Seit fünf Jahren tüftelt das Bundesamt für Verkehr
(BAV) am «Ausbauschritt 2035» für den Bahnverkehr. Das
ursprüngliche Konzept wurde bereits einmal überarbeitet und
der ursprünglich vom Parlament bewilligte Ausbau-Kredit ist
von 12,9 auf 19 Milliarden Franken angestiegen.
Trotzdem ist die Interessengemeinschaft
Öffentlicher Verkehr (IGöV), die heute ihre
Generalversammlung 2023 abhielt, alles andere als zufrieden
mit dem aktuellen Plan. Dieser bringe nichts weniger als die
«grösste Fahrplanverschlechterung aller Zeiten». Deshalb
fordert die IGöV eine neuerliche «massive Überarbeitung» des
Plans.
Mit dem aktuellen Konzept käme es laut IGÖV fast
ausnahmslos zu längeren Fahrzeiten, teils drastisch.
Konkret:
Für die IGöV sind diese Änderungen inakzeptabel.
«Damit gewinnen wir keine Fahrgäste, wir vertreiben sie»,
urteilt die IGöV, deren Präsidentin die Grünen-Nationalrätin
Florence Brenzikofer (48) ist.
SBB inkompetent in Altdorf am 26.11.2024:
Nur 1 WC im neuen Bahnhof?
WC-Knatsch in Altdorf: Neuer Bahnhof für 110 Millionen
hat nur eine Toilette
https://www.blick.ch/wirtschaft/wc-knatsch-in-altdorf-neuer-bahnhof-kostet-110-millionen-hat-aber-nur-eine-toilette-id20356219.html
Blackout
provozieren wie gehabt in der Schweiz am 18.12.2024:
Ohne Bargeld geht nichts mehr: Handy-App der SBB hat
gestreikt:
SBB-App war down – Ticketverkäufe funktionieren
wieder
https://www.blick.ch/wirtschaft/groebere-probleme-sbb-app-ist-down-keine-ticketkaeufe-moeglich-id20420490.html
Nicola Imfeld und
Robin Wegmüller - Probleme bei den
SBB: Die App funktionierte am Mittwochnachmittag rund
eine Stunde nicht – Ticketkäufe waren via Smartphone
nicht möglich. Kurz vor dem Feierabendverkehr geben die
Bundesbahnen Entwarnung.
Wer am Mittwochnachmittag die SBB-App benutzen will,
wird enttäuscht. Tickets können die Reisenden nicht
kaufen. Es gibt eine Störung. Die SBB bestätigen
gegenüber Blick die Probleme.
Eine Stunde später – kurz vor Feierabendverkehr – dann
die Entwarnung. «Die SBB melden: Die Störung bei der SBB
App und dem Ticketverkauf konnte um kurz nach 15 Uhr
vollständig behoben werden.»
NIE SBB-Tickets mit dem Handy zahlen am
18.12.2024: sonst kommen Fremde und klauen deinen
Namen+Adresse und feiern via CembraPay:
Sicherheitslücke bei SBB und CembraPay aufgedeckt – Reto
P. geschockt: «Betrüger haben auf meinen Namen Zugtickets
für 450 Franken gekauft»
https://www.blick.ch/wirtschaft/sicherheitsluecke-bei-sbb-und-cembrapay-aufgedeckt-reto-p-geschockt-betrueger-haben-auf-meinen-namen-zugtickets-fuer-450-franken-gekauft-id20424996.html
Fototexte:
1. Mit dem TGV von Zürich nach Paris: Betrüger haben sich
einen Ausflug gegönnt.
2. Mittels der Schweizer Kreditbank CembraPay haben sie
Zugtickets bezahlt.
3. Werbung
4. Die Betrüger haben mit einem simplen Trick die SBB und
CembraPay ausgetrickst.
5. CembraPay drohte Pfammatter, er müsse die Rechnung
begleichen, wenn er nicht Strafanzeige einreicht.
