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Schweizer Munition in schweizer Seen -
die Vergiftung wird verniedlicht


Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Kommentar

Die schweizer Regierung hat nach der Explosion eines grossen Munitionsdepots von 1945 bis 1964 tonnenweise alte Munition und Sprengstoff in schweizer Seen "sicher" versenkt, u.a. im Brienzersee, Thunersee und im Vierwaldstättersee. Dabei steht die Munition jetzt im starken Verdacht, genmutierend auf Fische und auf Menschen zu wirken. Die Regierung und die Räte der Schweiz verweigern bis heute die Bergung mit dem Argument, eine Bergung wäre zu gefährlich...

Michael Palomino 2006



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15.2.2006: <Munition wird nicht geborgen>

<BERN – Die von der Armee versenkte Munition soll weiterhin auf dem Grund der Schweizer Seen ruhen. Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerates lehnt die Bergung der Altlasten ab und stellt sich damit gegen den Nationalrat. Wie die Kommission heute mitteilte, hält sie die Bergung der mehreren tausend Tonnen Munition und Sprengstoff, welche die Armee in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg in Schweizer Seen entsorgt hat, nicht für nötig. Nach heutigem Wissensstand gehe von den Rückständen keine Gefahr für Mensch und Umwelt aus. Eine allfällige Hebung der Munition würde demgegenüber nicht nur erhebliche Kosten nach sich ziehen, sie wäre auch aus technischer Sicht sehr schwierig und mit grossen Sicherheitsrisiken verbunden. Auch der Bundesrat lehnt die Bergung mit dem Argument ab, jede neue Aktion sei schädlicher als der Status quo.

Die Schweizer Armee hat gemäss jüngsten Erkenntnissen allein im Thuner-, dem Brienzer und dem Vierwaldstättersee 8200 Tonnen Munition entsorgt.

In anderen Seen liegen weitere Armeeabfälle wie Waffen, Speiseöl oder Gasmasken.>

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Tages-Anzeiger Logo

15.2.2006: <Munition und Sprengstoff in Schweizer Seen nicht bergen>
Tages-Anzeiger Mittwoch, 15. Februar 2006

<BERN - In den Schweizer Seen versenkte Munition und Sprengstoff bedrohen weder Mensch noch Umwelt. Mit dieser Überzeugung lehnt die Sicherheitspolitische Kommission (SIK) des Ständerates eine Nationalratsmotion ab.

Der Nationalrat hatte mit 102 zu 56 Stimmen eine Motion von Ursula Haller (SVP/BE) angenommen. Diese will den Bundesrat zur Bergung und Entsorgung der 3000 Tonnen Munition verpflichten, welche die Armee zwischen 1945 und 1964 vor allem im Thuner-, Brienzer- und Vierwaldstättersee versenkt hat.

Wie die Parlamentsdienste nun mitteilten, empfiehlt die SIK dem Ständerat mit 7 zu 5 Stimmen, die Motion abzulehnen. Die Kommissionsmehrheit teile zwar die Sorge der Motionärin um die Sicherheit von Mensch und Umwelt, sei jedoch der Ansicht, dass der Bundesrat dem Anliegen ausreichend Rechnung trage.

Die Kommissionsmehrheit sieht nach ihrem heutigen Wissensstand keine Bedrohung für Mensch und Umwelt. Eine Bergung der versenkten Munition würde nicht nur erhebliche Kosten nach sich ziehen, sondern wäre auch technisch überaus schwierig und brächte erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich.>


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23.3.2006: <Munition bleibt in Seen>

aus: Teletext Schweizer Fernsehen SF1-Text, 23.3.2006, Tafel 126

Mit 29:7 Stimmen hat der Ständerat eine Motion des Nationalrats abgelehnt. Der Vorstoss sieht vor, die 3000 t Munition und Sprengstoff, die in schweizer Seen versenkt wurden, zu bergen. Eine Bergung sei aber zu riskant, hiess es zur Begründung.


