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Kriminelle in der Schweiz: Mondpreise / Wucherpreise 01


Meldungen

präsentiert
von Michael Palomino
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Schokoladenfirma Lindt = krimineller Roiber:
Kriminelle Mondpreise / Wucherpreise von schweizer Firma Lindt im 4R am 10.3.2026: Schokoladenfirma Lindt zockt Deutschland mit 8,99 Euro pro goldigen Osterhaasen ab:
Deutsche schäumen wegen Lindts Osterhasen-Preisen: «Nicht ganz dicht»
https://www.nau.ch/news/schweiz/lindt-deutsche-schaumen-wegen-osterhasen-preisen-67103519

Riccardo Schmidlin -- Alle Jahre wieder hoppelt der Goldhase von Lindt zu Ostern in die Münder. Für viele Deutsche hat der Preis aber die Schmerzgrenze überschritten.

    In Deutschland rasselt es hässige Kommentare wegen Lindts Goldhasen-Preisen.
    Dort kostet er 8.99 Euro – umgerechnet 8.10 Franken.
    In der Schweiz ist der süsse Gaumenschmaus sogar 22 Prozent teurer.

Deutsche wittern «Abzocke»

Ein User stänkert auf der Plattform Threads in Richtung Lindt: «Ihr seid doch nicht ganz dicht?»

8.99 Euro (umgerechnet 8.10 Franken) kostet der 200 Gramm schwere Schoggihase von Lindt. «Die Hälfte bleibt deswegen stehen und wird dann nach Ostern mit 70 Prozent Rabatt verscherbelt», vermutet er.

Und der User legt nach: «Wer die kauft, hat wirklich die Kontrolle über sein Leben verloren und sollte zwingend seine Zurechnungsfähigkeit überprüfen lassen.» Krawumm!

Über 1000 wütende Deutsche stimmen in den Hasen-Hass ein: «Abzocke», «unverschämt solche Preise», «abartig» und «blöde Schokohasen».


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Kriminelle Schweizer mit Mondpreisen:
Schweizer Logik bei der Schokoladenfabrik Lindt am 10.3.2026: Kakaopreise sinken - aber die Preise für Osterhasen steigen:
Goldhasen teurer als letzte Ostern: So rechtfertigt Lindt-Chef Adalbert Lechner die hohen Schoggi-Preise
https://www.blick.ch/wirtschaft/goldhasen-teurer-als-letzte-ostern-so-rechtfertigt-lindt-chef-adalbert-lechner-die-hohen-schoggi-preise-id21769296.html

Milena Kälin -- Redaktorin Wirtschaft -- Für alle Schoggi-Liebhaber gibt es vor den Ostern leider keine guten Neuigkeiten: Lindt wird die Preise trotz tieferer Kosten für Kakao nicht senken. CEO Adalbert Lechner erklärt, weshalb es dafür noch zu früh ist.

Kakao-Preise fielen 2025 stark, Lindt senkt Preise vorerst nicht
Trotz 60 % niedrigeren Kakao-Kosten blieb Lindt-Gewinn hoch: 726,6 Mio. CHF
Schoggi-Preise stiegen 2025 um 19 %, Volumen erstmals gesunken

Die Kakao-Preise sind letztes Jahr an der Börse deutlich gesunken: Eine Tonne Kakaobohnen kostet rund 65 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Im Detailhandel sind die Schoggi-Preise bei Lidl, Migros und Denner bereits gefallen. Doch wie sieht es bei der Premium-Marke Lindt & Sprüngli aus?

«Es ist noch viel zu früh, um über mögliche Preissenkungen zu diskutieren», sagt Lindt-Chef Adalbert Lechner (64) an der Jahresmedienkonferenz vom Dienstag. Auffällig: Der Schoggi-Hersteller verdiente 2025 an den angehobenen Preisen sehr gut. Der Gewinn stieg um 8,1 Prozent auf 726,6 Millionen Franken. Ein Zückerli gabs auch für die Aktionäre: Die Dividende klettert zum 30. Mal in Folge – auf 1800 Franken je Aktie. Nur Konsumentinnen und Konsumenten gehen leer aus.

Diese Ostern lässt sich Lindt den Schoggi-Hasen vergolden. Dieser kostet deutlich mehr als im Vorjahr. Der Grund: Lindt hat die Preise 2025 erst nach Ostern im Schnitt um 19 Prozent angehoben. Die Preisänderungen sind deswegen bei den Goldhasen erst dieses Jahr spürbar.

Volle Kakao-Lager
Das Problem: Die Kakao-Lager von Lindt sind noch voll. «Wir kaufen Kakaobohnen für jeweils 12 bis 15 Monate ein», erklärt der Chef. Von den gesunkenen Rohstoffpreisen merkt der Schokoladenproduzent darum noch nichts. Die Schoggi-Hasen wurden alle noch mit teurem Kakao gegossen. Die Rohstoffpreise von beispielsweise Zucker und Haselnüssen seien nach wie vor höher als üblich.

Hinzu kommen neue Unsicherheiten wegen des Ausbruchs des Krieges in Iran: Der Hersteller aus Kilchberg ZH befürchtet steigende Energie- und Transportkosten. «Zudem werden die asiatischen Touristen fehlen, die sehr gute Kunden unserer Flagship-Stores sind», erklärt Lechner.

2025 nahmen die Kundinnen und Kunden Lindt die Preiserhöhungen aber zum ersten Mal übel. Nach Preiserhöhungen von über 40 Prozent in den letzte vier Jahren ist das verkaufte Volumen erstmals gesunken. Lindt rechnet auch dieses Jahr mit etwas weniger Verkäufen.

Lechner macht ein bisschen Hoffnung: «Im Herbst werden wir entscheiden, ob Preissenkungen möglich sind.» So soll eine erneute Flaute im Weihnachtsgeschäft verhindert werden.



Einfach nur noch kriminell am 30.4.2026: Mondpreise und Wucher in Zürich:
Paradeplatz-Cappuccino kostet jetzt 9 Franken - Teenies finden's ok
https://www.nau.ch/news/schweiz/paradeplatz-cappuccino-kostet-jetzt-9-franken-teenies-findens-ok-67122291

Fototext:
-- Sieht schick aus, ist aber ganz schön teuer: Der Cappuccino bei Ralph's Coffee.
-- Ralph's Coffee gehört zur bekannten Luxus-Kleidermarke Ralph Lauren.

Stephan Felder -- Zürich -- Kaffee wird seit Jahren immer teurer. Am Zürcher Paradeplatz müssen Kunden jetzt besonders tief in die Tasche greifen.

Kaffee wird seit Jahren immer teurer. Am Zürcher Paradeplatz müssen Kunden jetzt besonders tief in die Tasche greifen.

    Ein Cappuccino kostet im Ralph’s Coffee acht Franken, mit Hafermilch sogar neun.
    Das neue Lokal am Paradeplatz gehört zum Kleiderladen Ralph Lauren.
    Trotz hohem Preis wird das Lokal überrannt.