6. Pfammatter ging zur Polizei und reichte Anzeige gegen
Unbekannt ein.
7. Die SBB entschuldigen sich – und wollen die
Sicherheitslücke schliessen.
8. Wie genau, bleibt unklar.
Der Artikel:
Nicola Imfeld - Teamlead
Wirtschaft-Desk - Als Reto Pfammatter*
eine Mahnung im Briefkasten findet, wird er stutzig. Warum
schuldet er über 450 Franken für Zugtickets? Er hat die
SBB-Billette nie gekauft. Schnell ist klar: Diebe haben
seine Identität missbraucht – mit einer simplen Masche.
«Ich bin immer noch fassungslos, was mir widerfahren
ist», sagt Reto Pfammatter* zu Blick. Der Schweizer wurde
Opfer eines Betrugs, der ihm die Adventszeit gründlich
vermiest hat. Kriminelle haben mittels perfider Masche auf
Pfammatters Namen einen Kredit bei der Schweizer
Konsumkreditbank CembraPay erschlichen – und sind so auf
seine Kosten mit der SBB Zug gefahren. Bis nach Paris.
Bemerkenswert: Die Betrüger benötigten dafür nur Pfammatters
Namen und Adresse. Recherchen von Blick decken eine
Sicherheitslücke bei den SBB und CembraPay auf, die quasi
jedermann ausnutzen könnte. Aber von vorne:
Es ist Ende November, als Reto Pfammatter in seinem
Briefkasten eine Mahnung von CembraPay findet. 457.50
Franken müsse er bezahlen – für einen Kauf, den er kürzlich
bei der SBB getätigt haben soll. Blick liegt das Schreiben
vor. «Ich wurde sofort stutzig», erzählt Pfammatter. «Ich
habe weder jemals CembraPay genutzt, noch fahre ich in einem
Ausmass Bahn, das einen solchen Betrag rechtfertigen würde.»
«Das ist eine Unverschämtheit!»
Er reklamiert. Zuerst bei CembraPay, dann bei den SBB. Und
stösst sofort auf offene Ohren. «Bei CembraPay hat man mir
nach zehn Sekunden gesagt, dass ich vermutlich betrogen
worden sei. Es wurden keine weiteren Fragen gestellt, und
der Kundendienst zweifelte nicht eine Sekunde daran, dass
ich nicht selbst für die Rechnung verantwortlich bin»,
erinnert sich Pfammatter. Auf Nachfrage bestätigt ihm sowohl
der Kundendienst von CembraPay und später auch jener der
SBB, dass dieses Problem intern bekannt sei und immer mal
wieder vorkomme.
Die Sache war damit aber nicht erledigt: «CembraPay hat mich
am Telefon indirekt bedroht: Ich müsse entweder eine Anzeige
bei der Polizei erstatten oder die Rechnung selber
bezahlen.» Pfammatter ist irritiert. «Obwohl ich das Opfer
bin, bin ich plötzlich in der Beweispflicht. Dass ich wegen
eines Fehlers in deren System in eine solche Lage gerate,
ist eine Unverschämtheit.»
So funktioniert die Masche
Doch wie wurde er überhaupt in diese Sache hineingezogen?
Blick-Recherchen zeigen: Die Betrüger erstellten ein
SBB-Konto unter Pfammatters Namen und Adresse. Alle anderen
Angaben wie Geburtsdatum, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
waren gefälscht – stimmten also nicht. Mit dem Konto kauften
sich die Kriminellen auf Pfammatters Namen Zugtickets nach
Paris. Und bezahlten direkt auf der SBB-Onlineseite mit der
Zahlungsmethode CembraPay. So entstanden die Kosten in Höhe
von 457.50 Franken. «Ich konnte nicht glauben, dass Betrüger
nur mit dem Namen und der Adresse einen solchen Betrug
durchziehen können. Und das bei den SBB», sagt Pfammatter.
