für Gesundheit prüft nun Massnahmen, um Gemeinden besser zu unterstützen und sicherzustellen, dass Normkosten künftig korrekt und transparent berechnet werden.
Bern am 18.2.2026: Ständerat will hohe Abgangsentschädigungen kürzen:
Klarer Entscheid: Ständeräte wollen goldene Fallschirme für Topbeamte verbieten
https://www.20min.ch/story/klarer-entscheid-staenderaete-wollen-goldene-fallschirme-fuer-topbeamte-verbieten-103508757
Christof Vuille -- Mit hohen Abgangsentschädigungen für Top-Beamte soll Schluss sein. Das hat die zuständige Ständeratskommission ohne Gegenstimme entschieden.
- Die Ständeratskommission will hohe Abgangsentschädigungen für Topbeamte verbieten.
- Diese sogenannten «goldenen Fallschirme» sollen für Bundespersonal nicht mehr erlaubt sein.
- Der Entscheid fiel mit 10 zu 0 Stimmen sehr deutlich aus.
- Fälle wie die Fedpol-Chefin sorgten zuletzt für Kritik.
Mit Abgangsentschädigungen, sogenannten «goldenen Fallschirmen», soll für Bundesbeamte Schluss sein. Die zuständige Staatspolitische Kommission des Ständerats hat entschieden, das Bundespersonalrecht entsprechend anzupassen.
Der Entscheid fiel mit 10 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung deutlich und geht auf einen Vorstoss des ehemaligen Ständerats und «Abzocker-Schrecks» Thomas Minder zurück. Vom Verbot ausgenommen sein sollen unverschuldete Kündigungen, die etwa aufgrund einer Reorganisation erfolgen.
Abgänge bei Fedpol und Zoll sorgten für Ärger
Zuletzt gaben unter anderem die Abgangsentschädigungen von Fedpol-Chefin Nicoletta della Valle oder Zoll-Boss Christian Bock zu reden. Beide erhielten nach dem Abgang über 300’000 Franken.
Mit der Änderung finde eine «Angleichung der bundespersonalrechtlichen Regelungen an das Obligationenrecht« statt, findet die Kommission. Das Geschäft dürfte bereits im Sommer ins Parlament kommen.
Neuer Mindestlohn bei der Post Schweiz am 19.2.2026: 4644,83 Franken pro Monat:
Post erhöht Mindestlohn: Lohnrunde: 55'738 Franken pro Jahr
https://www.20min.ch/story/lohnrunde-55-738-franken-pro-jahr-post-erhoeht-mindestlohn-103509529
Justin Arber -- 25'000 Postangestellte erhalten ab April 2026 einen Mindestlohn von 55'738 Franken pro Jahr. Insbesondere Mitarbeitende mit tieferen Einkommen profitieren.
Die Post erhöht die Löhne für ihre GAV-Mitarbeitenden.
Der jährliche Mindestlohn steigt auf 55'738 Franken.
Die Spesenregelungen für die Zustellung werden zudem bis 2027 vereinheitlicht.
Die Post hat sich mit ihren Sozialpartnern syndicom und transfair auf die Erhöhung des Mindestlohns auf 55'738 Franken pro Jahr geeinigt. Das teilt das Unternehmen am Donnerstag mit. Davon profitieren etwa 25'000 Angestellte, die dem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind. Gemäss syndicom waren die Verhandlungen von «schwierigen Rahmenbedingungen» begleitet. Man werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Erwartungen aller Angestellten erfüllt werden.
Die Lohnmassnahmen werden mit der Auszahlung des Aprillohns umgesetzt. «In den Lohnverhandlungen orientieren sich die Sozialpartner an der wirtschaftlichen Situation der Post, an der Entwicklung der Produktivität, am Vergleich mit Konkurrenzunternehmen sowie an der Entwicklung der Lebenshaltungskosten», schreibt die Post.
Einheitliche Spesenregelungen
Weiter hat die Post mit ihren Sozialpartnern erreicht, dass die unterschiedlichen Spesenregelungen für Brief- und Paketzustellung sowie die gemischte Zustellung beseitigt werden. Dies bis zum Jahr 2027. Ein erster Schritt hin zur Harmonisierung tritt per 1. April 2026 in Kraft. Damit profitieren künftig alle Mitarbeitenden in der Zustellung von der gleichen Spesenregelung.
Carole Rentsch, Leiterin Personal und Mitglied der Post-Konzernleitung, sagt: «Von den Lohnmassnahmen profitieren insbesondere Mitarbeitende im Betrieb und mit tieferen Löhnen. Sie sind im Alltag besonders gefordert und täglich für unsere Kundinnen und Kunden im Einsatz.»
Separate Lohnverhandlungen führen PostFinance AG, Post Immobilien Management und Services AG, Swiss Post Cargo CH AG sowie PostAuto AG.
Lohn in der Schweiz am 25.2.2026: ist auch mit Sprachen verbunden: perfekt D in F-CH +23% Lohn, perfekt F in D-CH +15% Lohn:
Deutsch ist für Romands der wahre Lohn-Booster:
Diese Sprache bringt im Job das grosse Lohn-Plus: Bis zu 23% mehr auf dem Konto
https://www.blick.ch/politik/bis-zu-23-prozent-mehr-auf-konto-diese-sprache-bringt-im-job-das-grosse-lohn-plus-id21728719.html
Patrick Gerber -- Redaktor Politik -- Bei vielen Kindern ist der Fremdsprachenunterricht nicht besonders beliebt. Doch dieser kann sich finanziell auszahlen – und ist auch für die Wirtschaft wichtig. Romands können mit guten Deutschkenntnissen bis zu 23 Prozent mehr verdienen.
Deutschkenntnisse bringen in der Romandie bis zu 23 Prozent mehr Lohn
Englisch hingegen ist eine «erwartbare Kompetenz»
Die «Kombination Französisch-Englisch-Deutsch» verspreche am meisten Erfolg
Vielen Kindern graut es vor dem Fremdsprachenunterricht in der Schule. Doch dieser kann sich später auszahlen – gerade in der mehrsprachigen Schweiz und besonders für Romands. Dabei zeigt sich, dass Deutsch und Französisch neben Englisch noch immer einen grossen Stellenwert haben.
François Grin (66), Professor an der Universität Genf, untersucht den Wert der Mehrsprachigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Sein Befund: Zweisprachige Personen verdienen tendenziell mehr. Gegenüber SRF erklärte er einmal: «Die Einkommensunterschiede bewegen sich zwischen 10 und 20 Prozent.» Bereits zur Jahrtausendwende veröffentlichte er eine Studie, die dies belegt.
Wer in der Westschweiz «gut bis sehr gut» Deutsch spreche, könne bis zu 23 Prozent mehr verdienen. Spreche hingegen jemand in der Deutschschweiz auf vergleichbarem Niveau Französisch, könne das den Lohn um bis zu 15 Prozent erhöhen.
Interessant: Während in der Studie von 1999 noch von 25 Prozent «Bonus» für «gute bis sehr gute» Englischkenntnisse ausgegangen wurde, beziffert die «Tribune de Genève» diesen Wert mit Blick auf die aktuelle Forschung nur noch auf 12 Prozent. Englisch sei eine «erwartbare Kompetenz» und werde daher finanziell weniger geschätzt als Deutsch.
Lukrativ, aber unter Druck
Englisch sei zwar die Sprache der Technik, aber Deutsch bleibe die Sprache der zwischenmenschlichen Beziehung und der Entscheidungsfindung auf 70 Prozent des Staatsgebiets, wie Thomas Portenseigne, Marketingleiter bei Manpower in Zürich, der Zeitung sagte. Dabei seien die Anforderungen hoch: Deutschkenntnisse unter dem Niveau B2 seien im Lebenslauf nahezu irrelevant.
Trotz der Bedeutung der Sprache Goethes sehen viele Westschweizer Schüler vor allem Englisch als «nützlichen Türöffner». Das zeigt eine nicht repräsentative Befragung von RTS an der Berufs- und Ausbildungsmesse in Lausanne. Doch auch für Deutschschweizer lohnt es sich, Französisch zu können. In mehr als einem Drittel der Stellenanzeigen in der Schweiz werden zwei oder mehr Sprachen verlangt.
Ein möglicher Grund: Gemäss den Studien von François Grin bringt die Mehrsprachigkeit für die Schweizer Ökonomie einen Mehrwert von rund 50 Milliarden Franken, wie er 2008 sagte.
Schulen müssen sich anpassen
Dennoch gerät das Frühfranzösisch in der Deutschschweiz zunehmend unter Druck. So hegte etwa 2025 das Zürcher Parlament die Absicht, dass Französisch erst ab der Sekundarstufe II unterrichtet werden soll. Auf dieser Schulstufe könne man die grammatikalisch schwierige Sprache schneller und effizienter lernen, meinen die Befürworter. Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider (62, SP) hält den Entscheid hingegen im Hinblick auf den Zusammenhalt des Landes für «ein beunruhigendes Signal».
Klar ist: In Zeiten von künstlicher Intelligenz muss auch der Sprachunterricht neu gedacht werden. Yolanda Kernen, Deutschlehrerin beim Migros-Unternehmen Miduca, sagt gegenüber «Tribune de Genève», dass ihre Schüler heute keine langen Grammatiktabellen mehr auswendig lernen wollten. Heute würden feste, gebrauchsfertige Ausdrücke bevorzugt, die eine effektive Kommunikation im beruflichen Kontext ermöglichten. Vor allem mündliche Kenntnisse seien wertvoll. Besonders in der fragmentierten, aber vernetzten Schweizer Wirtschaft sei die «Kombination Französisch-Englisch-Deutsch» der Schlüssel zu den interessantesten Stellen.
Lohn bei der Bank UBS AG am 9.3.2026:
Geschäftsbericht 2025: UBS-CEO Ermotti verdiente letztes Jahr 14,9 Millionen Franken
https://www.20min.ch/story/geschaeftsbericht-2025-ubs-ceo-ermotti-verdiente-letztes-jahr-149-millionen-franken-103522624
Justin Arber -- Die Grossbank UBS hat ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2025 publiziert. Darin enthalten ist auch die Entlöhnung des UBS-CEO Ermotti.
https://www.20min.ch/story/finanzbericht-2025-julius-baer-ceo-erhaelt-10-millionen-franken-mehr-lohn-als-ermotti-103527463
Justin Arber -- Stefan Bollinger, CEO der Bank Julius Bär, erhielt im vergangenen Jahr 24 Millionen Franken an Lohn. Die Zahl ist aufgrund einer Ablösesumme seines früheren Arbeitgebers so hoch.
- Stefan Bollinger, CEO von Julius Bär, verdiente 24 Millionen Franken.
- Die Summe beinhaltet eine hohe Ablösezahlung von seinem früheren Arbeitgeber Goldman Sachs.
- Sein Gehalt übersteigt das von UBS-CEO Sergio Ermotti deutlich.
Am Montag veröffentlichte Julius Bär den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr. Daraus geht hervor, dass der CEO-Lohn von Stefan Bollinger gesamthaft 8,27 Millionen Franken betrug. 1,49 Millionen Franken bilden das Grundgehalt.
Gemäss dem im Bericht aufgeführten Zahlen ist der Lohn für 2025 so hoch, weil noch eine «Ablösesumme» von 14,76 Millionen für entgangene Entschädigungen bei seinem früheren Arbeitgeber Goldman Sachs dazukam.
Die Ablösesumme
Konkret wurden der verfallene Grundlohn und Zulagen, die jährliche variable Vergütung für das Jahr 2024 sowie aufgeschobene variable Vergütungen in Höhe von 10,2 Millionen Franken vollständig ersetzt.
Dazu kamen verfallene Werte aus einem Carried-Interest-Plan in der Höhe von 4,6 Millionen Franken. Ersetzt wurde dieser Wert durch eine zehnjährige, leistungsabhängige Aktienvergütung, die «auf die Schaffung langfristigen Unternehmenswerts» abzielt.
UBS-CEO verdiente weniger
Vergangene Woche hat auch die Grossbank UBS ihren Geschäftsbericht vorgelegt. CEO Sergio Ermotti hat ähnlich viel verdient wie im Jahr zuvor: 14,9 Millionen Franken wurden ihm ausgezahlt.
Neue Armut im Giftloch Basel am 20.3.2026: Innenstadt wird immer leerer - Geschäftsinhaber immer ärmer:
Basel-Stadt: «Zahle mir keinen Lohn»: Kleine Läden kämpfen ums Überleben
https://www.20min.ch/story/basel-stadt-wenn-ich-mir-lohn-auszahle-kann-ich-das-geschaeft-vergessen-103527615
Finnya Kavita -- Nach und nach verschwinden die Geschäfte aus der Innenstadt. Hohe Mieten, weniger Laufkundschaft und der Online-Handel bringen immer mehr Läden dazu, ihren Betrieb aufzugeben. Die Basler Geschäftsleute sorgen sich.
Unter einem Facebook-Post beschweren sich die Baslerinnen und Basler, dass immer mehr Geschäfte aus der Innenstadt verschwinden. Zuletzt sorgte ein Post darüber, dass das Geschäft Müller Schuh in der Gerbergasse den Standort schliesst, für Diskussionen und Sorgen um die Basler Geschäfte.
«Unser Mietvertrag läuft aus und wir haben uns dagegen entschieden, ihn zu verlängern», so Corinne Brunner von Müller Schuh. «Steigende Nebenkosten und stagnierender Umsatz hindern uns daran, den Standort rentabel weiterzuführen. Als kleines Familienunternehmen ist es schwierig, eine passende und bezahlbare Fläche zu finden.»
Kleine Geschäfte leiden
Auch andere Ladeninhaberinnen und -inhaber sorgen sich um ihre Zukunft: Bereits über 30 Jahre lang betreibt Barbara Klotz den «Stoffraum». Ihr Geschäft sei ein Bedarfsgeschäft, weshalb sie wenig Laufkundschaft habe. «Die Miete ist immer höher geworden und man vergisst, dass auch noch andere Kosten dazukommen. Allein das Aufstellschild vor dem Geschäft kostet uns einen jährlichen Beitrag», so Klotz. «Wir probieren unser Bestes, alles am Laufen zu halten. Wir hoffen auf eine florierende Innenstadt.»