Ein Kafi Crème kostet in der Deutschschweiz durchschnittlich 4.65 Franken. Seit Jahren steigt der Preis. In Zürich sind gar 5.50 fürs Kafi Crème oder sechs Franken für einen Cappuccino weitverbreitet.

Jetzt aber sprengt ein neues Café am Paradeplatz die Grenzen des Möglichen: Satte neun Franken zahlt man im Ralph’s Coffee für eine Tasse Cappuccino mit Hafermilch.

Mit Kuhmilch sind es immer noch acht Franken. Ein Espresso kostet sechs Franken. Man muss ihn sogar selbst an der Theke abholen.

Dagegen wirkt sogar der Zehn-Franken-Cappuccino im Dolder Grand vernünftig. Denn hier sind Guetzli und zuvorkommender Service inklusive.
Die Filiale ist durch und durch amerikanisch eingerichtet

Ralph’s ist das hippe, chice neue Lokal im Innern des Kleidershops Ralph Lauren, gegenüber des Zeughauskellers. Bekannt aus den USA, etwa der Madison Avenue in New York.

Die Zürcher Filiale eröffnete Ende März, ist ebenfalls in grün-weiss eingerichtet, der weltbekannte Polo-Teddy steht an jeder Ecke in Lebensgrösse.

Die Filiale ist durch und durch amerikanisch eingerichtet. Sogar die Toilette (man muss durch den ganzen Shop ins Obergeschoss) hat den typisch amerikanischen Spül-Knopf und goldene Kleiderhaken.

Und: Trotz Mega-Preis rennen junge Leute den Baristas die Türen ein.

Es sind vor allem Frauen ab 25, die mit ihren Partnern herkommen. Oversize-Blazer, Louis-Vuitton-Tasche, helle Sneakers, Sonnenbrille. Die Männer tragen den Pulli über die Schulter gelegt, Käppi und helle Jeans.

Ein Tourist aus Indonesien hat soeben 16 Franken für zwei Kaffees bezahlt und sagt zu Nau.ch: «Zürich ist viel teurer als der Rest Europas.»

Der teure Kaffee sei «das Geld nicht wert». Aber «wir sind halt Touristen und hatten keine Zeit, was anderes zu suchen.»

Zwei Teenie-Meitli (14 und 15), beide Expats, die in Zürich leben, haben kein Problem damit. Sie sagen: «Der Preis ist okay für Ralph’s. Überall sonst würden wir das nicht zahlen.»
Viele Modelabels bieten eigene Cafés an

Modelabels mit eigenen Cafés: Das ist inzwischen ein klarer Trend im Luxus- und Lifestyle-Retail. In Mailand gibt es das Emporio Armani Caffè; in New York neben Ralph's Coffee auch Le Café Louis Vuitton.

Nicht nur Luxusmarken setzen auf dieses Konzept. Zara bietet in Madrid oder Seoul das Zacaffè an. Die Roger-Federer-Marke Uniqlo setzt in New York oder Tokio auf Uniqlo Coffee.

Das Ziel ist klar: Der Store soll nicht nur Verkaufsfläche sein, sondern ein Aufenthaltsort. Es soll der Lifestyle verkauft werden, nicht nur das Produkt.

Und nicht zuletzt sind die entsprechenden Cafés wie Ralph's Coffee in Zürich bewusst «instagrammable» gehalten: Also extra so designt und eingerichtet, dass sie eine ideale Bühne für Influencer bieten.




Mondpreise / Wucherpreise in der kriminellen Schweiz am 11.5.2026: Viel zu hohe Geldbussen wegen Bagatelldelikten - Gefängnisse voll wegen praktisch gar nichts!
Überfüllte Gefängnisse: So viele Menschen hinter Gitter wie noch nie
https://www.blick.ch/politik/ueberfuellte-gefaengnisse-so-viele-menschen-hinter-gitter-wie-noch-nie-id21940737.html

Simone Steiner -- Bundeshausredaktorin -- Die Schweizer Gefängnisse sind voll. Das zeigt die neuste Statistik. Viele Inhaftierungen erfolgen, weil Personen ihre Bussen nicht zahlen können. Die Politik suchte bisher erfolglos nach Lösungen.

Schweizer Gefängnisse sind zu 97 Prozent ausgelastet, Platznot verschärft sich
Prison du Bois-Mermet im Waadtland war zu 167 Prozent belegt
Ersatzfreiheitsstrafen machen 43 Prozent der Neueintritte aus, 200 Franken pro Tag

Die Schweizer Gefängnisse sind rappelvoll. Noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1988 sassen so viele Menschen hinter Gittern. Ende Januar waren es 7119 Personen. Steigt diese Zahl weiter, könnte es bald eng werden. Schweizweit sind bereits 97 Prozent der Gefängnisplätze belegt. Das zeigt die neuste Erhebung des Bundesamts für Statistik.

In einigen Regionen sind die Gefängnisse bereits heute überfüllt. Das Regionalgefängnis Thun BE etwa war im April zu 121 Prozent ausgelastet, jenes in Burgdorf BE zu 111 Prozent. Das Prison du Bois-Mermet im Kanton Waadt war laut «Monitoring Justizvollzug» sogar zu 167 Prozent belegt.

Die Überbelegungen führen zu Stress und Konflikten unter den Insassen sowie zu einer starken Belastung des Gefängnispersonals. Zudem verschlechtern sich die hygienischen Bedingungen.

Der Kanton Luzern stellte deswegen bereits zusätzliche Container für die Gefangenen auf. Im Grossen Rat in Bern wird der Ansatz ebenfalls diskutiert. In St. Gallen könnten die Kleingefängnisse in Bazenheid und Uznach vorübergehend wieder eröffnet werden.

Überlastung wegen Bagatelldelikten
Ein Hauptgrund für die überfüllten Gefängnisse ist, dass Personen im Gefängnis landen, weil sie ihre Busse oder Strafe – etwa wegen Schwarzfahrens – nicht bezahlen können. 2024 sassen 4985 Personen wegen sogenannter Ersatzfreiheitsstrafen hinter Gittern. Das war mehr als die Hälfte aller 9030 Inhaftierten in diesem Jahr.

Die vielen Kurzaufenthalte kosten die Steuerzahler viel Geld. Im Durchschnitt bleiben die Betroffenen nur acht Tage im Gefängnis. Jeder Hafttag kostet rund 200 Franken pro Person. Das übersteigt die eigentlichen Bussen um ein Vielfaches.

Die Waadtländer SP-Nationalrätin Jessica Jaccoud (42) wollte verhindern, dass Ersatzfreiheitsstrafen bei Bussen bis zu 5000 Franken ausgesprochen werden können. Der Nationalrat lehnte die Idee jedoch ab.