Die Bundesbahnen sind Partner von CembraPay – und
ermöglichen es ihren Kundinnen und Kunden, mit einem Kredit
und wenigen Klicks die Rechnungen zu begleichen. Pfammatter
ist dermassen schockiert über den Betrug, dass er mehrfach
bei der Zürcher Konsumkreditbank nachfragt, letztlich sogar
einen eingeschriebenen Brief schickt.
«Ich wurde immer wieder abgewimmelt. Aber Anfang Woche habe
ich endlich eine Antwort erhalten», sagt er. Das Schreiben
liegt Blick vor. Darin gibt CembraPay zu, dass die
Kriminellen nur den korrekten Namen und Adresse Pfammatters
verwendet hätten. «Dokumente wurden keine hinterlegt und
werden auch nicht benötigt», schreibt CembraPay. Mit dem
Namen und Adresse finde eine «Bonitätsprüfung» statt. Und
zusätzlich werde bei der Registrierung ein Code auf die
hinterlegte Handynummer verschickt.
SBB will Sicherheitslücke schliessen
Blick konfrontierte die SBB und CembraPay mit den
Recherchen. Die Bundesbahnen zeigen sich einsichtig.
«Einzelne Fälle» seien ihnen bekannt. Es könnte aber eine
grosse Dunkelziffer geben: «Einen gesamten Überblick haben
wir nicht, die gesamte Rechnungsabwicklung und
Forderungsübernahme läuft über CembraPay», sagt Sprecherin
Fabienne Thommen.
Die Sicherheitslücke geben die SBB zu. Gegenüber Blick
verspricht man Besserung: «Massnahmen zur Verbesserung der
Sicherheit dieser Transaktion sind momentan in Erarbeitung.»
Kreuzlingen am 30.12.2024: Bargeld ist
blockiert: Werden nun Billetautomaten
im Auftrag von Rothschild gesprengt? Verdacht Antifa:
Kreuzlingen: «Wurden durch Knall
geweckt»: Billettautomat gesprengt
https://www.20min.ch/story/kreuzlingen-wurden-durch-knall-geweckt-billettautomat-gesprengt-103248497
Seline Bietenhard - In
Kreuzlingen wurde am frühen Sonntagmorgen ein
Billettautomat gesprengt. Die Kantonspolizei Thurgau sucht
Zeugen.
Ein News-Scout, der in der Nähe des Bahnhofs Kreuzlingen
Bernrain TG wohnt, hörte am Sonntag kurz vor sechs Uhr
morgens zwei laute Knalle. «Wir wurden durch den Lärm
geweckt, dann sahen wir zwei Flüchtende, die wegrannten», so
der Anwohner zu 20 Minuten. Später habe er die Grenzpolizei
gesehen. «Als wir später zum Bahnhof gingen, sahen wir, dass
sie den Billettautomaten gesprengt hatten», sagt der
News-Scout weiter.
Wie die Kantonspolizei Thurgau mitteilt, meldeten Angehörige
des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) gegen
sechs Uhr einen beschädigten Billettautomaten am Bahnhof
Bernrain. Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau waren
rasch vor Ort.
Sprengung in Kreuzlingen TG: Zeugen gesucht
Gemäss den bisherigen Erkenntnissen hat eine unbekannte
Täterschaft den Billettautomaten mit pyrotechnischen
Gegenständen beschädigt. Sie verliess den Tatort in
unbekannte Richtung. Verletzt wurde niemand. Am
Billettautomaten entstand Totalschaden. Der Sachschaden
beträgt mehrere zehntausend Franken.
Zur Spurensicherung wurde der Kriminaltechnische Dienst der
Kantonspolizei aufgeboten. Der Brandermittlungsdienst hat
die Arbeit aufgenommen. Wer Angaben zur Täterschaft machen
kann oder Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim
Kantonspolizeiposten Kreuzlingen unter 058 345 20 00 zu
melden.