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24.3.2006: <Entsorgte Munition soll in Seen bleiben> - das ökologische Gleichgewicht...

aus: Teletext Schweizer Fernsehen SFinfo-Text, 24.3.2006, Tafel 116

<Die von der Armee versenkte Munition soll vorerst nicht aus den schweizer Seen gehoben werden. Der Ständerat hat die entsprechende Motion von Ursula Haller SVP/BE mit 29:7 abgelehnt. Er folgte den Argumenten von VBS-Chef Samuel Schmid. Es sei riskanter, die Munition zu bergen, als sie auf dem Seegrund zu lassen, sagte Schmid. Die sehr teure Bergung würde zudem das ökologische Gleichgewicht stören.

Der Nationalrat hatte die Motion angenommen. Diese forderte die Bergung von 1000en Tonnen Munition, welche die Armee von 1945 bis 1964 u.a. im Thunersee, Brienzersee und Urnersee entsorgt hatte.>


[Kommentar:
Damit bleibt das ökologische Gleichgewicht mit Munition in den schweizer Seen nach wie vor gestört...]

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20 minuten
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12.10.2010: In der Schweiz werden pro Jahr hunderte Blindgänger gefunden - und in den schweizer Seen lagern noch Tonnen von Armeemunition - 100 Franken für einen scharfen Blindgänger

aus: 20 minuten online: Gefährliche Altlasten: Granaten liegen neben dem Wanderweg; 12.10.2010; http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Granaten-liegen-neben-dem-Wanderweg-16605533

<von Joel Bedetti
- Die 1.Weltkriegs-Granaten von Seon sind kein Einzelfall: In der Schweiz werden jährlich hunderte Blindgänger geborgen. In den Seen schlummern noch viel mehr.

Gestern Montag, 11. Oktober 2010, fand die Polizei in einem Keller im Aargau Granaten aus dem ersten Weltkrieg.
Als gestern die Sprengstoffexperten des Schweizer Militärs im aargauischen Seon anrückten, um die dort gefundenen Sprengkörper aus dem Ersten Weltkrieg zu sprengen, war das für sie kein besonderes Ereignis.

Wer wandert, stösst unter Umständen auf übrig gebliebene Granaten: Geschoss auf dem Pizzo Meda, Tessin.

Aus der Blindgänger-Thematik ist sogar schon ein Bundesratswitz entstanden. Der geht so: Auf einer Bergwanderung finden die (ehemaligen) Bundesräte Arnold Koller und Adolf Ogi drei Blindgänger. Koller will die Stelle markieren und Hilfe holen, ganz wie vorgeschrieben. Doch Ogi überzeugt ihn, die Blindgänger eigenhändig ins Tal zu transportieren. Auf dem Weg nach unten plagten Koller aber plötzlich Gewissensbisse. «Sollten wir die Blindgänger nicht besser liegen lassen?» fragte er. Ogi entgegnet: «Ach was. Explodiert einer, sagen wir einfach, dass wir bloss zwei gefunden haben.»

Von den zigtausenden Granaten, welche die Kanonen, Flugabwehrgeschütze, Panzer und Minenwerfer der Schweizer Armee jährlich verfeuern, bleiben mehrere Hundert liegen.

100 Franken pro Blindgänger

Viele Blindgänger werden von den unmittelbar nach den Übungen losgeschickten Suchtrupps ausfindig gemacht. Die meisten entdecken Zivilpersonen, Wanderer oder Spaziergänger. 2008 wurden insgesamt 348 Blindgänger gefunden, 2009 waren es 378, wie Armeesprecher Christoph Brunner gegenüber 20 Minuten Online sagt. Obwohl ab und zu Sprengkörper aus der Zeit des Ersten oder Zweiten Weltkriegs auftauchen würden, stammten die meisten Blindgänger aus der Zeit danach.