Einen anderen Ansatz verfolgt der Kanton Zürich. Dort können mittellose Personen ihre Bussen mit gemeinnütziger Arbeit abarbeiten. Einige scheitern allerdings daran, dass sie die Arbeit nicht rechtzeitig beantragen. Dennoch stieg die Zahl der Personen, die gemeinnützige Arbeit leisten, innerhalb eines Jahres um 26 Prozent.

Politik scheitert daran, das Problem zu lösen
Transportunternehmen ist es überlassen, ob sie Schwarzfahrer bei der Staatsanwaltschaft anzeigen oder nicht. Tun sie es, gibt es bei erfolgloser Betreibung eine Ersatzfreiheitsstrafe.

Viele Kantone wollen nun mit dieser Praxis brechen. Ihre Kosten explodieren wegen der vielen Ersatzfreiheitsstrafen. Justizminister Beat Jans (61, SP) erinnerte das Parlament deshalb daran, dass mehr als 43 Prozent aller Neueintritte ins Gefängnis auf Ersatzfreiheitsstrafen zurückgehen.

Weil die Politik aber noch keine griffigen Lösungen gefunden hat, engagieren sich mittlerweile auch Private. Der Verein Freiheitsentzugskritik will mit einer Online-Spendenaktion 50’000 Franken sammeln. Damit sollen rund 150 Bussen bezahlt und entsprechende Gefängnisaufenthalte verhindert werden.




Die schweizer Bosse im "Gesundheitssystem" zocken und zocken:

Schweiz mit WUCHER am 16.5.2026: z.B. in der Apotheke: "Sicherheitscheck" mit Beratungsgespräch über Allergien, Unverträglichkeiten und Gesundheitszustand - das kostet 13,27 Franken:
Kunde stinksauer: Verschriebene Medis geholt: Apotheke wollte 13.27 Fr. zusätzlich
https://www.20min.ch/story/kunde-stinksauer-verschriebene-medis-geholt-apotheke-wollte-1327-fr-zusaetzlich-103561126

Martine Anastasiou -- Ein Apothekenkunde ist verärgert, dass er zusätzliche Gebühren für Sicherheitschecks in der Apotheke bezahlen muss. Seit Anfang des Jahres zeigt ein neues Tarifsystem die Leistungen detaillierter auf der Quittung auf.

    Ein Apothekenkunde ärgert sich über Zusatzgebühren für Sicherheitschecks.
    Das neue Tarifsystem LOA V, das seit 1. Januar 2026 gilt, weist pharmazeutische Leistungen wie Sicherheitsfragen auf der Quittung detaillierter aus.
    Der Schweizerische Apothekerverband Pharmasuisse betont, die Checks seien gesetzlich vorgeschrieben. Der Konsumentenschutz fordert mehr Transparenz.

Falls du seit Anfang des Jahres rezeptpflichtige Medikamente bezogen hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass zusätzliche Positionen auf der Quittung auftauchen. Diese Änderung sorgte bei einem 20-Minuten-News-Scout für Verwirrung: Ihm wurden Sicherheitschecks separat verrechnet.

Blick auf die Quittung: Fragen kosten zusätzlich
Nach einem Zahnarztbesuch wollte der 51-Jährige nur noch seine Medikamente in einer Zürcher Medbase-Apotheke abholen. Mit dicker Backe und Watte im Mund beantwortete er dort Fragen zu Allergien, Unverträglichkeiten und seinem Gesundheitszustand – obwohl Ähnliches bereits beim Zahnarzt Thema gewesen war.

Erst zu Hause bemerkte er auf der Quittung mehrere zusätzliche Positionen. Zu den Medikamentenkosten von 43 Franken kamen rund 14 Franken für Sicherheitsfragen zu Medikamenten und Patienteninformationen hinzu. Insgesamt zahlte er 57.50 Franken. «Ich dachte zuerst, das sei ein Fehler auf der Quittung.»

«Ich wäre wieder gegangen»
Besonders ärgert ihn, dass er vorab nicht über die Zusatzkosten informiert worden sei. «Hätte mir die Apothekerin gesagt, ich muss fürs Beantworten von Fragen zahlen, wäre ich wieder gegangen.»

Die Mitarbeitenden seien zwar sehr freundlich gewesen, sagt er. Ihn störe nicht das Personal, sondern das System. «Wenn man schon solche Preise verlangt, sollte man wenigstens transparent sein.» Für ihn sei das «reine Abzocke».

Neues Tarifsystem – was sind Sicherheits-Checks?
Die LOA («leistungsorientierte Abgeltung») regelt, wie Apotheken ihre Leistungen bei rezeptpflichtigen Medikamenten abrechnen. Der Bund führte das System bereits 2001 ein. Seit dem 1. Januar 2026 gilt die neue Version LOA V. Früher waren viele dieser Leistungen weniger sichtbar in anderen Gebühren enthalten. Laut dem Schweizerischen Apothekerverband Pharmasuisse sind die Tarife schweizweit einheitlich und vom Bundesrat genehmigt.

Beim «Sicherheits-Check Medikament» überprüft die Apotheke unter anderem, ob Dosierung, Anwendung und Packungsgrösse stimmen und ob Risiken oder Wechselwirkungen bestehen. Beim «Sicherheits-Check Patient» prüft die Apotheke, ob neue Medikamente zu bisherigen Medikamenten, Unverträglichkeiten oder bekannten Risiken passen. Dafür führt sie ein Patientendossier.

Pharmasuisse: «Teil der Patientensicherheit»
Pharmasuisse weist den Vorwurf der «Abzocke» zurück. «Die Apothekerin oder der Apotheker ist verpflichtet, diese Arbeit zu leisten», sagt Mediensprecher Gregory Nenniger.

Die Checks seien keine freiwillige Zusatzleistung, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Laut Nenniger tragen Apothekerinnen und Apotheker dabei eine eigene Verantwortung und haften bei Fehlern. Die Arbeit müsse deshalb auch entschädigt werden, da sie Teil der Patientensicherheit sei.

Medbase: «Keine höhere Kosten für Kunden»
Auch Medbase betont, die Leistungen seien nicht neu, sondern würden mit LOA V detaillierter ausgewiesen. Ziel sei, Apotheken für ihre tatsächlichen pharmazeutischen Leistungen zu entschädigen – unabhängig vom Preis des Medikaments.

«Die Vergütung bildet den tatsächlichen Aufwand besser ab», schreibt Simon Marquard, Kommunikationsbeauftragter bei Medbase. Insgesamt führt das neue System laut Medbase nicht zu höheren Kosten. Wer regelmässig dieselben Medikamente in derselben Apotheke beziehe, könne bei Folgebezügen sogar profitieren. Zudem stelle Medbase bei Bedarf Kundinnen und Kunden auch einen Info-Flyer zu den Sicherheitschecks zur Verfügung.

Konsumentenschutz: «Für Laien kaum verständlich»
Der Konsumentenschutz sieht dennoch ein Problem: «Konsumentinnen und Konsumenten müssen verstehen können, welche Leistung erbracht wurde und weshalb sie verrechnet wird», sagt Sarah Lengyel, Leiterin Gesundheit beim Konsumentenschutz. «Für Laien sind die Positionen kaum verständlich», meint sie.