Unter einem Facebook-Post beschweren sich die Baslerinnen und Basler, dass immer mehr Geschäfte aus der Innenstadt verschwinden. Zuletzt sorgte ein Post darüber, dass das Geschäft Müller Schuh in der Gerbergasse den Standort schliesst, für Diskussionen und Sorgen um die Basler Geschäfte.
«Unser Mietvertrag läuft aus und wir haben uns dagegen entschieden, ihn zu verlängern», so Corinne Brunner von Müller Schuh. «Steigende Nebenkosten und stagnierender Umsatz hindern uns daran, den Standort rentabel weiterzuführen. Als kleines Familienunternehmen ist es schwierig, eine passende und bezahlbare Fläche zu finden.»
Kleine Geschäfte leiden
Auch andere Ladeninhaberinnen und -inhaber sorgen sich um ihre Zukunft: Bereits über 30 Jahre lang betreibt Barbara Klotz den «Stoffraum». Ihr Geschäft sei ein Bedarfsgeschäft, weshalb sie wenig Laufkundschaft habe. «Die Miete ist immer höher geworden und man vergisst, dass auch noch andere Kosten dazukommen. Allein das Aufstellschild vor dem Geschäft kostet uns einen jährlichen Beitrag», so Klotz. «Wir probieren unser Bestes, alles am Laufen zu halten. Wir hoffen auf eine florierende Innenstadt.»
«Zahle mir selbst keinen Lohn»
Orville Magne führt das Geschäft Edelstein-Mine – doch verdienen tut er nichts: «Wenn ich mir Lohn auszahle, kann ich das Geschäft vergessen.» Magne führt auch noch ein Treuhandbüro, um das Geschäft zu finanzieren. «Ich bin bereits über dem Pensionsalter, so finanziere ich mir meine Leidenschaft», so der Geschäftsführer. «Wenn ich das Geschäft nicht mehr weiterführe, wird es verschwinden.»
Zusätzlich seien Baustellen, der Online-Handel und allgemeine Kosten Faktoren, die den Ladenbesitzern das Fortbestehen erschweren. Anette Burkhard von der spirituellen Buchhandlung Sphinx am Andreasplatz sagt: «Mir wäre es wichtig, dass die Stadt uns kleine Läden auch ernst nimmt.»
Auch Dieter Bühler, der Geschäftsführer vom Dance Shop Basel, wünscht sich eine Reaktion vom Kanton: «Für die Mietpreise kann der Kanton nichts, aber man könnte es uns mit den Regulierungen für Werbung leichter machen.»
«Nicht optimal, aber notwendig»
«Wir sehen aktuell eine Transformation der Innenstädte – weg vom reinen Einkaufsort hin zu einem vielfältigen Erlebnisraum», so Matthias Böhm, Geschäftsführer von StadtKonzeptBasel. Er betont, dass dies kein lokales Phänomen sei, sondern europaweit vorkomme. Die Nachfrage nach Ladenflächen sei nach wie vor gut.
«Aufgrund dessen werden die Immo-Flächen oft auch saniert, was zusätzlich zu möglichen Wechseln führt und natürlich auch zu kurzfristigen Leerständen führen kann – was natürlich für das Stadtbild nicht optimal ist, aber notwendig.»
Lohn von Frau Wemmse mit TikTok und als Lehrerin in der CH am 22.3.2026: über 85.000 Stutz pro Jahr:
Schweizer Tiktokerin: «Über dem Median»: Wemmse verrät ihr Einkommen
https://www.20min.ch/story/schweizer-tiktokerin-ueber-dem-median-wemmse-verraet-ihr-einkommen-103530208
Leonie Projer -- Die Influencerin Wemmse hat auf Tiktok Hunderttausende Fans. Nebenbei arbeitet sie als Lehrerin. Sie verrät, dass ihr Einkommen tiefer sei als das einer Bundesrätin, aber höher als 85'000 Franken im Jahr.
Emma W. ist auf Tiktok als Wemmse erfolgreich. Mit ihren Comedy-Videos erreicht sie Millionen von Klicks und hat sogar schon die Aufmerksamkeit des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen erregt. Nebenbei absolviert die Schweizerin mit dänischen Wurzeln eine Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule und arbeitet zwei Tage pro Woche als Lehrerin. Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» spricht die 22-Jährige unter anderem über ihren Lohn.
Wenn sie ihre Klasse nach ihrem Einkommen frage, nehme sie dies zum Anlass, um sie über Konventionen aufzuklären. «In der Schweiz fragt man nicht direkt nach dem Lohn», sagt sie den Kindern. Im Interview verrät sie aber, sie verdiene «weniger als eine Bundesrätin, mehr als der Median.» Das entspricht einem Wert zwischen einer halben Million und 85'000 Franken im Jahr. «Ich könnte noch viel mehr verdienen, nehme aber nicht alles an», fügt sie an.
Lehrerinnenberuf als Plan B?
Emma stamme aus «einfachen Verhältnissen». Ihr Vater arbeitet als Schreiner, ihre Mutter ist Hausfrau. Ihre eigene Karriere verlief bisher nicht geradlinig: Ihr Psychologiestudium brach sie ab, um sich auf Social Media zu fokussieren. Seit der Pandemie postet sie Videos auf Tiktok.
Nach einem Jahr als selbstständige Influencerin entschloss sie aber, dass sie einen Beruf lernen müsse, und startete das PH-Studium. Sie beschreibt sich als «perfektionistisch und kontrollorientiert». In Gruppenarbeiten übernimmt sie lieber die Verantwortung, «statt zuzusehen, wie halbbatzige Arbeit geliefert wird».
Der Lehrerinnenberuf war eigentlich nur als Plan B neben der Influencer-Karriere gedacht. Unterdessen kann sie sich aber vorstellen, nach dem Studium in einem kleinen Pensum darin tätig zu bleiben.
Lohn bei schweizer Banken am 31.3.2026:
Bei Vontobel gibts über 300'000 Franken: So viel Lohn zahlen die Banken in der Schweiz
https://www.bilanz.ch/unternehmen/bankerloehne-privatbanken-top-retailbanken-flop/bx5p1wg
Wo verdient man wie viel? Besonders bei Banken eine heiss diskutierte Frage. Zu recht, wie die Analyse zeigt: Die Unterschiede sind gravierend.
Barmettler Stefan
Der beliebteste Ort am grau funkelnden Hauptsitz der Bank Vontobel ist die Kantine. Jeden Mittag drängen Hunderte Bankerinnen und Banker ins Personalrestaurant im Parterre, wo sie am Buffet oder im Vegan Corner zugreifen dürfen. Die Beköstigung ist für alle kostenlos – eine Grosszügigkeit, die ankommt und nebenbei hilft, die Büropräsenz hochzuhalten.
Nicht nur in der Mittagspause zeigt sich die Zürcher Privatbank von der spendablen Seite, auch bei der Entlöhnung fällt sie auf. Die Aufwendung je Mitarbeiter und Mitarbeiterin ist nirgendwo höher als bei der von der Familie Vontobel dominierten Privatbank. Letztes Jahr betrug die Entlöhnung hier im Schnitt 305200 Franken, darin enthalten sind die fixen und variablen Lohnanteile sowie die obligatorischen Sozialabgaben des Arbeitgebers
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https://www.20min.ch/story/bis-31-prozent-mehr-die-loehne-in-der-schweiz-steigen-staat-besonders-grosszuegig-103550000
Rechnen in der Schweiz am 21.4.2026: Löhne 2025 +1,8% - [die Armut und die steigenden KK-Prämien in der Schweiz werden VERSCHWIEGEN]:
Schweizer Löhne stiegen 2025 so stark wie seit Jahren nicht mehr
https://www.nau.ch/news/wirtschaft/schweizer-lohne-stiegen-2025-so-stark-wie-seit-jahren-nicht-mehr-67119881
Keystone-SDA -- Neuchâtel -- Die Löhne sind 2025 im Schnitt um 1,8 Prozent gestiegen und die Inflation blieb tief. Damit verbuchen die Beschäftigten den stärksten Reallohnschub seit Jahren.
Die Löhne in der Schweiz stiegen 2025 nominal im Schnitt um 1,8 Prozent.
Trotz Teuerung von 0,2 Prozent resultierte real ein Plus von 1,6 Prozent.
Das ist laut BFS der stärkste Reallohnanstieg seit dem Jahr 2009.
Die Löhne in der Schweiz sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Es resultierte der stärkste Reallohnanstieg seit vielen Jahren.
Im Jahr 2025 sind die Nominallöhne laut den Berechnungen des Bundesamts für Statistik (BFS) durchschnittlich um 1,8 Prozent gestiegen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.
In der letzten Schätzung von Ende 2025 war noch von einem Anstieg um 2,0 Prozent die Rede gewesen. Das BFS schätzt die Nominallohnentwicklung quartalsweise.
Die tiefe Inflation lässt die Reallöhne zulegen
Zwar wurde ein Teil der Lohnzuwächse durch die Inflation wieder aufgefressen. Unter Einbezug einer durchschnittlichen Jahresteuerung von 0,2 Prozent stiegen die Reallöhne im Durchschnitt aber immer noch um 1,6 Prozent, hält das BFS fest.
Im Jahr 2024 waren die Löhne gemäss BFS real nur um 0,7 Prozent gestiegen. In den drei Jahren davor hatte jeweils eine Reallohneinbusse resultiert.
Der aktuelle Reallohnanstieg ist laut dem BFS der deutlichste seit 2009 (+2,6%). Eine vergleichbare Zunahme sei einzig 2015 und 2020 mit +1,5 Prozent beobachtet worden.
Zur Erklärung: Der Nominallohn ist der reine Geldbetrag, den man für die geleistete Arbeit erhält. Der Reallohn hingegen ist der um die Inflation bereinigte Lohn. Er gibt somit die tatsächliche Kaufkraft an.
Wenn der Lohn um fünf Prozent ansteigt (Nominallohnsteigerung) und die Preise gleichzeitig um 2 Prozent, dann ist der Reallohn um 3 Prozent gestiegen.
Löhne in der Schweiz von 2024 im Vergleich zu 2012 am 3.5.2026: nur um 3,7% gestiegen - manche Gruppen verdienen massiv mehr - andere Berufsgruppen verdienen massiv weniger:
Reallöhne im Überblick: Zahlreiche Gewinner, aber überraschend viele Verlierer
https://www.blick.ch/wirtschaft/realloehne-im-ueberblick-zahlreiche-gewinner-aber-ueberraschend-viele-verlierer-id21918860.html
Martin Schmidt -- Redaktor Wirtschaft -- Aktuelle Lohnzahlen zeigen: Die Reallöhne in der Schweiz sind von 2012 bis 2024 um 3,7 Prozent gestiegen. Während die generelle Lohnentwicklung erfreulich ist, gibt es zahlreiche Berufsgruppen, bei denen heute deutlich weniger im Portemonnaie bleibt als früher.
Reallöhne in der Schweiz von 2012 bis 2024 um 3,7 Prozent gestiegen
Lehrer verloren über 7 Prozent Reallohn, während Verwaltung um 6,7 Prozent zulegte
Reisebüros mit höchstem Anstieg: Reallöhne stiegen um 13,7 Prozent
Viele Arbeitskräfte in der Schweiz dürfte die jüngste Lohnentwicklung gefreut haben: So fiel die Reallohnentwicklung im letzten Jahr so hoch aus wie schon lange nicht mehr. Ob in einzelnen Jahren unter dem Strich mehr oder weniger Geld im Portemonnaie bleibt, hängt jedoch stark vom Zufall ab – da schliesslich niemand wirtschaftliche Probleme, die durch einen Krieg verursacht werden, vorhersehen kann.
Aus Sicht der Haushalte ist denn auch die langjährige Lohnentwicklung entscheidend. Diese zeigt die jüngst erschienene Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik. Die Daten umfassen die Jahre 2012 bis 2024 und zeigen, dass der Medianlohn bei einem Hundertprozentpensum von 6439 auf 7024 Franken pro Monat gestiegen ist. Sprich: Würden alle Beschäftigten im Land Vollzeit arbeiten, läge die Hälfte darüber und die Hälfte darunter. Unter dem Strich entspricht dies in diesen zwölf Jahren einem Reallohnanstieg von 3,7 Prozent.
Lehrerlöhne sind real massiv gesunken - [LehrerInnen werden weggespart]
Eine Aufschlüsselung nach Berufsgruppe und Alter zeigt jedoch: In sehr vielen Berufen sind die Löhne während zwölf Jahren kaum oder gar nicht gestiegen. In einigen sogar merklich gesunken. Einige Lohnentwicklungen überraschen dabei besonders: So herrscht bei Lehrkräften ein Fachkräftemangel. Doch ihre Reallöhne sind von 2012 bis 2024 gesunken. Bei den Jungen nur geringfügig. In den Altersgruppen 30 bis 49 und Ü50 hingegen um jeweils über 7 Prozent.
Beim Staat zu arbeiten, heisst also nicht per se, jeweils von einer besseren Lohnentwicklung zu profitieren als Angestellte in der Privatwirtschaft. Der Grund: Viele Kantone haben die Lohnskalen bei Lehrern aus Spargründen über Jahre nicht oder nur ungenügend an die Teuerung angepasst. Anders in den in der öffentlichen Verwaltung: Hier legten die Reallöhne um 6,7 Prozent zu.
[Gift-Pharma gibt hohe Löhne - als Angestellte/r im Durchschnitt 10.000 Franken]
Erstaunlich ist zudem, dass die Produktionslöhne in der Chemiebranche real stagniert haben und in der Pharmabranche real sogar um 1,4 Prozent gesunken sind. Angestellte in der pharmazeutischen Produktion verdienten 2024 im Mittel gut 10'000 Franken.