Die SBB werden mit bargeldlosen WCs zum
Terrorist gegen ihre eigenen Kunden - die SBB sind GAGA
GAGA GAGA GAGA GAGA:
Der GIPFEL der Herzlosigkeit in der
Schweiz am 10.1.2025: SBB hat neue WCs nur mit Bankkarte
- die Bank und die SBB wissen also, wann du aufs WC
gehst - oder du hast für das SBB-WC eine
Extra-Zutrittskarte im Portemonnaie:
SBB: Kartenpflicht bei Bahnhofs-WCs
verärgert Kunden
https://www.nau.ch/news/schweiz/sbb-kartenpflicht-bei-bahnhofs-wcs-verargert-kunden-66886284
Riccardo Schmidlin - Zürich - Die SBB schafft den
Münzeinwurf an den Bahnhofs-WCs ab. Die SBB rechtfertigt
das auch mit Hygienevorteilen – und kommt Bargeld-Fans
teilweise entgegen.
Das Wichtigste in Kürze
Die SBB führt die Kartenzahlung für
Bahnhofs-WCs ein. Das löst eine Kontroverse aus.
Die Bargeldzahlung wird schweizweit
abgeschafft. Es gibt aber eine Alternative.
Die SBB rechtfertigt die Umstellung mit
Kundenbedürfnissen und Hygienevorteilen.
Wasser lassen nur gegen Kartenzahlung!
Seit einigen Monaten ist der Zugang zum WC im Hauptbahnhof
Zürich nur mit einer Debit- oder Kreditkarte möglich. Der
Münzeinwurf ist weg.
Wer sein Geschäft erledigen will und nur Münz dabei hat,
muss neu eine sogenannte WC-Zutrittskarte am nächsten
Snackautomaten kaufen.
Das sorgt für Stunk. Auf der Plattform X schreibt ein
Bargeld-Fan empört: «Das nenn ich mal Rückschritt!»
Und auch andere User motzen fleissig mit. Sie betiteln die
Änderung als «Frechheit» und als «Skandal».
Einer droht sogar: «Einfach vor die Türe ka**en.» Wie
bitte?
Auf Anfrage von Nau.ch bestätigt die SBB, dass das neue
Zahlsystem seit Ende 2024 gilt. Sie baute das Bahnhof-WC
zu einem sogenannten Hygienecenter um. Neben WC-Kabinen
und Pissoirs gibt’s dort nämlich auch Duschen.
SBB will Bargeld an allen Bahnhofs-WCs abschaffen
Die SBB will damit die Sicherheit, Sauberkeit und Hygiene,
den Service und den Komfort der Anlagen verbessern. «Darum
investiert sie in den Neubau und die Sanierung ihrer
Toiletten», sagt Sprecherin Fabienne Thommen.
Von diesem Umbau können nicht nur die Pendlerinnen und
Pendler am Züricher Hauptbahnhof profitieren.
Ist es ok, dass man nur noch mit Karte für die
Bahnhofs-WCs bezahlen kann?
«Schweizweit wird die SBB im Rahmen dieser Sanierungen und
Neubauten schrittweise alle WC-Anlagen mit einem neuen
Zutrittssystem versehen.»
Heisst: Die Bargeldzahlung fällt damit überall weg.
Mitte Dezember eröffnete das Bahnunternehmen so auch das
Hygienecenter in Bern. Kürzlich kam auch jenes in Zug
dazu. Alle Anlagen sind nach dem gleichen Prinzip
aufgebaut.
Auch in Bern wurde kürzlich das Hygienezentrum eröffnet.
Die neuen WCs sollen die Sicherheit, die Hygiene und den
Komfort verbessern
Wer doch mit Bargeld aufs Klo will, kann sich beim
Automaten eine Zutrittskarte kaufen.
Einigen Bargeld-Fans stösst das sauer auf.
Die WC-Anlagen nennt die SBB neu Hygienecenter.
SBB-Sprecherin Fabienne Thommen begründet dies mit einem
«Kundenbedürfnis». «Rückmeldungen haben gezeigt, dass sie
die berührungslose und damit hygienische Bedienung der
Anlagen sehr schätzen.»