Gerade weil das System aus vielen einzelnen Gebühren bestehe, seien Transparenz und Verständlichkeit entscheidend. «Wenn der Nutzen einzelner Gebühren für Betroffene nicht klar ersichtlich ist, entsteht rasch der Eindruck von Intransparenz oder unnötigen Kosten», so Lengyel.





Mondpreise / Wucherpreise in der Schweiz am 7.6.2026: neu auch bei Bergbahnen:
Preise bei Ausflugsbahnen verärgern Leser: «Eine Familie kann sich das schon gar nicht mehr leisten»
https://www.blick.ch/wirtschaft/preise-bei-ausflugsbahnen-veraergern-leser-eine-familie-kann-sich-das-schon-gar-nicht-mehr-leisten-id22009952.html

Martin Schmidt -- Redaktor Wirtschaft -- Die Preise für Ausflugsbahnen in der Schweiz steigen weiter: Eine Fahrt aufs Schilthorn kostet 115 Franken, aufs Jungfraujoch sogar 239.20 Franken. Ein Grossteil der Blick-Community kritisiert die hohen Tarife scharf.

Die beliebten Ausflugsbahnen ziehen im Sommer zahlreiche Gäste in luftige Höhe. Dafür müssen sie jedoch tief ins Portemonnaie greifen. Denn auch die Preise der Bahnen klettern kontinuierlich in die Höhe, wie Blick berichtet hat. Eine erwachsene Person zahlt für den Normaltarif aufs Schilthorn retour 115 Franken. Die Retourfahrt aufs Jungfraujoch kostet 239.20 Franken. Für eine Rundreise von Zermatt nach Cervinia berappt man in der Hochsaison ohne Vergünstigungen 264 Franken hin und zurück. Das sind 24 Franken mehr als noch bei der Eröffnung 2023.

Viele Schweizer verfügen über ein Halbtax oder GA und fahren bei den meisten Bahnen zum halben Preis. Aufs Jungfraujoch fällt der Rabatt saisonal etwas geringer aus. Mit dem Generalabo ist die Fahrt auf die Rigi sogar gratis. Doch die Preise kommen beim Grossteil der Blick-Community gar nicht gut an.

«Normalverdienende Schweizer gehen nicht mehr auf diese Berge, sondern nur noch vermögende Touristen. Die Schweiz wird ein Monaco-Disneyland für den halben Planeten», schreibt etwa Dario Weber. Auch Patrick Weber geht mit den Tarifen hart ins Gericht. «Das ist doch pure Abzocke in seiner Blütezeit. Willkommen in der Schweiz. Bitte halten Sie Ihr prall gefülltes Portemonnaie griffbereit.»

Sandro Esquina kommentiert die Preise wie folgt: «Als Schweizer mit einem normalen Lohn kann man sich diese Preise nicht mehr leisten. Traurig.»

«Alles nur noch für Touristen ausgelegt»
Gerade bei Familien sind die Ausflüge fürs Budget besonders belastend. Das Arbeitspensum wird für die Kinderbetreuung meist reduziert, gleichzeitig müssen damit drei, vier oder fünf Personen finanziert werden. «Unverschämt wie die eigenen Leute abgezockt werden. Eine Familie mit Kindern kann sich das schon gar nicht mehr leisten», ärgert sich Christine Krauss-Wirz. Dann heisse es immer, das Geld soll im Land bleiben. «Aber wie denn? Ist doch alles nur noch für die Touristen ausgelegt.»

Die Bahnen entschärfen die Belastung für Familien etwas, indem sie für Kinder grosszügige Rabatte bieten.

Auch Rabatte für ausländische Gruppen sorgen für Stunk
Die Rabatte für grosse Gruppen hingegen sind einigen ein Dorn im Auge. «Die ausländischen Touristen und ausländischen Reiseveranstalter kaufen all diese Tickets zu einem Spottpreis! Wir Schweizer müssen den regulären Preis bezahlen», schreibt Esther Weber.

Die Rabatte fallen in der Regel deutlich geringer aus als für Inhaber eines Halbtax. Gruppenrabatte bewegen sich bei vielen Bahnen im Bereich von 20 bis 30 Prozent. Sehr grosse Touroperatoren können ihrer Kundschaft noch grössere Rabatte weitergeben. Doch auch hier fährt man mit Halbtax im Vergleich fast immer günstiger.

Zahlreiche Community-Mitglieder verzichten wegen der stattlichen Preise ganz auf die Angebote. «Ich sehe die Rigi von zu Hause. Zahle keine horrenden Preise!», schreibt etwa Mariella Brunner. «Da lob ich mir das Flachland. Schöne Regionen, tolle Ausflugsziele ohne superteure Bahnen!», kommentiert Markus Loosli.

«Kann jeder selber entscheiden, ob er die Bahn benutzt»
Doch es gibt auch Stimmen, die mit den Preisen kein Problem haben. «Kann ja jeder selber entscheiden, ob er die Bahn benutzt oder nicht. Andere Sachen wie Mieten oder Krankenkasse kann man nicht selber entscheiden», schreibt Manuel Loretz.

«Der wichtigste Faktor in einem Unternehmen: Nachfrage bestimmt das Angebot und den Preis», kommentiert Ryan Kand. Die Schweizer Preise seien marktüblich in touristischen Gebieten rund um den Globus. «Die Angestellten wollen schliesslich anständig bezahlt und die Betriebskosten beglichen werden», führt er aus.

Werner Signer fragt sich, warum man überhaupt über die Preise diskutiert. «Zu Fuss ist eh gesünder, interessanter und unterhaltsamer.»




Schon wieder Mondpreise / Wucherpreise in der Schweiz:

Argument des Staates: Fahrzeugschmuggel unterbinden:
Krimineller schweizer Zoll am 27.6.2026: Wucher wegen einer Autofahrt nach Deutschland im "falschen" Auto -- oder Bewilligung vom TCS mit Beglaubigung der Gemeinde:
Schweizer Grenze: Zoll verlangt 8000 Euro, weil Bruder des Besitzers am Steuer war
https://www.20min.ch/story/schweizer-grenze-zoll-verlangt-8000-euro-weil-bruder-des-besitzers-am-steuer-war-103590978

Fabian Pöschl -- Ein Mann aus Weil am Rhein fuhr allein mit dem Schweizer Auto seines Bruders nach Deutschland. Der Zoll zog ihn aus dem Verkehr.

Ein 33-Jähriger aus Weil am Rhein fuhr ein Schweizer SUV seines Bruders über die Grenze.
Das hätte er nicht ohne seinen Bruder tun dürfen.
Wer seinen Wohnsitz in einem EU-Land hat und mit einem in der Schweiz gemeldeten Fahrzeug in ein EU-Land fährt, muss es verzollen und versteuern.
Das gilt umgekehrt auch für Schweizer Bürgerinnen und Bürger.