Bürokräfte mit Kundenkontakt mit grossen Einbussen - [Handelsvertreter mit Auto verlieren Lohn]
Sehr schlecht lief es für Bürokräfte mit Kundenkontakt: In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen sanken die Reallöhne innert zwölf Jahre um über zehn Prozent. Ursache dürfte hier ein Strukturwandel sein. Viele Dienstleister haben ihr Filialnetz ausgedünnt. Zudem wurde der direkte Kundenkontakt vielerorts durch einen telefonischen Kundenservice ersetzt, der nun wiederum von KI und Chatbots bedroht wird.
[Security-Schlägertypen verlieren Lohn - weil es immer mehr Schlägertypen gibt]
Markante Lohneinbussen mussten auch private Sicherheitsleute verkraften: Bei den unter 29-Jährigen tauchten die Reallöhne innert zwölf Jahren um beinahe 15 Prozent. Bei den älteren noch zwischen 7 und 9,6 Prozent. Hier dürften sich vor allem die tiefen Einstiegshürden für Beschäftigte und der starke Wettbewerb negativ auf die Löhne auswirken.
Branchen mit erfreulicher Lohnentwicklung
Es gibt aber durchaus Branchen mit einer positiven bis sehr positiven Lohnentwicklung: Im Maschinenbau, Tiefbau, Detailhandel, Grosshandel, bei Garagisten, in der Hotellerie und Gastronomie ging es real zwischen 5,7 und mehr als 7 Prozent nach oben. Der Hochbau hinkt mit 3,5 Prozent etwas hinterher. Besonders positiv waren die Reallohnentwicklungen bei Reisebüros (+13,7 Prozent), Versicherungen (+10,4 Prozent) oder in der Uhrenindustrie (+10,4 Prozent).
In einigen Berufen haben sich die Löhne auch je nach Altersgruppe sehr unterschiedlich entwickelt: Bei Ü50-jährigen Betriebswirten legten die Reallöhne um über 8 Prozent zu, während sie bei den Jüngeren nur leicht wuchsen. Bei Verkaufskräften ist es genau umgekehrt: Hier stiegen die Löhne der U29-Jährigen um knapp 5 Prozent. Bei den Elektrikern legten die Reallöhne der Jüngeren um fast 9 Prozent zu.
Erfreulich auch die Entwicklung der Reallöhne von Führungskräften in der Hotellerie und bei Restaurants, die bei den U29-Jährigen und den Ü50-Jährigen um über zehn Prozent hochgingen.
Lohn am 5.5.2026:
Knochenarbeit: Trotz Stress und tiefem Lohn: Diese Jobs machen am zufriedensten
https://www.20min.ch/story/knochenarbeit-trotz-stress-und-tiefem-lohn-diese-jobs-machen-am-zufriedensten-103557493
Fabian Pöschl -- Harte Arbeit zum Wohl der Gesellschaft: Die Pflegebranche erreicht den höchsten Zufriedenheitswert in der Schweiz. Am wenigsten erfüllend sind Jobs in der Administration.
-- Laut einer Umfrage ist die Arbeitszufriedenheit in der Pflegebranche in der Schweiz am grössten.
-- Die Pflegebranche erreicht einen Gesamtwert von 3,9 von 5 Punkten – trotz hartem Alltag.
-- Gleichzeitig schlägt die Gewerkschaft Unia Alarm: Der Nationalrat verweigerte vergangene Woche bessere Arbeitsbedingungen für Pflegende.
Unregelmässige Arbeitszeiten, grosse Belastung und ein tiefer Lohn: Die Arbeit in der Pflege ist hart, bekommt aber wenig Wertschätzung. Der Applaus in der Corona-Krise fürs Pflegepersonal war nicht nachhaltig.
So erstaunt es nicht, dass der Fachkräftemangel in der Pflege am grössten ist. Es fehlen bereits Tausende Pflegefachpersonen, und die Lücke wird immer grösser. Eine diplomierte Pflegefachkraft bekommt einen Lohn von durchschnittlich 84'000 Franken brutto pro Jahr. Mittlerweile stammt mehr als jede dritte Pflegefachkraft aus dem Ausland, wie der «Infosperber» schreibt. Vier von fünf ausländischen Gesundheitsfachpersonen kommen aus benachbarten Ländern, vor allem aus Deutschland.
Umso mehr überrascht das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Pflegebranche (siehe Box), wonach die Arbeitszufriedenheit bei Pflegeberufen in der Schweiz am grössten ist. Acht von zehn Beschäftigten in der Pflegebranche sind überzeugt, dass sie mit ihrer Arbeit zum Wohl der Gesellschaft beitragen. Ähnlich hohe Werte erreichten nur die Branchen Erziehung/Bildung (78 Prozent) und Sozialarbeit (77 Prozent).
So entstand die Umfrage
Für die Umfrage befragte das Forschungsinstitut Sotomo im März mehr als 4300 Erwerbstätige und Pensionierte in der Schweiz. Die Studie wurde im Rahmen der Kampagne «Mach Karriere als Mensch» durchgeführt. Die Kampagne soll die Vorzüge der Ausbildungen und Berufe in der stationären und ambulanten Langzeitpflege hervorheben. Dahinter stehen die Trägerorganisationen Artiset (Föderation der Dienstleister für Menschen mit Unterstützungsbedarf), Spitex Schweiz und Odasanté (Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit). Unterstützt wird sie vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation.
Bei der Umfrage gaben die 4300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, dass ihnen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben am wichtigsten ist, gefolgt von abwechslungsreichen und anspruchsvollen Aufgaben sowie der Möglichkeit, Positives zu bewirken. Der Lohn kommt erst an vierter Stelle.
Besondere Bedeutung für die Erfüllung im Arbeitsleben kommt neben der Zufriedenheit auch dem Berufsstolz zu: Fast die Hälfte der Erwerbstätigen gibt an, bei der Arbeit viel oder sehr viel Stolz zu empfinden. Besonders hoch war dieser Wert wiederum in Pflegeberufen.
In diesen Jobs ist die Zufriedenheit gross
Den höchsten Gesamtwert erzielt die Pflegebranche mit 3,9 von fünf möglichen Punkten. Auch im Handwerk, auf dem Bau und in der Landwirtschaft ist die berufliche Erfüllung besonders gross. Am anderen Ende sind Jobs in der Administration, Organisation und Buchhaltung (siehe Tabelle).
Doch wie erklären sich die Auftraggeber der Studie den Fachkräftemangel in der Pflege, wenn die Zufriedenheit so gross ist? Welche Rolle spielen die harten Arbeitsbedingungen und der geringe Lohn? Auf Nachfrage sagt eine Sprecherin der Organisationen Artiset, Spitex Schweiz und Odasanté, der Pflegeberuf sei anspruchsvoll und gleichzeitig abwechslungsreich. «Viele Pflegende empfinden diese Vielfalt und die Nähe zu den Klientinnen und Bewohnenden als sinnstiftend und bereichernd.»
Sie räumt aber ein, dass es einen «ganz klar grossen Fachkräftemangel gibt». Bund und Kantone investierten deshalb mit der seit 2024 in Kraft befindlichen Ausbildungsoffensive rund eine Milliarde Franken in die Ausbildung von Pflegefachpersonen, einschliesslich der Unterstützung der Löhne während der Ausbildung.
Politik gegen Verbesserungen
Allerdings verweigerte der Nationalrat erst vergangene Woche bessere Arbeitsbedingungen für Pflegende, etwa eine Senkung der Arbeitszeit auf 45 Stunden. Jetzt liegt es am Ständerat, ob die vom Volk angenommene Pflegeinitiative umgesetzt werden soll.
Die Unia schlägt deshalb Alarm. Die Situation in Heimen, Spitex und Spitälern sei dramatisch. Die Gewerkschaft warnt bereits vor einem Care-Streik im kommenden Jahr.
Lohn Schweiz am 8.5.2026: Die offizielle Mittelschicht-Einkommen - mit Armut am unteren Rand ohne Ferien:
Mitte der Gesellschaft: Mit diesem Lohn gehörst du zur mittleren Einkommensgruppe
https://www.20min.ch/story/mitte-der-gesellschaft-mit-diesem-lohn-gehoerst-du-zur-mittleren-einkommensgruppe-103559780
Fabian Pöschl -- Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung zählt zur Einkommensmitte. Doch in der unteren Mitte haben viele Mühe mit unerwarteten Rechnungen und verzichten auf Ferien.
In der Schweiz gehören 55,2 Prozent der Bevölkerung zur mittleren Einkommensgruppe.
Das Bundesamt für Statistik definiert die Einkommensmitte für Alleinlebende als Bruttohaushaltseinkommen zwischen 4228 und 9061 Franken pro Monat.
Trotz guter Wohnsituation können 25 Prozent der unteren Mitte eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken nicht begleichen.
In der Schweiz gehören 55,2 Prozent der Bevölkerung zur mittleren Einkommensgruppe. Allerdings gibt es eine grosse Spanne, mit welchem Lohn man zu dieser Gruppe zählt.
Die Einkommensmitte umfasst gemäss Definition des Bundesamts für Statistik (BFS) folgende monatlichen Bruttohaushaltseinkommen:
Alleinlebende: 4228 bis 9061 Franken
Paare mit zwei Kindern unter 14 Jahren: 8880 bis 19'028 Franken
Wegen der grossen Spanne unterteilt das BFS die Mitte der Gesellschaft auch in eine untere und obere mittlere Einkommensgruppe. Die Grenze liegt dabei wie folgt:
Alleinlebende: 6041 Franken
Paare mit zwei Kindern unter 14 Jahren: 12'685 Franken
Die mittlere Einkommensgruppe ist in der Bevölkerung im Zeitraum von 1998 bis 2023 weitgehend stabil vertreten gewesen, wie das BFS schreibt. Am stärksten vertreten war diese Gruppe im Jahr 2009 mit einem Anteil von 61,3 Prozent der Bevölkerung, am schwächsten im Jahr 2018 mit 54,4 Prozent. Über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg stellt das BFS jedoch keine signifikante Veränderung der mittleren Einkommensgruppe fest.
So wohnt die Einkommensmitte
In der Schweiz weist die Einkommensmitte generell eine gute Wohnsituation auf. Probleme wie eine überbelegte Wohnung betreffen sie weniger stark als einkommensschwache Personen. Die übermässige Belastung durch Wohnkosten betrifft aber auch die Mitte der Gesellschaft: Im Jahr 2024 waren 10,5 Prozent der unteren Mitte mit Wohnkosten von über 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens konfrontiert. In der oberen Mitte gaben nur 3,5 Prozent mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Wohnkosten aus.
Finanzielle Engpässe in der unteren Mitte
Auch in anderen Bereichen reichen finanzielle Schwierigkeiten bis in die Einkommensmitte hinein. So lebten im Jahr 2024 in der unteren Mitte 25 Prozent in Haushalten, die nicht in der Lage waren, eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken zu begleichen. In der oberen Mitte war dies nur bei 10,9 Prozent der Fall. 14,1 Prozent der unteren Mitte und 5,9 Prozent der oberen Mitte schätzten die Fähigkeit ihres Haushaltes, bis zum Monatsende finanziell über die Runden zu kommen, als schwierig oder sehr schwierig ein.
11 Prozent der unteren Mitte verzichten auf Ferien
Während 11,1 Prozent der unteren Mitte aus finanziellen Gründen nicht in die Ferien fahren konnten, betraf dies in der oberen Mitte nur 3,1 Prozent. Umso weniger überrascht es, dass die Zufriedenheit mit der finanziellen Situation des Haushaltes in der unteren Mitte wesentlich geringer ausfiel als in der oberen: 10,6 Prozent der Personen erklärten sich (eher) unzufrieden, gegenüber 3,7 Prozent in der oberen Mitte.
https://www.20min.ch/story/dank-provisionen-mega-lohn-bei-krankenkasse-vertreter-soll-700-000-fr-kassieren-103565551Helsana-Generalagent: Versicherungsvertreter soll 700'000 Franken kassieren
Fabian Pöschl -- Ein Generalagent der Helsana verdiente 2025 rund 700'000 Franken. Ein Experte fordert nun Provisionen bei hoher Kundenzufriedenheit.
Ein Generalagent der Helsana soll laut Berichten im vergangenen Jahr rund 700'000 Franken verdient haben.
Die Krankenkasse bestreitet die Zahl nicht, macht aber keine Angaben dazu, wie das Einkommen zustande kommt.
Comparis-Experte Felix Schneuwly kritisiert das Provisionsmodell.
Dank Provisionen: Mega-Lohn bei Krankenkasse: Vertreter soll 700'000 Fr. kassieren
Ein Generalagent der Helsana verdiente 2025 rund 700'000 Franken. Ein Experte fordert nun Provisionen bei hoher Kundenzufriedenheit.
Darum gehts
Ein Generalagent der Helsana soll laut Berichten im vergangenen Jahr rund 700'000 Franken verdient haben.
Die Krankenkasse bestreitet die Zahl nicht, macht aber keine Angaben dazu, wie das Einkommen zustande kommt.
Comparis-Experte Felix Schneuwly kritisiert das Provisionsmodell.
Die hohen Gesundheitskosten sind das grösste Sorgenthema im Land. Nächstes Jahr steigen die Krankenkassenprämien laut einer ersten Prognose erneut um durchschnittlich 3,7 Prozent. Die Löhne der Krankenkassenchefs sind deshalb auch in der Politik ein vieldiskutiertes Thema. Doch auch die Makler bekommen stolze Löhne. Ein Generalagent der Helsana erhielt im vergangenen Jahr rund 700'000 Franken, wie das Finanzportal «Inside Paradeplatz» kürzlich berichtete.
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Die Krankenkasse bestreitet die Höhe der Vergütung auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» nicht. Wie ein solches Einkommen zustande kommen könnte und ob weitere Mitarbeiter solche Gehälter beziehen, wollte sie der Zeitung aber nicht sagen. Sie betont, dass das Vergütungssystem der geltenden Regulierung entspreche, die der Bundesrat genehmigt habe.
So hoch ist die Provision pro Vertrag
Versicherungsvermittler bekommen demnach für Grundversicherungsverträge eine fixierte Provision von 70 Franken. Bei Zusatzversicherungen sind die Provisionen aber deutlich höher, da sie dort teurere Zusatzleistungen verkaufen können, wie eine Halbprivat- oder eine Privatspitalversicherung.