Bei einem Fund, so der Armeesprecher, solle man den Sprengkörper nicht berühren und die Polizei verständigen, welche ihrerseits das Blindgängerzentrum in Thun alarmiere. «Die Spezialisten rücken innerhalb von Stunden an und entsorgen den Blindgänger», sagt Brunner. Erweist sich der Fund tatsächlich als scharfer Sprengsatz, bekommt der Finder 100 Franken. Diese Verhaltensregeln seien der Bevölkerung mittlerweile bekannt, sagt der Armeesprecher.

Schrott neben dem Wanderweg

Zurückzuführen ist sie wohl auf eine vermehrte Sensibilität der Armee in den 1980er-Jahren. 1983 kamen im Wallis vier Wanderer ums Leben, als sie einen Blindgänger zur Explosion brachten. Seither sei es nach Kenntnis des VBS zu keinen gefährlichen Unfällen mit Blindgängern gekommen, so Brunner.

In die Kritik kommen aber zunehmend die ungefährlichen Munitionsrückstände, welche die Schweizer Armee in den Alpen zurücklässt. «Was weniger gut funktioniert als die Entsorgung von Blindgängern, ist die Räumung von ungefährlichen Munitionsrückständen in den Berggebieten», sagt Elsbetht Flüeler von der Naturschutzorganisation Mountain Wilderness Schweiz. Ökologisch sei das nicht besonders schädlich, optisch störe der Waffenschrott aber enorm.

«Handlungsbedarf»

Jonas Schmid, der für Mountain Wilderness in den Sommermonaten Gebiete nahe den Schiessplätzen absuchte, erzählt gegenüber 20 Minuten Online: «Die Spuren der Schiessübungen sind überall zu sehen: Splitter, Heckteile von Mörsergranaten, Einschlagslöcher. Das ist nicht schön. Man will wandern gehen und läuft durch ein Kriegsgebiet.» Zudem stosse man immer wieder auch auf echte Blindgänger: «In einem Gebiet fand ich auf einen Schlag drei nicht gezündete Artilleriegranaten, eine davon drei Meter neben dem Wanderweg», so Schmid

Armeesprecher Christoph Brunner entgegnet: «Wir pflegen einen guten Kontakt zu Mountain Wilderness.» Man sei regelmässig im Gespräch. Elsbetht Flüeler bestätigt dies, ortet bei den Streitkräften aber noch Handlungsbedarf.

Munition unter Wasser

Zum Politikum wurden in jüngster Zeit auch die riesigen Mengen an Munition, welche Rüstungsfabriken sowie die Armee nach dem Ersten Weltkrieg bis in den 60er-Jahren (neben Maschinengewehren, Fotoplatten, Zündkapseln und vielem weiterem) in Schweizer Seen versenkte. Allein im Thunersee liegen schätzungsweise 4600 Tonnen, im Urnersee 2800 Tonnen und im Zürichsee, teils auf stadtnahem Grund, 90 Tonnen.

Einen parlamentarischen Vorstoss zur Bergung dieser Bestände wies der Bundesrat 2006 nach der Anhörung einiger Experten ab: Die Bergung wäre zu teuer gekommen, ausserdem drohe die Munition weder zu explodieren noch die Gewässer zu verseuchen.>

[Wers glaubt, wird selig mit dem Bundesrat. Die Biologen sehen das anders: Die Munition provoziert genetische Mutationen bei den Wassertieren].

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16.9.2011: Eine Bombe im Bodensee ist wahrscheinlich von der Schweizer Luftwaffe

aus: 20 minuten: Sperrzone Staad: Bodensee-Bombe ist wohl schweizerisch; 16.9.2011;
http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/Bodensee-Bombe-ist-wohl-schweizerisch-13149453

<Die Bombe, die Sporttaucher im Bodensee gefunden haben, stammt wohl von der Schweizer Luftwaffe. Ob die Bombe scharf ist oder nicht, scheint unklar. Die errichtete Sperrzone bleibt jedoch bestehen.