Nach einer Zollkontrolle nahe der Grenze zur Schweiz warf ein 33-Jähriger aus Weil am Rhein (D) dem deutschen Staat Geldgier vor.
Das ist passiert

Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Lörrach an der Grenze zur Schweiz zogen den Mann am 17. Juni an einer Kontrollstelle aus dem Verkehr. Er befand sich alleine in einem sportlichen Premium-SUV mit Schweizer Kennzeichen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Sein Problem: Das Auto gehört nicht dem Fahrer aus Deutschland, sondern seinem Bruder, der in Riehen BS wohnt. Der Mann habe angegeben, dass sich sein Bruder zu dem Zeitpunkt zu Hause aufgehalten habe.

Doch ein ausserhalb der EU zugelassenes Fahrzeug dürfen in der EU ansässige Personen nur in Ausnahmefällen im EU-Raum fahren (siehe Box). Sein Bruder aus der Schweiz hätte sich im Auto oder zumindest in der EU aufhalten müssen, um kein Problem mit dem Zoll zu bekommen.

Diese Ausnahmen gibt es
Gemäss dem Hauptzollamt Lörrach gibt es Ausnahmen für Fahrer aus der EU mit einem in der Schweiz zugelassenen Fahrzeug unter folgenden Voraussetzungen:

    Dienstwagen
    Firmenwagen
    Mietfahrzeuge
    Umzugsgut

Darum muss der Mann 8000 Euro bezahlen

Wer seinen Wohnsitz in einem EU-Land hat und mit einem in der Schweiz gemeldeten Fahrzeug in ein EU-Land fährt, muss es verzollen und versteuern. «Ein Fahrzeug ist eine Ware. Wer ein solches als EU-Bürger aus der Schweiz einführt, hat dies am Grenzzollamt anzumelden und die Abgaben zu entrichten», sagt Antje Bendel, Pressesprecherin des Hauptzollamts Lörrach. Solche Sachverhalte stellten die Zöllner und Zöllnerinnen immer wieder fest.

Die Beamten leiteten gegen den Mann ein Steuerstrafverfahren ein. Sie ermittelten den Zeitwert des Fahrzeugs und setzten Eingangsabgaben in Höhe von rund 8000 Euro gegen den Mann fest.

Der Mann habe nur einen Teil des Abgabenbetrags entrichten können. Auf die Sicherstellung des Fahrzeugs hätten die Beamten aber verzichtet. Sie hätten sich über einen Weg der Zahlung des Restbetrags geeinigt und den Mann weiterfahren lassen.

Was gilt für Bürger aus der Schweiz?
Im umgekehrten Fall wenden laut Zollsprecherin Bendel auch die Schweizer Behörden entsprechende Vorschriften an. Dem Zoll gehe es grundsätzlich darum, dass keine geschmuggelten oder gar gestohlenen Autos unterwegs sind, sagt TCS-Sprecherin Vanessa Flack.

Wenn Personen mit Wohnsitz in der Schweiz ein fremdes Auto mit Schweizer Zulassung für eine Fahrt ins Ausland nutzen, sollten sie sich immer eine Bewilligung zur Benutzung ausstellen lassen, rät Flack. Der TCS stellt ein solches Formular auf seiner Website zur Verfügung. Der Fahrer muss das Formular beglaubigen lassen. Je nach Kanton beglaubigen die Wohngemeinde, die Notarin oder eine andere Stelle das Formular. Fahrten ins Ausland mit dem Mietauto sind aber etwa bei Mobility erlaubt.





Mondpreise und Wucherpreise in der Schweiz:
Galaxus kriminell am 1.7.2026: Einfach mal den 5fachen Preis verlangt:

«Saldo»-Bericht: Galaxus verkauft Temu-Messer für 14.90 statt 2.91 Franken
https://www.20min.ch/story/saldo-bericht-galaxus-verkauft-temu-messer-fuer-1490-statt-291-franken-103592818

Fabian Pöschl -- Galaxus bezeichnet das Temu-Modell als Umweltkatastrophe. Das hindert das Unternehmen laut einem Bericht aber nicht daran, Temu-Produkte mit deutlichem Aufpreis weiterzuverkaufen.

    Galaxus verkauft Messer der Marke Fischer2, die laut Etikette von Temu stammen, zum Fünffachen des Temu-Preises.
    Ein Kartoffelmesser kostete bei Galaxus 14.90 Franken – dasselbe Modell gibt es bei Temu für 2.91 Franken.
    Galaxus sagt, man habe die Produkte über einen Zwischenhändler und nicht über Temu bezogen.

Eine Zürcherin tappte in die Dropshipping-Falle: Statt vom vermeintlich niederländischen Laden stammten die Schuhe von Temu. Die Gefahr besteht auch bei Schweizer Onlineshops. Galaxus-Kunden haben Produkte geliefert bekommen, deren Etikette zeigt, dass das Produkt von Temu stammt, wie das Konsumentenmagazin «Saldo» berichtet.

Ein «Saldo»-Leser hat im Mai ein Kartoffelmesser der Marke Fischer2 bei Galaxus gekauft. Als er das Päckli mit dem Messer erhielt, sei als Importeur die Firma Whaleco Technology Limited angegeben gewesen. Dabei handelt es sich um eine Temu-Tochterfirma mit Sitz in Irland.

Galaxus verkaufte die China-Ware demnach zu einem Vielfachen des Preises. Der Kunde zahlte bei der Migros-Tochter 14.90 Franken für das Messer. Das gleiche Modell gebe es bei der Firma Shenzhen Zhihe Sida Trading Company bei Temu für 2.91 Franken. Galaxus verlangt also das Fünffache des Preises der China-Konkurrenz.

Auch andere Produkte der Marke Fischer2 sind bei Galaxus teurer:

    Getränke- und Handyhalter zum Montieren am Kinderwagen kostet bei Temu 3.02 Franken, bei Galaxus 18.90 Franken – 525 Prozent mehr.
    Dreiteiliges Schneidbretterset aus Edelstahl kostet bei Temu 13.99 Franken, bei Galaxus 39.90 Franken – 185 Prozent mehr.

Pikant: Galaxus gilt als grosser Kritiker von Temu. Auf der eigenen Website schreibt das Unternehmen in Artikeln etwa über Millionenstrafen der EU gegen Temu wegen unsicherer Ware und bezeichnete das Temu-Modell auch schon als Katastrophe für die Umwelt. Das hält Galaxus aber nicht davon ab, selber bei Temu zu bestellen und die Ware teurer zu verkaufen, schreibt das Konsumentenmagazin.

«Fatale Entwicklung»
Konsumentenschutz-Geschäftsleiterin Sara Stalder hält es für eine fatale Entwicklung, wenn sich die grössten Schweizer Onlineshops am Dropshipping beteiligen, wie sie zu 20 Minuten sagt. Damit untergrabe Galaxus die eigene Glaubwürdigkeit.