So können die Versicherungsvertreter gemäss der vom Bundesrat genehmigten Branchenvereinbarung bis zu 16 Monatsprämien für jeden Vertragsabschluss bekommen. Die Obergrenze ist der übliche Standard, wie die Zeitung unter Bezug auf verschiedene Quellen schreibt.
Experte fordert Provision für Kundenzufriedenheit
Krankenkassenexperte Felix Schneuwly vom Vergleichsportal Comparis kritisiert deshalb die festgelegte Obergrenze: «Die guten Versicherungsvermittler wollen für jene Kassen mit den höchsten Provisionen arbeiten – da kann es sich kein Unternehmen erlauben, die Provisionen tiefer anzusetzen.»
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Versicherungsvermittler hätten ein finanzielles Interesse daran, teure Versicherungen zu verkaufen. Das sei aber für die Kundinnen und Kunden nicht in jedem Fall die beste Lösung. Schneuwly fände deshalb eine Provision gut, bei der die Kundenzufriedenheit über einen längeren Zeitraum berücksichtigt würde.
KI und die Folgen im Kanton Zug (Schweiz) am 26.6.2026: Spitzenpersonal reicher Firmen wird arbeitslos - maximales Arbeitslosengeld von 9880 Franken pro Monat:
Jetzt gehen Spitzenverdiener in Zug stempeln – und kassieren ab
https://www.nau.ch/news/schweiz/jetzt-gehen-spitzenverdiener-in-zug-stempeln-und-kassieren-ab-67142844
Fototexte:
Der Hauptsitz von Glencore, dem wohl bekanntesten Rohstoffhändler im Kanton Zug.
Der Kanton Zug ist bekannt für seine hohen Löhne und seine tiefen Steuern.
Aufgrund der sich ändernden Wirtschaftslage melden sich in Zug nun aber immer mehr Spitzenverdiener arbeitslos.
Der Artikel:
Stephan Felder -- Region Zug -- Im Kanton Zug melden sich vermehrt Führungskräfte und hoch qualifizierte Fachkräfte arbeitslos. Das treibt die Kosten der Arbeitslosenversicherung in die Höhe.
Das Wichtigste in Kürze
In Zug verlieren zunehmend Kaderleute und gut qualifizierte Fachkräfte ihre Stelle.
Betroffene erhalten oft die maximale Arbeitslosenentschädigung von 9880 Franken pro Monat.
Als Gründe gelten unter anderem Firmenumbauten [aufgrund von KI] und die schwächere Konjunktur.
Zug gilt seit Jahren als Hochburg für Toplöhne und tiefe Steuern.
Doch nun zeigt sich am Arbeitsmarkt eine neue Entwicklung: Immer häufiger landen ausgerechnet gut bezahlte Fach- und Führungskräfte bei der Arbeitslosenversicherung.
Der Wirtschaftsstandort Zug beherbergt zahlreiche internationale Unternehmen aus den Bereichen Finanzen, Rohstoffhandel, Pharma und Technologie.
Löhne von über 20'000 Franken pro Monat
Entsprechend hoch sind die Einkommen vieler Beschäftigter. Ein überdurchschnittlich grosser Teil der Erwerbstätigen verdient monatlich mehr als 20'000 Franken.
Doch: Auch in diesem Umfeld sind Stellen nicht mehr garantiert. Die Zuger Behörden stellen fest, dass zunehmend hoch qualifizierte Arbeitskräfte auf Stellensuche sind.
Auffällig ist dabei die Zahl von Personen aus dem höheren Kader, die sich arbeitslos melden. Besonders betroffen sind Beschäftigte aus Branchen wie Banken, Pharma oder dem Rohstoffhandel.
Einen einzelnen Wirtschaftszweig, der für die Entwicklung verantwortlich wäre, sehen die Behörden allerdings nicht. Darüber berichtet der «Blick» unter Berufung auf Angaben der Zuger Arbeitslosenkasse.
Für die Arbeitslosenversicherung hat das direkte Folgen. Wer seine Stelle verliert, erhält grundsätzlich während einer begrenzten Zeit 70 bis 80 Prozent des versicherten Lohnes.
Knapp 10'000 Franken Entschädigung für einen Arbeitslosen
Allerdings ist dieser nach oben gedeckelt. Der maximal versicherte Monatslohn beträgt 12'350 Franken, was zu einer maximalen Entschädigung von rund 9880 Franken pro Monat führt. Gerade in Zug erreicht diese Obergrenze viele Betroffene.
Warum verlieren ausgerechnet Topverdiener ihre Jobs?
Häufig begründen Unternehmen Stellenstreichungen mit Reorganisationen. Dahinter stehen oft Umstrukturierungen oder Sparprogramme.
Hinzu kommen schwierigere wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Die starke internationale Ausrichtung des Kantons macht ihn anfällig für geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und eine schwächere Weltkonjunktur. Diese Faktoren wirkten sich zunehmend auf den lokalen Arbeitsmarkt aus.
Auch für Akademiker und hoch qualifizierte Fachkräfte hat sich die Lage verschlechtert. Nach Jahren mit sehr tiefer Arbeitslosigkeit gestaltet sich die Stellensuche anspruchsvoller.
Unternehmen agieren bei Neueinstellungen zurückhaltender, während gleichzeitig immer mehr Hochschulabsolventen auf den Arbeitsmarkt drängen.
Veränderungen werden in Zug besonders schnell sichtbar
Zusätzlichen Druck erzeugt die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Eine Studie der Konjunkturforschungsstelle KOF zeigt eine Verschlechterung der Lage in bestimmten Berufsfeldern.
Betroffen sind insbesondere Tätigkeiten, die stark vom Einsatz künstlicher Intelligenz beeinflusst werden. Dazu zählen etwa Informatik- oder Marketingberufe.
Gerade diese wissensintensiven Tätigkeiten sind im Kanton Zug besonders stark vertreten. Entsprechend werden die Veränderungen dort früher und deutlicher sichtbar als in anderen Regionen der Schweiz.
Lohn in der Schweiz am 21.7.2026: Bademeisterin auf dem Dorf für 6000 Franken brutto:
Tabea (28) überwacht das Freibad für 6500 Euro im Monat: "Mein Lohn ist mega fair"
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/tabea-28-%C3%BCberwacht-das-freibad-f%C3%BCr-6500-euro-im-monat-mein-lohn-ist-mega-fair/ar-AA27Xcaf
Luca Wolkstein -- Eigentlich macht Tabea Graf (28) aus dem Schweizer Örtchen Oberengstringen ihren Bachelor in Umweltingenieurwesen, die Sommersaison bringt ihr in Form eines Ferienjobs aber berufliche Abwechslung: Von Mitte April bis ungefähr Ende September jobbt sie als Bademeisterin im Freibad.Sie kann sich auch vorstellen, die Stelle über das Studium hinaus zu behalten, sagt sie gegenüber dem „Tagesanzeiger“. Kein Wunder, bei einem monatlichen Gehalt von 6000 Franken (circa 6500 Euro).
„Nachvollziehbar“: Als Bademeisterin verdient Tabea (28) circa 6500 Euro im Monat
Weniger dürfte es auch nicht sein: „Ich finde meinen Lohn sogar mega fair und absolut nachvollziehbar“, erklärt Graf dem „Tagesanzeiger“. Neben der Aufsicht der Schwimmbecken kommen Wasserkontrollen, Betreuung der Technik, Reinigung der Anlagen und administrative Aufgaben hinzu. Auch Sonn- und Feiertage muss sich die Studentin freiräumen, mit 100 Franken pro Tag (circa 108 Euro) winkt allerdings ein saftiger Bonus.
Auf Kontinuität kann sich die 28-Jährige jedoch nicht verlassen. Je nach Wetter würde die Gästezahl naturgemäß deutlich schwanken, und dadurch auch ihre Arbeitszeiten. Bei Sonnenschein „kann es vorkommen, dass ich zehn bis zwölf Stunden am Stück auf der Anlage verbringe. Wenn hingegen über mehrere Tage schlechtes Wetter herrscht [...] schliessen wir das Bad auch mal um 14 Uhr.“
Aufmüpfige Gäste besonders bei Hitze
Schwerwiegende Verletzungen hätte sie nur selten erlebt, Situationen wie Schürfwunden oder auch Bienenstiche seien an der Tagesordnung. Und auch wenn sie ihren Job liebt, mit einigen Badegästen gerät Graf dann doch mal aneinander: Besonders bei Hitze sei zu spüren, dass manche sie weniger gut vertragen und nachts schlechter schlafen. Das würde Diskussionen provozieren.
Gezwungen hohe Löhne: Bäder kämpfen um Personal
Wie ein weiterer Bericht des „Tagesanzeigers“ aufzeigt, herrscht in den Schweizer Badeanstalten seit Jahren ein enormer Mangel an qualifiziertem Personal. Bereits 2023 fehlten landesweit circa 100 Bademeister, erklärt der SRF. Zwar habe sich die Lage wieder etwas entspannt, dennoch hoffen die Bäder weiterhin auf Zulauf.
Auch hierzulande fehlen bundesweit rund 3000 Fachkräfte, so der „Deutschlandfunk“. Besonders die Kombination aus hoher Verantwortung und unregelmäßigen Arbeitszeiten macht es extrem schwierig, an Arbeitskräfte zu kommen.
Um den Betrieb zu garantieren und Schließungen mitten im Sommer verhindern zu können, sind Gemeinden und Betreiber häufig gezwungen, finanziell nachzubessern. Attraktive Löhne und Boni für Wochenendschichten sind oft die einzige Möglichkeit, an heißen Sommertagen überhaupt Personal stellen zu können.
https://www.20min.ch/story/dr-habib-ich-habe-nicht-elf-jahre-studiert-um-gratis-zu-arbeiten-103604775
Zitat:
«Die meisten von uns arbeiten zehn Stunden am Tag und rechnen sieben ab. Ich habe nicht elf Jahre studiert, um gratis zu arbeiten.»
Zitat:
"Grosse Einkommensunterschiede
Die aktuellsten umfassenden Einkommensdaten stammen aus einer BAG-Studie von 2018, die AHV-Daten aus den Jahren 2009 bis 2014 auswertete. Demnach lag das mediane AHV-pflichtige Einkommen aller Fachärztinnen und Fachärzte bei 190’577 Franken pro Jahr. Je nach Fachgebiet zeigen sich jedoch grosse Unterschiede: Gastroenterologinnen und Gastroenterologen erzielten mit 381’466 Franken das höchste Medianeinkommen, während Hausärztinnen und Hausärzte der Allgemeinen Inneren Medizin mit 168’618 Franken zu den am tiefsten entlöhnten Fachrichtungen gehörten."
Der Artikel:
Die Schweiz steuert auf einen Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten zu. Linda Habib erlebt die Folgen bereits heute: volle Sprechstunden und immer mehr Arbeit neben den Patientinnen und Patienten. Trotzdem würde die 33-Jährige ihren Beruf jederzeit wieder wählen.
Carolin Teufelberger
von
Carolin Teufelberger
Die Schweiz steuert laut dem Ärzteverband FMH auf einen Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten zu.
Hausärztin Linda Habib bekommt dies jeden Tag in der Praxis zu spüren. Sie habe kaum Zeit für komplexe Fälle und müsse immer wieder Patientinnen und Patienten ablehnen.
Damit die Grundversorgung auch in Zukunft funktioniert, braucht es laut der 33-Jährigen mehr als nur neue Ärztinnen und Ärzte – es brauche bessere Arbeitsbedingungen.
«Ich wollte schon als Kind Hausärztin werden, um für Menschen da zu sein», sagt Linda Habib. Seit einigen Monaten arbeitet die 33-Jährige in einer Gruppenpraxis in Grenchen. Sie hört zu, untersucht, erklärt, beruhigt, verschreibt Medikamente, näht Wunden, telefoniert mit Spezialistinnen und beantwortet E-Mails aus Altersheimen – und muss immer wieder neue Patientinnen und Patienten abweisen.
«Das tut weh», sagt sie. «Aber wenn ich zu jedem Ja sage, habe ich irgendwann keinen Platz mehr für kurzfristige Termine und Notfälle.» Ein Hausarzt, bei dem man drei Wochen auf einen Termin warten müsse, sei kein Hausarzt mehr. «Wer eine Wunde hat oder mit hohem Fieber im Bett liegt, kann nicht warten», erklärt sie, während sie sich die Hände desinfiziert, bevor sie ins Wartezimmer tritt.
Hausärztin Linda Habib (33) behandelt täglich etwa 20 Menschen, trotzdem muss sie immer wieder Patientinnen und Patienten abweisen, weil die Praxis schlicht keinen Platz mehr habe.
Hausärztin Linda Habib (33) behandelt täglich etwa 20 Menschen, trotzdem muss sie immer wieder Patientinnen und Patienten abweisen, weil die Praxis schlicht keinen Platz mehr habe.20min/Carolin Teufelberger
«Frau Meier?» Eine ältere Frau erhebt sich langsam von ihrem Stuhl und folgt Linda Habib ins Sprechzimmer. Ein kurzer Händedruck, ein freundliches Lächeln, dann schliesst sich die Tür. Die nächsten 30 Minuten gehören ihr. Eine Ausnahme, die meisten Ärztinnen und Ärzte hätten mittlerweile nur 15 Minuten Zeit. «Sonst wäre die Lage noch schlimmer.»
Schweiz steuert auf Mangel in Grundversorgung zu
Habibs Erfahrungen passen zu den Zahlen der jüngsten Ärztestatistik des Dachverbands FMH. Ein Viertel der Ärzteschaft ist bereits über 60 Jahre alt, jede dritte Hausarztpraxis nimmt keine neuen Patientinnen und Patienten mehr auf. Während die Schweizer Bevölkerung älter wird und der medizinische Bedarf steigt, fehlen ausgerechnet jene Ärztinnen und Ärzte, die für viele Menschen die erste Anlaufstelle sind.