«WC-Zutrittskarte hat sich bewährt»
Die Kritik an der Abschaffung der Bargeldzahlung lässt die
SBB mit Verweis auf die Automaten-Lösung nicht gelten.
«Die WC-Zutrittskarte hat sich als Alternative bewährt und
wird von den Kundinnen und Kunden genutzt.»
Tatsächlich gibt es auch Lob für den Entscheid. Auf X
schreibt einer etwa: «Zwei Meter nebenan steht ein Selecta
mit Karten, die man mit Bargeld kaufen kann. Versteh dein
Problem nicht.»
Andere bezeichnen den Umbau als «Fortschritt» – und fragen
lachend: «Wer hat heute noch Münz dabei?»
Neuer GIPFEL der Herzlosigkeit bei den SBB
am 13.1.2025: SBB und Zentralbahn verbieten das Spazieren
durch den 1.-Klasse-Wagen:
Diese Regeln kennen nur wenige: Teenager zahlen Busse
fürs Einsteigen in die 1. Klasse
https://www.blick.ch/wirtschaft/diese-regeln-kennen-nur-wenige-teenager-zahlen-busse-fuers-einsteigen-in-die-1-klasse-id20489337.html
Martin Schmidt - Vier
Teenager aus Luzern kassieren saftige Bussen für den
Einstieg in der 1. Klasse. Die SBB-Tochter Zentralbahn
bleibt hart. Nun schaltet sich das Lehrernetzwerk
Schweiz ein und übernimmt die Busse.
Redaktor
Wirtschaft - Das Perron ist komplett überfüllt.
Die Passagiere versuchen, die besten Plätze zum Einstieg in
den Zug zu finden. Im Sektor für die 2. Klasse herrscht
dichtes Gedränge. Findige mit einem Fahrausweis für die 2.
Klasse steigen in der deutlich weniger überfüllten 1. Klasse
ein und wechseln von dort rasch in einen Wagen für die 2.
Klasse. Genau das haben vier Teenager aus dem Kanton Luzern
getan, als sie eine Verbindung der SBB-Tochtergesellschaft,
der Luzerner Zentralbahn nutzten, wie SRF berichtet.
Was viele nicht wissen: Die Klassenbenützung gilt auch
für die Ein- und Ausstiegsbereiche der Wagen. Als die vier
Mädchen nun im Wagen für die 1. Klasse einstiegen, wurden
sie von Kontrolleurinnen beim Einstieg erwischt und
erhielten jeweils eine Busse von 75 Franken. Wer online ein
Ticket kauft, muss über mehrere Links tief in den
AGB-Dschungel der SBB eintauchen, damit er die entsprechende
Geschäftsbedingung findet.
Lehrernetzwerk Schweiz kritisiert SBB scharf
Nun schaltet sich das Lehrernetzwerk Schweiz (LNCH) ein und
übernimmt die Bussen für die vier Teenager. Die Eltern
sollen sich bei der Organisation melden. «Die SBB zeigen
immer wieder einmal einen verfehlten Umgang mit Kindern und
Teenagern und zeigen, dass sie gegenüber Schülerinnen und
Schüler jedes Augenmass verloren haben», schreibt das LNCH
in einer Mitteilung. Das Netzwerk verweist dabei auf einen
weiteren Fall, in dem die SBB eine Primarschülerin in
Begleitung ihrer Grossmutter als erwachsen erklärt hatte.
Das Kind hatte noch keine ID und musste den vollen Fahrpreis
bezahlen.
Für das LNCH sei die harte Haltung der SBB unverständlich.
Die SBB zeigen, dass ihre Belegschaft sich von der Welt der
Jugendlichen entfremdet hat und unflexibel ist. «Das
Lehrernetzwerk Schweiz setzt sich für eine
menschenfreundliche Bildung in jeder Hinsicht ein; bei uns
sind Teenager 1. Klasse.» Das Netzwerk fordert die SBB auf,
den Umgang mit jungen Kunden zu überdenken und mehr
Fingerspitzengefühl zu zeigen.