Stalder fordert, dass die Kundschaft zumindest informiert wird, wenn die Ware direkt aus China geliefert wird. Diese Information sollte beim Bestellvorgang vor Abschluss klar ersichtlich sein, so die Konsumentenschützerin.

Das sagt Galaxus
Galaxus-Sprecher Tobias Heller sagt auf Anfrage von 20 Minuten, man habe die Produkte der Marke Fischer2 über einen Zwischenhändler und nicht über Temu bezogen. «Unsere Einkaufspreise lagen auch deutlich über den von Saldo erwähnten Verkaufspreisen bei Temu.»

Nach der Anfrage von «Saldo» und eigenen Abklärungen habe Galaxus sich entschieden, alle Produkte, dieser Marke vorerst aus dem Shop zu entfernen. Aktuell stehe Galaxus mit dem betroffenen Lieferanten im Austausch.

Die Lieferanten sicherten Galaxus vertraglich zu, die in der Schweiz gültigen gesetzlichen Normen, Vorschriften und Vorgaben einzuhalten. Zusätzlich überwache Galaxus die Einhaltung mit Massnahmen wie optischen Beurteilungen bis hin zu Labortests.

Bei einem Sortiment von über zehn Millionen Produkten und über 100'000 Paketen pro Tag sei es allerdings nicht möglich, jedes einzelne Produkt oder dessen Etikette vor dem Versand individuell zu inspizieren. «Deshalb kann es in Einzelfällen vorkommen, dass Produkte in unseren Shops landen, die unseren Anforderungen nicht entsprechen. Entdecken wir solche Fälle, kann das je nach Verstoss Konsequenzen für den Lieferanten haben», sagt der Sprecher.




Taxis in der Schweiz m 1.9.2026: Mondpreise / Wucherpreise in der asozialen Schweiz:
1000-Städte-Vergleich: Luzern spitze: Die Schweiz ist das teuerste Taxi-Land der Welt
https://www.20min.ch/story/1000-staedte-vergleich-luzern-spitze-die-schweiz-ist-das-teuerste-taxi-land-der-welt-103625333

Fabian Pöschl -- Eine zehn Kilometer lange Taxifahrt in Luzern kostet 58.89 Franken. Das ist teurer als im US-Luxusort Palm Springs. Die Schweiz dominiert die Liste der teuersten Taxistädte deutlich.

Darum gehts

    Luzern ist laut einer Analyse die teuerste Taxistadt der Welt.
    Fünf der zehn Städte mit den höchsten Taxikosten weltweit liegen in der Schweiz.
    Auch Vaduz ist in den Top 10.

Island hat die Schweiz als teuerstes Land der Welt abgelöst. Bei den Preisen fürs Taxifahren ist die Schweiz aber immer noch spitze, wie eine Analyse zeigt. Das britische Versicherungsunternehmen Zego hat untersucht, in welchen Orten diesen Sommer die Taxipreise am höchsten waren.

Die Analyse für mehr als 1000 Städte weltweit sollte aufzeigen, was Touristinnen und Touristen erwartet, wenn sie vom Flughafen in die Stadt fahren. Das Ergebnis: Fünf der zehn Städte mit den höchsten Taxikosten sind in der Schweiz, mit Luzern an der Spitze. Dazu ist auch das Fürstentum Liechtenstein in der Top-Liste vertreten (siehe Tabelle).

In Luzern kostet eine Fahrt von zehn Kilometern mit einer Wartegebühr von zehn Minuten 58.89 Franken. Das ist umgerechnet zehn Rappen teurer als in Palm Springs, der kalifornischen Wüstenstadt, die als Rückzugsort von Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio bekannt ist.

Wartegebühren treiben den Preis in die Höhe
Die Autoren des Preisvergleichs heben den hohen durchschnittlichen Grundpreis in Luzern von 6.63 Franken hervor. Dabei ist dieser in Zürich sogar noch höher und in Lausanne und Basel nur wenig tiefer. Besonders hoch in den Schweizer Städten sind auch die Wartegebühren.

Zego-Geschäftsführer Sten Saar sagt: «Was vielen Menschen nicht bewusst ist: Der Verkehr kann eine Taxifahrt erheblich verteuern, selbst wenn die Entfernung gleich bleibt. Flughäfen liegen oft am Stadtrand, sodass eine Ankunft während der Hauptverkehrszeit oder in Zeiten hoher Nachfrage den Endpreis durch Wartegebühren und langsameren Verkehr erheblich in die Höhe treiben kann.»

Für Saar sind die Preise etwa in Zürich keine Überraschung. Er schwärmt: «Mit einigen der teuersten und exklusivsten Boutiquen der Welt und Skigebieten, die nur wenige Meilen entfernt liegen, ist es kein Wunder, dass Zürich zu den Städten mit den höchsten Taxitarifen weltweit gehört.»

Seine Tipps lassen sich für alle Städte nutzen: örtliche Taxipreise prüfen, ÖV und Flughafentransfers vergleichen oder, falls verfügbar, Dienste mit Festpreis nutzen. So könnten ein paar Minuten Planung vor der Ankunft weitaus mehr sparen als die Suche nach einem günstigeren Flug.





Mondpreise mit Wucher in der asozialen Schweiz am 20.9.2026: z.B. Anwälte:
Teure externe Anwälte: Bund gibt pro Jahr 25 Millionen Franken aus
https://www.blick.ch/politik/rechtsgutachten-fuer-die-verwaltung-bund-gibt-jaehrlich-25-millionen-franken-fuer-externe-anwaelte-aus-id22267312.html

Spezialisierte Kanzleien verdienen mit Bundesaufträgen viel Geld. Nicht nur der Vertrag für die Beschaffung des F-35-Kampfjets war für Anwälte lukrativ, auch andere Mandate bringen ihnen Millionen.

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Ganz normaler Wucher in der asozialen Schweiz am 20.9.2026: Mondpreise beim Strom von "Repower" - in Kestenholz SO:
Andy Winiger plant den Strom-Aufstand von Kestenholz SO: «Es ist eine bodenlose Frechheit»
https://www.blick.ch/politik/es-ist-eine-bodenlose-frechheit-andy-winiger-plant-den-strom-aufstand-von-kestenholz-so-id22269151.html

Janic Urech, Tobias Bruggmann und Raphaël Dupain -- Kestenholz SO hat den höchsten Strompreis in der Schweiz. Grund ist ein spezieller Vertrag. Jetzt geht die Gemeinde einen ungewöhnlichen Weg. Ein Ortsbesuch.

    Kestenholz klagt gegen Repower wegen des höchsten Strompreises der Schweiz
    2027 steigt Strompreis um 3 Rappen wegen Mindestbezugsklausel im Vertrag
    Kestenholz zahlt 45,88 Rappen/kWh, Schweizer Durchschnitt liegt bei 26,5 Rappen

Wenn Andy Winiger aus Kestenholz SO vor die Richter tritt, steht das ganze Dorf hinter ihm. Ihm gegenüber sitzt der Bündner Energiekonzern Repower. Verhandelt wird der höchste Strompreis der Schweiz. Eine Kilowattstunde kostet im kommenden Jahr 45,88 Rappen. Zum Vergleich: Der Schweizer Schnitt liegt bei 26,5 Rappen.