Die Bombe, welche Sporttaucher im Bodensee gefunden haben, stammt wahrscheinlich von der Schweizer Luftwaffe. Dies sagte Walter Schweizer, Kommandant der Einheit für Kampfmittelbeseitigung der Armee, am Freitag gegenüber «Schweiz aktuell» von Schweizer Fernsehen SF.

Aufgrund verschiedener Merkmale gehe er davon aus, dass es sich um Übungsmunition handle, wie sie die Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein bei Tests verwendet haben könnte. Solche Tests sind nach Schweizers Angaben etwa im Rahmen von Flugzeugbeschaffungen in der Vergangenheit immer wieder gemacht worden.

Dass es sich um eine alliierte Fliegerbombe handelt, schliesst der Experte aus, da der Heckzünder fehlt. Ob die Bombe scharf ist oder nicht, kann er jedoch nicht sagen.

Darum gilt vor Staad weiterhin die von der Polizei eingerichtete Sperrzone von 50 Metern. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Fund im Bodensee um eine Fliegerbombe von 125 Zentimetern Länge und 42 Zentimetern Durchmesser.

(Video: Keystone) (sda)>

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Und schon wieder kommt die faule Ausrede:

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3.2.2012: <Bergung zu gefährlich: Armee-Munition bleibt in den Seen>

aus: 20 minuten online; 3.2.2012;
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/26919622

<Der Bund hat sich gegen eine Bergung der rund 8000 Tonnen Armee-Munition auf dem Grund von Schweizer Seen entschieden. Zu gefährlich, so die Begründung.

Die 8210 Tonnen Armee-Munition bleiben auf dem Grund von Schweizer Seen. Nach einer neuen Analyse kam das VBS zum Schluss, dass die Bergung riskanter wäre als die Lagerung. Die betroffenen Kantone sind verantwortlich für die langfristige Überwachung.

Dies teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag an einer Medienkonferenz in Bern mit. Mit dem Entscheid wurde das Fazit von Experten bestätigt. Diese hatten bereits in einem Zwischenbericht vom Oktober 2010 von «zu grossen Risiken und Kosten» einer Bergung gesprochen.

Die vor allem im Thuner- (4600 Tonnen), Brienzer- (280 Tonnen) und Vierwaldstättersee (3330 Tonnen) gelagerten Munitionsrückstände der Schweizer Armee würden das Seewasser nicht belasten. Die Schwermetallgehalte lägen im Bereich der natürlichen Belastung.

Laut Brigitte Rindlisbacher, Generalsekretärin des VBS, handelt es sich bei der Munition grösstenteils um Rückstände der beiden Munitionsfabriken Thun BE und Altdorf UR, daneben um Material, das die Schweizer Armee nach dem Zweiten Weltkriegs bis Mitte der Sechzigerjahre in den Voralpenseen versenkt hatte.

Der grösste Teil der Objekte befindet sich heute über 25 Zentimeter bis zu zwei Meter unter dem Seegrund. Das Risiko einer selbstständigen Detonation der Munition sei «praktisch ausgeschlossen» und verkleinere sich von Tag zu Tag, sagte Heinz Habegger, Vorsteher des bernischen Amts für Wasser und Abfall (AWA).

Die Analysen des Seewassers im Thuner- und Brienzersee ergaben zudem keine Hinweise auf Schadstoffe, die auf die versenkte Munition zurückzuführen wären. «Die Werte liegen 400-mal unter dem Grenzwert», sagte Habegger.

Gefährliche und teure Bergung

Viel gefährlicher wäre dagegen die Bergung und Entsorgung der Munition. Diese würde das intakte ökologische Gleichgewicht in den betroffenen Seen schädigen. Beim Heben und Entsorgen bestünde zudem Explosionsgefahr, da die Munition weitgehend gut erhalten und kaum abgebaut ist.

Die Jahrzehnte dauernde Bergung würde auf den Seen und in den Uferbereichen praktisch kaum umsetzbare Sicherheitsmassnahmen erfordern, teilte das VBS mit. Wahrscheinlich müsste das Seegebiet weiträumig abgesperrt und der Schiffsverkehr eingestellt werden, was auch immense Kosten zur Folge hätte.