SBB bleiben hart
Eine Mutter interveniert im aktuellen Fall bei den SBB und
hofft auf etwas Augenmass, wie sie dem
SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» erzählt. Doch der
ÖV-Anbieter bleibt hart. Es sei strengstens verboten, sich
mit einem 2.-Klasse-Billett in der 1. Klasse aufzuhalten, so
die Antwort. Das gilt auch für die Vorräume und
Einstiegsbereiche, was ebenfalls vielen Fahrgästen nicht
bewusst sein dürfte.
Gerade zu Stosszeiten sind viele S-Bahn-Verbindungen in den
Schweizer Grosszentren dermassen überfüllt, dass sich die
Fahrgäste in der 2. Klasse in den Gängen fast auf den Füssen
stehen – Umfallen unmöglich. In solchen Zügen weichen viele
Fahrgäste mit einem Fahrausweis für die 2. Klasse auf die
Vorräume und Eingangsbereiche der 1.-Klasse-Wagen. Die
Alternative wäre: die nächste Verbindung zu nehmen und
später nach Hause zu kommen.
Nicht immer gleich streng?
Noch 2016 sagten die SBB gegenüber den Newsportal «Watson»,
dass es in den Regionalzügen erlaubt sei, mit einem
2.-Klasse-Billett im Eingangsbereich der 1. Klasse zu
stehen. Von «Espresso» darauf angesprochen, will man davon
heute nichts mehr wissen. Das Archiv reiche nicht so weit
zurück. Die Zentralbahn hält fest, dass die Busse korrekt
sei. Schliesslich wird sie jedoch um die Hälfte reduziert.
Auch beim Umsteigen an den Bahnhöfen ist Vorsicht geboten:
Wer knapp dran ist, den nächsten Zug zu erwischen, darf
ebenfalls nicht einfach in der ersten Klasse einsteigen und
dann in die 2. Klasse laufen.
In einem bereits etwas älteren Fall wurde ein Passagier von
einem Kontrolleur aus der 1. Klasse vertrieben, wie Blick
berichtet hat. Die SBB argumentierten damals, dass man
zwischen zwei Bedürfnissen abwägen müsste. «Einerseits dem
der Kunden der ersten Klasse, die mehr bezahlt und ein Recht
auf Ruhe haben, andererseits der Reisenden aus der zweiten
Klasse, die im Kopfbahnhof möglichst weit vorne aussteigen
wollen.» Die Zugbegleiter seien jedoch für ihr Augenmass
bekannt, sagten die Bahnen damals.
Immer kriminellere SBB und Postauto Schweiz
am 17.1.2025: Hohe Geldbussen bis zu 100 Franken wegen gar
nichts!!!
Kuriose Erlebnisse im ÖV: «Ich erhielt eine Busse, weil
das Ticket erst in einer Minute gültig war»
https://www.blick.ch/community/kuriose-erlebnisse-im-oev-ich-erhielt-eine-busse-weil-das-ticket-erst-in-einer-minute-gueltig-war-id20500120.html
Ütopya Kara -
Redaktorin Community - Vier Teenager aus
Luzern wurden mit 75 Franken gebüsst, weil sie
kurzzeitig in der 1. Klasse eines überfüllten Zugs
standen, um in die 2. Klasse zu wechseln. Wir haben die
Community gefragt, wofür sie schon eine Busse erhalten
haben.
Die Jugendlichen aus Luzern wollten dem dichten Gedränge im
Eingangsbereich der 2. Klasse entkommen und stiegen kurz in
die 1. Klasse, bevor sie in die 2. Klasse wechselten. Was
für sie eine praktische Lösung war, führte zu einer Busse
von 75 Franken pro Person. Denn: Auch das kurze Betreten der
1. Klasse ohne entsprechendes Ticket ist verboten. Ähnliche
Erfahrungen haben auch andere aus der Community gemacht.