Der Mangel verändere auch den Blick auf jene, die bereits vor der Tür stehen. Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen oder psychiatrischen Diagnosen brauchten besonders viel Zeit. «Es ist schlimm, das zu sagen», sagt Habib. «Aber an einem anstrengenden Tag, wenn sehr komplexe Patienten aufeinander folgen, denke ich zuerst: Oh nein.» Nicht, weil sie diese nicht behandeln wolle. Im Gegenteil, diese seien fachlich häufig spannend. Sondern weil sie wisse, dass die Zeit dafür eigentlich nicht da sei. «Und genau diese Menschen, die ihn am dringendsten brauchen, finden am schwierigsten einen Hausarzt.»
Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen oder psychischen Problemen bräuchten am dringendsten einen Hausarzt, fänden gleichzeitig aber am schwierigsten einen.
Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen oder psychischen Problemen bräuchten am dringendsten einen Hausarzt, fänden gleichzeitig aber am schwierigsten einen.20min/Carolin Teufelberger
Der Grund dafür liege für die 33-Jährige nicht darin, dass junge Ärztinnen und Ärzte den Beruf nicht mehr ausüben wollten. Rund 40 Prozent der Studierenden entscheiden sich laut FMH weiterhin für eine Grundversorgerdisziplin. «Wir bilden schlicht generell zu wenige Ärztinnen und Ärzte aus», sagt sie.
Das sagt die FMH
Die Schweiz bildet laut FMH weiterhin zu wenige Ärztinnen und Ärzte aus. Pro Jahr schliessen hierzulande rund 1300 Studierende das Medizinstudium ab. Gleichzeitig werden jährlich mindestens 3200 neue Arztdiplome anerkannt, meist sogar rund 4000 – 72 Prozent davon stammen aus dem Ausland. Besonders spürbar sei der Mangel in der Grundversorgung mit Haus- und Kinderärztinnen und -ärzten. Zudem sind ländliche Regionen stärker betroffen als Städte, weil sich viele junge Ärztinnen und Ärzte eher für einen Wohn- und Arbeitsort in urbanen Gebieten entscheiden.
Das grösste Problem seien allerdings die zu wenigen Masterstudienplätze in Humanmedizin. Gleichzeitig fordert der Ärzteverband eine Weiterentwicklung des Zulassungsverfahrens. Der Numerus clausus prüfe vor allem kognitive Fähigkeiten, sage aber wenig darüber aus, ob jemand später eine gute Ärztin oder ein guter Arzt werde. Fähigkeiten wie Sozialkompetenz, Kommunikationsstärke oder emotionale Intelligenz seien für den Berufsalltag ebenso wichtig.
Zukunft gehört den Gruppenpraxen
Gleichzeitig habe sich das Berufsbild verändert. «Früher führte oft ein Arzt allein die Praxis, arbeitete weit über 100 Prozent und hatte zuhause eine Frau, die ihm den Rücken freihielt», erklärt Habib. «Das funktioniert aber heute so nicht mehr, worüber ich sehr froh bin.» Sie lacht, doch hinter dem Satz steht eine ernsthafte strukturelle Frage: Wie muss eine Hausarztpraxis organisiert sein, damit junge Ärztinnen und Ärzte dort langfristig arbeiten wollen?
Die Hausarztmedizin werde weiblicher, sagt Habib. Viele berufstätige Ärztinnen hätten Kinder, Partnerschaften, Engagements in Vereinen oder andere Projekte. Dasselbe gelte zunehmend für Männer. «Niemand mehr will 120 Prozent arbeiten.» Für Habib ist deshalb klar: Die Einzelpraxis hat ausgedient, die Zukunft gehört den Gruppenpraxen. Zudem bleibe viel Arbeit unsichtbar. Telefonate mit Spezialisten, Berichte für Versicherungen oder das Koordinieren komplexer Behandlungen passierten oft über Mittag oder nach Feierabend. «Die meisten von uns arbeiten zehn Stunden am Tag und rechnen sieben ab. Ich habe nicht elf Jahre studiert, um gratis zu arbeiten.»
Sie habe studiert, um so zu werden wie der jurassische Landarzt, bei dem sie einen Monat lang ein Praktikum machte. Er machte Hausbesuche, betreute das Altersheim, war Schularzt, versorgte Wunden und behandelte Notfälle. «Es wurde ihm nie langweilig», erinnert sich Habib. «Da wusste ich: Ich will nicht einfach Hausärztin sein. Ich will genau diese Art von Hausärztin sein.»
«Wer ist bereit, jeden zweiten Tag Notfalldienst zu machen?»
Die spannende Hausarztmedizin finde nämlich nicht in der Stadt statt. Dort sei der Chirurg gleich nebenan, das Röntgeninstitut um die Ecke, für fast jedes Problem gebe es eine Spezialistin oder einen Spezialisten. Auf dem Land müsse man viel mehr selbst können. Während ihrer Zeit in Zermatt habe Habib Kindernotfälle behandelt, viele Sportverletzungen versorgt, Ultraschall durchgeführt und Entscheidungen getroffen, die in einer Stadt längst weiterüberwiesen worden wären. «Die Vielfalt ist viel grösser.»
Dann macht sie eine kurze Pause. «Aber wer ist bereit, jede zweite Nacht Notfalldienst zu machen?» In Zermatt zum Beispiel habe sie tagsüber in der Praxis gearbeitet, nachts habe sie Pikett gehabt. Am nächsten Morgen sei es weitergegangen. Neun Monate habe sie das durchgehalten. «Dann wusste ich: So geht es nicht.» Genau darin sieht sie das Dilemma der Grundversorgung. Gerade dort, wo Medizin am vielseitigsten sei und die Menschen am dringendsten Hausärztinnen und -ärzte bräuchten, seien die Arbeitsbedingungen oft am schwierigsten.
Als Gesundheitsministerin würde Linda Habib Hausärztinnen und Hausärzte finanziell besserstellen, die Zusammenarbeit mit Pflegefachpersonen ausbauen und stärker auf Prävention setzen.
Als Gesundheitsministerin würde Linda Habib Hausärztinnen und Hausärzte finanziell besserstellen, die Zusammenarbeit mit Pflegefachpersonen ausbauen und stärker auf Prävention setzen.20min/Carolin Teufelberger
Fragt man Habib deshalb, was sie als Gesundheitsministerin als Erstes ändern würde, kommt die Antwort erstaunlich schnell. Hausärztinnen und Hausärzte müssten fairer bezahlt werden, sagt sie. Sie hätten gleich lange studiert wie andere Spezialistinnen und Spezialisten, verdienten aber nur einen Bruchteil. «Wir brauchen keine Spitzenlöhne, aber die Diskrepanz ist zu gross.» Gleichzeitig müsse die Grundversorgung auf mehrere Schultern verteilt werden. Pflegefachpersonen und speziell ausgebildete Praxisassistentinnen könnten einen Teil der Betreuung übernehmen, damit Hausärztinnen mehr Zeit für komplexe Fälle hätten. Zuletzt müsse Prävention denselben Stellenwert erhalten wie die Behandlung. «Wir warten oft, bis Menschen krank sind», sagt sie. «Dabei müssten wir viel früher ansetzen.»
Grosse Einkommensunterschiede
Die aktuellsten umfassenden Einkommensdaten stammen aus einer BAG-Studie von 2018, die AHV-Daten aus den Jahren 2009 bis 2014 auswertete. Demnach lag das mediane AHV-pflichtige Einkommen aller Fachärztinnen und Fachärzte bei 190’577 Franken pro Jahr. Je nach Fachgebiet zeigen sich jedoch grosse Unterschiede: Gastroenterologinnen und Gastroenterologen erzielten mit 381’466 Franken das höchste Medianeinkommen, während Hausärztinnen und Hausärzte der Allgemeinen Inneren Medizin mit 168’618 Franken zu den am tiefsten entlöhnten Fachrichtungen gehörten.
Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht bald verbesserten, würden noch viel mehr Hausärztinnen und Hausärzte aufhören, als das jetzt schon der Fall sei. «Einige sind schon am Limit und machen das alles nur noch, weil sie hoffen, dass sich bald etwas ändert.»
Von der Sprechstunde auf die Bühne
Trotz allem spricht Habib fast ausschliesslich mit Begeisterung über ihren Beruf. Dafür sorgten vor allem die Menschen und ihre Geschichten. «Man bekommt einen privilegierten Platz im Leben der Patientinnen und Patienten.» Sie erzählten Dinge, die sie vielleicht noch nie jemandem erzählt hätten. «Und ich lerne genauso viel von ihnen, wie sie vielleicht von mir.»
Linda Habib sei Hausärztin geworden, weil sie Menschen nicht nur behandeln, sondern über Jahre begleiten wollte – und weil kein anderes Fach so vielfältig sei.
Linda Habib sei Hausärztin geworden, weil sie Menschen nicht nur behandeln, sondern über Jahre begleiten wollte – und weil kein anderes Fach so vielfältig sei.20min/Carolin Teufelberger
Gleichzeitig habe sie gelernt, dass sie einen Ausgleich brauche. Jeden Mittwoch zieht sie die weisse Kleidung aus und schlüpft in ein buntes Bühnenoutfit. «Ich singe und spiele in Musicals.» Dort zählten keine Tarife und keine Laborwerte, sondern Musik, Kreativität und Intuition. «Wenn ich das nicht hätte», sagt sie, «wäre ich wahrscheinlich nicht glücklich im Arbeitsleben.»
Im September endet Habibs Stellvertretung in Grenchen. Wo sie sich irgendwann niederlassen wird, wisse sie noch nicht. Angebote hätte sie genug. «Fast jede Praxis, in der ich bisher gearbeitet habe, wollte mich behalten.» Doch sie suche nicht einfach eine Stelle. «Ich suche eine Praxis, in der ich jene Hausärztin sein kann, die ich als Studentin im Jura kennengelernt habe und die mir gleichzeitig die nötige Flexibilität für mein nebenberufliches Engagement bietet.»
Kriminell hoher Lohn in schweizer Spitälern am 30.7.2026ca.: Chefärzte in schweizer Spitälern mit 500.000 bis 700.000 Franken PRO JAHR:
Überrissene Medizinerlöhne – Blick zeigt die Listen: So schröpfen Chefärzte das Gesundheitssystem
https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/other/%C3%BCberrissene-medizinerl%C3%B6hne-blick-zeigt-die-listen-so-schr%C3%B6pfen-chef%C3%A4rzte-das-gesundheitssystem/ar-AA28U5lg
Artikel von Simone Steiner -- Das Schweizer Gesundheitssystem steht unter Druck: Die Bevölkerung ächzt unter stetig steigenden Krankenkassenprämien, und gleichzeitig schreiben die Spitäler rote Zahlen. Trotzdem kassieren die Chefärzte, auch an öffentlichen Spitälern, stolze Löhne – und treiben die Gesundheitskosten weiter in die Höhe.
Wie viel die Kadermediziner tatsächlich verdienen, bleibt aber oft im Dunkeln. Blick hat bei knapp 20 öffentlichen Spitälern im ganzen Land nachgefragt – und stiess dabei auf erheblichen Widerstand. Viele Institutionen rückten die Informationen zu den Cheflöhnen nur widerwillig heraus. Einige machten auch auf wiederholte Nachfrage keinerlei Angaben.
Dennoch lässt sich nach der Recherche ein Bild zeichnen. Die Auswertung zeigt: Viele Chefärzte verdienen Hunderttausende Franken pro Jahr. Dabei übersteigt ihr Salär nicht selten jenes einer Bundesrätin (478'166 Franken)!
Diese Chefärzte sahnen richtig ab
Besonders gut verdienen die Mediziner im Kanton Zürich. Sowohl das Universitätsspital Zürich als auch das Kantonsspital Winterthur haben per Gesetz einen Lohndeckel von 1 Million Franken. Wie hoch die tatsächlich ausbezahlten Löhne sind, behalten die beiden Spitäler jedoch unter Verschluss. Das Universitätsspital Zürich weist lediglich darauf hin, dass die Löhne je nach Fachrichtung stark variieren würden.
Offener kommuniziert das Universitätsspital Basel. Dort erhält «weniger als eine Handvoll Chefärzte» einen Jahreslohn von rund 850'000 Franken, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilt. Die Löhne der Topmediziner der öffentlichen Spitäler könnten in Basel-Stadt künftig vom Kanton publiziert werden. Ein entsprechender SP-Vorstoss wurde vom Parlament gutgeheissen und liegt nun bei der Kantonsregierung.
Eine Offenlegungspflicht für Chefarztlöhne gibt es derzeit nur im Kanton Bern. Die letzte Erhebung zeigt: Im Jahr 2024 verdienten die beiden bestverdienenden Ärzte der Berner Listenspitäler mehr als 700'000 Franken. Weitere 15 Personen bekamen zwischen 600'000 und 700'000 Franken pro Jahr.
In einigen Spitälern sind die Löhne der Ärzteschaft auch im Geschäftsbericht aufgeführt. Aus dem entsprechenden Papier des Kantonsspitals Aarau geht hervor, dass 2024 neun Personen zwischen 600'000 und 700'000 Franken verdienten.
Auch im Report der Solothurner Spitäler finden sich interessante Angaben: Im Jahr 2024 erhielt dort eine Person mehr als 600'000 Franken. Im Kantonsspital Freiburg verdienten im vergangenen Jahr sieben Personen zwischen 500'000 und 600'000 Franken, so eine Sprecherin.
Oberste Ärztin: «Das ist unhaltbar!»
Damit ist klar: Während im Gesundheitswesen an allen Ecken gespart wird, leben einige Chefärzte in Saus und Braus. Yvonne Gilli (69), Präsidentin der Vereinigung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), findet dazu deutliche Worte: «Wenn Ärzte in öffentlichen Spitälern Millionengehälter zulasten der Sozialversicherung kassieren, ist das unhaltbar!» Die oberste Ärztin stört sich daran, dass «eine kleine Minderheit damit einen Reputationsschaden für die gesamte Branche» anrichte.
Auch der Gesundheitswissenschaftler Armin Gemperli (53) von der Universität Luzern verurteilt die Lohnexzesse. «Weder eine hoch qualifizierte Ausbildung noch eine grosse Verantwortung rechtfertigen solche horrenden Löhne», sagt er. Laut Gemperli müssten die Kantone die Subventionierung der Spitäler beenden. «Dadurch könnte der Druck steigen, die Kaderlöhne zu drosseln.»