Im Oktober reicht die Gemeinde Kestenholz Klage ein.

Kestenholz hatte 2022 mit Repower einen Vertrag abgeschlossen. Der Krieg in der Ukraine trieb die Energiepreise zu dieser Zeit in astronomische Höhen. Wer damals über keine Stromlieferanten verfügte und nicht genügend beschafft hatte, hatte Pech.

Damals lief der Vertrag der Gemeinde aus. Sie brauchte rasch eine Lösung, und nur Repower legte überhaupt ein Angebot vor. Hätte die Gemeinde abgelehnt, würde die noch teurere Notversorgung drohen. «Wir hatten die Wahl zwischen Pech und Schwefel», sagt Winiger heute. Jetzt gilt der teure Vertrag bis 2032.
«Ich helfe dort, wo man meine Hilfe braucht»

Andy Winiger leitet den Verwaltungsrat der Energie Kestenholz. Ein Ehrenamt. Winiger sitzt nicht im Gemeinderat, arbeitet nicht bei der Verwaltung, ist kein Energieexperte.

Eigentlich ist Andy Winiger vor allem eines: Kestenholzer.

Tagsüber arbeitet er als Verkaufsleiter, nebenbei präsidiert er die Concert Band Oensingen-Kestenholz, und am Wochenende kämpft er für tiefere Strompreise. «Ich helfe dort, wo man meine Hilfe braucht.»

Den teuren Vertrag hatte sein Vorgänger abgeschlossen. Trotzdem stellt sich Winiger der Aufgabe: «Wenn ich einmal Ja sage, mache ich keinen Rückzieher.»

Winiger ärgert sich über die Haltung der Bündner. «Wenn ich mit einem Kunden eine solche Herausforderung habe, suchen wir gemeinsam eine Lösung.» Repower habe nicht mit sich reden lassen. «Es ist eine bodenlose Frechheit, dass die sich auf Kosten unserer Bürgerinnen und Bürger bereichern. Repower verkauft eiskalt die Energie weiterhin zu teuer, obwohl der Preis schon lange gesunken ist.»

Jetzt klagt Winiger. «Die Ausgangslage hat sich derart verändert, dass das nicht mehr rechtens ist.» Für ihn ist klar: «Den Vertrag hätten wir nie unterschrieben, wenn wir gewusst hätten, dass die Preise so schnell sinken.»

Doch der Vertrag wurde rechtsgültig unterschrieben. «Wir wollen einfach einen besseren Strompreis. Ob dafür der Vertrag gekündigt werden muss oder einfach der Energiepreis gesenkt wird, lasse ich offen.»

Solarstrom bringt neue Probleme
Wer in Kestenholz an der Bushaltestelle Dörfli aussteigt, spürt selbst an der Hauptstrasse das Dorfidyll. Der Spar macht zwei Stunden Mittagspause, und der nächste Bus kommt erst in einer halben Stunde. Nur die Kinder, die auf dem Weg zur Schule über das Trottoir rennen, hauchen dem Örtchen etwas Leben ein.

Die Leute in Kestenholz haben sich angepasst. Wenn der Strom aus der Leitung zu teuer ist, produzieren sie ihren eigenen. Riesige Solaranlagen schmücken die Dächer der alten Bauernhäuser im Dorfkern. «Wöchentlich hat man gesehen, dass wieder ein neues Gerüst steht», sagt Winiger. Auf die 650 Liegenschaften kommen 200 Solaranlagen.

Doch der Solarboom hat seine Schattenseiten. Der Vertrag enthält eine Mindestbezugsklausel. Bezieht Kestenholz weniger Strom als abgemacht, müssen sie Strafgebühren zahlen. «2027 steigt der Strompreis deshalb zusätzlich um drei Rappen», erklärt Winiger.

Repower verteidigt sich
Repower äussert sich aufgrund des Verfahrens zurückhaltend. Man beteuert, rechtlich korrekt gehandelt zu haben. Die Firma anerkennt, dass die Strompreise für Kestenholz eine schwierige Situation darstellen. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass langfristige Verträge für beide Parteien verlässlich sein müssen. «Für den Ende 2022 abgeschlossenen, langfristigen Energieliefervertrag musste Repower die dafür notwendige Energie am Markt beschaffen», heisst es. Die Strompreise seien damals sehr hoch und volatil gewesen. «Die damals vereinbarten Konditionen entsprachen der damaligen Marktsituation.»

Langfristige Verträge hätten auch Vorteile. Sie «geben beiden Parteien Planungssicherheit und verteilen die mit der Entwicklung von Marktpreisen und Mengen verbundenen Chancen und Risiken über einen längeren Zeitraum». Repower betont, dass eine Änderung eines bestehenden Vertrags eine Einigung beider Vertragsparteien voraussetzt.

Nun müssen Gerichte entscheiden. Klar ist aber: Die Fehler sind früher passiert. Viele Energieversorger kaufen den Strom mittlerweile gestaffelt, um so die Preisschwankungen auszugleichen.

Jetzt riskiert Kestenholz, viel Geld zu verlieren, wenn die Klage abgeschmettert wird. Trotzdem lohne es sich, sagt Winiger. «Sich zu verstecken und das Ganze auszusitzen, ist keine Option. Wir nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst.»


So stehen die Chancen

Die Chancen der Klage von Kestenholz SO sind schwierig einzuschätzen. Auch viele angefragte Rechtsexperten geben sich zurückhaltend. Christiana Fountoulakis von der Universität St. Gallen sagt zu Blick: «Allein das Argument, Kestenholz hätte den Vertrag nicht abgeschlossen, wenn die spätere Entwicklung bekannt gewesen wäre, dürfte kaum genügen.»

Die Hürden für einen sogenannten Grundlagenirrtum oder eine nachträgliche Vertragsanpassung sind hoch. Ein langfristiger Vertrag mit festgelegten Strompreisen diene gerade dazu, das Risiko künftiger Preisentwicklungen zu verteilen. «Dass sich dieses Risiko im Nachhinein zugunsten der einen und zulasten der anderen Partei verwirklicht, genügt grundsätzlich nicht, um den Vertrag zu beseitigen oder anzupassen», so Fountoulakis.



Wucher bei schweizer Krankenkassen am 30.9.2026: Diese Wucherprämien kann man NICHT bezahlen!
Mutter über Krankenkassen: «Wie soll man Prämien noch bezahlen?»
https://www.nau.ch/news/schweiz/mutter-uber-krankenkassen-wie-soll-man-pramien-noch-bezahlen-67182823

[Die kr. Gesundheitsministerin-Bundesrätin Baume-Schneider hat NICHTS im Griff].