Hier sind einige ihrer Geschichten.
ALEXANDRA: «ZU FRÜH EINGESTIEGEN – 100 FRANKEN BUSSE»
«Letztes Jahr an Weihnachten bin ich mit meinem Mann und
meiner Tochter von Bremen nach Zürich geflogen. Bei der
SBB-App hatte ich ein Ticket von Zürich Flughafen nach
Lenzburg gekauft. Mein Mann hat das GA, meine Tochter fährt
gratis mit. Am Bahnsteig stiegen wir direkt in die S-Bahn,
da es schon fast 23 Uhr war, wir müde waren und meiner
Tochter kalt war. Kurz vor Zürich HB kam die Kontrolle, und
ich habe festgestellt, dass mein Ticket noch gar nicht
gültig war, weil es erst für einen späteren Zug galt. Es gab
kein Erbarmen: Ich musste 100 Franken Busse zahlen. Mir war
bis zur Kontrolle nicht bewusst, dass ich etwas falsch
gemacht hatte. Es war extrem ärgerlich.»
ROGER: «VERFRÜHTER BUS, TEURE STRAFE»
«Wir wollten von Winterthur, Haltestelle Gewerbeschule, nach
Kollbrunn fahren und in Winterthur-Seen umsteigen. Meine
Frau löste ein Ticket, ich verwendete Easyride. Nach dem
Einsteigen kam die Kontrolle. Das Ticket meiner Frau war
erst eine Minute später gültig, weil der Bus zu früh war.
Sie musste 100 Franken Busse zahlen, obwohl sie keinen
Vorteil hatte. Die SBB haben die Strafe später auf 60
Franken reduziert, aber für uns ist es bis heute nicht
nachvollziehbar.»
ZINALI: «KEIN TICKET WEGEN APP-FEHLER – TROTZDEM BUSSE»
«Ich wollte über die SBB-App ein Ticket kaufen, aber es kam
ständig eine Fehlermeldung. Als der Zug kam, bin ich direkt
zu den Zugbegleitern gegangen und habe sie gebeten, mir ein
Ticket (mit Aufpreis) zu verkaufen. Stattdessen haben sie
mir eine Busse von 75 Franken gegeben, weil ich kein Ticket
hatte. Nach vielen Beschwerden wurde die Busse storniert,
weil sie gesehen haben, dass ich regelmässig Tickets kaufe.
Die Frage, ob ich mich in einem solchen Fall wieder an das
Zugpersonal wenden kann, ohne gebüsst zu werden, wurde nie
beantwortet.»
FLURIN: «EASYRIDE-FEHLER KOSTET 100 FRANKEN»
«Ich habe in der SBB-App Easyride aktiviert, aber wegen
eines Fehlers wurde es bei der Kontrolle nicht angezeigt.
Ich musste 100 Franken Busse zahlen – für einen Fehler in
der App.»
SBB+Postauto am 18.1.2025: ÖV wird mit
bezahlten Fahrkarten immer komplizierter mit irrigen
Billetsystemen und Zeiten
https://t.me/standpunktgequake/176415
je komplizierter und störanfälliger die neuen Billettsysteme
sind, umso mehr Einahmen werden durch Bussen generiert. Wenn
man wie die SBB oder Postauto keine Konkurenz hat, kann man
ja so mit den Kunden umgehen... Gefühlt mehr als die Hälfte
der Billett-Verkaufsstellen an den Bahnhöfen dicht (diese
Gebäude haben wir mit über jahrzehnten gekauften Billetten
und Steuern bezahlt
—> wohin wandert denn nun der Erlös der Gebäude ??? PS
dito Gebäude von der Post), das meiste Personal entlassen
oder verdient "man" mehr mit Billett-Kontrollen als mit
normalen Verkäufen ? Tickets neuerdings im Postauto (ZH)
zahlbar mit Karte 15 min oder 60 min gültig aber nicht für
den Zug in gleicher Zone ... bin sprachlos.... müssen wir
denn ein Studium absolvieren, um sicher zu sein, ein
gültiges Ticket zu haben und was blüht unwissenden Touristen
??? werde mich weiterhin weigern IRGENDETWAS mit Handy
bezahlen, keine App NADA !!!