Kritik kommt auch aus der Politik. SP-Nationalrätin Sarah Wyss (37) sagt: «Es ist nicht nachvollziehbar, dass einzelne Personen derart viel verdienen.» Die Baslerin fordert eine fairere Verteilung der Löhne innerhalb der Spitäler – «sodass auch die Pflegenden gerechter entschädigt werden». Zudem verlangt sie mehr Transparenz bei den Ärztesalären.
Bürgerliche verteidigen Spitzenlöhne
Rückendeckung erhalten die Kaderärzte von bürgerlicher Seite. FDP-Ständerat Damian Müller (41) sagt: «Ich wehre mich gegen ein pauschales Ärzte-Bashing.» Ärzte trügen eine grosse Verantwortung und erbrächten Spitzenleistungen. Zudem meint er: «Die Spitäler sollten ihre unternehmerische Freiheit behalten – verbunden mit mehr Transparenz gegenüber den Prämienzahlenden.»
Auch SVP-Ständerat Hannes Germann (69) stellt sich hinter die Kaderärzte. «Die Spitäler sind in der Verantwortung, die Löhne der Chefmediziner angemessen festzusetzen», sagt er. Mehr stören den Schaffhauser die hohen Löhne der Krankenkassen-CEOs. «Die Ärzte erbringen wenigstens einen medizinischen Mehrwert.»
Lohn in der Schweiz bei COOP am 17.8.2026: Verkäuferin mit 4500 Franken kann nichts sparen:
Coop-Angestellte verdient 4500 Franken: «Ganz ehrlich, ich finde meinen Lohn nicht fair»
https://www.tagesanzeiger.ch/coop-angestellte-verdient-4500-franken-lohn-ist-nicht-fair-785901185187
Felix Rüdiger -- Lisa Müller arbeitet im Verkauf und kann kaum etwas sparen. Sie erzählt, weshalb sie sich gegen mehr Sonntagsarbeit wehrt – und warum es ihr schwerfällt, immer freundlich zu bleiben.
«Ich weiss, dass ich mir keine Luftschlösser leisten kann, aber für ein normales Leben reicht es», sagt Lisa Müller (Name geändert).
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Hacker hacken Lohntabellen in der Schweiz:
Lohn der Radiologen in der Schweiz am 18.8.2026: Radiologen zocken die Schweiz mit 300.000 Franken pro Jahr ab:
300'000 Franken: Geheimdaten zeigen Radiologen-Löhne: Baume-Schneider ist empört
https://www.20min.ch/story/schwer-akzeptabel-geheimdaten-zeigen-radiologen-loehne-baume-schneider-ist-empoert-103619071
Fabian Pöschl -- Hacker stellen Löhne von Radiologen online. Der Bundesrat stört sich vor allem an umsatzgetriebenen Boni.
Die Westschweizer Radiologiefirma 3R wurde gehackt – geleakte Daten zeigen Millionenumsätze und Luxuslöhne.
Angestellte Radiologen erhalten 300’000 Franken Bruttolohn pro Jahr, einzelne deutlich mehr.
Die Firma sagt, sie orientiere sich an den Löhnen der Uni-Spitäler.
Die in der Westschweiz tätige Radiologiefirma 3R (Réseau Radiologique Romand) wurde im April bereits zum zweiten Mal Opfer eines Hackerangriffs. Die Hacker stellten Daten online, die zeigen, wie lukrativ das Geschäft mit MRT-Untersuchungen ist. Der «Beobachter» schreibt hierzu gar von der «zuverlässigsten Gelddruckmaschine im Schweizer Gesundheitssystem».
Die 3R-Gruppe erzielte unter anderem mit den Röhrenbildern zur Erkennung von Tumoren, Brüchen oder Gefässverschlüssen im Jahr 2023 einen Umsatz von 77,4 Millionen Franken, der Betriebsgewinn vor Abschreibungen belief sich auf 12,9 Millionen.
Standardmässig 300’000 Franken plus Boni
Auch die Löhne wurden geleakt. So erhielten die Fachärztinnen und -ärzte standardmässig einen Brutto-Jahreslohn von 300’000 Franken. Manche sogar mehr: Ein Radiologe mit Standortleiter-Funktion bekam 285’000 Franken im Jahr – 60-Prozent-Pensum.
Eine Kollegin mit einem 25-Prozent-Pensum erhielt 90’000 Franken. Damit bekommt sie mit anderthalb Tagen Arbeit pro Woche mehr als den Schweizer Medianlohn von 84’300 Franken für eine Vollzeitstelle.
Noch nicht eingerechnet sind die Boni – laut Bericht belaufen sich diese auf 18 Prozent des zusätzlich erzielten Umsatzes, wenn sie ihre persönlichen Jahresziele übertreffen. So soll ein Radiologe 2025 neben 400’000 Franken Grundgehalt fast 200’000 Franken Boni erhalten haben.
Hauptsächlich von Grundversicherung finanziert
Als erstes Medium berichtete das Westschweizer Fernsehen RTS Ende Juni über die geleakten Löhne. Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider bezeichnete gegenüber dem Sender die Gehälter und besonders die Boni als «schwer akzeptabel». Denn die Vergütung wird zum grössten Teil mit Geldern aus der Grundversicherung finanziert.
«Wenn es finanzielle Anreize gibt, mehr Untersuchungen durchzuführen, stehen wir im völligen Widerspruch zum Geist des Krankenversicherungsgesetzes und zur Kosteneindämmung. Man sieht, dass das nicht legal ist», so Baume-Schneider.
Die Firma verteidigt sich gegenüber dem «Beobachter» damit, dass sie keine Boni im eigentlichen Sinn auszahle, sondern lediglich variable Lohnbestandteile. Sie seien eine Entschädigung für die Radiologen, die bereit seien, mehr zu arbeiten als andere.
Die Entschädigung sei auch kein Ansporn, mehr zu machen als medizinisch notwendig, weil das schon systembedingt nicht möglich sei.
«Da verdient ein Radiologe so viel wie mein ganzes Pflegeteam»
Das Thema bewegt auch die 20-Minuten-Community. In den Kommentaren sorgt vor allem der Vergleich mit den Löhnen in der Pflege für Empörung. Eine Teamleiterin aus einem Altersheim schreibt: «Da verdient wohl ein Radiologe mit seinen Boni jährlich so viel, wie mein ganzes Pflegeteam im Jahr?» Ein diplomierter Pflegefachmann zieht einen ähnlichen Vergleich: «Die Dame mit 25 Prozent verdient mehr, als ich als diplomierter Pflegefachmann mit 100 Prozent bekommen habe.»
Andere Leserinnen und Leser stören sich insbesondere an den umsatzabhängigen Vergütungen. «Man sollte umsatzgerichtete Löhne im Gesundheitswesen grundsätzlich abschaffen. Sonst wird dort mehr gemacht, als nötig ist», lautet ein Kommentar. Gleichzeitig gibt es auch Zuspruch für gut bezahltes Personal: Ein Leser berichtet nach einem CT von «super kompetentem Personal» und hält fest: «Dafür bezahle ich sehr gerne, das Personal hat seinen Lohn verdient.»
Berufe mit hohem Lohn weltweit am 19.8.2026: Ölplattformen weltweit und Krabbenfischerei in Alaska:
Bis zu 250’000 CHF ohne Ausbildung -- Das sind die bestbezahlten Jobs der Welt
https://www.blick.ch/video/aktuell/bis-zu-250-000-chf-ohne-ausbildung-das-sind-die-bestbezahlten-jobs-der-welt-id21666034.html
Sturm, Kälte, schwere Maschinen. Wer bereit ist, Komfort und Sicherheit hinter sich zu lassen, kann in bestimmten Berufen aussergewöhnlich viel verdienen. Ölplattformen und Krabbenboote gehören zu den gefährlichsten Arbeitsorten der Welt und zu den bestbezahlten.
Videoprotokoll:
Hoher Lohn auch für Ungelernte: auf Ölplattformen
-- auf Ölplattformen in der Nordsee vor Norwegen, vor GB, im Golf von Mexiko, vor Brasilien, im Mittleren Osten
-- Einsteiger (Roustabouts) übernehmen einfache Arbeiten: Material schleppen, Maschinen warten, das Bohrteam unterstützen (53'')
-- Anfangslohn ist bis zu 73.000 Franken pro Jahr, gut 6000 Franken pro Monat (1'1'')
-- wer Bohrleiter wird, kann bis zu 250.000 Franken pro Jahr verdienen (1'7'')
-- der Job ist hart und gefährlich, die Schicht ist 12 Stunden oder mehr, teilweise mehrere Wochen am Stück (1'18'')
-- üblich sind 2 oder 3 Wochen am Stück (1'22'')
-- dann mehrere Wochen bezahlte Ferien an Land (1'28'') --
Hoher Lohn auch für Ungelernte: Krabbenfischerei in Alaska
In einer Saison sind über 100.000 Franken Lohn möglich. Eine Saison ist oft nur wenige Wochen lang (1'47'') -- die Schichten sind bis zu 18 Stunden lang, das ist "normal" dort (1'51'') -- oft wird ein Prozentanteil am Fang als Lohn ausbezahlt, also kein Fixlohn (1'57'') -- ohne Ausbildung, aber gefragt sind körperliche Höchstleistung, Ausdauer, Teamgeist (2'5'') -- die Arbeitsbewilligung ist befristet, die Jobs werden saisonnal vergeben, oft direkt über die Reedereien (2'16'')
Lohn Schweiz am 25.8.2026: Praktikanten bei NGOs erhalten 0 bis über 3000 Franken pro Monat:
Löhne von NGO-Praktikanten unterscheiden sich stark
https://www.nau.ch/news/schweiz/lohne-von-ngo-praktikanten-unterscheiden-sich-stark-67165201
Fototexte:
Ohne Praktika erhalten schaffen viele Schweizerinnen und Schweizer den Berufseinstieg nicht.
Die Qualität und Bezahlung der Praktika unterscheidet sich jedoch stark.
Einige NGO lassen ihre Praktikanten kostenlos arbeiten.
Der Artikel:
Stephan Felder -- Genève -- Während einige Praktikanten über 3000 Franken verdienen, arbeiten andere gratis. Besonders bei NGOs sind die Unterschiede enorm.
raktikanten erhalten je nach Arbeitgeber bis zu 3500 Franken – oder gar nichts.
Eine nationale Regelung zur Bezahlung von Praktika fehlt in der Schweiz.
Experten warnen, dass Praktikanten zunehmend reguläre Berufseinsteiger ersetzen.
Der erste Schritt ins Berufsleben kann sich finanziell vollkommen unterschiedlich gestalten. Während manche Praktikanten bis zu 3500 Franken monatlich verdienen, erhalten andere weder einen Lohn noch eine Spesenentschädigung.
Besonders gross sind die Unterschiede bei Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Das zeigt eine Recherche des Westschweizer Fernsehens RTS.
Der Konkurrenzkampf um Praktikumsplätze hat sich verschärft. Für viele Junge ist ein Praktikum inzwischen beinahe zwingend, um beruflich Fuss zu fassen. Davon profitieren teilweise die Arbeitgeber.
Lohn, Gratis-Essen und Fitnessraum
Wie attraktiv ein Praktikum sein kann, erlebt Thomas Villaman. Er arbeitet bei einem Pharmaunternehmen in Meyrin GE und bildet sich im Bereich medizinische Kommunikation weiter.
Sein monatlicher Lohn liegt zwischen 2000 und 3000 Franken. Dazu kommen kostenlose Mahlzeiten, Tee und Kaffee sowie Der Zugang zu einem Fitnessraum.
Fitnessraum
Ein Pharmaunternehmen in Meyrin GE bietet seinen Angestellten und Praktikanten auch einen Fitnessraum. (Symbolbild) - keystone
Auch fachlich soll ihm die Stelle etwas bringen. «Ich habe einen Betreuer und ein Projekt. Ich werde einen Bericht verfassen, eine kleine Masterarbeit», sagt Villaman gegenüber RTS.
Er übernimmt nach eigenen Angaben keine reguläre Stelle, sondern unterstützt das bestehende Team.
Bei Genfer NGO arbeiten nur Praktikanten
Ganz anders sieht die Situation von Nina* aus. Sie absolviert ein sechsmonatiges Praktikum bei einer Genfer NGO – ohne Bezahlung.
Die erhoffte Berufserfahrung entwickelte sich für sie schnell zum Albtraum. «Ich arbeite an einem Ort, an dem es keine Angestellten gibt. Die gesamte Arbeit wird von Praktikanten erledigt. Und der Verantwortliche ist überhaupt nicht präsent», erzählt sie.
Nina muss eine hohe Arbeitsbelastung stemmen und zahlreiche Überstunden leisten. Weiterbildungen, die ihr vor dem Praktikum versprochen worden seien, hätten nie stattgefunden.
Mit ihrem Bericht will sie nach eigenen Worten dazu beitragen, «dass diese unbezahlten Praktika nicht länger als normal angesehen werden».
Keine schweizweite Regelung
Dass sich die Bedingungen derart stark unterscheiden, liegt auch an der Rechtslage. Auf Bundesebene gibt es keine Vorschriften, die den Lohn von Praktikanten einheitlich regeln.
Massgebend sind in erster Linie kantonale Bestimmungen und Gesamtarbeitsverträge. Für Studierende kann das zum Problem werden.
Die Nachfrage nach Praktikumsplätzen ist deutlich grösser als das Angebot, warnt der Dachverband der Studierendenorganisationen an der Universität Lausanne. Dadurch könnten Arbeitgeber «die Kriterien festlegen, die sie wollen», erklärt eine Vertreterin.
Die Folge könne ein Lohndumping sein, das die Chancengleichheit gefährde. Ein unbezahltes Vollzeitpraktikum können sich vor allem Junge leisten, die Ersparnisse besitzen oder von ihrer Familie unterstützt werden.
Praktikanten ersetzen Berufseinsteiger
Der französische Soziologe Dominique Glaymann sieht nicht nur ein finanzielles Problem. Er warnt vor einer zunehmenden «Stagifizierung» der Arbeitswelt.