Trotzdem stellt eine regelmässige Überwachung der betroffenen Kantone sicher, dass rechtzeitig reagiert werden kann, falls sich die Situation entgegen den Erwartungen verändern sollte. Die Kosten dieser langfristigen Überwachung werden zwischen dem VBS und den Kantonen aufgeteilt.

Eine neue Lagebeurteilung soll gemäss VBS im Jahr 2015 erfolgen.

Umweltverbände: Entscheid «nachvollziehbar»

Nationalrätin Ursula Haller (BDP/BE), die Ende 2005 eine Motion zur Bergung und Entsorgung der Munition in den Seen eingereicht hatte, zeigte sich mit dem Entscheid des VBS zufrieden. Die Hebung der Munition sei mit vielen Gefahren verbunden.

«Ich habe mich von der Fachliteratur überzeugen lassen», sagte sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Nicht die finanziellen Aspekte seien für sie entscheidend, sondern die ökologischen. Deshalb sei es unbedingt notwendig, die Qualität des Wassers «regelmässig und seriös» zu überprüfen.

Markus Meyer, Präsident des Bernisch Kantonalen Fischerei-Verbands, sieht neben der regelmässigen Überwachung keinen weiteren Handlungsbedarf. Seine Befürchtungen, dass Giftstoffe aus der Munition entweichen und das Wasser verschmutzen könnten, hätten sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Auch für Ion Karagounis, Geschäftsleiter der Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz, ist der Entscheid des VBS «aus pragmatischen Gründen nachvollziehbar». Die Überwachung sei aber wichtig. «Was heute ist, muss in 50 Jahren nicht mehr so sein.»>


Kommentar

Es ist unbegreiflich, dass das Militär nicht fähig ist, seine Unterwasserdeponien aufzuräumen. Wie viele Ausreden will man denn noch präsentieren?

Michael Palomino, 3.2.2012

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5.3.2013: <Munition im See: Situation wird laufend untersucht> - die Ämter für Umweltschutz verlassen sich auf "Messungen"

aus: 20 minuten online; 5.3.2013;
http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/11740883

<von Daniela Gigor -

Im Film «Stärke 6» ist die Armee-Munition Thema, die auf dem Grund des Vierwaldstättersees liegt. Doch vieles ist Fiktion.

In Schweizer Seen lagern über 8000 Tonnen versenkte Munition: Bis in die 1960er-Jahre wurde das explosive Material auf diese Weise entsorgt. Im spannenden Drama «Stärke 6», das am Sonntag von SRF 1 gezeigt wurde, stirbt der Tauch- und Lebenspartner einer angesehenen, international tätigen Geologin und Tsunami-Expertin durch die Folgen einer Munitions-Explosion im See vor Brunnen. 

Durch Bergung würden grössere Gefahren entstehen

Könnte das auch wirklich passieren? Fakt ist dass im Vierwaldstätter- wie auch im Thuner- und Brienzersee tatsächlich 8000 Tonnen Munition lagern. Aber: «Messungen haben gezeigt, dass die Lagerung der Munition im See problemlos ist», sagt Alexander Imhof, Vorsteher des Urner Amts für Umweltschutz. Der Grund, warum das Material im See gelassen wird: «Bei einer allfälligen Bergung würde eine grössere Gefahr für das Ökosystem bestehen: Es könnten Schadstoffe austreten und die Explosionsgefahr wäre gross.» Dieser Meinung schliesst sich auch Urs Eggenberger, Vorsteher des Amts für Umweltschutz im Kanton Schwyz an: «Die Handlung des Films wurde durch die Realität inspiriert. In Tat und Wahrheit ist es aber wie immer im Leben doch etwas anders.» Trotz allem: Die Behörden behalten die Situation sicherheitshalber im Auge und führen halbjährlich Messungen durch.





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