https://de.rt.com/schweiz/234600-rekordjahr-schweizerische-bundesbahn-so-puenktlich/
Das Jahr 2024 markierte ein Rekordjahr für die SBB: 93,2
Prozent aller Züge kamen pünktlich an. Besonders die
Westschweiz und das Tessin trugen zur Steigerung bei. Auch
die Kundenzufriedenheit legte zu und erreichte bei der
Ankunftspünktlichkeit 87,6 Punkte, 1,5 Punkte mehr als
2023.
Die Schweizerische Bundesbahn (SBB) blickt auf ein
bemerkenswertes Jahr zurück: Mit 93,2 Prozent pünktlichen
Zügen erreichte sie 2024 den höchsten Wert ihrer Geschichte.
Besonders die Westschweiz und das Tessin konnten ihre
Pünktlichkeitswerte spürbar steigern und trugen wesentlich
zu diesem Erfolg bei.
Auch die Kundenzufriedenheit kletterte auf neue Höhen – ein
Zeichen, dass die Bemühungen der SBB auf breiter Front
Früchte tragen.
Die Ankunftspünktlichkeit stieg nicht nur in den Zahlen,
sondern auch in der Wahrnehmung der Kunden. Mit 87,6 Punkten
– 1,5 Punkte mehr als im Vorjahr – erreichte die
Zufriedenheit bei der Pünktlichkeit einen neuen Spitzenwert.
Insbesondere im Fernverkehr zeigte sich eine deutliche
Steigerung in allen Regionen, was auf die verbesserte
Zusammenarbeit zwischen den SBB-Divisionen und den Einsatz
der Mitarbeitenden zurückzuführen ist.
Ein weiterer Erfolgsfaktor war die hohe Zuverlässigkeit des
Rollmaterials und der Infrastrukturanlagen. Das
vergleichsweise milde Wetter trug ebenfalls dazu bei, dass
die Züge zuverlässig ihre Ziele erreichten.
Trotz des Rekordjahres zeigte sich, dass das Schweizer
Bahnsystem anfällig für extreme Wetterereignisse bleibt. Am
22. November 2024 führte starker Schneefall zu einem
Pünktlichkeits-Negativrekord. Auch lokale Unwetter und
Ereignisse wie der Erdrutsch in St. Gallener Stadtteil St.
Fiden stellten die Robustheit des Systems auf die Probe.
Während die Deutschschweiz weiterhin mit Spitzenwerten
überzeugt (Region Mitte: 93,71 Prozent, Region Ost: 93,65
Prozent), zeigten sich hier die Folgen lang andauernder
Bauarbeiten und Probleme im internationalen Verkehr.
Der Güterverkehr hingegen konnte nicht vom Aufwärtstrend
profitieren. Die Kundenpünktlichkeit sank um 1,8
Prozentpunkte auf 88,0 Prozent. Grund dafür waren unter
anderem IT-Probleme nach einer Systemumstellung, Engpässe
auf der Gotthardachse sowie die abnehmende Zuverlässigkeit
alter Lokomotiven.
Die SBB unterstreicht in ihrer Mitteilung, dass der
Rekordwert von 93,2 Prozent pünktlichen Zügen das Resultat
harter Arbeit und konsequenter Optimierung sei. Doch die
Herausforderungen der Zukunft – von extremen
Wetterereignissen bis zu technischen Engpässen – zeigen,
dass es keinen Grund für Selbstzufriedenheit gebe.
Von solchen Werten kann die Deutsche Bahn nur träumen, doch
auch für die SBB bleibt eines klar: Der Weg zu einer noch
robusteren und kundenfreundlicheren Bahn ist weiterhin nicht
zu Ende.