Fototexte:
Paulina (41) ist als zweifache Mutter über den Prämienanstieg besorgt.
Dina (43) macht jetzt weniger häufig die Nägeli.
Bei Regina (63) ändert sich durch den Anstieg der Prämien «gar nichts».
Bertold (62) kann die Prämie noch verkraften.

Der Artikel:


Nico Leuthold, Riccardo Schmidlin -- Zürich -- Gerade für Familien sind die steigenden Krankenkassenprämien eine grosse Belastung. Schweizer verzichten jetzt auf Coiffeurbesuche oder neue Nägeli.

Die Krankenkassenprämien im nächsten Jahr steigen um durchschnittlich fünf Prozent.
Das sei unter den gegebenen Voraussetzungen zwar nicht gut, aber erwartbar gewesen, sagt Bundesrätin Baume-Schneider.
Nau.ch hat sich auf Zürichs Strassen umgehört, wie der Prämien-Hammer im Volk ankommt.
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider verkündete gestern, dass die Krankenkassenprämien nächstes Jahr im Schnitt um 5 Prozent steigen werden. Die mittlere Prämie beträgt für das Jahr 2027 412 Franken pro Monat.

Gerade für Familien ist der Prämien-Hammer ein Schock, wie eine Nau.ch-Umfrage in Zürich zeigt.

Paulina (41) hat eine Familie mit zwei Kindern. «Das wird ganz teuer», sagt sie besorgt.

Für sie ist der Anstieg «schwierig zu verstehen». «Jedes Jahr steigen und steigen die Prämien, unsere Löhne aber nicht. Wie soll man die Prämien bezahlen?»

Dina (43) findet: «Alles ist allgemein zu teuer. Das müsste nicht sein.» Auch bislang hätte man in der Schweiz schon genug für die Krankenkassenprämien bezahlt.

Sie hofft, dass die Politik über die Bücher geht und ein Versicherungssystem ausarbeitet, das sich alle leisten können. «In der Schweiz gibt es nicht nur Grossverdiener, sondern auch die Mittelklasse und Niedrigverdiener.»

Dina verzichtet jetzt auf Luxus-Termine
Luxus wie Coiffeurbesuche oder sich die Nägeli machen, gönnt sie sich nun weniger häufig. «Man spart an sich.» Bei der Miete, beim Essen oder eben bei der Krankenkasse könne man ja nicht sparen.

Bei Regina (63) ändert sich durch den Anstieg der Prämien hingegen «gar nichts». Auch wenn sie den Anstieg ärgerlich findet. «Ich gehe selten zum Arzt, habe das normale Modell und kann es mir zum Glück leisten.»

Auch Bertold (62) kann die Prämie noch verkraften. «Aber sobald ich pensioniert bin, wird es eng.»

Der Prämienanstieg macht ihn hässig. «Anderen wird mehr oder weniger alles in den Arsch geschoben», sagt er vielsagend, ohne ein konkretes Beispiel zu nennen.

Bertold werde auch weiterhin zum Arzt gehen, wenn er muss. «Das lässt sich nicht vermeiden im Alter.»

Baume-Schneider verspricht: «Nächstes Jahr wird es anders»
Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider ist sich der Belastung für die Bevölkerung bewusst. Im Nau.ch-Interview sagt sie: «Es sind keine Good News, aber es sind eigentlich erwartete News.»





Wucher im schweizer Asylwesen am 4.10.2026: Zürcher werden ausgeschlossen!
Wegen Preis: Asylorganisation Zürich verliert Aufträge: 450 bangen um Job
https://www.20min.ch/story/wegen-preis-asylorganisation-zuerich-verliert-auftraege-450-bangen-um-job-103643987

Carolin Teufelberger -- Der Bund hat die Betreuung in seinen Asylzentren neu vergeben. Die Asylorganisation Zürich geht dabei leer aus. An ihrer bisherigen Arbeit habe es nicht gelegen, beteuert das SEM. Für die Organisation hat der Entscheid erhebliche Folgen.

    Bei der Neuausschreibung wurde der Preis stärker gewichtet als bei der letzten Vergabe – das wurde der AOZ zum Verhängnis.
    Das SEM entzieht der Asylorganisation Zürich (AOZ) ab dem 1. Januar 2027 alle drei Betreuungsmandate in Bundesasylzentren.
    Rund 450 AOZ-Mitarbeitende sind betroffen; die AOZ analysiert den Vergabeentscheid noch und sucht nach Anschlusslösungen.

Bisher hatte die Asylorganisation Zürich (AOZ) drei Mandate für die Betreuung von Asylsuchenden in Bundesasylzentren. Ab dem 1. Januar 2027 verliert sie alle drei. Bei der Neuausschreibung durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) haben andere Anbieter den Zuschlag erhalten.

Die sechs ausgeschriebenen Mandate gehen an zwei Unternehmen: Die ORS Service AG übernimmt die Betreuung in den Asylregionen Westschweiz, Bern, Ostschweiz und Tessin-Zentralschweiz. Die Convalere AG erhält die Mandate für die Nordwestschweiz und Zürich. Laut SEM haben die beiden Unternehmen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis geboten und mit ihrem Angebot überzeugt.

Starker Fokus auf den Preis
An der bisherigen Arbeit der AOZ habe es nicht gelegen, sagt SEM-Sprecherin Anne Césard auf Anfrage: «Das SEM hatte stets eine gute Zusammenarbeit mit AOZ und ist mit ihren Leistungen zufrieden.» Die Neuausschreibung sei nötig geworden, weil die laufenden Verträge Ende 2026 auslaufen.

Für die Vergabe waren fünf Kriterien entscheidend. Neben dem Preis bewertete das SEM vier Konzepte: zur Personalplanung und zum Umgang mit schwankenden Belegungszahlen, zur Grundversorgung, zur Betreuung sowie zur Aus- und Weiterbildung. Beim Betreuungskonzept standen Menschen mit besonderen Bedürfnissen und die Gewaltprävention im Fokus. Zudem wurde der Preis stärker gewichtet als bei der letzten Ausschreibung.

«Aus unserer Sicht kompetitives Angebot»
Ob die Vergabe am Preis gescheitert ist, könne die AOZ gegenüber 20 Minuten noch nicht abschliessend sagen. «Die AOZ hat ein gutes, aus unserer Sicht kompetitives und fortschrittliches Angebot eingereicht», sagt Kommunikationsleiter Marc Werlen auf die Gründe für die verlorenen Zuschläge angesprochen. Die genaue Analyse des Vergabeentscheids sei noch nicht abgeschlossen.

Klar ist hingegen: Der Entscheid hat erhebliche Folgen für die Organisation. Laut AOZ sind rund 450 Mitarbeitende direkt betroffen. Ob und wie viele Stellen am Ende gestrichen werden müssen, lasse sich noch nicht sagen. «Die AOZ setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass möglichst viele unserer vom Vergabeentscheid betroffenen Mitarbeitenden bei den neuen Betreuungsorganisationen oder bei der AOZ eine Anschlusslösung finden werden», so Werlen.






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