Damit meint er, dass sich kurze und günstige Praktikumsverträge immer stärker ausbreiten. Stellen, die früher an Berufseinsteiger vergeben wurden, würden heute teilweise systematisch mit Praktikanten besetzt.
Das ist paradox: Eigentlich sollen Praktika jungen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Statistische Belege dafür, dass mehrere Praktika die Chance auf eine Festanstellung erhöhen, gibt es jedoch nicht.
Zweieinhalbmal günstiger als Junior-Stelle
Gerade für junge Unternehmen sind Praktikanten inzwischen zu wichtigen Arbeitskräften geworden. Bei einem Naturkosmetik-Start-up in Neuenburg arbeiten neben sieben Angestellten auch zwei Praktikanten.
Firmenchef Paul Liurette begründet dies mit den beschränkten finanziellen Mitteln. «Ein Praktikant kostet im Durchschnitt zweieinhalbmal weniger als ein Junior-Mitarbeiter», erklärt er.
Für Unternehmen mag diese Rechnung aufgehen. Für junge Menschen wird der Berufseinstieg dadurch jedoch zunehmend zur finanziellen Belastungsprobe.
* Name von der Redaktion geändert
Schweizer FIFA-Schiedsrichter am 31.8.2026: Lohn von rund 10.000 Franken pro Monat:
Super League: Jetzt sind sie Profis: So viel verdienen Schweizer Schiedsrichter
https://www.20min.ch/story/super-league-jetzt-sind-sie-profis-so-viel-verdienen-schweizer-schiedsrichter-103625334
Nino Vinzens -- In der Schweiz gibt es nun zum ersten Mal professionelle Schiedsrichter – und damit auch professionelle Löhne für die Unparteiischen auf den Rasen der Super League.
Die Schweiz hat zum ersten Mal in der 131-jährigen Geschichte des SFV professionelle Fussball-Schiedsrichter.
Acht Schiedsrichter erhalten einen Profivertrag mit einem 80-Prozent-Pensum, darunter auch Sandro Schärer und Urs Schnyder.
Fifa-Schiedsrichter der Gruppe zwei verdienen rund 130’000 Franken pro Jahr – Schärer und Schnyder noch etwas mehr.
Es sei ein geschichtsträchtiger Tag für den Schweizer Fussball, begann Adrian Arnold, Leiter der SFV-Kommunikation, die Pressekonferenz am Montagnachmittag. Die Swiss Football League (SFL) und der Schweizerische Fussballverband luden ein, um eine wichtige Neuerung im Schiedsrichterwesen bekanntzugeben.
Zum ersten Mal in der 131-jährigen Geschichte des Verbandes werden die Schweizer Schiedsrichter professionalisiert. Mit dabei waren auch SFV-Präsident Peter Knäbel, Liga-Chef Claudius Schäfer, Schiri-Boss Daniel Wermelinger und Fifa-Schiedsrichter Anojen Kanagasingam.
«Grosse Lücke» zwischen Spieler und Schiris
Neu wurden acht Schiedsrichter mit einem Profivertrag im 80-Prozent-Pensum ausgestattet. Diese sind: Sandro Schärer, Urs Schnyder, Lukas Fähndrich, Luca Cibelli, Alessandro Dudic, Anojen Kanagasingam, Sven Wolfensberger. Zudem ist Fedayi San als Top-VAR unterwegs. «So können sich die Unparteiischen besser auf ihre Tätigkeit als Schiedsrichter fokussieren und bringen das Privat- und Berufsleben besser unter einen Hut», erklärt Wermelinger.
Der Professionalisierung geht ein langer Weg voraus. «2023 haben sich die Clubs an der Generalversammlung dazu geäussert, dass ihrer Ansicht nach die Schiedsrichter und die Vereine immer weiter auseinanderdriften – fachlich und menschlich», erklärt Schäfer. Dieser Ansicht war man schlussendlich auch bei der Liga und dem SFV. «Nur schon die Tatsache, dass auf dem Rasen Profispieler und maximal Halbprofis bei den Schiedsrichtern aufeinandertreffen, die am Tag zuvor noch in der Schule unterrichtet haben, zeigt, dass es dort eine grosse Lücke gibt.»
«Da waren wir noch Mauerblümchen bisher»
Ein Pensum von 80 Prozent entspricht vier Arbeitstagen pro Woche. In diesen vier Tagen würden Training, Spielvorbereitung, die Spielleitung, die Spielnachbearbeitung und eine sonstige Aufgabe im Schiedsrichterwesen für den SFV und die SFL stattfinden. Die sonstige Aufgabe könne zum Beispiel das Besuchen von unterklassigen Spielen sein und sich dort mit den Amateurschiedsrichtern austauschen.
«Wir wollen die Qualität unserer Schiedsrichter noch weiter steigern», sagte Wermelinger. Besonders die Vor- und Nachbearbeitung der Spiele sei ein zentraler Punkt. «Da waren wir bisher wirklich noch Mauerblümchen. Heute machen wir das organisiert.» Immer einen Tag nach dem Spiel kommen die Schiedsrichter virtuell zusammen und besprechen ihre Partien.
Vereine zahlen die Löhne der Schiedsrichter
Ein Profischiedsrichter will auch profimässig entlohnt werden. Dafür müssen die Clubs tiefer in die Tasche greifen. «Die Schweiz ist ein Hochlohnland», erklärt Schäfer. Die TV-Gelder seien im Verhältnis dazu jedoch ziemlich tief. «In einer sehr konstruktiven Diskussion haben wir entschieden, dass die Super-League-Vereine je 50’000 Franken pro Jahr zur Professionalisierung des Schiedsrichterwesens beitragen können, bei den Clubs aus der Challenge League sind es 10’000 Franken», erklärt Schäfer.
Man teile das Gehalt in eine fixe und eine variable Entschädigung auf. Die variable Entlohnung sei sehr wichtig, weil derjenige, der mehr Spiele pfeife, solle auch mehr verdienen, führt Wermelinger aus. «Analog einer normalen Unternehmung haben wir Abstufungen. Beispielsweise verdient Sandro Schärer mehr als unsere Nummer zwei Urs Schnyder.» Die anderen internationalen Schiedsrichter würden der «Gruppe zwei» angehören, die ebenfalls von Schärer und Schnyder abgestuft sei.
«Wenn man das in Zahlen benennen will, sind wir mit einem 80-Prozent-Pensum bei etwa 130’000 Franken pro Jahr – dann kommt noch etwas oben drauf für internationale Einsätze.» Dies sei ein Richtwert für Fifa-Schiedsrichter der Gruppe zwei, erklärt Wermelinger. Heisst, unsere beiden Top-Schiedsrichter Schärer und Schnyder dürfen sich auf einen noch etwas grösseren Zahltag freuen.
Lohn von Sportreporter Beni Thurnheer am 1.9.2026: 8000 + Zuschläge + Firmenmoderationen = bis 200.000 Franken:
In SRF-Zeit: Beni Thurnheer verdiente bis zu 200'000 Franken
https://www.nau.ch/people/aus-der-schweiz/beni-thurnheer-verdiente-bis-zu-200000-franken-im-jahr-67169092
Cheri Reinhardt -- Winterthur -- Beni Thurnheer spricht plötzlich über Geld. Der 77-Jährige verrät, wie viel er beim Schweizer Fernsehen einst verdiente – und was noch dazukam.
Beni Thurnheer (77) spricht offen über seinen früheren Verdienst.
Sein Monatslohn beim Schweizer Fernsehen stieg auf rund 8000 Franken.
Mit Zuschlägen und Firmenmoderationen kam er auf rund 200'000 Franken im Jahr.
Millionen-Gagen wie in Deutschland habe es beim Schweizer Fernsehen nicht gegeben.
Eigentlich wollte Beni Thurnheer (77) nur aus seinem Buch vorlesen.
Doch dann landet die Schweizer TV-Legende plötzlich bei einem Thema, über das Promis meist lieber schweigen: Geld.
Und «Beni national» macht kein Geheimnis daraus.
Bei einer Lesung auf einem Elektrosolarboot auf dem Rhein erzählt Thurnheer, wie sich sein Lohn während seiner langen Karriere beim Schweizer Fernsehen entwickelt hat, wie «Schaffhausen 24» berichtet.
Die überraschende Zahl: Zu seinen besten Zeiten kam der Kult-Moderator auf rund 200'000 Franken im Jahr.
Mit 3000 Franken fing alles an
Davon war Thurnheer zu Beginn seiner Karriere allerdings noch weit entfernt. 1973 unterschrieb er seinen ersten Vertrag beim Schweizer Fernsehen. Sein damaliger Monatslohn: rund 3000 Franken.
Danach ging es Schritt für Schritt nach oben.
Thurnheer erzählt, dass er schliesslich die Lohnklasse 14 erreichte. Dort sei für Angestellte ohne Chefposten Schluss gewesen.
Sein Monatslohn lag zu diesem Zeitpunkt bei ungefähr 8000 Franken. Doch das war nur die Basis.
Beni Thurnheer verdiente bis zu 200'000 Franken
Denn für Live-Einsätze und grosse Unterhaltungssendungen kamen weitere Entschädigungen dazu. Und Thurnheer hatte davon einige.
Während Jahrzehnten kommentierte er grosse Fussballspiele, führte durch Unterhaltungssendungen und stand bei wichtigen TV-Abenden vor der Kamera.
Vor allem «Benissimo» machte ihn endgültig zu einem der grössten Fernsehstars der Schweiz.
In seinen besten Jahren kam Thurnheer so auf ein Jahreseinkommen von rund 200'000 Franken.
Allerdings stammte nicht alles davon vom Schweizer Fernsehen. Rund ein Viertel verdiente der Moderator nach eigenen Angaben zusätzlich mit Auftritten an Firmenanlässen.
Das entspricht etwa 50'000 Franken pro Jahr.
Keine Millionen wie in Deutschland
Für Schweizer Verhältnisse ist das eine stolze Summe.
Mit den Gagen grosser deutscher TV-Stars konnte Thurnheer allerdings nicht mithalten. «Beim Schweizer Fernsehen verdiente man keine Millionen wie in Deutschland», stellt der 77-Jährige klar.
Und er glaubt: Die ganz grossen Zeiten der TV-Gagen seien ohnehin vorbei. Heute verdiene niemand mehr so viel wie früher, sagt Thurnheer.
«Benissimo» machte ihn zu «Beni national»
Dabei gehörte Thurnheer über Jahrzehnte zu den wichtigsten Figuren des Schweizer Fernsehens. Als Sportreporter wurde er vor allem mit seinen Fussball-Kommentaren bekannt. Später folgte der Sprung in die grosse Samstagabend-Unterhaltung.
1992 startete «Benissimo».
20 Jahre lang moderierte Thurnheer die Sendung und wurde damit endgültig zu «Beni national».
Millionen Schweizerinnen und Schweizer kannten seine Stimme, seinen trockenen Humor und seine legendären Versprecher. 2012 war mit «Benissimo» Schluss.
Zehn Jahre später kehrte die Show für eine einmalige Ausgabe nochmals zurück.
Über 100 Länder bereist
Auch abseits des Studios hatte Thurnheer einen Job, um den ihn wohl manche beneideten. Während seiner Karriere bereiste er mehr als 100 Länder.
Viele davon besuchte er beruflich.
Bei seiner Lesung scherzt Thurnheer deshalb, er habe sämtliche europäischen Länder auf Kosten der Konzessionszahler gesehen.
Genau solche Reisen stehen auch im Zentrum seines Buches «Beni Thurnheer reist um die Welt (siehe Kreditkarte)».
Darin blickt der 77-Jährige anhand alter Kreditkartenabrechnungen auf zahlreiche Reisen zurück.
Lohn Schweiz am 13.9.2026:
Rapsbauern verdienen 9mal mehr als Milchbauern:
Löhne Landwirtschaft: Milchbauern verdienen 8.30 Fr. pro Stunde – Rapsbauern 73.60 Fr.
https://www.20min.ch/story/loehne-landwirtschaft-bauern-verdienen-nur-830-franken-die-stunde-wird-milch-teurer-103632254
Martine Anastasiou -- Eine neue Studie zeigt enorme Unterschiede bei den Einkommen von Schweizer Bauern: Bei Milchbauern sind es 8.30 Franken pro Stunde, bei Rapsbauern 73.60 Franken.
- Schweizer Milchbauern verdienen laut einer neuen FHNW-Studie im Schnitt nur 8.30 Franken pro Stunde.
- Rapsbauern kommen hingegen auf 73.60 Franken – fast neunmal so viel wie Milchproduzenten.
- Laut Studienautor wäre ein Preisaufschlag von 77 Prozent auf Milch nötig, damit Bauern einen fairen Lohn erzielen.
Wer in der Schweiz Milch produziert, verdient damit im Schnitt gerade einmal 8.30 Franken pro Stunde. Noch tiefer fällt der Verdienst bei der Mutterkuhhaltung mit 4.30 Franken und bei der Rindermast mit 7.90 aus. Das geht auch aus einer neuen Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) im Auftrag des Vereins Faire Märkte Schweiz hervor, über die die «Sonntagszeitung» berichtete.
Ganz anders sieht es beim Pflanzenbau aus: Mit Zuckerrüben lassen sich 55.90 Franken pro Stunde erwirtschaften, mit Raps sogar 73.60 Franken, wie die Studie besagt. Der Stundenverdienst ist bei Raps also fast neunmal so hoch wie bei der Milchproduktion.
Wieso sind die Unterschiede so gross?
Die grossen Ertragsunterschiede haben vor allem mit dem Arbeitsaufwand zu tun, wie Studienautor und FHNW-Ökonom Mathias Binswanger gegenüber der «Sonntagszeitung» erklärt. Die Milchwirtschaft ist mit rund 35 Prozent aller Schweizer Landwirtschaftsbetriebe der grösste Bereich der Landwirtschaft.
Im Pflanzenbau im Flachland können viele Arbeitsschritte automatisiert werden, bei der Viehhaltung sei das schwieriger. Hinzu kommen grössere Risiken: Wetterextreme beeinflussen den Futteranbau und damit die Milch- und Fleischproduktion. Gleichzeitig können Bauern ihren Tierbestand nicht kurzfristig an Preisschwankungen anpassen.
Forderung: Milch sollte 77 Prozent teurer werden
Der Produzentenpreis für tierische Produkte müsste deutlich steigen, damit Bauern einen mit anderen regionalen Einkommen vergleichbaren Lohn erzielen, wie Binswanger gegenüber der Sonntagszeitung sagt. Bei Milch wäre ein Aufschlag von 77 Prozent nötig, bei Rindfleisch sollten es 39 Prozent sein, bei der Mutterkuhhaltung sogar 101 Prozent.
Das bedeutet für Konsumentinnen und Konsumenten allerdings nicht automatisch, dass Milch im Laden ebenfalls 77 Prozent teurer würde. Wie viel höhere Produzentenpreise an die Kundschaft weitergegeben würden, hängt auch von Verarbeitern und Detailhändlern sowie deren Margen ab.
Gerade der trockene und heisse Sommer zeigt das: Der Bund stockte die Soforthilfe für Landwirte um 54 Millionen Franken auf. Die Schlussfolgerung: Würden Bauern von ihren Abnehmern angemessenere Produzentenpreise erhalten, könnten sie schwierige Jahre eher selbst auffangen.
Lohn in der Schweiz am 19.9.2026:
Die Abrechnung: Therapeutin verdient mit 45 Prozent 6000 Fr. - Blick
https://www.blick.ch/wirtschaft/budget-serie-die-abrechnung-ich-arbeite-45-prozent-und-verdiene-mehr-als-6000-franken-id22267073.html
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Uster (Kanton Zürich) am 19.9.2026: Ein Dossier bringt 14.000 Franken Lohn:
Wegen Polizeiaffäre in Uster: Stadträtin bekommt rund 14'000 Franken mehr Lohn
https://www.blick.ch/schweiz/zuerich/wegen-polizeiaffaere-in-uster-stadtraetin-bekommt-rund-14000-franken-mehr-lohn-id22267000.html
Marco Lüssi -- Blattmacher -- Aufgrund der Polizeiaffäre in Uster ZH musste die verantwortliche Stadträtin das Dossier Sicherheit abgeben – ohne Lohneinbusse. Dafür erhöht die Stadt nun die Entschädigung für jene Amtskollegin, die die Zuständigkeit für die Polizei übernommen hat.
Wegen der Polizeiaffäre übernimmt Stadträtin Petra Bättig zusätzliche Aufgaben
Dafür erhält sie eine Zusatzentschädigung: 13'926.20 Franken bis Ende 2026
Neuer Polizeikommandant soll Ende Oktober feststehen
Bei der Stadtpolizei Uster wurden jahrelang Rechnungen gesplittet, um die politische Kontrolle zu umgehen. In mindestens einem Fall wurde eine solche geteilte Rechnung auch von Sicherheitsvorsteherin Beatrice Caviezel (55, GLP) unterzeichnet. Die Stadtregierung hat Caviezel deshalb Ende August die Zuständigkeit für das Geschäftsfeld Sicherheit entzogen. Neu ist Sozialvorsteherin Petra Bättig (54, FDP) auch für dieses Dossier zuständig.
Die Mehrarbeit, die Bättig dadurch entsteht, wird finanziell honoriert. Dafür hat der Stadtrat Uster diese Woche gesorgt. In seiner Sitzung hat er Bättig eine Zusatzentschädigung von insgesamt 13'926.20 Franken zugesprochen. Dieser Betrag kommt bis Ende 2026 zu den 94'550 Franken hinzu, die Bättig für ihr 45-Prozent-Pensum als Vizepräsidentin des Gremiums kassiert.
Mehr Lohn für Bättig …
Bättig selber trat bei dem Geschäft in Ausstand. Zu einer Panne kam es dann bei der Kommunikation des Beschlusses: Er enthielt erst eine falsche, tiefere Zahl. Bis diese korrigiert war, wurde das entsprechende Dokument zwischenzeitlich wieder von der Website der Stadt Uster entfernt.
Wenn ein Mitglied eine länger dauernde, zeitintensive Stellvertretungsaufgabe übernehme, regle die zuständige Behörde die Entschädigung, heisst es im Beschluss mit Verweis auf die Behördenentschädigungsverordnung. «Petra Bättig bezieht einen zweimonatigen unbezahlten Urlaub, damit sie sich ihren Aufgaben bei der Stadt Uster vertieft widmen kann», teilt die Kommunikationsstelle des Stadtrats auf Anfrage mit. Der Stadtrat habe deshalb die Möglichkeit einer Entschädigung für diesen kurzfristigen Einsatz geprüft – und bewilligt. Den Zusatzaufwand, den Bättig durch die Leitung des Geschäftsfelds Sicherheit hat, schätzt die Stadtregierung auf ein Pensum von 20 Prozent.
… aber nicht weniger für Caviezel
Entsprechend dürfte sich mit der Abgabe des Dossiers der Arbeitsaufwand für die entmachtete Sicherheitsvorsteherin Beatrice Caviezel um dasselbe Pensum reduziert haben. Bereits Ende August berichtete Blick, dass dies für Caviezel keine Lohneinbusse zur Folge hat.
Dies bestätigt die Stadt Uster erneut: Für eine Entschädigungsreduktion fehle die gesetzliche Grundlage. Auf diese mangelnde gesetzliche Grundlage verweist die Stadt auch als Antwort auf die Frage, ob Caviezel angeboten habe, freiwillig auf einen Teil ihrer Entschädigung zu verzichten.
Neuer Kommandant soll Ende Oktober feststehen
Während die Lohnerhöhung für die interimistische Sicherheitsvorsteherin bereits geregelt ist, ist die Suche nach der Nachfolge für den abgesetzten Polizeikommandanten Andreas Baumgartner (48) noch am Laufen. Man rechne mit einem Abschluss des Rekrutierungsverfahrens Ende Oktober, heisst es bei der Stadt.
Heikel könnte insbesondere die Wahl eines internen Bewerbers sein: Der Stadtrat müsste sicherstellen können, dass der Kandidat nicht an den finanziellen Tricksereien beteiligt war, zu denen es unter dem Kommando von Baumgartner gekommen war. Die Stadt sagt dazu nur, zu den finalen Kandidaturen werde Bruno Keller (71) zuhanden des Stadtrats eine Einschätzung abgeben. Keller, ehemaliger Kommandant der Kantonspolizei Zürich, untersucht derzeit im Auftrag der Stadtregierung die Betriebskultur bei der Stadtpolizei Uster.
Korrupte "Krankenkassen" Schweiz am 30.9.2026: Die Bosse der Krankenkassen verdienen mehr als die Bundesräte:
Wegen überrissenen Löhnen: CEO von Krankenkassen könnten Lohndeckel bekommen
https://www.blick.ch/politik/nationalrat-will-lohndeckel-fuer-krankenkassen-kader/dsp8tc3
Simone Steiner -- Bundeshausredaktorin -- Die Prämien steigen jährlich – und trotzdem verdienen die Krankenkassen Chefs Millionen. Die grosse Kammer will das nun ändern.
Nationalrat will Lohndeckel für Krankenkassen-Chefs, Vorlage mit grosser Mehrheit angenommen
Ex-CSS-Chefin verdiente 2025 fast 1 Mio. CHF, Kritik an hohen Löhnen
157 Ja-Stimmen, 27 Nein, 8 Enthaltungen: Ständerat entscheidet als Nächstes
Der Krankenkassen-Hammer schlug wieder zu: Um ganze 5 Prozent sollen die Prämien im nächsten Jahr steigen! Während die Prämienzahler diese happigen Rechnungen zahlen, sahnen die CEOs der Krankenkassen ab. Die Ende 2025 abgetretene CSS-Chefin Philomena Colatrella (57) verdiente knapp eine Million Franken im Jahr. Fast gleich viel sackten Helsana-Chef Roman Sonderegger (53) und Sanitas-Boss Andreas Schönenberger (61) ein.
Dem will der Nationalrat nun den Riegel schieben. Am Dienstag stimmte er mit 157 zu 27 Stimmen bei 8 Enthaltungen einer parlamentarischen Initiative von SP-Ständerat Baptiste Hurni (40, NE) zu, die einen Lohndeckel für Krankenkassen-Chefs fordert. Dieser betrifft Mitglieder der Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte von Krankenversicherungen für ihre Tätigkeit im Bereich der Grundversicherung.
Bei der Festlegung des Höchstlohns soll der Bundesrat den durchschnittlichen Versicherungsbestand und die durchschnittlichen Gesamtkosten pro versicherte Person berücksichtigen. Ausserdem sollen Kontrollen eingeführt werden. Die Krankenkassen müssten im Geschäftsbericht die Gesamtentschädigung und den Beschäftigungsgrad jedes Mitglieds ausweisen.
«Das ist ein schlechter Witz»
SP-Nationalrätin Samira Marti (32) plädierte für die Annahme der Vorlage. Die Bevölkerung habe mit den hohen Prämien zu kämpfen, sagte sie. Dass die Krankenkassen-Chefs gleichzeitig eine Million Franken im Jahr verdienten, bezeichnete sie als «schlechten Witz». «Das ist schlicht und ergreifend unanständig!»
Dagegen wetterte der FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt (32). «Mit der Begrenzung der Löhne würden wir einen Tabubruch wagen!», sagte er. Das Gesetz bezeichnete er als Globuli-Gesetz. Es vermittle das Gefühl, dass es etwas bewirke. Das sei jedoch nicht der Fall. Wenn die Löhne in der Grundversicherung gekürzt würden, würden diese einfach mit höheren Entschädigungen in der Zusatzversicherung kompensiert, argumentierte er.
Damit drang der FDPler in der grossen Kammer jedoch nicht durch. Die Nationalräte nahmen das Geschäft mit einer grossen Mehrheit an. Als Nächstes wird es im Ständerat beraten.
BR Parmelin mit BR-Rente am 3.10.2026: 239.083 Franken PRO JAHR "Ruhegehalt":
Vergoldete Rente für SVP-Magistrat: So viel erhält Parmelin im Ruhestand
https://www.blick.ch/politik/so-viel-erhaelt-parmelin-im-ruhestand/kbvynph
Simone Steiner -- Bundeshausredaktorin -- Bald wird Bundesrat Guy Parmelin in Pension gehen. An finanziellen Mitteln wird es ihm wohl nicht mangeln.
Nun ist es klar: Bundesrat Guy Parmelin (66) tritt Ende Jahr zurück. Dann will er mehr Zeit mit seiner Ehefrau Caroline verbringen und schöne Ausflüge machen. Doch auch wenn der Waadtländer nicht mehr im Dienste der Schweiz steht: Geld vom Bund kassiert er weiterhin ein. Und zwar ziemlich viel! Sein Ruhegehalt beträgt 239'083 Franken pro Jahr.
Bundesräte erhalten nach dem Ausscheiden aus dem Amt kein klassisches Pensionskassengeld, sondern ein Ruhegehalt. Dieses beträgt die Hälfte des bisherigen Lohnes und wird lebenslang ausbezahlt. Die Höhe des Gehalts wird der Teuerung angepasst. So erhielt Viola Amherd knapp 240'000 Franken und Alain Berset knapp 230'000 Franken pro Jahr. Für Simonetta Sommaruga und Ueli Maurer waren es rund 220'000 Franken.
Sollte Parmelin künftig einer lukrativen Tätigkeit nachgehen, könnten seine Gelder gekürzt werden. Würde er sterben, erhielte seine Ehefrau eine Hinterlassenenrente von 30 Prozent. Auch Bundesrichter und Bundeskanzler erhalten ein Ruhegehalt, wenn sie genügend lang im Amt walten.
Abschaffungsversuche scheiterten bislang
Die vergoldete Rente ist in Bern umstritten und wurde im Parlament bereits mehrfach diskutiert. Zuletzt brachte der SVP-Nationalrat Thomas Burgherr (64) das Thema auf das Parkett. «Die heutige Sonderbehandlung der Magistratspersonen ist stossend», sagt er. Bundesrat Parmelin erhalte neben dem Ruhegehalt AHV-Beiträge sowie zuvor angesparte Gelder aus der Pensionskasse und der dritten Säule.
Darum will der Aargauer das Rentensystem der Bundesräte reformieren. Er plädiert dafür, dass auch Magistratspersonen künftig dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) unterstellt werden. Die Pauschalrente sollen sie während einer Übergangsfrist von zwei Jahren trotzdem erhalten. «Damit verlumpt kein Bundesrat nach dem Rücktritt», sagt Burgherr.
Die Landesregierung lehnt die Reform ab. In ihrer Stellungnahme schreibt sie, dass das heutige System dazu beitrage, dass Entscheidungen im Amt unabhängig von persönlichen finanziellen Überlegungen getroffen werden könnten. Diesen Aspekt habe auch die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hervorgehoben.
Dieser Meinung ist auch die Grüne Nationalrätin Irène Kälin (39). «Wer ein Ruhegehalt als Privileg abtut, übersieht, wofür es da ist!» Ein Bundesrat solle seine Rücktrittsentscheide unabhängig fällen, nicht mit Blick auf den nächsten Job in der Wirtschaft.
Weiter betont sie: «Bei den meisten Magistratspersonen, die im Pensionsalter aus dem Amt scheiden, sei das Ruhegehalt die Altersvorsorge.» Der eigentliche Zweck zeige sich aber bei den Jüngeren. Gerade sie dürften nicht darauf angewiesen sein, sich bereits während ihrer Amtszeit den nächsten Arbeitgeber warmzuhalten.
Für besonderen Wirbel sorgte das Ruhegehalt von Christoph Blocher (85). Der SVP-Doyen verzichtete nach seiner Abwahl zunächst auf das Geld. 2020 kam die Kehrtwende: Der alt Bundesrat forderte rückwirkend 2,7 Millionen Franken. Er wolle das Geld spenden und nicht dem Staat überlassen, begründete er. Die Regierung sprach ihm 1,1 Millionen Franken zu.
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Fotoquellen
[1] 1.6.2021: Schema: Die Satanisten beherrschen CH-Zeitungen: https://t.me/maskenfrei_Zuerich/31371
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